Null Plan, möchte aufnehmen und so....

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von ErnasSax, 5.Februar.2018.

  1. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Das Mikro ist zu leicht und das Stativ fängt über die Tischplatte Vibrationen ein. Wenn man es mit dem USB Kabel für die Aufnahme an den PC hängt, ist das Kabel fast schwerer als das H1 mit Stativ. Es steht seitlich raus und darf auch nicht zu lang sein. Alles zusammen schlecht aufzustellen und zu bedienen. Das H1 an ein Stativ geschraubt ist wesentlich angenehmer. Das USB Kabel ist aber immer noch ein Murks. Offline geht, aber live ist das Handling nicht gut.

    Die Aufnahmequalität ist hingegen auch beim H1 super. Die CM3 Mikros habe ich für die Orchester Aufnahme angeschafft, aber wenn sie schon da sind ...

    Das dspMixFx Programm kann einen von mehreren verschiedenen Hall Generatoren in den Ausgangskanal konfigurieren und zusätzlich an den Eingangskanal ein DSP Filter, etwa einen Kompressor/Equalizer oder einen Gitarren Effekt Prozessor - für den ich leider überhaupt keine Verwendung habe.
    upload_2018-2-5_22-32-40.png

    Die Effekte sind im UR242 Interface vorhanden und werden durch den Signalprozessor im Interface in Echtzeit mit dem Eingangssignal verrechnet. Der PC dient hier nur dazu das Teil einzustellen, weil es nicht genug Bedienelemente hat. Die gleichen Filter gibt's noch einmal extra als VST3 Plugin für die Audio Software mit identischem Interface. Aber egal was man mit der DSP Steuer Software einstellt, das bleibt im Gerät so erhalten, auch wenn der PC nicht dran ist oder man das Interface zwischenzeitig ausgeschaltet hat. Sehr praktisch. Bei den größeren Modellen kann man natürlich auch noch mehr einstellen. Beim UR22 geht das glaub ich noch nicht, aber ab dem UR242.

    Das ist sicher nicht nur für Saxophonisten, sondern auch für Sänger interessant, wenn man sich nicht trocken im Kopfhörer zuhören muss, sondern da schon etwas Schmattes drauf hat. Da kann man viel besser abschätzen, wie es auf der Aufnahme klingen wird. Wenn man die Effekte per Software "live" drauf rechnen will, sind die Latenzzeiten viel zu hoch.

    Bei Focusrite ist es nach meinem Wissen ähnlich, auch wenn es anders aussieht.
     
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  2. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Ehrlich gesagt habe ich noch nie verstanden, warum man bei der Aufnahme Effekte im Kopfhörer haben will. Mag für Sänger/Sängerinnen motivierend sein, wenn das Stimmchen elektronisch aufgemotzt wird, für das Sax finde ich es eher kontraproduktiv, wenn es "besser" klngt als es ist.

    LG Helmut

    P.S. Ein Kopfhörer wird auch noch gebraucht, wenn man zum Playalong spielen will.
     
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  3. ErnasSax

    ErnasSax Kann einfach nicht wegbleiben

    Guten Morgen,

    also nur mit Smartphone finde ich die Aufnahmen nicht sooo toll.
    Eben auch da das Playalong nicht so toll klingt oder zu laut oder zu leise.
    Hab ja jetzt drei Lieder aufgenommen mit dem Smartphone, ja, um es Mal zu zeigen wie ich spiele und es so also meiner Mutter zu schicken ist es okay......aber mehr auch nicht.
    Hab ja im Vorstellungsthread schon drei Lieder hochgeladen und zwei klingen gut und eins nicht so. (Ok, bei einem sind auch massig Fehler bei)

    Ich denke ich tendiere zu einem mobilen Aufnahme Gerät...hab ja noch Zeit
     
  4. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Da sind die Vorlieben eben verschieden. Wenn es dazu dient, Schwächen zu kaschieren, macht es als Übe Kontrolle natürlich keinen Sinn. Da betrügt man sich nur selbst. Man hört in den Einstellungen aber kaum mal eine "Saxophon Solo, trocken" Einstellung, sondern üblicherweise ist ein PA dabei und eine dazu passende Raum Akustik dazu gemischt. Genau das kann man mit so einem Setup bereits bei der Aufnahme einstellen.

    Ich mag es beispielsweise gerne, wenn ich beim Spielen schon höre, wie es nachher auf der Aufnahme sein wird. Oder wie es vermutlich später beim Konzert im Saal klingen könnte. Gerade bei solchen Aufnahmen ist man oft überrascht, wie anders das auf der Aufnahme klingt.

    Unser Kapellmeister lässt uns gerne "den Saal spielen", also die Besonderheiten der Akustik hinsichtlich Reflexionen und Klang Mischung austesten. Wenn man darauf achtet, kann man im Gesamtspiel schon einen Unterschied heraus arbeiten, wenn es gelingt MIT der Raum Akustik zu spielen.

    Daheim mit PA und Interface kann ich natürlich nicht die Orchester Situation nachstellen, weil mir die Signale der einzelnen Register im PA nicht räumlich genug aufgelöst sind, aber es hilft ein Bisschen, sich in die Live Situation hinein zu versetzen.

