Probe spielen

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von tango61, 10.April.2021.

  1. tango61

    tango61 Ist fast schon zuhause hier

    Hey, im Archiv habe ich nix dazu gefunden, das mag aber auch an meinen suchwörten liegen.
    Es ergibt sich immer mal wieder die Gelegenheit neue oder gebrauchte Instrumente anzuspielen. Leider habe ich für mich nicht die Möglichkeit die Hörner wirklich zu vergleichen. Vielleicht sollte ich versuchen meine Proben zu speichern ( Zoom h1 ). Dafür scheint es natürlich sinnvoll eine feste Routine beim Probe spielen zu haben. Also immer die gleichen Tonleitern oder Etüden oder ähnliches zu spielen.
    Habt ihr dazu eine feste Routine oder Tipps wie man ein Testspielen strukturiert?
     
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  2. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Es ist eine sehr gute Idee, die Saxophone immer auf die gleiche Art probe zu spielen.
    Du solltest auf jeden Fall alles auf den Instrumenten probieren, was du brauchst, sprich: Alle Töne (vor allem auch die ganz tiefen und ganz hohen) in allen Lautstärken, Artikulationen (weich, hart, kurz, lang, akzentuiert, gebunden) und vielen Kombinationen (kleine Schritte aber auch große Sprünge (Quinten, Oktaven)).
    Es gibt auch ein paar Töne, die beim Saxophon Schwierigkeiten machen können. Das wären, was die Ansprache angeht: h, c', d'', g'', gis''. Dann kannst du noch die Intonation mit einem Stimmgerät kontrollieren - dabei am besten eine Tonleiter spielen und schauen, ob die Töne halbwegs beherrschbar sind. Töne wie cis'', d'', a'' und d'''-fis''' sind fast immer problematisch, sollten aber auch im Rahmen bleiben.
    Ich persönlich spiele meist die chromatische Tonleiter in unterschiedlichen Variationen (siehe oben), stoße dann schwierige Töne mehrmals an, spiele Oktaven (c'-c''-c''', etc.) und kontrolliere alle Töne mit einem Stimmgerät.
     
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  3. Huuuup

    Huuuup Strebt nach Höherem

    Und vor allen Dingen spiele alle saxe mit dem gleichen Mundstück um wirklich die Unterschiede des Saxes erkennen zu können
     
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  4. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Das funktioniert leider nicht immer.

    Nehmen wir an Du spielst ein Mundstück mit kleiner Kammer auf einem YTS 62 und möchtest jetzt ein altes Conn testen.

    Ergebnis: Kack Intonation, schlechtes Horn.

    Stimmt aber nicht. Fakt: Falsches Mundstück für das Horn.

    CzG

    Dreas
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.April.2021
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  5. RomBl

    RomBl Ist fast schon zuhause hier

    Ich bin gerade nach einem Conn am suchen und habe mittlerweile schon einige Hörner angespielt.
    Aufnehmen tue ich nichts, da ich mein Horn recht gut im Ohr habe. Ich meine auch, so man recht schnell merkt, ob das Horn passt oder nicht. Wo man ein bisschen intensiver schauen muss ist die Intonation.
    Ich habe gerade ein 10M zum Anspielen mitgenommen, was richtig richtig gut ist. Mal schauen, ob es bleiben darf :cool::).
     
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  6. Huuuup

    Huuuup Strebt nach Höherem

    Spiele ich aber das alte Conn mit icrgend einem beiligenden Mundstück,kann es passieren das ich mit einem grandiosen Sax des falschen Mundstück wegens gar nicht zurecht komme
     
  7. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Das habe ich doch gar nicht gemeint.

    Das Mundstück muss zum Horn passen, sonst kann man es nicht beurteilen.

    Und genau das macht die Sache komplex.

    CzG

    Dreas
     
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  8. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    Ick empfehl da mal alles mit dem selben Mundstück, und auch verschiedenen Blättern,
    aber eben auch jedes Sax mit der gleichen Blattauswahl zu bespielen...

    Nuu, und eben dieselben Etüden, Tonarten, Songs, freie Improvisation oder was auch immer,
    eben auch die Oktavsprünge, oder was diesbzgl. von @Livia erwähnt wurde zu testen...

    Und wenn die Kammer zu klein ist um auf einem Conn zu intonieren, dann war die auch schon
    auf dem Yamaha wahrscheinlich am Limit..., bzw. kurz davor...!

    Kenn mich allerdings auch nicht mit Tenorsaxophonen aus...
     
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  9. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Wenn man ein modernes Saxophon anspielt, kann man mit fast jedem modernen Mundstück alle spielen.
    Bei Conn und anderen Vintage-Instrumenten kann es auch gut passieren, dass das Mundstück, das man hat, nicht passt.
    Ich würde mit dem Mundstück, das ich gewohnt bin, jedes Instrument anspielen, aber auch andere ausprobieren (im Idealfall dann aber auch immer die gleichen). Natürlich auch das beiligende probieren. Es ist aber leichter, das Saxophon an sich zu vergleichen, wenn das Mundstück immer gleich ist.
     
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  10. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    Natürlich kann das sein..., aber wie oft kommt das vor...??? Kann klar mit den Original Mundstücken relativ eng werden, aber dann hatt man sicherlich
    auch schon nen "kleines" Brett gespielt...;)

    I
     
  11. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Nö. Weil Du einfach kein aussagefähiges Ergebnis bekommst.

