Metallklarinette als Zweitinstrument

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von catflosse, 9.April.2026 um 22:10 Uhr.

  1. catflosse

    catflosse Kann einfach nicht wegbleiben

    Liebe Gemeinde. Ich weiß, dass es dazu schon ein Forum gibt aus dem Jahr 2007. Trotzdem habe ich so viele Fragen. Ich spiele also Saxophon und Querflöte und lese die Musik auf allen Instrumenten in die jeweiligen Tonarten. Ich hab mich ewig vor der Klarinette gedrückt aber jetzt gibt es einige Gigs, in denen Klezmer gespielt wird und Metallklarinette kann Töne ziehen, glissandieren: ihr wisst schon Gershwin!

    Ich hatte immer Angst vor der Duodezime. Ist aber gar nicht so schlimm. Die untere Lage Chalumeau der Böhmklarinette hat den Fingersatz der eb Notation (Altsax) und das obere Clarinet den einer Querflöte in C. Man muss über Kreuz denken, beim Oktavieren. Was die Linke Hand in einer Lage macht, ist Aufgabe der anderen Hand in der anderen Lage. Im Altissimo bin ich noch nicht, hab ich aber auch nicht weiter eilig.

    Wenn ich die Wahl habe, auf der Mugge ein Instrument für ein Stück auszusuchen, kann ich die Klarinette da einsetzen, wo das Stück gut auf dem Instrument liegt, in F oder G. Ich glaube, es gibt für bestimmte Stücke die C Klarinette. Eine Querflöte spiele ich problemlos in alle 12 Tonarten, bei der Klarinette bin ich mir da nicht so sicher. Einige Tonarten liegen extrem schwierig, andere ganz einfach. Kein Problem, die jeweiligen Noten mal mit reinzunehmen, aber eine Skala, die komplett auf den Seitenhebeln liegt perlt nicht.

    Frage 1: welche Tonarten liegen eurer Erfahrung nach gut, wenn man beide Register spielen will und geschickt oktaviert? (Euphemismus für den extremen Lagenwechsel vermeiden will)

    Jetzt meine Probleme, ich finde den Übergang von einer Lage in die andere schwierig, besonders auf dem Weg nach oben. Ich würde lieber geschickt oktavieren, nur um diesen Lauf zu vermeiden. Sogar der linke Daumen ist frei und dann muss man das ganze Instrument schließen und noch zwei Hebel drücken. Habt ihr einen Tipp, wie man das geschickt greift? Ich verwende im Chalumeau Register bei schnelleren Passagen instinktiv immer die falschen Hilfsgriffe in der linken Hand, lasse den linken Daumen liegen und greife da g über die gis Klappe ein sehr verstimmtes a und rechts einen Schlag auf die oberen Hebel mit den Indexfingern zum Beispiel. Bei langen Noten wäre das natürlich unsauber, aber schnell gespielt perlt es besser. Über die Schwelle aber, ins Clarinet komme ich nicht. Das ist beim Sax und der Flöte wesentlich einfacher. Ich hab schon versucht, die ganze rechte Hand zu schließen, sobald der linke Daumen losläßt. Dann sind es nur vier Finger die Treffen müssen.

    2. Wie vermeidet man am geschicktesten diesen extremen Lagenwechsel. Gibt es das Strategien? Was klingt gut, was nicht etc.?

    Das Töne ziehen. Der eigentliche Grund, warum nicht lieber Sopransax.
    Warum nicht lieber Sopransax? Ich finde, Sopransaxophon ist kein Zweitinstrument. Man muss wirklich wollen! Ein paar Sopransaxtöne kann ich auch mit dem Alto oder Tenor machen. Dazu gab es schon mal einen Beitrag mit euch. (Jody Jazz Jet wenn es richtig kreischen muss.) Klarinette kann aber glissandieren und perlen und all das hier:



    Wie geht das Glissando? und der Rest... Was muss ich noch wissen? Ich hab extra eine Cavalier, die sind nicht so stimmstabil und sollen es angeblich besser können. Schon mal danke, für's lesen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9.April.2026 um 22:19 Uhr
  2. ppue

    ppue Mod Experte

    Ich spiele Deutsche Klarinette und lege spätestens beim kurzen A und Bb schon die ganze rechte Hand auf die Klappen. Auch den linken Ringfinger sowie den kleinen Finger. Das Instrument klingt so sogar besser und es müssen sich nur drei Finger wirklich bewegen.
     
  3. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Du schreibst, Sopran nicht, da man es wirklich "wollen muss"...klingt ein Wenig nach Zwang ;-)
    Hatte als Kind mir B-Klarinette das Musizieren gelernt (Böhm-System). Ohne "Wollen" geht da aber schon mal gar nichts...allein der Tonumfang ist im Gegensatz zum Sax schon enorm.

    Klanglich auch zwei unterschiedliche Stiefel...der Klarinettist im Video spielt offensichtlich auch nicht erst seit gestern, was man am Glissando merkt; wobei einem das Gedulden schon auch gefallen muss!
     
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