    Mir war das Feature den Aufpreis gegenüber dem kleineren Modell wert. Ich würde es nicht missen wollen. Die meisten DSP Effekte sind zwar Gitarren Amp-Simulationen, da macht das sicher viel mehr Sinn, aber etwas Hall auf den Input ist OK. Das "Sweet Spot Morphing" ist auch eine interessante Variante dem Gesamt Klang eine neue Nuance zu geben.

    Aber das Leben wär' doch langweilig, wenn das jeder so machen wollte.
     
  5. Jacqueline

    Jacqueline Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich habe mal eine Frage zum Halleffekt. Dezember war Aufnahmemonat im Musikunterricht. Mein Lehrer hat den Aufnahmen Hall beigemischt, klingt dann wohl besser. Ok. Was hat das nun für einen Stellenwer?. So wie ich das verstanden habe, nimmt das Mikro nur den "direkten" Saxsound auf und nicht die Raumakustik (einfach weil das Mikro näher am Sax ist???)? Wird mit diesem Halleffekt der fehlende Raumhall wieder beigemischt, so dass die Aufnahme realistischer/echter klingt oder ist das akustisches Photoshopping? Wie macht das der Profi, der einen super Sound hat? Wird da auch noch Hall zugefügt?
    Ich stelle meinen Rekorder bei der Aufnahme etwas weiter weg. So 1,5m. Es übersteuert sonst so sehr. Ist dann da aber nicht automatisch Raumklang mit bei?
     
  6. Claus

    Claus Moderator

    @Jacqueline

    Du wirst gleich bestimmt noch berufenere Antworten bekommen. Aber 1,5 m scheint mir ziemlich weit weg für eine gute Aufnahme. Wenn sich die Empfindlichkeit des Mikros runterregeln läßt, würde ich dies tun und näher ran gehen. Damit minimierst Du die Gefahr, dass Du außer dem Sax noch unerwünschte Nebengeräusche mit aufnimmst.
     
  7. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Wenn es "echt" klingen soll, muss man es künstlich machen. Also total trocken aufnehmen und das "Ambience" anschließend abmischen. Ein Mikro nimmt den Klang nie so auf, wie man es mit eigenen Ohren hören würde. Oft gehen mit dem natürlichen Rumklang auch die feinen Differenzierungen verloren.

    Das Mikro weiter weg zu stellen verändert ganz generell die Wahrnemung des Sax Klanges, auch wenn der Raum ganz trocken wäre. Natürlich riskierst Du zusätzlich, dass Nebengeräusche mit auf die Aufnahme kommen. Näher dran erzeugt beim Hören einen intimeren Klang. Der Zuhörer ist eher "live dabei". Weiter weg macht sich beim Hören auch wirklich akustisch so bemerkbar, dass man nicht mehr so IM Klang ist. Ich kann jetzt die akustischen Gründe dafür nicht nennen, aber es ist glaube ich gar nicht so sehr das mehr oder weniger "Hall", der für diese Empfindung verantwortlich ist. Also das was man als Reflexion erkennen und benennen kann.

    Der zusätzliche Hall auf der Aufnahme macht den Raum voluminöser. Es klingt dann nicht mehr wie in der Speisekammer, sondern der Klang kann sich ausbreiten. Mit einem guten Hall bekommt man ein realistisches Raumgefühl und trotzdem eine akustische Intimität.

    Da muss man schon sehr gute Aufnahmebedingungen haben, um so etwas in "Original" machen zu können.

    Natürlich ist das akustisches Photoshopping. Aber auch da kann man sich entscheiden, ob man ein paar Glanzlichter abmildert und die Lichtqualität optimiert, oder ob man ein drittes Auge und einen Drachen in den Hintergrund einpflanzt.
     
  8. ppue

    ppue Experte

    Die Zeiten ändern sich und auch die Handhabung des Hallanteils. Früher machte man oft einen größeren Hallanteil auf die Aufnahme, heute eher weniger.

    In der Regel nimmt man die Instrumente im Studio vollkommen trocken auf. Das Studio ist selbst recht schalltot. Lässt man die Aufnahmen unbehandelt, klingen sie sehr intim, sehr direkt aber eben auch etwas trocken.
    Der Tontechniker hat dafür nun die Möglichkeit, das Instrument oder die Stimme in jeden beliebigen Raum zu stellen, von der Kirche bis ins Badezimmer. Meines Erachtens ist das kein akustisches Photoshopping, weil die staubtrockene Aufnahme eher ungewohnt und fremd ist. Man fügt der Aufnahme nachträglich wieder den gewohnten und gewollten Raum hinzu.
    Gut fährt man mit Hallanteilen, die man in den Boxen so gut wie nicht hört. Fühlen kann man sie dann trotzdem. Auf dem Kopfhörer hört man den Hallraum meist etwas stärker als im Lautsprecher.
     
  9. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Weil Du sonst ja auch nicht im schalltoten Raum spielst, normalerweise zumindestens nicht. Zuviel mag ich aber auch nicht beim Aufnehmen.
    Zum Thema Photoshop: Wenn's scheiße klingt klingt's auch mit Hall scheiße. Nur noch länger.

