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Landespolizeiorchester Hessen sucht Tenor-Saxophonist/in

Dieses Thema im Forum "Musiker gesucht" wurde erstellt von OnkelSax, 28.November.2023.

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  1. OnkelSax

    OnkelSax Ist fast schon zuhause hier

    Durch einen Post in FB vom jetzigen, neuen Dirigenten des LPO Hessen (übrigens ein sehr guter Bekannter von mir, unter dem und mit dem ich schon öfters gespielt habe), wird ein TenorSax als Festanstellung gesucht. Vielleicht ist es ja für jemanden hier ausm Forum interessant.

    Infos unter nachfolgendem Link: https://www.muvac.com/de/vacancy/la...EkD9JeZravZ1Yjwmyz8b7a2hJBYnsebais62dmiNdnBBA

    PS: .. und sollte tatsächlich jemand ausm Forum die Stelle bekommen, werde ich doch sicher zum Premierenkonzert mal eingeladen :)
     
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  2. kokisax

    kokisax Strebt nach Höherem

    Bei dem Gehalt wird es bestimmt Unmengen Bewerbungen geben.....:sensatio:
     
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  3. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Als Ruheständler hätte ich jetzt dafür Zeit, falls die auch bekennende Wenigüber nehmen.:cool:
     
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  4. SaxPistol

    SaxPistol Strebt nach Höherem

    E8 - eigentlich ne Sachbearbeitereingruppierung
    … wenns der Markt hergibt :-?
     
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  5. philipp_b

    philipp_b Ist fast schon zuhause hier

    Entgeldgruppe 8 ist im Vergleich zu anderen Orchesterstellen gar nicht so schlecht. Beim Rundfunkorchester als Solist gibt es sicherlich mehr, für zwei vergleichbare Stellen in anderen Polizeiorchestern, die kürzlich auch hier geteilt wurde, wurde Bezahlung nach TVÖD 6 ausgelobt. Ob es angemessen ist, ist eine andere Frage. Musikschullehrer*innen bekommen meisten Gruppe 9b, wenn Sie denn überhaupt angestellt sind und dafür wird ein abgeschlossenes Studium verlangt. Das passt auch nicht so ganz zusammen. Aber da es nicht besonderes viele bessere Jobs für Saxophonisten gibt, wird sich dort schon jemand finden.
     
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  6. Anna

    Anna Nicht zu schüchtern zum Reden

    Ist off topic, aber ich muss es kurz loswerden: Ich hätte mich jetzt auch sehr gewundert, wenn das unter Musikern als schlechtes Gehalt gilt. Wer das so sieht, weiß vielleicht nicht, wie gut es ihm geht. Ich arbeite für ein vergleichbares Bruttogehalt als (promovierte) Ingenieurin und habe dabei keinen Tarifvertrag mit ständig automatisch steigendem Gehalt.
     
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  7. MathieuR

    MathieuR Schaut öfter mal vorbei

    Sorry, aber da fällt mir nur „selbst schuld“ ein… es sei denn der monetäre Aspekt ist dir vollkommen egal und das inhaltliche erfüllt dich vollumfänglich
     
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  8. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Bei dem heutigen Facharbeitermangel? In meinem Umfeld verdienen die Ingenieure/innen ganz schön ordentlich. Lohnt da nicht mehr Beamter zu werden.:cool:
     
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  9. SaxPistol

    SaxPistol Strebt nach Höherem

    So drastisch würde ich es nicht ausdrücken, @MathieuR
    Es gibt des Öfteren gute oder gar zwingende Gründe, einen Job anzunehmen, der weit unter der erreichten Qualifikation und/oder dem zu erwartenden Gehaltsniveau liegt.

    Hier geht es aber um eine Stelle, für die explizit ein Hochschulabschluss gefordert wird, also der Bewerber mit einem Hochschulabschluss keinesfalls überqualifiziert ist.
    Und deshalb schrieb ich auch
    Auch der Arbeitsmarkt ist ein Markt mit der bekannten Angebot-/Nachfragegesetzmäßigkeit.
    Es gibt eben nur wenige Vollzeit-Tarifstellen für Berufsmusiker, entsprechend schlägt sich das auf das Gehaltsniveau nieder.

    In anderen Berufsgruppen sieht das ganz anders aus. Wer beispielsweise eine klassische Verwaltungsberufsausbildung absolviert hat und qualifikationsgerecht mittelanspruchsvolle Tätigkeiten ausführt, der bekommt quasi das gleiche Entgelt wie der studierte Musiker.

    Ach, wie bin ich doch mal wieder froh, mit Musik kein Geld verdienen zu müssen... :rolleyes:
     
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  10. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Ich auch nicht! Abgesehen von der (meistens) mangelnden Wertschätzung muss man sich da immer neu beweisen und zeigen, dass man eine heiße Kartoffel ist. Wäre dafür viel zu faul und bequem gewesen.:cool:
     
  11. Aerophon

    Aerophon Ist fast schon zuhause hier

    Wenn ich richtig gerechnet habe, wäre das knapp das Einstiegsgehalt eines Bachelor in der chemischen Industrie, E10 wer es nachsehen will. Ein Trainee mit Promotion liegt da deutlich drüber. Mein Eindruck ist, dass die Metallindustrie bei Tarifverhandlungen und damit am Ende bei den Gehältern spürbar aggressiver unterwegs ist.

    Als ausgebildeter Musiker ist das nicht üppig, aber zumindest eine konstante Grundlage. Ich hatte mal einen Lehrer, der Tenorsaxophonist im bayerisch Polizeiorchester war. Der hatte neben seiner Festanstellung noch mehrere eigene Projekte am Start.
     
