Schau mich auch mal nach einem Tenor um ....

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Supersol, 21.Juli.2021 um 10:54 Uhr.

  1. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Ihr Lieben,

    ich will mich auch mal ganz zwanglos nach einem Tenor (bis 1000 Euronen) umschauen (möche mal die älteren Kandidaten anspielen - also kein neues).

    Gestern habe ich mir ein Dolnet angesehen - kommt nich in Frage - aber ich habe eine Frage :)

    Da war es so, dass beim d1/c1 der Ton viel zu hoch war und man den nicht fallen lassen konnte, dass er passte - kann sowas auch ein Dichtigkeitsproblem sein?

    PS: Im Falle eines Falles muss eh einer mit drauf gucken, der Ahnung hat - entweder jemand, den ich aus dem Forum aktivieren kann oder mein Sax-Doc. Ich selber könnte das nicht abschließend beurteilen.

    Aber man kann ja zu bestimmten Sachen mal fragen - lernt man auch wieder was :)

    Dann habe ich noch eine Frage:
    Als wir das Tenor für meinen Mann gesucht hatten, hatten wir ja mal ein Keilwerth zum Ausprobieren (vom Fachhändler) mit heim genommen, das haben wir dann von unserem Sax-Doc checken lassen. Heraus kam, dass die Intonation bei ein paar Tönen zu arg daneben lag (ich bekam später heraus, dass es das Instrument eines Schülers war, welches genau aus diesem Grunde zum Verkauf stand).
    Die Essenz daraus ist für mich - jeder will verkaufen - auch der Fachhandel ist da nicht unbedingt ehrlich. Das ist schon sehr blöd finde ich :confused:

    Vielleicht weiß auch noch jemand gute Adressen aus dem Umfeld Frankfurt/Mainz/Wiesbaden ?
     
  2. giuseppe

    giuseppe Ist fast schon zuhause hier

    Meine Logik und so weit relevant meine Erfahrung sagen mir, dass bei einem bestimmten Saxophonmodell die Intonation angesichts des festgelegten Tonlochnetzes erstmal immer die gleiche ist und es nicht einzelne "Krücken" gibt. Zumindest im Zeitalter der maschinellen Fertigung.

    Wenn in Intrument an einzelnen Tönen nicht stimmt ist es somit meist eines von 5 Problemen:
    - die Konstruktion hat Schwächen und der Ton ist immer "off", bei jedem Exemplar des Modells.
    - falsche Klappenaufgänge, sodass meist ein Bereich aus mehreren Tönen aus dem Gleichgewicht gerät.
    - falscher, nicht originaler oder veränderter S-Bogen.
    - unpassendes Mundstück in Bezug auf die Kammergröße (bei modernen Hörnern selten ein Problem).
    - unpassender Mouthpiecepitch und falsche Mundstückposition.

    Dass ein Keili einzelne falsche Töne hatte wenn das Modell an sich OK ist, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Eher dass die Klappenaufgänge vermurkst waren und niemand Lust oder Know-How hatte, das in Ordnung zu bringen.
     
    altoSaxo, antonio, SaxFrange und 3 anderen gefällt das.
  3. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Ah ok - interessant.
    Da muss ja dann teilweise einiges passen um das überhaupt beurteilen zu können.

    Gibt es bei den Keilis Modelle, wo das bekannt wäre?

    Ist das ansonsten in der Regel zu richten? (Z. B. Bei falschen klappenaufgängen?)

    Bei dem Dolnet von gestern hatte der S-Bogen keinen Micro Tuner (der ja eigentlich glaub ich gar keiner ist, sondern nur so aussieht). Vielleicht war der auch nicht original.
     
  4. SaxFrange

    SaxFrange Ist fast schon zuhause hier

    Hallo, gute Idee mit Tenor,

    zuerst halte ich mich an meinem absoluten Sax Dog Spezialisten.

    Der hat mir erst gestern gesagt, dass eben oft an gebrauchten Saxophonen herum gedrückt wurde.

