Saxophon in der Bandprobe verstärken

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von Schepperer, 19.Februar.2022.

  1. Rick

    Rick Experte

    Sehr, sehr kurze Zeit habe ich mal mit einer Band gespielt, die im Proberaum ALLES verstärkt hat, sogar das Schlagzeug. Das war eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen ich mir etwas in die Ohren stecken musste, weil alles extrem laut war.
    Hat mir keinen Spaß gemacht, aber denen schon - sie fühlten sich mit dem Sound voll wie die Rockstars. :-D

    Der Satz ist absolut wahr - und das ist wohl der Grund, warum mich Rock nie fasziniert, sondern eher abgeschreckt hat.
    Ich habe dieser Musik etliche Chancen gegeben, viele Freunde wollten mich schon "bekehren", aber es hat bei mir nie "gefunkt".

    Als mein Sohn in seiner Pubertät Fan von Metal und Punk war, stellte das für mich die Hölle auf Erden dar. :eek:
    Glücklicherweise ist er darüber schon lange hinweg. :)
    (Die "Pubertiere" haben immer ein untrügliches Gefühl dafür, wie sie ihre Eltern am besten provozieren können...)
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.September.2022
  2. Feuerstreuer

    Feuerstreuer Ist fast schon zuhause hier

    Aus einem gutgeblasenen Sax sollten die 100db eigentlich rauskommen.

    Zusammen mit allen andern ist das in den Spitzen einfach zu laut. Wer so laut proben muss, egal welche Musik, macht einfach was falsch. Meißt sind es nur Hörgewohnheiten oder so pillepalle-Argumente wie:" Mein Amp klingt erst, wenn die Röhren leuchten!"

    Ordentliches Equipment und ordentliche Technik vom Drummer und Gitarrist und es geht auch Rockmusik mit unverstärktem Saxophon.

    Eigenltich ...

    ... uneigenltich würde ich ein Saxophon für Rock etc. abnehmen um den Sound zu formen. Was Gitarre und Synthie mit ihren FX machen lässt jedes akustische Instrument einfach "außerhalb des Sounds stehen" Nicht weil es zu leise ist, sondern weil sich die elektrischen instrumente mit Rev., Del. und Chorus etc. in Räume setzen, die nicht der Proberaum sind (akustisch) Das "Mithalten im Sound" über Lautstärke ist meiner Meinung nach die falsche Strategie um dieses Defizit auszugleichen. Ich würde in so einem Fall mein Sax abnehmen und Reverb und Delay songspezifisch dazumischen. (evtl kann man auch mit etwas Overdrive arbeiten um die Obertöne zu kitzeln) Das ganze würde ich so einstellen, dass es mir gegenüber als Monitor dient und genauso laut ist wie ich - evtl. 5db lauter, damit ich leiser spielen kann.

    Aus dem Grund kann es sinnvoll sein ein Sax abzunehemen. Wenn die Band so laut spielt, dass mein Sax im Proberaum nicht zu hören ist, dann wäre es für mich die falsche Band, wenn das nicht zu klären wäre.

    -> Bühne ist nochmal einen andere Sache
     
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  3. HanZZ

    HanZZ Ist fast schon zuhause hier

    *das* ist der entscheidende Punkt.
    Entgegen der häufigen Aussage sind m.E. nicht E-Gitarren die Lautstärketreiber, sondern Schlagzuge(r).
    Elektronische drums kann man leiser spielen und damit den gesamten Level bremsen.
    Cheers
    HanZZ

    PS: richtig gute Drummer können auch leise gut spielen. Davon gibt’s aber zu wenige.
     
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  4. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Habe ich so erlebt. Ich hab als Gastmusiker mit einer Rockband geprobt. Unverstärkt, mit Stöpseln in den Ohren, weil die so nen Lärm gemacht haben. Ich war aber gut zu hören.

    Beim Konzert wurde ich dann abgenommen.

