Otto Link Tone Edge Obertöne

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von mato, 11.Oktober.2019.

  1. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Ich habe so dunkel in Erinnerung, dass bei Brecker eher eine Bindegewebsschwäche für seine Probleme verantwortlich war. Diese wurde aber mglw. erst im Zusammenspiel mit zu druckvollem Spiel zu einem wirklichen Problem.

    Man sollte schon immer vorsichtig sein, was man sich antut, generell besteht auch immer die Gefahr von Lungenembolie und -emphysem, wenn man den Atemwegen zu viel zumutet.

    Klassischen Oboisten sagt man zusätzlich nach, dass sie Hirnschäden von dem hohen Druck davon tragen können. Ob das wirklich stimmt weiß ich aber nicht.

    Gruß,
    Otfried
     
  2. Tröto

    Tröto Ist fast schon zuhause hier

    Auch wenn ich kein Arzt bin, bin ich mir doch ziemlich sicher, dass die von Dir genannten Sachen selbst durch völlige falsche Blastechnik nicht ausgelöst werden können. Vielleicht hast Du das auch gar nicht so behaupten wollen, ganz zweifelsfrei ist Deine Behauptung jedoch nicht. :)
    Eine Lungenembolie ist ja nicht zwangsläufig ein Todesurteil, aber eine versteckte, noch nicht diagnostizierte kann man durch Saxophonspielen sicherlich stark in diese Richtung führen.
     
  3. TSax80

    TSax80 Ist fast schon zuhause hier

    Jede Lungenembolie ensteht durch ein venöses Blutgerinnsel in den Beinen oder dem Beckenbereich, welches sich spontan löst und mit dem Blutstrom in die Lunge gespült wird und dort hängen bleibt. Ob man dabei Saxophon spielt oder nicht ist völlig wumpe. Es könnte höchstens sein, dass sich nach einer Lungenembolie nicht alle Gerinnsel in der Lunge wieder aufgelöst haben und zu einer Erhöhung des Blutdrucks in der Lungenstrombahn führen. Dann ensteht eine Mehrarbeit des rechten Herzens, welche durch Blasmusik noch höher würde. Dies wüßte der Betroffene aber.

    Ein Lungenemphysem bekommt man in allerster Linie vom Rauchen oder Passivrauchen, sicher nicht vom Saxophonspielen.

    Für das Singen ist gut belegt, dass es ein relevantes Herzkreislauftraining darstellt, und Sänger/Innen länger herzlungengesund bleiben und seltener/später dement werden.
    Ich schätze, das gilt für das Saxophon auch. So irre reinblasen, dass es einem die Lunge zerlegt - geht nicht, da fallen erst die Ohren ab oder die Augen aus dem Kopf oder die Perücke runter.
     
  4. saxhornet

    saxhornet Experte

    Beim Blech geht man bei schlechter Blastechnik davon aus, daß der Druck auf das Hirn recht hoch sein kann beim Blasen und das ungesund ist. Und bei anderen Bläsern gibt es häufiger zuhören, daß da häufiger Hernien im Bauch- und Leistenbereich auftreten können (gerade wenn eine Bindegewebsschwäche vorliegt).
     
  5. TSax80

    TSax80 Ist fast schon zuhause hier

    Bei Trompetern mit schräger Technik glaube ich das gern, aber beim Saxophon eher nicht. Jedenfalls nicht, wenn man bei Florian Unterricht gehabt hat.
    Lungendruck bei Blech vs Holz - wäre ein interessantes Promotionsthema. Muß ich mal nachsehen, ob es da schon was gibt.
     
    saxhornet und Dreas gefällt das.
  6. TSax80

    TSax80 Ist fast schon zuhause hier

    Mal die Medline durchforstet; aus 2010 gibt es einen Fallbericht aus Taiwan, nach dem eine 65 Dame nach 6h üben (Saxophon) eine alveoläre Hämorrhygie erlitten hat (Bluthusten). Das ging rasch von selbst wieder weg. Da war wohl das Horn nicht ganz dicht... Sonst gibt es aber keinen Hinweis darauf, dass woodwind players Lungenschäden zu befürchten haben. Sie haben eine deutlich bessere Kontrolle über ihre Atmung und können höhere Drücke generieren = mehr Atemmuskelkraft. Richtig hilfreich soll es bei Asthmatikern sein, das habe ich auch schon im Forum hier mal von Betroffenen gelesen.
     
    Dreas gefällt das.
  7. Saxax

    Saxax Ist fast schon zuhause hier

    Moin Mato,

    erklären, weshalb kann ich nicht, aber vielleicht meine eigenen Erfahrungen damit schildern.

    Ich spiele seit gefühlten 20 Jahren ein OL Metall NY (also mit großer Kammer) auf Conn Ladyface. Der Sound ist meiner und gefällt im Jazzbereich auch anderen. Gelegentlich treiben einen dann so Ideen, dass man für Blues und Rock vielleicht etwas mehr Höhen bräuchte. Das führte dazu, dass ich vor ein paar Jahren einen Link Florida Clown (Phil Tone Tribute) erstand. Ok.... das ist jetzt nicht soweit vom OL weg ;-)

    Mit dem Teil hatte ich - gefühlt - mehr Höhen, bin aber irgendwann zu meinem alten OL zurück, weil es weniger anstrengend ist (irgendwie ist das Link etwas breiter und bequemer im Mund).

    Neulich bin ich über eine Aufnahme von einer unserer Proben fast erschrocken: Für Jazz und meinen Geschmack waren das schon fast zuviel Höhen, so giftig hatte ich mich gar nicht wahrgenommen.

    Wirklich erklären kann ich das nicht..... vermutlich reicht die Überzeugung "ich brauch mehr Höhen" dass man das bei Spielen kultiviert und auch erreicht.

    Apropos, was hast Du vorher gespielt, in meiner Erinnerung klang das bei Dir für meine Ohren immer so, als sei das ein Link ;-)

    keep swingin´


    Dein Saxax
     
  8. bloomooroom

    bloomooroom Ist fast schon zuhause hier

    aha, das ist interessant. Etwa 1/2 Jahr nach Beginn meiner Saxkarriere musste ich wegen Leistenbruch operiert werden. Bindegewebsschwäche ist väterlicherseits bekannt. Und nein, das kam nicht vom Schleppen eines Subkontrabasssaxophones.
     
  9. mato

    mato Strebt nach Höherem

    @Saxax
    Ja, ich merke auch, was über den Ansatz alles möglich ist. Inzwischen bekomme ich auf dem Tone Edge schon mehr Obertöne raus.

    Und ja, ich habe bisher immer Link oder etwas vergleichbares gespielt. ;)
     
  10. saxhornet

    saxhornet Experte

    Bei Benutzung eines engen Mundstücks mit leichtem Blatt würde ich das für unwahrscheinlich nach einem halben Jahr halten.
     
  11. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Da wird wohl auch eine bestimmte Vorstellung von Stütze das ihrige dazutun (Pressen gegen die Bauchwand, wie es so oft noch vermittelt wird).

    Cheers, Ton
     
    quax gefällt das.
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