Selmer Alto Sax Density Erfahrung

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von JTM, 27.Juli.2026.

  1. holgi1964

    holgi1964 Ist fast schon zuhause hier

    Ich hatte das Concept bei Erscheinen für 154€ gekauft. Das Delangle kostete anfangs 229€ soweit ich mich erinnern kann.
    Stimmt natürlich, die Differenz ist relativ groß.
    Man muss aber bedenken, dass zum einen die Fertigung des Delangle aufwändiger ist, Delangle auch Geld möchte und dann gab es ja diesen Eigentümerumbruch bei Selmer und die haben auch gemerkt, dass Saxophonisten Mundstücke für 400€ kaufen und wollen sich ne Scheibe abschneiden.
    Übrigens hatte das Concept am Anfang eine Öffnung von 1,48 mm und dann später auf die 1,52 mm geändert bei gleicher Bahnlänge.
    Zu dem Zeitpunkt hat Selmer neue Maschinen eingeführt um gleichmäßiger zu produzieren.
    Warum man nun 1,55 mm gewählt hat ist schwierig zu sagen. Ist nicht viel größer als beim Concept und rel. weit von den 1,63 mm des Delangle weg.
    Vandorens AL3 hat 1,52 mm, das AL4 1,63 mm bei kürzerer Bahn und das AL5 1,68 mm mit einer wieder längeren Bahn.
    Die Stufung ist für die Auswahl irgendwie sinnvoller und preislich günstiger.
    VG
     
  2. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Letztendlich, ungeachtet der Bahnöffnungsunterschiede und des Materials, kommt es letztendlich immer nur darauf an, wie man sich mit dem Mundstück fühlt!

    Ich fand das Delangle sehr wertig verarbeitet und dafür noch preisgünstig genug. Die Metallhüllse hatte was. Ansprache und Dynamiksteuerung waren top. Aber, irgendwas hatte mich am Sound gestört. Zu glatt? Zu kalt?
    Das Concept (mittlerweile auch verkauft) mit 1,52 mm klang wärmer, aber mit weniger Power.

    Mir kommt es auf ein paar Teuronen nicht an, bin beim Alt aber nicht bei 400 € oder noch teurer gelandet. Es ist gut wenn Selmer preislich da etwas fairer bleibt.

    Mich persönlich überzeugt das Soloist C** am meisten, obwohl erst im zweiten Anlauf.

    Hatte bis vor ein paar Monaten eins, das mir allerdings zu dunkel und zu brav klang. Hab mir dann etwas später eins nachbestellt, mit dem ich jetzt so klinge, wie ich mir das mit dem Soloist so vorstelle. Etwas heller und frecher (obertonreicher) als mit dem S 80 oder Concept, also durchaus nicht schlecht für Jazz geeignet.
    Und vor allem für mich als bekennender Wenigüber von der Tiefe bis zur Höhe gut beherrschbar.

    Über das Density kann ich mir kein Urteil leisten. Muss ich aber nicht ausprobieren, da ich nicht klassisch orientiert bin und ich auf dem Alt einen etwas spritzigeren und etwas obertonreicheren Klang (aber mit dem Soloist immer noch außerhalb der grellen und nervigen Popplärren) bevorzuge, der mit dem Density auch so nicht angestrebt ist. Ich verstehe das Density als ein etwas durchsetzungsfähigeres Concept.:cool:
     
  3. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    So eins habe ich aus den 60er Jahren,noch das alte,ein echt schönes Mundstück
     
  4. holgi1964

    holgi1964 Ist fast schon zuhause hier

    Mein Saxophonlehrer, reiner Klassiker, hatte jahrelang ein Soloist Short Shank.
    Er hat dann auf das Concept der ersten Generation gewechselt. Auf seinem Kupfer-Buffet
    klang der einfach genial. Mit beiden Mundstücken.
    Er meinte nur das Concept würde besser intonieren und ihm würde die kleinere Öffnung doch eher zusagen. Welche Öffnung das Soloist hatte weiß ich leider nicht.
     
  5. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ich gabe das Solist in C**. Aber das Solist ist nicht als Klassikmundstück konzipiert. Dazu ist es zu laut und zu hell.
    Letztendlich kann man aber mit jedem Mundstück Klassik spielen. Aber auch er wird wissen,warum er als Klassiker auf das klassisch ausgelegte Concept gewechselt hat.
     
  6. holgi1964

    holgi1964 Ist fast schon zuhause hier

    Das Soloist wurde von Marcel Mule entwickelt.
    Parallel gabs ja die Rascher Soundvorstellung.
    Wer weiß, was er sich da dachte.
     
  7. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Die Soloist gibt es in verschiedenen Öffnungen und Selmer beschreibt den stilistischen Einsatzzweck differenziert. Es wird schon auch in der Klassik eingesetzt, dann mit kleiner Öffnung und eher solistisch.
     
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