    Dann stellt er es mit angepassten Abständen zu den Kaminen exakt wieder ein.
    So kommt man zwar nicht immer ganz günstig weg aber.
    Der Klang von einem noch aus dickem Messingblech geformten alten Horn wird meist angenehmer empfunden.
    Bei dem alten XXL Gerät Toneking ist das so.
    Aber Montagsqualität gibt's da auch.

    Dann hab ich gefragt was noch.....es ist der Name Kohlert gefallen.
    Schwupp die Wupp und als mir das vor einigen Wochen über den Weg lief, griff ich zu und..... heute hole ich mein Kohlert Tenor '1936 bei ihm ab.

    Es ist erstaunlich wie so ein Kohlert mit so einer hohen Qualität angeboten wird. Wer da nicht zugreift....
    Bei deinem Butget wäre sogar noch Luft und das bei General Überholung.
    VG
    Friedrich
     
    Supersol gefällt das.
  5. giuseppe

    giuseppe Ist fast schon zuhause hier

    Ich kenn mich bei Keilis nicht aus. Die langweilige aber richtige Antwort auf die Frage ist: Wenn es passt, ists gut, wenn nicht muss man den Saxdoc fragen.
    Die Klappenaufgänge sind meist durch Filze oder Korken festgelegt, manchmal noch durch Stellschrauben. All das kann aus der Position geraten. Wenn ein Kork abfällt, geht die Klappe weiter auf. Dann sind die Töne drüber höher - oder vielleicht merkst du es andersrum, dass die Töne drunter plötzlich zu tief erscheinen.
    Jedes Sax hat so mehr oder weniger seine "Sweet Spots", wo die Klappen stehen sollen. Der gut Saxdoc kennt die.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.Juli.2021 um 13:33 Uhr
    Supersol gefällt das.
  6. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Ahaaaaaaa .... und ... schon wieder was gelernt :)... darüber habe ich tatsächlich noch gar nix gewusst ;)

    Ei Glückwunsch - da ist ja heute ein Freudentag :D

    Ja - genau aus dem Grunde wolle ich mal in dieser Riege schauen. Das ist für mich absolut ausreichend und finanziell haut es nicht so rein.
    Werde mir schön Zeit nehmen - am Ende muss es passen - da muss man halt mal warten können. Irgendwo steht das Ding schon - muss nur noch gefunden werden :-P2
     
  7. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Was ist eigentlich mit Hohner President?
    Wäre das auch in Betracht zu ziehen?

    Habe über die sufu nichts gefunden...
     
  8. visir

    visir Strebt nach Höherem

    Das überrascht mich, denn ich hätte in Erinnerung, dass es dazu ein eigenes Thema gibt...

    Ich hab ein gut erhaltenes und mir taugts. Aber auch hier:
    Beim President dürfte speziell sein, dass der S-Bogen stärker nach unten zeigt als bei anderen. Hatte jetzt noch nicht allzuviele Tenöre zum Vergleich...
     
    Supersol gefällt das.
  9. giuseppe

    giuseppe Ist fast schon zuhause hier

    Ein Präsident war mein erstes Tenor. Ich vermisse es manchmal, obwohl ich deutlich upgegradet habe, naja, kann auch Nostalgie sein. Die Intonation wage ich nicht rückblickend zu beurteilen. Aber die Ergo war für mich OK und der Sound war wunderschön.
     
    Supersol gefällt das.
  10. SaxFrange

    SaxFrange Ist fast schon zuhause hier

    Was geht denn so in einem Händler vor.
    Er verleiht und bekommt es zurück

    Die Nutzer hatten vielleicht häufig süßes Zeug gegessen und Kola getrunken.
    Dellen werden evtl.rausgemacht und zurechtgebogen. Der Klang ist dahin.
    Selbst wenn die Delle raus ist, die Spannung ist verändert* Sagt mein Dog.
    Der Händler stellt sich doch keine 2 Tage hin und bringt das auf Neuzustand.

    Es wird nur das nötigste gemacht. Dafür gut geputzt. Er will lieber neu verkaufen wozu den Unterschied verringern.

