Mikrofon-Frage an Experten

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von bhimpel, 21.Januar.2011.

  1. saxology

    saxology Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Bernd,

    eine billige Soundkarte ist natürlich nur eine Notlösung. Ich hatte beim Computerumrüsten meine Terratec 24/96 verschlampt und musste mir halt irgendwie behelfen.
    Mittlerweile habe ich zusätzlich ein Tascam US-122 Audio-Interface, das man auch an einen Laptop anschließen kann.

    Gruß
    Joachim
     
  2. chino

    chino Ist fast schon zuhause hier

    Der H4n kann 4 Spuren gleichzeitig oder?

    Dann rein damit in den Flügel (XY klignt da eh häufig am besten). An den XLR steckst du dann ein Großmembraner (wurden ja schon genug genannt, das SC450 oder Rode NT1A sind sicher gute Kandidaten, auch ein AUDIO TECHNICA AT2035 tut seinen Dienst, ich selbst empfehle für Sax immer gern ein Blick auf die MXL Mikros). Keins von denen ist besser oder schlechter als ein anderes, nur passt das ein oder andere besser oder schlechter zu deinem Sax bzw. vor allem deiner Klangvorstellung. Das kann man aber auch alles noch mit dem EQ regeln, wenn man entweder genug Erfahrung oder aber genug Zeit zum experimentieren mitbringt.

    Allgemein: du kannst nix falsch machen. Die günstigen Mikros tun ihren Dienst, da wirdst du auf jeden Fall heutzutage gutes Material raus bekommen. Du kannst auch bedenkenlos zu einem Neumann greifen, z.B. dem günstigen TLM102. Diese Mikros halten ihren Wert über Jahrzehnte, sind damit im Endeffekt "günstiger" als viele andere Investitionen, du tauschst ja nur dein Geld um und gibst nichts aus.

    Am wichtigsten sind die Mikropositionen und vor allem allem allem der Raum.

    Gruß Chino


    P.S. und lass dir keinen Quatsch von super Kabeln, Preamps, AD-Wandlern oder sonstwas eintrichtern, alles großer Blödsinn, da ist der Zoom H4n gut genug aufgestellt.
     
  3. bhimpel

    bhimpel Ist fast schon zuhause hier

    Jetzt hatte ich mal wieder Zeit, diese Thread durchzulesen. Vielen Dank für die Tipps. Natürlich zuviele, um jetzt so einfach die beste Entscheidung zu treffen. Erst einmal werde ich jetzt genau in Erfahrung bringen, was der Pianist schon für Equipment hat und mich ein bisschen daran orientieren.

    Viele Grüße,
    Benjamin
     
  4. Gast

    Gast Guest

    @bhimpel

    Moin!


    Ich möchte mal eine elegantere Ambiente/Atmosphären Lösung vorschlagen, welche auch Atmosphäre bringt! ;-)

    Einmal die:

    http://www.thomann.de/gb/haun_oss_jecklinscheibe.htm

    und zwei Mikrofone –Stereoset- Kugelcharakteristik: (Wenn ihr die nicht schon habt?)

    http://server4.gs-shop.de/200/cgi-bin/shop.dll?anbieterid=1937&bnr=NT5MP&referer=googlebase&PKEY=50B6&Hauptseite=detail.htm



    Positionierung:
     
  5. bhimpel

    bhimpel Ist fast schon zuhause hier

    Die Stellen habe ich mir mal angehört. Das waren beides Schnittstellen zwischen zwei verschiedenen Teilen wo ich ein cross-fade gemacht habe. Zugegebenermaßen hätte ich das besser schneiden können. Das lag nicht an den Mikrofonen. Auch die Übersteuerung kann eigentlich nicht an den Mikros liegen. Eventuell kam das durch die anschließende Nachbearbeitung, aber hören konnte ich die Übersteuerung selber nicht.

    Wie gesagt, das war nur mein OKM II, ohne Jecklinscheibe oder ähnliches.

    Hier und hier haben wir das mit den 4 Kanälen des Zoom H4n aufgenommen, erstens die zwei eingebauten Mikros fürs Klavier (in etwa einem Meter Abstand zum Klavier, dann noch ein Raum-Mikrofon und ein Mikrofon für Saxophon. Wir haben da ein paar Sachen ausprobiert und das Stück ist relativ neu für mich, so dass die Musik noch nicht genauso ist, wie wir das wollten, aber die Aufnahme ist wesentlich klarer, als bei meinem OKM2. Das war nur ein ganz grober Mix von dem Pianisten, das Saxophon ist zu laut, vielleicht auch zuviel Hall raufgemacht, und mit dem Klavier war er nicht 100%ig zufrieden. Das kann vielleicht auch am Zoom liegen. Keine Trennwand beim Aufnehmen. Das mit den Unterschieden beim Flügel und Sax haben wir nach Augenmaß gemacht.

