Müssen es teure (und nachbearbeitete) Blätter sein? Oder tun’s auch günstige, unbearbeitete?

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Onkel D, 25.Mai.2025.

  1. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Und wenn du das jetzt 1mal plan schleifst...???
     
  2. ppue

    ppue Mod Experte

    Wofür sollte ich das tun? Dann wird das Blatt dünner und verändert seine Eigenschaft.
     
  3. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    Mir hat ein Sax Lehrer mal erklärt wenn es quietscht liegt das Blatt nicht gut an. Es kommt Luft zwischen Blatt und Mundstück.
    Es ist nicht bei allen Blättern gleich, man spürt teilweise die erhabenen Stellen mit dem Finger.
    Nenne es Flöhe Husten.
    Ich mache es weg. Blatt wird nicht messbar dünner. Fertig.
     
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  4. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Wenn du paarmal soft mit dem Reed Geek oder Ähnlichem darüber gehst, wirst du keine Veränderung in der Eigenschaft wahrnehmen......nach meiner bescheidenen Erfahrung weder im Guten noch Schlechten, es tut sich eher nix :) also lasse es oder mache es, ist nicht so megawichtig.


    Edit: @ Gerrie...ja, Blatt liegt nicht gut an.....das unterschreibe ich. Grund war bei mir aber meist, die nicht ganz passende Position des Blattes. Naja, so macht so jeder seine Erfahrungen....abhängig von vielen Faktoren und eine goldene Regel gibt es da wphl nicht.
     
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  5. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    @Bb7

    Berufskrankheit. Eine Funktionsfläche wird nicht durch eine Beschriftung verhunzt. Falls doch wird sie entfernt.:D
     
  6. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Du sollst das machen, weil es die Eigenschaften eher verbessert. Wenn du ein Blatt im auflagebereich dünner schleifst (1/100mm), wirst du das eher nicht merken. Kritisch ist der Anstich, besonders die dünne Spitze. Da musst du ja nicht ran.
     
  7. ppue

    ppue Mod Experte

    Ich verstehe nicht, warum ich überhaupt etwas schleifen soll. Welche Eigenschaft wird verbessert?

    Mein Auflagebereich hat sich optimal an den Tisch angepasst.
     
  8. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Zitat von dir: "Das mache ich von oben, falls mir das Blatt zu stark oder schief ist."


    Na, so ein bisschen schleifen machst du ja wohl scheinbar doch ganz gerne , siehe Zitat. :)

    Ich stimme mit dir aber überein, dass das "fast" immer ohne Wirkung ist.
     
  9. ppue

    ppue Mod Experte

    Nö, ist nicht ohne Wirkung, wenn ich das Blatt dünner mache.
     
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  10. Shorty

    Shorty Ist fast schon zuhause hier

    jeder hat halt so sein Blattritual - mit oder ohne reedgeek, da kann man ja auch einen passenden HSS-HM-Rohling nehmen

    Das Ritual bei mir:
    neues Blatt nur kurz anspielen - abtrocken lassen - reedguard
    paar Tage später wieder feucht machen, Unterseite mit dem reedgeek auf Ebenheit prüfen,
    Unebenheit mit reedgeek beseitigen, dieser Materialabtrag macht sich null auf die Blattstärke
    bemerkbar, aber auf die Spielbarkeit enorm, wenn das Blatt plan ist, saugt es sich regelrecht
    am hoffentlich planen Tisch fest
    erst beim dritten Anspielen check ich die Flügel und wenn nötig, gleiche ich diese an

    Für mein subjektives Empfinden ist Schleifen nicht so gut wie Schaben…… beim Schleifen
    habe ich immer das Gefühl, die Poren des Blattes werden verstopft, aber hier - absolut subjektives
    Empfinden, komme mit Schaben einfach besser zurecht.
     
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  11. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier




    Naja, etwas ein wenig plan machen oder das Blatt tatsächlich dünner zu machen sind schon zwei verschiedene Hüte.
    Das ein dünner geschliffenes Blatt eine Auswirkung hat ist nachvollziehbar-------das "Streicheln" mit dem Reed Geek hat keine spürbare Auswirkung, da bin ich mit Shorty einer Meinung...ich hab es ja ne ganze Weile probiert und es deswegen kpl. sein gelassen.
    An meinen Blättern schleife und plane ich nichts mehr. Ob das nun so der Weisheit letzter Schluss ist, lasse ich mal dahin gestellt, aber für mich persönlich ist die Sache klar.
    Und ja....jeder hat so seine eigene Vorgehnsweise mit Blättern
     
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  12. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe heute, vom Flair des Threads inspiriert, dooferweise zwei sehr schöne, gerade behutsam eingespielte Daddario Select Jazz filed 3M, noch etwas nass, an einem Wasserstein 6000 Körnung plangezogen. Wirklich minimal. Sie sind zum nichts mehr zu gebrauchen, fühlen sich an wie 2S und haben noch ein mordsdickes Herz hinzu. Wird mir eine Lehre sein.
    Eine andere Frage: ich würde wieder mal Blätter an einem Stück Papier glätten, einfach damit die Zunge sich freut.
    Doch irgendwie lösen sich immer wieder aus dem Papierblatt winzige Körnchen, die mir das Ganze versauen. Gibt es eigentlich Papiersorten, die so etwas nicht haben? Oder kennt keiner außer mich dieses Phänomen?
     
