Keilwerth Saxophone

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von MathieuR, 28.Februar.2026 um 20:47 Uhr.

  1. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Stimmt, die hatte ich gar nicht auf dem Radar… eine weitere ziemlich delikate Kopplung an der linken Hand.
    Und wenn es nur mit betätigtem Oktavdrücker passiert, durchaus ein Punkt, der überprüft werden kann.

    Es bleibt aber weiter die Notwendigkeit, sehr exakt gleichzeitig zu schließen, was - schon von @mato, @giuseppe und mir angesprochen - sich von Modell zu Modell unterschiedlich anfühlen kann.
     
  2. Tom.66

    Tom.66 Ist fast schon zuhause hier

    Oktavklappe am Korpus:
    Kann auch sein, dass das Polster etwas klebt, kann auch und gerade bei neuen Polstern sein, dann reicht evtl. die Federkraft der Bogen Oktavklappe nicht um die untere Oktavklappe schnell genug aufzudrücken.
    Wenn die untere Oktavklappe etwas zu spät aufmacht, kann das auch so klingen.
     
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  3. MathieuR

    MathieuR Kann einfach nicht wegbleiben

    Sorry, dass ich hier quasi aus dem ursprünglichen Keilwerth Thema, was mich nach wie vor brennend interessiert, ein weiteres Thema mit dem C / G aufgemacht habe.

    Nach all euren Hilfestellungen habe ich mal ein bisschen rum probiert.
    Was mir aufgefallen ist. Mit Oktavklappe quietscht es immer wieder (allerdings auch nicht immer), was evtl auf die Finger hindeuten kann (wobei ich glaube, aber nicht sicher bin, dass ich korrekt greife).
    Ich habe das ganze mal ohne Oktavklappe, also rein mit dem Ansatz versucht. Da ist es komischerweise besser (nicht ganz, aber fast ganz weg). Ist es dann doch vermutlich ein reines Ansatzthema?

    By the way, (vielleicht ein drittes Thema) ist mir aufgefallen, dass das G‘‘ und A’‘ ohne gedrückte Oktavklappe „freier/klarer“ klingt, mit gedrückter Oktavklappe dumpfer. Ist das normal?
     
  4. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Möglicherweise liegt das am Voicing. Ich besitze zwar keine großen Kenntnisse, arbeite aber selber gerade daran. Ich versuche mit der Oktavklappe mit genau dem gleichen Voicing zu spielen, wie ohne. Ich habe es früher öfters vernachlässigt durch die Gemütlichkeit der Oktavklappe. Es wird besser.
     
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  5. dikoki

    dikoki Kann einfach nicht wegbleiben

    Genau so ging es mir vor 8 Jahren auch: Ich suchte ein Tenorsaxophon fürs Leben. Hatte über Monate viele Hörner angespielt: Selmer, Yanagisawa, Yamaha, Mauriat... und dann bekam ich ein Keilwerth in die Hand gedrückt. Zwar nicht aus der SX 90R Reihe, sondern eine Etage tiefer. Auf Anhieb gefiel mir, wie gut es in der Hand lag. Bei allen anderen genannten Hörnern fand ich die Haltung für die rechte Hand anstrengend und unbequem (so weit ich weiß, orientieren sich die meisten Hersteller an der von Selmer entwickelten Applikatur. Ich hatte aber die 20 Jahre davor auf einem alten Buescher aus den 40er Jahren gespielt, mit dessen Applikatur das Keili große Ähnlichkeit hatte. Ich fühlte mich wie zu Hause! Außerdem mochte ich den vollen, kernigen und eher mittigen Klang durchaus. Anschießend drückte man mir ein Shadow in die Hand. Dort lag es eben so gut wie das vorherige. Allerdings fand ich den Sound des Shadow noch wesentlich formbarer, offener und heller. Liegt vermutlich am Neusilber und und am schwarz vernickelten Korpus. Ich habe es sofort gekauft und dies nie bereut. Damit zu spielen, macht einen Heidenspaß. Allerdings sind die Keilis nichts für Leute mit Yanagiswa-Händen, sondern eher für größere Hände gebaut. Am besten einfach ausprobieren. Viel Spaß dabei!
     