    Kann ein Experte anhand der Aufnahme sagen, ob das benutzte Mikrofon für das Saxophon gut ist? An mindestens einer Stelle habe ich gehört, wie ich plötzlich ein bisschen weiter vom Mikrofon entfernt war.

    Später werden wir die Aufnahmen sicherlich mit 4 ordentlichen Mikrofonen und direkt mit einer guten Soundkarte für den Computer machen. Bis dahin werden wir noch viel ausprobieren.

    Viele Grüße,
    Benjamin
     
  6. Rick

    Rick Experte

    Moin Hans,

    ein guter Vorschlag, schöne Zeichnung - ich möchte allerdings der Pingeligkeit halber darauf hinweisen, dass der Flügel seitenverkehrt dargestellt ist. ;-)

    Da ein Flügel immer rechts geöffnet wird, wäre daher ein Tausch der beiden Spieler-Positionen angebracht, ansonsten stimme ich Dir zu, eine klassische Aufnahme-Anordnung.

    Nix für ungut,
    Pingel-Rick
     
  7. Thomas

    Thomas Ist fast schon zuhause hier

    .... nicht immer, Rick, nicht immer... hier nicht ;-)

    LG
    Ober-Pingel-Thomas
     
  8. bhimpel

    bhimpel Ist fast schon zuhause hier

    Genauso hatten wir es bei unserer ersten OKM 2 Aufnahme auch gemacht. Fand ich ganz schön so. Zwar hatte ich keine Trennwand zwischen rechts und links, aber es war glücklicherweise ganz gut ausbalanciert.
     
  9. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Ich persönlich finde die Sound-Qualität des Klavieres etwas muffig. Da hängt eine niederfrequente Rauschglocke dran. Müßte man mal analysieren. Das Sax klingt nicht schlecht, wenn man von der Mischung absieht.

    Du hast mit einer Abtastrate von <33khz aufgenommen. Hier würde ich eine Abtastrate von 44,1kHz nehmen, ansonsten müßte für die Produktion nocheinmal gewandelt werden. Als codec würde ich nicht den vom Frauenhofer Institut sondern den Lame 3.9x benutzen sofern der Zoom das bietet. Wenn nicht, dann als Wave aufnehmen und am PC wandeln. Der Lame codec ist bei höheren Bitraten einfach besser.
     
  10. Dieter_B

    Dieter_B Ist fast schon zuhause hier

    @bhimpel
    Hallo Benjamin
    Gerade habe ich mir dein/euer Demo angehört.
    Ich bin zwar kein Profi, aber ich frage mich - was gibt es an der Aufnahme auszusetzen?
    Ich kann nichts schlechtes daran erkennen und finde - es hört sich professionell an!

    Gruß
    Dieter
     
  11. bhimpel

    bhimpel Ist fast schon zuhause hier

    Für das Klavier hat der Pianist wohl zwei ganz gute Mikrofone von Rode. Dazu hat er noch ein Interface mit 8 Eingängen (inkl. Preamps). Was genau, weiß ich nicht. Das werden wir das nächste mal ausprobieren, wenn wir aufnehmen. Dann melde ich mich nochmal. Dauert aber noch ein paar Wochen.

    @pth: Finde ich auch. Ich weiß nicht warum, aber ich habe das Gefühl das liegt am Zoom H4n. Das mit den 33kHz war mir nicht bewusst, woran kann man das denn erkennen? Wir hatten das als Wave-Datei aufgenommen.

    @Dieter_B: So hier und da ein paar Timing-Ungenauigkeiten und unschöne Töne. Der Pianist und ich haben erst zwei Mal im Duo zusammen gespielt, da stimmt die "Chemie" noch nicht 100%ig. Aber es ist auf dem besten Wege. Ich muss halt selber zufrieden sein und die Stücke muss ich verinnerlicht haben. Und bei der Aufnahmetechnik muss ich wirklich noch etwas dazulernen, das ist Neuland für mich.
     
  12. Rick

    Rick Experte

    Hallo Thomas,

    offenbar gibt es immer irgendwo einen verrückten Bastler, der etwas Ungewöhnliches baut, daher: Ausnahmen bestätigen die Regel. ;-)

    -------------------------------------------------

    Auf jeden Fall immer die höchste Qualität nehmen, die das Equipment bietet - mp3-Aufnahmen mit niedriger Abtastung sind doch im Zeitalter von Terabyte-Festplatten absolut unnötig, .wav-Format in höchster Auflösung sollte selbstverständlich sein.