    Ist nicht meine Welt..:confused:
     
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  5. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Meine auch nicht. Wenn ein -e-musiker sich laut hören will, kann er das ja uber sein iem machen so laut er will, da muss nicht die gesamte band sich anpassen. Und gute drums müssen auch bei Rock nicht extrem laut sein, auch der bass nicht. Es gibt aber auch Trompeter, die nur maximale Lautstärke kennen ;)
     
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  6. scenarnick

    scenarnick Ist fast schon zuhause hier

    Jipp - genau darauf bezog sich mein Post. Proberaum kein Ding, die Bühne war "speziell" und da hätte ich auch das Sax nicht wegen der Lautstärke gern abgenommen, sondern rein (wie bei der E-Gitarre) zur Klangformung nach vorne. "Laut" ist eine Sache, "schön und durchzeichnet" ne andere ;)

    Wir sind glücklich, einen davon zu haben :) Das gibt uns die Möglichkeit, die Stücke auch schön auszudifferenzieren
     
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  7. ilikestitt

    ilikestitt Ist fast schon zuhause hier

    Das Problem ist, je mehr verstärkt wird, desto lauter wird es, desto weniger hören sich Andere und machen sich wieder lauter, das geht dann gerne so weiter bis alle taub sind. Ich habe bei Proben mit Rockbands immer einen Gehörschutz im Ohr. Hat man sich an den Matschsound im Proberaum gewöhnt wird es dann beim Soundcheck dann ähnlich, was den Sound nach aussen immer beeinflusst.
    Mein Tip Lautstärke runter aber das einem Gitarristen oder Bassisten zu vermitteln ist schwer.
     
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  8. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Rockgitarristen muss es heißen, denn in der Jazzcombo bitte ich regelmäßig den Gitarristen und den Bassisten, doch bitte etwas lauter zu spielen. Das sind offenbar Probleme des Milieus und des musikalischen Genres. Deshalb bleibe ich jetzt als Jazzschuster auch lieber bei meinen Leisten. Als Profi kannst du es dir oft nicht aussuchen.
     
  9. giuseppe

    giuseppe Strebt nach Höherem

    Ich mag es in der Big Band sehr, wenn es laut wird, wenn beim (notierten) Fortissimo alle zeigen, dass viel sie Luft reintun können in ihre Hörner.

    Ich mag es auch immer weniger, wenn es im Proberaum mit elektrischen Instrumenten laut wird und bleibe zunehmend fern, alternativ mit Gehörschutz. Es war aber nicht immer so, bei mir hat das auch mal ein Lebensgefühl transportiert. Vielleicht wie bei vielen das Rauchen - vielleicht lustig aber unnötig ungesund.

    Unsere Altersweisheit hilft aber dem Threadersteller nicht.
    Deshalb:
    Wenn’s denn sein muss dann am besten mit Vocal-Effektgerät inkl. Feedback-Destroyer (davon gibt es mittlerweile richtig viele) und einer besseren aktive 12“-Fullrange-Box. Sofort in guten Gehörschutz investieren (mitbestellen), da es besser klingt und besser wirkt als Taschentücher.
    Und Clips gibt es auch viele passable. Die Marktführer findet man beim großen T wenn man nach preis sortiert. Allergenen machen AKG und Shure die Klassiker, ich find audix aber auch ganz gut und das oben erwähnte GALAXY.
     
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  10. Silver

    Silver Strebt nach Höherem

    Als ich kürzlich mit einem E-Gitarrero einen Jamsession-artigen Ausflug in den Bluesrock unternommen habe, hat der erst mal seinen Amp deutlich lauter gedreht … Also, ein Sax kann schon laut, sogar ohne Guardala

    Der Raum hatte ca. 30 m2 und war eher schallhart.