    Was bin ich in die Knie gegangen als ich mein Alt Jamaha Einstiegssaxophon gewohnt war und das Janagisawa in der Hand hatte.

    Die Alten sind auch solide wenn sie gepflegt wurden.
    Hatte heute nur 1/2 Std Zeit mein (neues) Kohlert kurz zu testen. War so aufgeregt den ganzen Tag schon .

    So etwas kann ich nur noch mal bestens empfehlen.

    Bei Leihautos liegt der Wert bei 7 x mehr beansprucht bei verschiedenen Nutzern.
    VG. Friedrich

    Und..als ich fragte wann wir uns wegen dem Kundendienst wieder sehen hat er erstaunt geschaut und gemeint:
    Die nächsten Jahre noch nicht
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.Juli.2021 um 22:53 Uhr
  11. JES

    JES Strebt nach Höherem

    Das ist so pauschal nicht richtig. Die meisten Dellen haben auf den klang wenig bis gar keinen Einfluß. Aber, nur zurückdengeln reicht meist auch nicht. Tonlöcher prüfen und ggf korrigieren, Gestängespiel prüfen und ggf korrigieren, etc..
     
    elgitano gefällt das.
  12. Dabird

    Dabird Ist fast schon zuhause hier

    Wenn ein Sax Dog ausbeult klingt es "underdog" - wenn ein Sax Doc ausbeult klingt es "topdog" :duck:
     
  13. JES

    JES Strebt nach Höherem

    Ok, er hat das festgestellt. Und dann? Ein guter SaxDoc sollte dir sagen können, ob, wie weit und mit welchem Aufwand er das korrigieren kann.

    Was hat dich an diesem dolnet gestört? Welches Modell?

    Ich wäre vorsichtig ein vintage zu suchen, nur weil es billig ist. Da kann man Glück haben, muss aber nicht. 1000€, sofern nicht flexibel, ist da nicht viel und schränkt ein. Blöd, wenn man deshalb das bessere stehen lassen muss und nur das zweitbeste nehmen kann. Eine ev Grundüberholungen wird schon bei 700€ und mehr liegen, da bleibt für das Instrument nicht viel übrig. Schön, wenn du keine GÜ brauchst, meine Erfahrungen mit vielen vintage ist da eher anders.
    Du wirst dann auch eher neben dem mainstream suchen müssen. Also weniger gesuchte Hersteller und Modelle, ev stencils oder second line. Ein conn ladyface oder king silversonic wird es dann eher nicht.
    Mal eine Idee wäre zu schauen, was z. B. @Wuffy so immer restauriert. Meistens sind das Teile, von denen ich wenig bis nie gehört habe, mit doch sehr guten Ergebnissen (ok, er steckt da auch viel Herzblut rein). Schau mal hier unter "mein Saxophon". Er liefert auch fast immer klangbeispiele für einen ersten Eindruck. Wenn jemand wie ich die kaum kennt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie andere auch nicht kennen und daher die teile noch nicht so gesucht sind.
    Anspielen bleibt aber!!!!
     
  14. visir

    visir Strebt nach Höherem

    Es wird immer mehr... wie ich vor ein paar Jahren angefangen hab, war die Rede von 400-500€, irgendwann behauptete wer 600, jetzt sinds schon 700 und mehr...

    (ich meine, dass es hier ja nicht um Instrumente aus dem 1920ern oder früher geht, wo man Teile nachbauen muss...)
     
  15. JES

    JES Strebt nach Höherem

    Rechne mal mit einem stundensatz von 60€, 10 Stunden, polstersatz plus Kleinteile ca 100€. Dann bist du bei 700€ und wenn du Pech hast kommt dann die Mehrwertsteuer.

    Ich habe bei meinen ersten Instrumenten vor 15 Jahren auch noch um 500€ bezahlt. Heute ist es extrem deutlich mehr. Da wurde nie etwas nachgebaut. Der Mehraufwand gegenüber modernen Instrumenten war, dass teilweise Distanzscheiben benötigt wurden übermäßiges Spiel in der Mechanik zu korrigieren.
     