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  6. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ein bisschen vielleicht, ja. Müsste es aber nochmal probieren. Letztlich ist es so, dass die Oktavklappen eine Störung in die Luftsäule bringen, damit sie in den ersten Oberton überschlägt. Die Störung ist aber für die Mehrzahl der Töne nicht exakt am optimalen Ort (in deinem Beispiel fürs G nicht optimal), was die Ansprache beeinträchtigen kann, und je nach Größe hört man den Vent auch selber. Ohne Oktavklappe ist das sauberer, aber die schnellen Wechsel zwischen den Oktaven werden ohne schwierig.
    Wenn es aber nur ein geringer Unterschied ist, passt es wahrscheinlich.
     
  7. Tom.66

    Tom.66 Ist fast schon zuhause hier

    Deshalb hat das Conn 28M zwei Klappen am Korpus :cool:
     
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  8. Roman_Albert

    Roman_Albert Ist fast schon zuhause hier

    Frank Bernhard in Neustadt/Weinstrasse wäre eine Möglichkeit, falls Du in Mannheim/Rhein-Neckar zu tun hast.
    Er wurde hier schon mehrfach positiv erwähnt, und ich habe bisher zweimal sehr gute Erfahrungen mit ihm gemacht (Selmer Tenor & Martin Bari).
    Ausserdem spielt er Bari in einer Top Bigband.

    Wie alle guten Leute ist er terminlich dicht geplant, also auf jeden Fall vorher anrufen.
     
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  9. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Also wenn jemand mal ein top überholtes altes Keilwerth Toneking anspielen möchte,um überhaupt zu wissen,von was wir hier reden,bei mir liegt eins rum, Einfach Bescheid geben,Mundstück mitbringen,dann könnt ihr euch bei mir in 65817 Eppstein damit austoben und bei Interesse auch mal mein Dallhammer gegentesten. Damit habe ich überhaupt kein Problem:D
     
  10. ppue

    ppue Mod Experte

    Vielleicht kommen auch mehrere Fehler zusammen: Ungenaues Greifen: alle Klappen müssen "klack" exakt zum selben Zeitpunkt schließen und zum dritten Thema und auch dem Quietschen: Wahrscheinlich zu fester Ansatz im gesamten 2. Register.

    Wenn du den Ton etwas fallen lässt, sollte es mit dem Rauschen etwas besser werden, der Ton sich öffnen und voller klingen. Die Schwierigkeit wird vielleicht sein, den Ton so, mit niedrigerem Pitchcenter, stabil zu halten. Der eiert anfangs noch ziemlich in der Tonhöhe. Aber achte mal nur auf den Klang, ob der besser wird.
     
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  11. ppue

    ppue Mod Experte

    In der Ferndiagnose ist es extrem hilfreich, wenn man eine kurze Aufnahme (Handy reicht) von dem Phänomen macht. Das erspart oft das ganze Herumgerate.
     
  12. dikoki

    dikoki Kann einfach nicht wegbleiben

    Um noch mal auf's Thema Keilwerth Shadow zurückzukommen... Hier wird es mit seinen Besonderheiten kurz vorgestellt. Merke: "There's a little bit more stretch in the fingers and also the keywork is a little bit chunkier"! Aber man gewöhnt sich schnell dran.
     
  13. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Wenn man sich für ein altes Keilwerth interessiert, sollte man m.E. erst einmal Infos sammeln, welche Generation und welches Modell ev in Frage kommt.
    Dann sollte man versuchen mal so ein Modell auch zu spielen.
    Ev. den Horizont auch auf andere Hersteller aus dem Saxophonwinkel bzw Deutschland erweitern, da sind schon ein paar, die zwar ähnlich klingen, sich aber anders greifen.... und tlw für ein begrenztes Budget zu bekommen sind.
     
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