    Nach einer guten Stunde war es mir dann zu laut. Es war auch nicht so ganz meine Musik…

    Wenn eine Schießbude unbedingt auf die Toms oder Snare dreschen muss, kann man das Rocken nennen. Oder unzureichende Technik. Ich kenne einige Drummer, die ihren Lebensunterhalt mit Rock bestreiten und trotzdem sehr subtil spielen können (und wollen). Rock ist Energie, nicht Lautstärke.
     
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  11. Silver

    Silver Strebt nach Höherem

    Doppelt am Handy …
     
  12. visir

    visir Gehört zum Inventar

    In so einem Raum wäre es mir von vornherein zu laut.
     
  13. ilikestitt

    ilikestitt Ist fast schon zuhause hier

    Ja du hast recht, man muss da wirklich differenzieren. Während bei so manchem Rockgitarrist am Amp noch ein Jack Daniels Halter an- und ein Flaschenöffner eingebaut ist, der Verstärker bis 13 geht, sind da Jazzgitarristen und - bassisten meist eher von der sehr umgänglichen Sorte.
     
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  14. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Das Lautleiseverständnis hängt wirklich einzig an der Musik, die einen umtreibt. Wenn du einen Rockmusiker auf das Problem ansprichst und er dir mit leuchtenden Augen und großer Entschlossenheit antwortet:

    "Das muss kesseln!"
    - dann weißt du Bescheid. Anderes Thema...
     
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  15. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

    13? Ich dachte bei 10 ist Ende Gelände?
    Wobei 10 beim Leadgitarristen in der Bluesband, in der ich ab und zu zu Gast sein darf, die Standardeinstellung zu sein scheint.
    Er kommt aus der Rockmusik, spielt und singt auch den Blues genial, aber der Lautstärkepegel seiner Gitarre ist manchmal grenzwertig.
    Zumindest konnte ich ihn irgendwann mal für etwas dynamischeres Spiel gewinnen.
    Wenn man vor Publikum nur ab und an mal die Lautstärke fast ganz herunterfährt, kommt das auch bei den Leuten super an.
    Außerdem wirkt es doch viel besser als wenn man mit immer gleicher Lautstärke durch 20 Titel durchprescht.
    Das hat er irgendwann mal kapiert und findet es "hammermäßig".
    Ich muss ihn auf der Bühne nur kurz angucken, dann klappt es meistens. ;)

    LG
    Mike
     
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  16. saxfax

    saxfax Strebt nach Höherem

    Gute Amps gehen bis 11 :D

     
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  17. Kohlertfan

    Kohlertfan Ist fast schon zuhause hier

    Die meisten Musiker, gerade in Rockbands verwechseln leider Lautstärke mit Energie. Man kann auch Rock leise(r) spielen, wenn man die nötige Energie hat. Wenn aber der Bassist schon schleppt, der Gitarrist ohne Schlagzeug das Timing nicht halten kann, dann muss man halt laut Krach machen, in der Hoffnung die Mängel zu übertünchen.
     
  18. Texteditor

    Texteditor Ist fast schon zuhause hier

    Sorry aber……Nein. Hör dir mal AC/DC,Motorhead,Deep Purple oder Iron Maidon leise an. Das macht doch keinen Spaß. Bei dieser Musik müssen live die Hosenbeine flattern sonst kann man es sich sparen
     
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  19. Kohlertfan

    Kohlertfan Ist fast schon zuhause hier

    Ach was!
    AC/DC ist Biertrinker-Musik. 5 Halbe im Kopf. Von Energie nix mahr da. Drshalb laut.
    Motörhead geht auch leiser, weil Energie da ist.
    Deep Purple auch. Beide haben (hatten) eine genial gute Rhythmusgruppe.
    Und Iron Maiden. Geht so Die schwächeren Songs funktionieren leise natürlich nicht.
    Aber das sind doch alles Uralt-Bands! ;)
     
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  20. Texteditor

    Texteditor Ist fast schon zuhause hier

    Ich bin auch uralt :p:D
     
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