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  12. kokisax

    kokisax Strebt nach Höherem

    Da machst wirklich etwas falsch.
    Erst recht als promovierte Ingenieurin.
    Kenne mich in diesem Bereich (Maschinenbau) etwas aus......
     
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  13. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe mal in ein Polizeiorchester als Aushilfe reinschnuppern können. Meiner Erfahrung nach hat man bei einer Vollzeitstelle dort nicht mehr so viel Zeit für andere Projekte. Eine typische Woche sieht so aus, dass man an 3-5 Tagen Konzerte im ganzen Bundesland spielt und dafür zusammen mit einem Reisebus unterwegs ist - für ein Konzert ist dann inkl. Fahrten, Auf- und Abbau und Soundcheck meist der ganze Tag weg. An den anderen Tagen wird dann geprobt.
    Das Einzige was einem zeitlich zugute kommt, ist die individuelle Übezeit, die ebenfalls mit einberechnet ist. Wenn man schon eine Weile mitspielt, braucht man zum Üben der Stücke nicht so viel Zeit. Wobei es wohl Orchester gibt, bei denen man um 7 Uhr morgens dasein muss (wenn kein Konzerttag ist) zum Üben. Was genau man dann macht, ist egal, aber man muss vor Ort sein.
    Der wichtigste Punkt, der Projekten und anderen Arbeiten im Wege steht, ist dabei auch die Anstellung. Du hast einen Dienstplan, dem du folgen musst. Je nach Chef gibt es vielleicht kulante Regelungen, wenn du mal mit einer anderen Band ein Konzert spielen willst, aber sie müssen dafür immer einen Ersatz suchen, es gibt keine angestellten Musiker in der Hinterhand. Für jeden Ausfall muss eine Aushilfe organisiert werden. Deswegen ist man natürlich als Chef nicht so froh, wenn ein Kollege ein anderes Konzert spielen will. Krankschreibung ist natürlich kein Problem.
     
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  14. gear junky

    gear junky Ist fast schon zuhause hier

    Naja, wenn man für die schmalen Penunzen noch ständig deutschlandweit im Bus unterwegs ist ... :(.
    Aber es gehören immer zwei dazu - einen, der den schmalen Taler anbietet und den anderen, der sich dafür den Herzbendel abläuft.
    Leider sind halt solche Honorare im Musikerbereich nicht unüblich und gleichzeitig das Angebot an Musikern recht hoch. Ich gehe davon aus, dass die Stelle zeitnah besetzt ist.

    In meiner Heimatstadt ist mir ein Fall bekannt, wo Musiker wegen geringer Vergütung gestreikt haben:

    https://www.sonntagsblatt.de/artike...hilharmonie-bad-kissingen-tarifvertrag-streik
     
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  15. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Nicht deutschlandweit, sondern nur im Bundesland. Jedes Bundesland hat sein eigenes Orchester.
     
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  16. gear junky

    gear junky Ist fast schon zuhause hier

    Da kann ich als Steuerzahler nur mit dem Kopf schütteln :mad::(
     
  17. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Wenigstens werden die Leute nicht überbezahlt. Aber Du hast Recht, das könnte man gamz anders managen.

    Bericht der Unternehmensberatung McKinsey nach einem Besuch der Berliner Philharmoniker.
    Die vier Oboisten haben sehr lange nichts zu tun. Die Nummer sollte gekürzt und die Arbeit gleichmäßig auf das ganze Orchester verteilt werden, damit Arbeitsspitzen vermieden werden. Die zwölf Geigen spielen alle dasselbe. Das ist unnötige Doppelarbeit. Diese Gruppe sollte drastisch verkleinert werden. Falls eine größere Lautstärke erwünscht ist, lässt sich das durch eine elektronische Anlage erreichen. Das Spielen von Zweiunddreißigstelnoten erfordert einen zu großen Arbeitsaufwand. Es wird empfohlen, diese Noten sämtlich in den nächstliegenden Sechzehntelnoten zusammenzufassen. Man könnte dann auch Musikschüler und weniger qualifizierte Kräfte beschäftigen. In einigen Partien wird zuviel wiederholt. Die Partituren sollten daraufhin gründlich durchgearbeitet werden. Es dient keinem sinnvollen Zweck, wenn das Horn eine Passage wiederholt, mit der sich bereits die Geigen beschäftigt haben. Werden alle überflüssigen Passagen eliminiert, dann dauert das Konzert, das jetzt zwei Stunden in Anspruch nimmt, nur noch schätzungsweise zwanzig Minuten, so dass die Pause wegfallen kann. Der Dirigent streitet die Berechtigung dieser Empfehlung niсhт ab, fürchtet jedoch, die Einnahmen könnten zurückgehen. In diesem unwahrscheinlichen Fall sollte es möglich sein, Teile des Konzertsaales völlig zu schließen, wodurch sich die Kosten für Licht, Personal und so weiter einsparen ließen. Schlimmstenfalls könnte man ihn ganz schließen und die Leute in das Konzertkaffeehaus schicken.
     
    Iwivera*, Salinsky, Paul2002 und 8 anderen gefällt das.
  18. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Als Steuerzahler kann man über viele andere Dinge mit ganz anderen Kostendimensionen den Kopf schütteln! Der finanzielle Unterhalt von Polizeiorchestern sind dagegen Peanuts.:cool:
     
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  19. hoschi

    hoschi Strebt nach Höherem

    in der tat zahlt die metall neben der chemie die höchsten löhne....
    @Anna, ich kenne deinen arbeistplatz nicht, prüfen lassen, wenn noch nicht geschehen, wäre sinnvoll.
     
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  20. rbur

    rbur Moderator

    Ja, der Staat fördert die Kultur indem er Orchester finanziert. Aber keine Angst, die werden nach und nach weggekürzt.
     
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