Saxophon erarbeiten,wie lange ?

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von JTM, 2.Juli.2026 um 18:08 Uhr.

  1. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    „Man“ spricht immer von beidem. Frau natürlich auch.

    Jedes Kinkerlitzchen, gegen das ich beim Spielen anarbeiten (bei manchen Hupen ankämpfen) muss, hindert meinen Fluss.

    Eine für meine Finger unergonomische Position eines Drückers, eine ungünstige Hebelwirkung oder eine komische Federrate können mich mechanisch aus der Bahn werfen.
    Ehrlicherweise spüre ich, ob Klappen richtig schließen und finde das Gefühl von schlecht dichtenden Polstern eklig an den Fingern.

    Das hat auch ganz unmittelbar Auswirkung auf das, was ich spiele und wie ich es spiele.

    Dazu kommt, wie sich ein Horn über den Tonumfang verhält. Intonation ist ja nur ein Aspekt. Ich finde Ansprache, Dynamik und Klangfarbe viel wichtiger - die sind für mich viel schwerer zu beeinflussen, als ein paar Cent hin oder her (was sich meist durch Klappenaufgänge korrigieren lässt). Sowas macht für mich einen dramatischen Unterschied.

    Kann ich zur Not über solche „Defizite“ hinwegspielen? Ja, sicher! Es macht nur auf Dauer keinen Spaß !

    Ich merke typischerweise relativ schnell, ob in einem Horn etwas steckt, das zu erarbeiten sich für mich lohnt, oder ob es sich um eine eher oberflächliche Betonung einer einzelnen Eigenschaft handelt (was gefährlich teuer werden kann, wenn man genau diese Eigenschaft beim letzten Horn vermisst hat…). Alle Aspekte gleichermaßen und auf einmal bedient kein einzelnes Horn - die muss man sich schon erarbeiten. Bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet kann das schon mal ein paar Monate dauern.

    Die sieben Jahre halte ich trotzdem für Seemannsgarn.
     
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