    Cheers
     
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  10. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Danke. Jetzt habe ich 'Modern Talking' im Kopp .... Hilfeeeeeee!

    Grüße
    Roland


    PS:
    You can win, if you want ...
     
  11. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Louieeloueeelouiee!
     
  12. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    ... if you really want.:D
     
  13. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    H1 am Notenständer festgemacht Audacity fertig. Reicht mir will ja keine Professionelle CD aufnehmen. Nur selbst höhren was ich spiele und malwas hier einstellen. (sollte ich mal wieder machen). Nach oben ist immer Luft. Füt Wuffys Ansprüche wäre das nichts. Der nimmt aber auch CDs auf und spielt in einer anderen Liga und nimmt auch so auf. Ist auch immer eine Geldfrage. Hätte ich am Freitag die 90 Milllonen gewonnen hätte ich eineMords Anlage und einen Tontechnicker.
     
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  14. OldButGold

    OldButGold Kann einfach nicht wegbleiben

    okay, diesen Freitag nächste Chance... - @abraxasbabu wir können dann auch brüderlich teilen !
     
  15. ppue

    ppue Experte

    Meine letzte CD mit dem Kollegen Buddy Sacher haben wir mit zwei Zoom H4n Recordern aufgenommen. Uns reicht das allemal.

    http://arsvitalis.de/Drinkdrinkdrink.wav

    Dauert ein wenig, bis das geladen ist.
     
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  16. flar

    flar Guest

    Moin, moin bluefrog

    Das mag der eine so und der andere so empfinden, und wenn wirklich nur auf gemotzt werden soll oder im Nachhinein ein relativ natürlicher Raum gebastelt werden soll,
    reicht es aus wenn man sich einfach an den "toten" Klang während der Aufnahme gewöhnt.

    Wenn man aber "richtig" mit den Effekten spielen will muß man sie auch hören! Insbesondere bei rhythmischen oder Tonverlängernden Echo Effekten sollte das so sein.
    Aber auch bei allen Klang/Stimmung verändernden Effekten wie zum Beispiel "Wah Wah", Phaser oder Chorus sollte man hören weil man dann wirklich auch bewußt mit ihnen
    spielt und darauf reagiert.

    Selbst verständlich kann man auch nachtraglich oder mit durchdachter Vorrausplanung auch ohne Effekt im Kopfhörer kreativ mit den Trickkisten umgehen,
    aber meist wird dann wirklich nur "aufgemotzt", also das kleine Studio zu irgendetwas zwischen Dachkammer und Kölner Dom.

    Heute wird man übrigens die im Kopfhörer zuhörenden Effekte wenn mit ihnen gespielt werden soll zwar mit aufnehmen aber auch immer das "trockene" Signal zur Sicherheit etxra!

    Hier ein Beispiel für gekonnten Echoeinsatz



    Hier Sax mit viel Effekt



    Etwas wieder erkannt?

    Viele Grüße Ralf
     
  17. ErnasSax

    ErnasSax Kann einfach nicht wegbleiben

    Wow.....hab mir das runtergeladen und werde mir das alles Mal in Ruhe anhören...auf jeden Fall sehr inspirierend!!!
     
  18. Juju

    Juju Ist fast schon zuhause hier

    Wenn Ihr live im Ensemble aufnehmt kann es gut sein, auch noch Raummikrophone in einiger Entfernung zu haben. Die Spotmics sollten aber wesentlich näher als 1.5 sein. Ja, es wird in der Regel Hall dazugemischt, aber die Art des Halls und die Länge hängt wiederum vom Raum ab (und vom Geschmack des Produzenten). Im Studio gibt es auch wieder x Herangehensweisen, von absolut totem Raum und totaler Isolation der einzelnen Parts bis alle in einem Raum. Leider ist die totale Isolationsmethode heutzutage meist der Standard in professionellen Studios, wobei mir diese Herangehensweise für Jazz oder Klassik überhaupt nicht gefällt. Die Leute sagen oft ("wow, der Klang von den frühen Rudy Van Gelder Aufnahmen ist so genial") und dann wundern sie sich, dass sie das in einem modernen Studio nicht hinkriegen, denn die RVG Aufnahmen leben vom Raumklang und vom Spill. Von daher künstlicher Hall - ja, aber idealerweise eine kleine Dosis auf einen netten bereits bestehenden Raumklang...
    LG Juju
     
    giuseppe gefällt das.
  19. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Teilen? Das reicht gerade für mein Briliantenbersetztes Selmer aus Massivgold.
     
  20. TitusLE

    TitusLE Ist fast schon zuhause hier

    Da hier auch schon ein Zoom vorgeschlagen wurde, würde ich mich gerne mit einer Frage anhängen:
    Kann ich mit dem Zoom auch live in Audacity einspielen, so dass ich mich und eine über Audacity abgespieltes Playalong beides parallel über einen Kopfhörer gehört werden können? Oder braucht's dafür sowas wie ein Focusrite mit Mikro?
     
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