    Schöne Grüße,
    Rick
     
  13. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Mit dem kleinen MP3-Analyse Programm "EncSpot"

    Evtl. fummelt der Provider "dl.dropbox.com" auch noch dran rum, deshalb wäre ein Vergleich zur Originalaufnahme sinnvoll.
     
  14. bhimpel

    bhimpel Ist fast schon zuhause hier

    Das Original ist wohl 44,1 kHz. Habe ich gerade gechecked. Wusste gar nicht, dass dropbox da etwas verändert.

    Viele Grüße,
    Benjamin
     
  15. 4ro

    4ro Nicht zu schüchtern zum Reden

    Hier hat sich jemand die Mühe gemacht einige Mikrofone mit der Saxfamilie zu testen:

    http://www.youtube.com/watch?v=9dR-AzovFnw&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=7WuiTZGmWC8&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=RZPeXiSYISw&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=UUM_V5ER4NI&feature=related

    sollte man sich in 720p Qualität anhören. Man hört ganz gut die verschiedenen Färbungen der Mikrofone heraus. Für Studioaufnahmen würde ich gerne mal das Rode K2 probieren.

    Ich selbst benutze das Neumann 105 zum Verstärken und Aufnehmen des Saxes, hauptsächlich allerdings in Livesituationen. Das 105 hat neben seiner Bühnentauglichkeit den Vorteil, dass der Klang der Abnahme, egal bei welchen Abstand und Winkel (zumindest im Bereich der Hyperniere) des Instruments zum Mikrofon, sich nicht merklich verfärbt sondern nur an Lautstärke variiert. Das ist nicht von allen Mikrofonen mit Richtcharakteristik zu erwarten.
     
  16. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Hallöle,

    danke für die Links! Habe mir das erste Video (Tenorsax) angeschaut und war sehr überrascht, wie unterschiedlich die Ergebnisse bei den einzelnen Mikrofonen sind.

    Mein Geschmack: Ich fand das DPA und das Rode am besten.
    Was mir gar nicht gefällt ist das EV. Klingt irgendwie synthetisch.

    Was in meine Beurteilung natürlich nicht einfließen kann:
    1. Wie klingt das Saxophon original?
    2. Welches Mikrofon bringt den Klang authentisch rüber?

    Es könnte ja auch sein, dass die Mikrofone, die mir am besten gefallen, den Klang einfach so verfälschen, dass er mir am besten gefällt.

    Gruß aus dem Schwarzwald
    Bernd
     
  17. saxology

    saxology Ist fast schon zuhause hier

    Das ist ganz erstaunlich. Die Unterschiede sind weit größer, als diejenigen, die man z.B. durch verschiedene Blattschrauben erzeugen kann.
     
  18. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Hallöle,
    Achtung, Ironie: vielleicht sind die Unterschiede auch durch die verschiedenen Mikrofonklemmen verursacht.. ;-)
    Ironie Ende.

    Mal was anderes: Ich habe auch schon mit verschiedenen Mikrofonen experimentiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich - wenn ich dabei meinen Sound mittels Kopfhörer kontrolliere - fast identische Ergebnisse erziele.
    Das liegt wohl daran, dass ich meinen Ansatz wohl unbewusst immer so anpasse, dass mir das Kopfhörer-Ergebnis gefällt.

    Bei Aufnahmen ohne Kopfhörer sind die Ergebnisse mit verschiedenen Mirofonen deutlich unterschiedlicher.

    Gruß aus dem Schwarzwald
    Bernd
     
  19. Rick

    Rick Experte

    Hallo Bernd,

    das halte ich durchaus für möglich. Was man nicht alles so unbewusst machen kann am Sound... :roll:

    Schönen Gruß aus Nordwürttemberg in den Schwarzwald,
    Rick
     
  20. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Ja...Bernd, da liegst Du richtig.

    Mit KH (der unteren/mittleren Preisklasse)verwischen sich die Raumanteile und werden die Ergebnisse teilweise geschönt.

    Man sollte auch nie einen Song-Gesamtmix (das geht schnell mal auf die 40-50 Einzelspuren zu) nur mit KH abmischen.

    Was im KH noch supertoll klingt, kommt auf einer guten Anlage, im Auto oder auf 'nem einfachen Küchenradio manchmal nur noch erschreckend mittelmäßig rüber.

    Deshalb sind für solche Soundvergleiche lineare Boxen immer die bessere Wahl.

    Der mittlere Schwarzwald nebst Wuffy grüsst. :-D
     
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