    CzG

    Dreas
     
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  12. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    @Livia Empfinde mein altes Berg Larsen Grained Ebonite 105, 2sms weder als großkammerig,
    noch als offen..., und läuft für mich gut auf vormals New Wonder, jetzt 12m...;)

    Und by the way, im nachhinein war Ich mehr als dankbar, als damals das noch fast neue Mundstück
    von meinem damals neuen YAS-32 runtergefallen war und erstmal einige Jahre von nem echt guten
    Meyer, dann von nem Berg Larsen vertreten wurde...!
     
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  13. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

  14. kukko

    kukko Ist fast schon zuhause hier

    nun ist es ja wohl eher selten, daß jemand nach einem Conn und gleichzeitig nach einem fabrikneuen Yanagisawa sucht. Von daher kann man Livias Anregung unterstreichen, immer das gleiche Mundstück zu nehmen, also je nach Suchgebiet. Wenn ich ein Conn suche, dann weiß ich doch, daß ich mit einem Yamaha 4c vielleicht nicht so gut ausgestattet bin
     
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  15. ppue

    ppue Experte

    Man sollte auf jeden Fall verschiedene Saxophonspieler mitnehmen, denn nicht jeder Spieler passt zu jedem Horn (-;
     
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  16. kukko

    kukko Ist fast schon zuhause hier

    wer bin ich, und wenn ja, wie viele
     
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  17. Wanze

    Wanze Strebt nach Höherem

    Ich denke, es ist schon wichtig und hilfreich, erst mal verschiedene Marken im direkten Vergleich anspielen zu können. Wenn man das bei einem renommierten Laden macht, ist das Risiko gering, eine Gurke zu erwischen und man kann erst mal lernen, die Unterschiede im Grundklang zu hören. Das gilt natürlich nicht, wenn man schon -zig Jahre spielt und eine feste Klangvorstellung hat.
    Vom Aufnehmen zum Klangvergleich halte ich nicht viel... dabei geht einfach zu viel verloren.

    Für mich ist der Ablauf beim Antesten folgender:
    - Horn in die Hand nehmen - fühlen (!) Gar nicht gleich los tröten. Ich hatte schon ein richtig großartiges altes Kohlert in der Hand, das flache Pearls hatte. Ein großartiges Instrument, toller Sounds - aber flache Pearls geht für mich gar nicht. Nicht gekauft. Ich war mir sicher, dass ich mich jedesmal wenn ich das Horn in die Hand nehme, ich mich darüber ärgern würde.
    - Anspielen. Keine Bebop-Läufe auf 250 sondern lange, langsame Töne.Querbeet. Erstaunlich, wieviel dabei gleich raus fliegt.
    - Dann Intonation. Wird nicht 100% sein, aber so dass ich das Gefühl haben sollte, ich kriege sie in Griff.
    - Erst wenn das alles passt: Mein Instrument auspacken (das geht tunlichst immer mit zum Testen) und schauen, ob das neue Potential hat besser - oder deutlich anders - zu sein. Der Rest ist dann Bauchentscheidung.

    ... und in Wirklichkeit lief es bei meinem ersten Tenor nach dem Jupiter Schülerinstrument so: In die Hand genommen - ok. Reingeblasen - wow. Schnell wieder heimgefahren, um jemand zu holen, der eine Zweitmeinung hat, zurückgefahren (uff, noch nicht andersweitig verkauft) nochmal angespielt und gleich gekauft. Ist immer noch mein Traum-Horn. :)

    Grüße,

    Wanze
     
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  18. Saxoryx

    Saxoryx Strebt nach Höherem

    Das könnte definitiv das allergrößte Problem sein. :) Aber ich würde mich da @Wanze anschließen. Aufnahmen sind eigentlich nicht sehr aussagekräftig. Man kann ja beispielsweise auch bei Thomann Aufnahmen hören, aber was hat man davon? Wenn man selbst dann das Horn in die Hand nimmt und spielt, klingt es doch ganz anders.

    Was mich mich frage, @tango61, ist, was genau Du vergleichen willst. Willst Du eine Art Test-Bibliothek für Dich anlegen, obwohl Du die Hörner dann gar nicht mehr hast? Zu welchem Zweck? Das würde mich mal interessieren.
     
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  19. RomBl

    RomBl Ist fast schon zuhause hier

    Das ist so. Ich hatte in einem Düsseldorfer Laden ein 10M angespielt, von dem ein Video auf der HP eingestellt ist, in dem das Horn von Denis Gäbel vorgestellt wird. Ich dachte, wow, klasse, klingt geil das Horn.
    Beim Probespielen stellte sich aber raus, dass das Teil für mich nicht optimal - sprich voll daneben - war (abgesehen davon klingt Denis auf eine Gießkanne besser als ich auf einem Horn :D).
    Insofern kommt man ums Anspielen nicht herum, zumindest meiner Erfahrung nach.
     
  20. Queen_Sax

    Queen_Sax Schaut nur mal vorbei

    Hallo zusammen,

    Ich habe als Anfänger nun auch einige Modelle getestet, natürlich fehlt mir die Erfahrung das selbst am Ton perfekt zu erkennen - Aber es gibt einfach Teile, die besser zu einem passen. Da muss ich euch Recht geben! Ich werde mir jetzt auch erst einmal ein Saxophon ausleihen :)

    Liebe Grüße!
     
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