  16. SaxFrange

    SaxFrange Ist fast schon zuhause hier

     
    giuseppe gefällt das.
  17. visir

    visir Strebt nach Höherem

    Nein, ich nehme die Aussagen, die ich so höre. Wie sich das zusammensetzt, spielt dabei nicht direkt eine Rolle.

    Es ist natürlich schwierig, sich die Aussagen hier im Forum herauszusuchen, aber Aussagen mit "500€" sind hier nicht 15 Jahre alt, sondern eher 5 Jahre, vielleicht auch jünger.

    Es ist extrem deutlich, dass es mehr ist? Und wieviel mehr? ;)
    SCNR

    Zugleich kann ich da jetzt ob meiner kurzen Sax-Zeit von 7 Jahren kaum Erfahrungswerte beisteuern. Hatte erst eine "GÜ" bei einem Sax vor ca. 6 Jahren, die aber untypisch war und nur 400€ kostete.
     
  18. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Wir sind nur zum checken hingefahren. Das war ein Tone King oder New King (ich denke mal Tone King wahrscheinlich) - das hatte schon knapp 2000 Euro kosten sollen. Ging quasi nur um die aktuelle Zustandsbewertung kaufen ja/nein.

    Es war ein Royal Yazz. Ich fand die Ansprache nicht optimal, der Sound hat mich nicht überzeugt (kann natürlich an vielen anderen Dingen gelegen haben, dass der mir nicht gefiel), hatte keinen 4. Palmkey (weiß nicht, ob es die auch mit 3en gibt), der S-Bogen hatte keinen "Micro-Tuner" bzw. den dementsprechenden so aussehenden S-Bogen - da wusste man dann auch nicht, ob der original war, manche Töne haben extrem schlecht angesprochen, es hat krass nach Keller gemufft und der Verkäufer war doof und wurde irgendwie auch immer doofer ....

    Also mein Budget sind momentan rund 1000 Euro. Überlegung ist - gibt es da was passendes oder nicht. Mein Fazit aus der am stärksten vertretenen Meinung hier im Forum ist, dass es in der Regel sinnvoller ist, ein gebrauchtes ordentliches Instrument wie z. B. Yamaha Umfeld oder auch Keilwerth Umfeld (mal grob gesagt) zu kaufen, als ein neues Instrument für das Geld. Kann ich auch logisch nachvolllziehen.
    Ich weiß, dass ich das nicht alleine beurteilen kann, deswegen muss es eben jemand sein, dem man vertraut (z. B. bekannte Leutz aus dem Forum) oder das Instrument geht zu meinem Sax-doc zum check und das wird vertraglich vorher festgehalten - oder jemand aus dem Forum, der sich auskennt guckt mit drüber. Daher sollte das Thema GÜ dann eigentlich keine Rolle spielen zunächst einmal.
    Neben dem Mainstream zu gucken stellt für mich kein Problem dar. Ich bin da offen (hab ja hier auch Leute zum fragen :)) und es sind doch einige Instrumente recht unterbewertet, die für MICH sicherlich lang ausreichend sind. Wenn ich dann mal doch eine virtuose Spielerin werde (hüstel hüstel) könnte ich mich ja immer noch nach was "besserem" umsehen. Aber das wird wahrscheinlich dann nicht der Grund dafür sein.....
    Ja - ich habe bei Wuffy auch schon einiges gesehen und über verschiedene andere Instrumente mal hier und da gelesen - ist auf jeden Fall interessant. Und ich bin auch recht fasziniert von dem "älteren" (generell), deswegen interessiert mich auch mal, ob das was für ich ist - das muss ich aber ausprobieren, sonst werde ich es nicht wissen. Insofern - anspielen - ja klar, geht ja ohne gar nicht :)
     
  19. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Saxoryx und Supersol gefällt das.
  20. SaxFrange

    SaxFrange Ist fast schon zuhause hier

    Zuletzt bearbeitet: 23.Juli.2021 um 00:41 Uhr
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden