Preisgünstiges Saxophon zum Wiedereinstieg?

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Flume91, 6.Oktober.2016.

  1. Rubax

    Rubax Ist fast schon zuhause hier

    Leutle,

    nun lasst es doch mal gut sein - Zappalein hatte die Hörner in der Hand, sonst keiner!
    Es gibt keinen Grund an seiner Beurteilung zu zweifeln.
     
  2. zappalein

    zappalein Ist fast schon zuhause hier

    eher nicht. was ist denn das thomann-sax. schon vintage? ich hatte auch jahrelang ein artist jupiter, das allererste sahne intonierte. besser als ein parallel gespieltes sa80ll. zudem konnte ich in den letzten monaten noch einiges an -modernen- yamaha tenöre testen und anspielen, bzw. da meine saxer-helfen-saxer entscheidungshilfen anbieten. auch hier gab es nix zu merkeln. genauergesagt vom einem neuen 280er zu einem neuen 62er und von da zum gebrauchten 270 oder 275er. (sogenau weiss ich die modellbezeichnung nicht mehr)
     
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  3. saxhornet

    saxhornet Experte

    Ich zweifel gar nicht an seiner Beurteilung. Ich kenne das von Kollegen, man schiesst sich manchmal auf bestimmte Intonationsverhalten ein und kommt dann mit anderen schwieriger klar. Ich kenne das durchaus von mir mit etlichen Conns, die ganz anders intonierten als meine Hörner und wo ich mich dann gar nicht wohl fühlte.
     
  4. saxhornet

    saxhornet Experte

    Dann bin ich jetzt erst recht der Meinung daß das Teil einen heftigen Transportschaden gehabt haben muss.
     
  5. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Gut, ich mach mich mal wieder unbeliebt....aber egal....

    Hier wird wird völlig aneinander vorbei diskutiert! Äpfel werden mit Birnen verglichen.

    Da gibt es Foristen, die gute Erfahrungen mit Billigsaxen gemacht haben...ja, klar, kann schon sein, aber daraus abzuleiten, daß Billigsaxe generell top sind ist einfach abenteuerlich...

    Glück kann man immer haben....

    Da gibt es erfahrene Foristen, Profis, Saxer,Lehrer, die täglich mehr Saxophone in der Hand haben, als ich pro Jahr.

    Die sagen unisono, reduziert "Vergesst es, bringt nix" (die sagen auch, "klar auch hochwertige Marken können Ausreißer haben").

    Völlig richtig. Aber es geht um Wahrscheinlichkeiten.

    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine 250,-€ Sax top ist, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein 2.500,-€ + Sax top ist?
    (Ja, ich bin auch sicher....mit entsprechenden Hintergrundinformationen...dass auch asiatische Marken ungerechtferigt im hochpreisigen Segment gehypt werden. Daher stehe ich auf Herstellermarken, oder transparente langjährige Kooperationen, die Zuverlässigkeit garantieren....auch MEINE Meinung!)

    Die Antwort ist doch einfeutig, oder? Für mich sind die professionellen Erfahrungen wichtiger als persönliche Einzelmeinungen.

    Dann wird hier ein konkreter Fall diskutiert...Yamaha vs. Thomann...und soll als allgemeingültigt gelten?

    'Tschulldigung....völliger Blödsinn!

    Vielleicht ist da wirklich ein Sax durch die bekannt gute Qualitätskontrolle von Yamaha durchgerutscht, vielleicht gab es einen Transportschaden, @tomaso 's Erklärungsversuch finde ich bestechend....:p

    Nur, daraus abzuleiten, dass die billig Thomann Saxe besser sind als die Yamaha 280 ist absoluter UNSINN! (es war vielleicht nicht so gemeint, aber es kommt so rüber, wird so wahr genommen.)

    Ich finde, daß man das so nicht stehen lassen kann!

    Meine Meinung....jeder kann..

    CzG

    Dreas
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.Oktober.2016
  6. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Was viel zu wenig in Betracht gezogen wird: ein gebrauchtes Instrument.

    Hier in den Kleinanzeigen wurde z. B. gerade ein Yamaha Tenor für 500 € verkauft. Ich würde auch nach Gebrauchten von Jupiter, Expression und anderen guten Taiwanesen schauen.

    LG Helmut
     
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  7. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

  8. snah62

    snah62 Ist fast schon zuhause hier

    gelöscht
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.Oktober.2016
  9. zappalein

    zappalein Ist fast schon zuhause hier

    was verstehst du nun besser? mir ist dieser threadhinweis nicht verständlich.

    dir ist schon klar, dass es sich im alten thread um ein tenorsax handelte? jetzt geht es ums alto.

    und vielleicht zu deinem besseren verstehen: snah hat vorher, als topgitarrist, nie ein sax in den fingern gehabt. etwas recherchiert und eins gekauft. danach übers forum kontakt bekommen und angefangen. dann haben wir uns kennengelernt und über alles mögliche gefachsimpelt. er konnte dann auch den soundunterschied zwischen einem keilwerth toneking special und dem besagten 280er hören, bzw erfahren. das ihn dies nun (als anfänger) zum kauf eines 62er anregte... cést a vie...

    (ob ich es ihm hätte ausreden sollen, stand nie zur debatte. denn er hat mit über 40 jähriger musikererfahrung selbst als üngeübter saxer durchaus ein feeling entwickelt, sound und -wohlfühlbarkeit- eines instrumentes einzuschätzen.)

    das er dann nach recht kurzer zeit sein 62er wieder gegen ein 270/275 eintauschte, weil es für IHN einfacher zu spielen ist, vollkommen legitim. ausserdem sollte (und wird) es immer ein zweitinstrument sein. hiermit ist nun auch sein -saxtesten- abgeschlossen. ich bin mir 100% sicher, dass bei ihm nun keine neuen saxe mehr einzug halten. auch hat er hier (wir) alles richtig gemacht. denn nach genauer kalkulation, vorbereitung und anschauung, hat er sich zum tausch mit wertausgleich entschieden und keinerlei verlust gemacht. im gegenteil. er fühlt sich wohl mit seinen saxen und kann sie einfach und ohne schwierigkeiten spielen. was will er mehr?

    ich jedenfalls habe deutlichst mehr lehrgeld bezahlt als er. und ich wage zu unterstellen, dass es bei einigen seiner kritiker auch so war. ob nun instrumente, mpcs. autos oder sonstwas.

    wie gesagt. ich konnte keinerlei (transport/sturz) schaden erkennen. vielleicht wäre eine rückfrage bei thomann möglich. ich werde mich darum kümmern und dir berichten.

    @Dreas ...inzwischen ist Thomann's Billigmarke besser als YTS 62, als Yana...

    das hat er nie so gesagt. sondern nur für SEIN spielgefühl. bitte genauer lesen.
     
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  10. gefiko

    gefiko Ist fast schon zuhause hier

    ist gut so...
     
  11. Rubax

    Rubax Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe weder in den Aussagen von @snah62 noch von @zappalein irgendeinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit gelesen - daher verstehe ich diese ganze Diskussion nicht.
    Es wurde ein Einzelfall berichtet - mehr nicht.

    Kommt doch bitte einfach alle runter
     
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  12. saxhornet

    saxhornet Experte

    Ja, das wäre nett und interessant. Ich hatte mal gehört, daß bei den Customsaxen von Yamaha es bei einigen Seriennummern Probleme gab mit dem S-Bogen, das wurde aber wohl schnell und unproblematisch gelöst.
    Es irritiert mich einfach daß das Horn so schlecht gewesen ist, denn wie gesagt, ich habe jedes Jahr so viele von denen in der Hand und bin da über die extrem geringe Fehlerquote schon erstaunt. Ich weiss auch von Saxdocs, daß diese sich meist freuen, weil die Hörner besser von vornherein eingestellt sind als von so manch anderer (und auch teuerer) Firma. Gerade die 280er und 480er sind am Alto in meinen Augen ordentlich für den Preis.

