Position des Mikrofons bei Aufnahmen

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von coolie, 9.Oktober.2015.

  1. henblower

    henblower Ist fast schon zuhause hier

    @Juju: Na klar, hinter diesem neuen Erscheinungsbild rückt doch jedes Positionierungsproblem eines Mikrofons aber mindestens mal in die dritte Reihe. :)
     
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  2. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Aber sicher doch. :)

    Wie hast Du das beim Cheffe durchgesetzt?

    LG Helmut
     
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  3. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Selbstredend....;)

    CzG

    Dreas
     
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  4. Mini

    Mini Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    zum Thema ein kleiner Erfahrungsbericht. Aus gegebenem Anlass über ich derzeit ein wneig Bassklarinette und möchte mich zur Kontrolle aufnehmen.

    AKG C 3000
    Tascam US 1641
    Cubase

    1. Versuch: "Normaler" Saxophonabstand (ca. 50 cm)
    • Üben!
    • Klingt schauerlich, völlig unausgewoge
    2. Versuch: Mikro weiter weg, ca. 1,5 m
    • Üben!
    • Klingt schauerlich, jetzt zu viel schlechter Raum, der sich nicht wegregel läßt (ich weiß, das ist nicht der "Sweet Spot" meines Raumes, aber halt bequem am Rechner, mit der Bassklarinette bei Aufnahmen im Raum herumrücken ist ja auch nicht so toll).
    3. Versuch; 1,5 m Abstand, aus 4 Basotect-Platten einen Kasten um das Mikro gestellt, aslo so eine Art Micscreen XXL
    • Üben!
    Kommentare, Meinungen? Diese Micscreens haben zwar keinen guten Ruf, jetzt überlege ich aber, mir einen solchen zuzulegen.​

    Gruß
    Mini

    PS: Gerade bemerkt: Die "Aufräumen" Funktion von Cubase 8 (64 bit) hängt sich bei mir jedesmal auf. Hat da zufällig jemand Erfahrungen.
     
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  5. henblower

    henblower Ist fast schon zuhause hier

    Klar, üben, aber klingt doch schon sehr ansprechend. Eigentlich ist das C 3000 mit seiner Nieren-Charakteristik auch in Ordnung, aber selbst bei der Basotect-Lösung gibt es zuviel ungewollte, als "harte" und "gerichtete" Early Reflections, was natürlich verwundert. Ich kann sie mir nur so erklären, dass von der rückwärtigen Wand zuviele ungewollte Rauminformation kommt, da kann dann selbst das Basotect nicht verhindern, dass die einstreut.
    Du könntest mit einem Zollstock die Entfernung von Bassklara zur Wand, dann zur gegenüberliegenden Wand und zurück zum C 3000 messen und dann die Zeit berechnen. Bei ca. 342m/sec (20 Grad Celsius) kannst du die direkte early reflection errechnen. Das wird bei dir irgendwo bei 50 bis 80 Millisekunden rauskommen, und das klingt halt nicht so nett. Also lieber eine alte Steppdecke o.ä. vor die rückwärtige Wand, dann sollte es besser werden.
    Ich würde an deiner Stelle nicht in einem Micscreen investieren, weil er vom Start weg eine unnatürliche Abschirmung des "künstlichen Ohres" bewirkt und von vorne immer noch genug "Müll" einstreut, wenn der Raum nicht o.k. ist.

    Schau dir doch mal denn Raum von Dave O'Higgins, dem Gatten unserer verehrten juju an, da bekommst du schon einige Anregungen:



    Du siehst die "Bass-Traps" in den Ecken und die Absorbatoren an den Wänden. Sowas kann man sich zur Not auch selber basteln. Schon Kleinigkeiten wirken da Wunder.
    Selbst Dave mit seinem schmalen Kreuz verhindert durch die Nähe zur Rückwand, dass zuviel early reflections in sein Bändchenmikro gelangen.
    Über den Raum hinweg wirst du noch mit Dave's göttlichem Conn 10m Ton inspiriert....
     
