Moin, Hat jemand schon die Dexter Version mit dem längeren facing probiert? Kann jemand was zum Unterschied modern facing vs long facing in Spielbarkeit und Sound sagen. Hab selbst noch nie so ein Mundstück probiert.
Naja, mit einem längeren Facing musst du auf jeden Fall mehr Mundstück in den Mund nehmen. Das musst du selbst probieren, ob es zu deiner Mundanatomie passt.
Der Kollege im Video hat seinen Dexter aber genau studiert. Wenn er jetzt noch ein 10m am Start hätte….
Philippe ist Franzose… hömma! Der DARF gar nix anderes spielen, als ein Selmer… Außerdem hat er nicht nur den Dexter drauf sondern auch ein paar andere. Schau mal den Kanal an. Studierter Saxophonist halt - Kunststudenten machen ja auch sechs Semester lang nichts anderes, als Stilkopien.
Ich habe auf Klarinette, Bassklarinette und Bariton bewusst längere und kürzere Bahnen probiert. Bei Tenor und Alt sind sie ja fast immer mittel. Ich würde sagen gute lange Bahnen sprechen leicht an, vor allem in der Tiefe, klingen etwas sonorer, haben also Wumms vom Sound her, brauchen mehr Mundstück und sind in der Höhe schwieriger zu spielen. Kürzere Bahnen sind knackiger und agiler in der Ansprache, in der Schnelligkeit des Tonbeginns und -Wechsels, lassen sich schneller artikulieren und sind leichter bei hohen Tönen zu spielen. Mittlere Bahnen haben sich insgesamt wohl aus gutem Grund etabliert. @Earl Jay bot glaube ich mal ein Mundstück mit längerer Bahn an und hat positiv berichtet, bestimmt kann er fachkundiger erklären, was das macht.
Über das Döntje von weiter oben hinaus: Ich hatte allerlei Mundstücke mit unterschiedlichen Bahnen - lang, kurz, elliptisch, kreisförmig, mit „flip“ und ohne. Nicht alle habe ich vermessen - weil es mich irgendwann nicht mehr interessiert hat und vor allem die zugeschriebenen Eigenschaften der Bahn ohne die „inneren Werte“ sehr, sehr wenig aussagen. Insbesondere Form, Position und Rundung der Baffle aber auch viele, viele andere kleinteilige Aspekte im Maschinenraum machen mindestens genauso viel an der Spielbarkeit, wie die Bahn alleine. Naja, vielleicht eher mehr. Konkret hatte ich einen Hollywood-Klon (i.S.v. 1:1 Kopie), den eine Überarbeitung des Innenlebens auf eine ganz neue Ebene gebracht hat - an der Bahn selbst wurde nichts bzw. kaum etwas gemacht. Tendenziell stimmt nach meiner Wahrnehmung, was @giuseppe zu den langen bzw. kurzen Bahnen geschrieben hat. Aber schon eine etwas anders geformte Roll-Over-Baffle ein paar Zehntel näher oder weiter zur Tip Rail kann das wieder relativieren. Sogar die Dicke des Materials an der Schnabeloberseite spielt eine nicht unerhebliche Rolle, heißt es: https://www.morganmouthpieces.com/b...coop-saxophone-and-clarinet-mouthpiece-design
Nicht dass ich wüsste. Bei bestimmten Mundstücken verwende ich aus genannten Gründen sogar eine sehr kurze Bahn. Bei Tenor ist der internationale Standard aber schon am zielführendsten. VG Jens
Vielleicht hatte ich den Inhalt falsch verstanden oder abgespeichert , war wohl doch eher ein Prototyp: https://www.saxophonforum.de/posts/765158/
Wow, vielen Dank für die ausführlichen und sehr informativen Beiträge. Ich bin überhaupt auf dieses Thema gestoßen, weil ich vor kurzem Gelegenheit hatte auf einem Dukoff Hollywood zu spielen und davon sehr angetan war, besonders weil es mit einer 6* Öffnung so voll und kräftig klang wie sonst eher mit einer offeneren Bahn. Aber der Besitzer dieses Mundstücks möchte es natürlich nicht verkaufen und dann ich etwas im Netz gestöbert.