    Nicht jeden Schaden sieht man sofort und bei manchen musst Du Dich wirklich auskennen und in der Materie drin stecken. Blind würde ich kein Horn testen, wenn ich es zum ersten Mal anteste. Wie hast Du die Dichtigkeit geprüft?
    Aber auch ich finde nicht immer die Ursache für jedes Problem bei jedem Horn, deswegen gehe ich auch lieber in einen Laden mit guter angeschlossener Werkstatt, denn die Jungs finden im Normalfall die Ursache mit Sicherheit.
     
  13. Rick

    Rick Experte

    Genau, darum geht es ja bei der Suche in erster Linie: Dass IHM das Equipment passt, nicht hundert anderen. Ist nun mal individuell, das müssen wir respektieren.

    (Ich habe mich auch schon darüber gewundert, dass so viele gerne mal das auf meine Anforderungen abgestimmte RvB-Mundstück testen wollten - und dann wieder von der Marke weg gekommen sind, weil es ihnen zu offen war, dabei hätten sie doch dann ein 7* probieren können - das hatte ich schließlich vorher gespielt, bis ich fest stellte, dass ich es offener brauche...)

    Stabilität, Robustheit, das fällt mir dazu noch ein.

    Wie gesagt war mein Thomann-Alto ja zunächst ganz brauchbar, aber es hat sich schon immer mal wieder etwas verstellt.
    Ich vergesse nie den Big-Band-Auftritt für den Heidelberger Jazzclub (im DAI), wo ganz spontan die unteren Klappen nicht mehr deckten - der inzwischen leider verstorbene Christian, ja selbst Sax-Lehrer, hat mir dann schnell geholfen, die richtige Schraube zu entdecken, die etwas weiter reingedreht werden musste. Bei meinen späteren Marken-Altos weiß ich nicht mal, welche Stellschrauben sie überhaupt haben, habe sie noch nie gebraucht.

    UND die schier unglaubliche Geschichte mit dem direkten Nachfolger: Bei einem Auftritt in Hamburg gab es auf der Bühne Podeste für die Bläser, ich hatte damals einen neuen Ständer fürs Alto, den ich noch nicht perfekt angepasst hatte - eine Background-Sängerin rief noch "Vorsicht!", da war das Alto auch schon aus dem Stativ gerutscht und fiel natürlich in die falsche Richtung, einen halb Meter tief neben das Podest. Damals hatte ich das A-3008 L gerade neu und war dementsprechend erschüttert, erwartete ich doch, dass es verbeult und verzogen war, wahrscheinlich die Mechanik verbogen, kurz: ein Fall für den Sax-Doc.
    Wie ein krankes Tier hob ich es vorsichtig auf und wunderte mich schon, dass äußerlich keine Schäden zu entdecken waren - keine Delle, kein Kratzer, nichts verbogen. Und beim Anspielen bemerkte ich, dass es ÜBERHAUPT keine Schäden davon getragen hatte, alles funktionierte perfekt, die Ansprache bis in die tiefsten Töne war makellos! :wideyed:

    Natürlich ist das nicht zur Nachahmung geeignet, ich weiß auch nicht, ob es noch mal so einen Sturz aushalten würde, aber eines weiß ich mit Sicherheit: Das vorherige Thomann-Alto wäre danach nur noch als Schmuckobjekt zu brauchen gewesen. ;)

    Also: Man kann durchaus mit einem Billig-Sax eine Zeit lang Freude haben, es muss nicht schlecht intonieren oder mies klingen. Doch man sollte es sehr vorsichtig behandeln, denn die Stabilität ist meistens nicht so zuverlässig wie die von teureren Markenprodukten. Nichts für die Ewigkeit, nach meiner Erfahrung.


    Gutes Saxen,
    Rick
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.Oktober.2016
  14. Marko74

    Marko74 Ist fast schon zuhause hier

    Mit Verlaub, Rick,
    aber da hattest du unwahrscheinliches Glück.
    Auch ein Selmer, Yani, Yamaha etc hätte man es nicht vorwerfen können, wenn es dabei irgendwelche Schäden davon getragen hätte.
    Dafür ist die Mechanik und der Aufbau eines Saxophons viel zu filigran.
    Aber manchmal ist das eben so.
    Geh mal auf einen Polterabend und wirf ein Stapel Teller vor die Wand. Es wird immer wenigstens einen Teller geben, der dies schadlos übersteht. ;-)

    Was macht denn den Unterschied bei der Stabilität aus?