    Zuletzt bearbeitet: 26.Oktober.2015
    Juju gefällt das.
  6. Mini

    Mini Ist fast schon zuhause hier

    Hallo henblower,

    danke für Deinen Kommentar.

    Bass-Traps in den Ecken habe ich sowieso, sonst ware es in dem Raum nicht auszuhalten.
    Hinter mir ist auch eine Basotect-Platte, dann kommt die Plexiglas-"Lärmschutzwand" des Drumsets und dahinter ein Vorhang (vor dem Beton).
    Na, da werde ich auch nochmal was hinhängen.

    Grüße
    Mini
     
  7. henblower

    henblower Ist fast schon zuhause hier

    Ich kenne Basotect nicht, deshalb kann ich nix zum Material sagen. Ich finde Schafswolle zum Beispiel klasse. Ich habe noch zwei Säcke davon (einfach geschoren und unbehandelt) im Gartenhaus. Manche sagen, sie stinkt ich sage, sie ist unglaublich vielseitig verwendbar: als Dämmmaterial in Lautsprecherboxen, als Wespen- und Hornissenblocker in Ritzen am Holzhaus und und und... Der Geruch verliert sich, mich stört er sowieso nicht.
    Eine Spanplatte von 1x1m, beklebt mit dieser Schafwolle, und nix wird mehr ungewünscht reflektiert.
     
  8. Juju

    Juju Ist fast schon zuhause hier

    If I tell you I have to kill you :D:D

    @Mini : also das klingt schonmal nicht schlecht, (interessant wäre, wie es vorher geklungen hat...), ich würde vielleicht noch etwas mehr Grip oder Definition anstreben (weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken kann). Hast Du noch ein zweites Mikrophon? In unserem Haushalt spielt leider keiner Bassklarinette, aber von den Studiosessions, die ich mitgemacht habe, kann ich berichten, dass eigentlich immer zwei Mikrophone bei der Bassklarinette am Start waren - bei unserer Abbey Road Session waren es als Hauptmikrophon ein Coles 4038, welches in seiner ursprünglichen Position belassen wurde (es hatte als Hauptaufgabe, das Bariton aufzunehmen, also relativ hoch oben in Höhe des Notenständers), und dann ein zweites Mikrophon ziemlich nah am Trichter (irgendein KM von Neumann, meine ich). Bei einer anderen Session waren es ein Neumann U87 als Hauptmikrophon und Beyer 160 vorne am Trichter. Dann im Mix drauf achten von wegen phase cancellations...

    LG Juju
     
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  9. Mini

    Mini Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Juju,

    habe ich gleich gelöscht. Ist auch an der internen Qualitätskontrolle gescheitert.

    ja, mehrere.

    bei uns jeder.

    Ok, neuer Versuch:
    • AKG C 3000 jetzt näher, ca. 50 cm, Höhe etwas unter S-Bogen
    • AKG C 2000 B, 50 cm, Höhe Unterstück, über Becher.
    • mehr Bastotect und Decken hinter mir.
    • etwas Equalizing an der Klavierspur, die schien mir doch etwas "latschig"


    JA, es wird präsenter, fällt aber nicht völlig auseinander (wie bei einem Versuch mit einem Mikro): So richtig ausgewogen? Weiß nicht.

    Gruß
    Mini
     
  10. Mugger

    Mugger Guest

    Moin,

    ich hab, nachdem ich diesen Artikel gelesen hab:
    Soundonsound
    ein wenig mit meinem Rode NTR Bändchen experimentiert. Ich kämpfe generell ein wenig mit der Positionierung, da das NTR sehr empfindlich reagiert.
    Ich hab 3 Aufnahmen gemacht, die Distanz ist etwa 50 cm. Die erste ist ganz gerade drauf (also von der Achse des Mikros gerade), die zweite off-axis, und die dritte extremer off-axis.
    Hier ist das Ergebnis:




    Ich weiß, dass das Thema NTR schon ein wenig besprochen wurde, aber einige Mitglieder hier haben es ja schon seit einiger Zeit in Verwendung, vielleicht gibt's Neuigkeiten bezüglich der Handhabung.

    Grüßle, Guenne
     
  11. ppue

    ppue Experte

    Eher unbedeutend, die Unterschiede, wie ich finde.
     
  12. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    @ppue ... right!
    NTR.JPG

    Was erwartet man bei einer 8 und einem Bändchen anderes als rel. unempfindlich auf "Off Axis"
    50cm weg ist schon ganz schön weit weg...
    da wird es eher interessant wie der Raum ist

    Zitat: Soundonsound
    In practice, this means that in most situations you’ll need a good–sounding space to get the best from it.

    lg

    gue
     
  13. Mugger

    Mugger Guest

    Ja,
    stimmt, klingen alle 3 nicht gut.
    Oder sagen wir mal so, das was ich hören will, ist nicht oder nur in unzureichendem Maße da.
    Ich hab es mal näher (25cm ca), gerade drauf und mit leichter Neigung des Mics zum Horn versucht...Gain natürlich ein wenig runter, sonst sind die Einstellungen gleich.
    Ein bisschen besser, oder?



    Cheers und danke,
    Günter

    P.S.: Erwähnen sollte man noch, dass Cole Porter ein ziemliches Genie war :)
     
  14. ppue

    ppue Experte

    Ja (-:
     
  15. Juju

    Juju Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Guenne,
    hast Du das aktive Rode, das in diesem Artikel besprochen wird?

    Ich finde den näheren Abstand auch besser. Würde grundsätzlich so im 25-35cm-Bereich schauen..

    LG Juju
     
  16. Mugger

    Mugger Guest

    Hi,

    ja.

    Cheers
     
  17. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @Mugger

    Ja, deutlich besser....die Tiefen kommen viel detaillierter, die Hohen strahlen noch mehr.....die ersten Aufnahmen klingen dagegen, als wenn man unten und oben was weggeschnitten hätte.

    CzG

    Dreas
     
  18. last

    last Guest

    Hi!

    Auch wenn ich kein Eksperde bin, finde ich das schon irre wie viel die Position des Mikros ausmacht.
    Ich habe schon Stunden damit zugebracht alles mögliche auszuprobieren.
    Ich hab sogar den Eindruck, dass es nicht eine optimale Universalposition gibt, sondern, dass je nach Charakter des jeweiligen Stückes mal die eine, mal die andere Position besser passt...

    LG
    last
     
  19. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Hallöle,

    bin heute aus dem Urlaub zurückgekommen und habe etwas gemacht, was ich schon längst hätte tun sollen: Ich habe die beste Position für mein Rode NTR im Raum gesucht und gefunden. Dies hatte zur Folge, dass ich mein Musikzimmerchen komplett umräumen musste. Aber ich finde, es hat sich gelohnt!

    Nach 14 Tagen ohne Sax und noch schweißgebadet von der Umräumerei habe ich eine erste Aufnahme gemacht.
    Wenn ich die mit anderen Aufnahmen von mir vergleiche, könnte ich mich sonstwohin beißen, dass ich den "Sweetspot" nicht schon längst ermittelt habe.

    Ich finde den Unterschied dramatisch! Bei dem Blues in C habe ich die ersten 24 Takte mit dem Profi-Saxophonisten aus dem Playback gespielt.
    Die nachfolgenden 48 Takte dann ein Duett mit mir selbst.

    LG Bernd
     
    Zuletzt bearbeitet: 30.Dezember.2015
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  20. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @Bernd

    Die Auszeit scheint Dir gut bekommen zu sein....DAS ist ein anderer Level....:D

    Supi....:cool:

    CzG

    Dreas
     
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