  13. ppue

    ppue Mod Experte

    Kenne ich, habe ich auch schon probiert, fluselt schnell. Ich habe auch schon Blätter von oben und unten geglättet, man probiert ja alles aus. Spielten erst einmal gut und fühlten sich fein an. Ich hatte aber den Eindruck, dass sie weniger lang halten.

    Vielleicht ist auch das ungeglättete Holz einfach das bessere, weil die Kapillaren am Ende nicht gequetscht sind.
     
  14. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    Das sind Fragen, lauter Fragen, die wohl schwer zu beantworten sind...
     
  15. Moritz.M

    Moritz.M Ist fast schon zuhause hier

    Ich halte nichts von prophylaktischer Bearbeitung von Blättern. Bei einem zu harten Blatt kann es helfen, die Unterseite leicht mit dem Reedgeek abzuziehen. Aber auch erst dann, wenn das Ausstreichen der Oberseite mit dem Daumennagel nicht den erwünschten Erfolg erzielt hat.
    Fast immer passen die Blätter „out of the box“ und passen sich beim Spielen ganz von alleine an den Mundstückstisch an.

    edit: viele machen den Fehler, vor dem aufspannen des Blattes nur den vorderen schwingenden Teil anzulutschen. Das Blatt dichtet viel besser ab, wenn auch der Teil des Blattes angefeuchtet ist, der auf dem (möglichst konkaven) Tisch aufliegt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.Februar.2026 um 23:07 Uhr
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  16. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    Meine Erfahrung iss da ne etwas andere..., gerade das paar mal soft über das Blatt ziehen, Unterseite, hat schon einiges oft deutlich verbessert..., und eben immer das Blatt im Test, bis die erwünschte Veränderung da iss... War, und iss eben nen hilfreiches Tool, hab auch die Oberseiten teils nachbearbeitet, und es iss eben wirklich nen feines Werkzeug, ähnlich ner Knipex Zange..., die kostet auch...;)

    Hab halt länger die Problematik mit Bariblättern gehabt, die nicht so wollten wie Ick, und das kann ganz schön ins "Geld" gehn, wenn ggf. 2/3 der Packung nicht gut anspricht...

    Von daher war der Reed Geek ne sehr gute Investition, da man den eben auch unterwegs, in nerr Bandprobe mal schnell nutzen kann...;)

    Seitdem Ick auf Rigotti umgestellt hab kommt er allerdings äußerst selten zum Einsatz...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17.Februar.2026 um 10:42 Uhr
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  17. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem



    Das kann ich nicht nachvollziehen.

    Ich verwende eine 600 oder 1000er Körnung.
    Das ist schon fast Papier.
    Ziehe ich vorsichtig ein paar mal hin und her mit wenig Anpresskraft. Da ändert sich bei mir an der Stärke gefühlt gar nichts.

    6000er und dann eine Blattstärke weniger.
    Wie lange hast Du da geschliffen?

    Grüsse Gerrie
     
    Sax_Player und Sax a`la carte gefällt das.
  18. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Sehr kurz. Wesentlich kürzer als ich früher trockene geschliefen habe. Die nassen Blätter lassen sich wohl sehr schnell und stark abtragen. Probiere selbst. Also nasse Blätter nach eine Stunde Übung. Ich war sehr überrascht. Ich habe ja früher selber alle Blätter plan geschliffen, ohne große Veränderung feststellen zu können.
     
  19. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Ein kleiner Nachtrag: als ich mit dem Sax angefangen hatte, sagte mein Lehrer, dass die Blätter in seinem Etui ein Vermögen kosten, weil nur ein Blatt pro Packung dort landet, manchmal auch keins. Und ich habe da geprotzt, durch Nachbearbeitung alle Blätter spielen zu können.
    Jetzt nach drei Jahren kann ich seine Aussage gut nachvollziehen. Es gibt mittlerweile auch für mich Blätter (Bei Ishimori etwas mehr und die Unterschiede feiner), die meiner Vorstellung voll und ganz entsprechen: Verhalten und vor allem Sound. Und es gibt welche, die ich trotzdem spielen kann, aber nicht unbedingt will. Und ganz gleich, wie ich sie nachbearbeitet habe: ich konnte Ansprache verbessern, konnte sie leichter machen, aber an die "Perfekten" kamen sie nie ran. Und dabei übe ich und spiele für mich. Würde ich irgendwann für die Anderen mit Anderen spielen, werde ich wohl den Aufpreis für endgültigen Ausschuss in Kauf nehmen müssen.
     
  20. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Was passiert denn wenn die "Poren" des Blättchens verstopfen?
     
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