    Und empfiehlt nicht sogar jeder renommierte Hersteller, das Sax nach einiger Zeit untersuchen und gegebenenfalls nachstellen zu lassen?
     
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  15. Rick

    Rick Experte

    Wahrscheinlich - aber Tatsache ist, dass ich weder bei meinem Alto noch beim Tenor - beide dieselbe Modellreihe - irgendwelche Probleme mit Dellen oder Verbiegungen hatte.
    Und das ist bei meinen bisherigen Saxen keinesfalls die Regel gewesen.

    Höherwertiges Material, exaktere und vor allem sorgfältigere Herstellung, würde ich sagen.

    Das ist jedoch keine Frage des Metalls, sondern der Filze, Korken und Polster. Deshalb mussten meine neuen Hörner auch immer nach ein paar Wochen noch mal zum Nachjustieren.

    Schöne Grüße,
    Rick
     
  16. Marko74

    Marko74 Ist fast schon zuhause hier

    Ich möchte jetzt keinen
    Meines Wissens werden Saxophone aus Messing hergestellt.
    Das man die Stabilität dieser Legierung beeinflussen kann, will ich gar nicht abstreiten.
    Aber,
    inwiefern beeinflusst das die mechanischen Eigenschaften eines Saxophons?
    Es sind doch nicht Teile dran, die bspw ständig schnell rotieren.
    Um es mal etwas provokant zu sagen:
    Klappe auf, Klappe zu. Mehr passiert doch da nicht.
     
  17. Marko74

    Marko74 Ist fast schon zuhause hier

    PS:
    Ich meine das nur aus dem mechanischen Aspekt.
     
  18. Rick

    Rick Experte

    Messing kann sehr unterschiedlich zusammengesetzt sein, daran wird ständig geforscht und die erfolgreichen Firmen schützen ihre Speziallegierungen wie ein Staatsgeheimnis.
    Ich wollte ja nicht allzu sehr ins Detail gehen, was meine Saxe angeht, um nicht schon wieder der "Endorseritis" beschuldigt zu werden, aber die Modellreihe, von der ich sprach, ist aus "Neusilber" (sehr hartes Messing mit höherem Zinkanteil).
    Doch die Mechanik ist aus "normalem" Messing und dabei sehr stabil.
    Mein jetziges "Bronze"-Alto kommt mir ebenfalls ziemlich robust vor. Hohe Stabilität war schon immer ein besonderes Qualitätskriterium dieser Saxofonmarke - und jetzt genug "Werbung gemacht"! ;)
    :topic:

    Schönen Gruß,
    Rick
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.Oktober.2016
    Viper gefällt das.
  19. Marko74

    Marko74 Ist fast schon zuhause hier

    Weiche Materialien verbiegen sich bei einem bestimmten Kraftaufwand, harte brechen stattdessen.
    Kaputt ist kaputt.
    Körperliche Kraft hat bei der Bedienung meines Saxophons allerdings nie eine Rolle gespielt.
    Daher ist für mich persönlich die Materialfrage bestenfalls sekundär.
     
  20. Rick

    Rick Experte

    Deshalb ist so schwierig und gleichzeitig wichtig, den Bereich DAZWISCHEN zu finden, wo das Material nicht gleich zerbricht, sich aber auch nicht ständig verbiegt.

    Es geht ja auch nicht darum, dass Du das Sax mit Deinen Pranken zerquetschst, sondern um den Transport im Koffer oder um solche Unfälle wie von mir geschildert.
    Bei meinem früheren Billig-Alto konnte sich die Mechanik schon mal bei einer einfachen Autofahrt leicht verbiegen, sodass die Klappen nicht mehr richtig deckten, deshalb musste ich ja dauernd daran rumschrauben. Und der Junge, der Nachbesitzer, hat lediglich mit dem Koffer rumgeschlenkert, schon musste das Horn zum Sax-Doc - der schließlich um Gnade bat. :-(
     
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