Thomann Altsaxophon

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Danielsax, 26.Mai.2017.

  1. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Bronze ist eher härter als Messing.
    Was allerdings die Hersteller jeweils als Bronze bezeichnen???
    Vielleicht so wertvoll, wie ein kleines Steak.
    LG quax
     
  2. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier


    Kann gar nicht so aus Erfahrung sprechen.
    Denn ich bin hier ziemlich spießig, da ich nur wenig Alkohol trinke.

    Das habe ich mir aber auch deshalb angewöhnt, weil ich doch häufig nachts wegen Proben oder Gigs unterwegs bin.
    Und wenn ich angehalten wurde, durfte ich fast immer pusten, denn welcher Polizist glaubt einem Musiker schon, dass er nichts getrunken hat.
    Und von Berufs wegen bin ich leider auf mein Auto angewiesen.

    Mal abgesehen davon stelle ich mir vor, ich würde nach jeder Probe oder jedem Gig ordentlich einen bechern und meine Frau (trank noch nie Alkohol) dürfte nachts neben mir meine Fahne (dauer-)einatmen und mein alkoholbedingtes Gesäge anhören. Mal ganz abgesehen von der Laune am Tag danach.
    So etwas muss ja auch nicht sein.

    Spießige Grüße ;-)
    Mike
     
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  3. Longtone

    Longtone Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich habe mir vor ein paar Wochen das Startone SAS-75 Alto bei Thomann gekauft, eigentlich als Back-up für mein Marken-Alto - ich spiele es jetzt immer öfter. Das gesamte Paket ist komplett spielfertig, das Mundstück tauscht man gegen ein besseres, das mitgelieferte geht aber auch für den Anfang. Ich hab es jetzt fast eingespielt, die untere Oktave klingt toll, die mittlere gut, die obere gut, man muß ein wenig arbeiten zu Beginn, ich spiele es allerdings mit einem 7er Otto Link Tone Edge. Der S-Bogen-Kork wurde von Thomann etwas nachgearbeitet, eine Schraube von mir selbst nachgezogen, die schwergängige Schraube für die S-Bogen-Befestigung habe ich nach Anweisung des Thomann-Services eingefettet - das war alles bisher. Für 249,- Euro ein tolles Angebot für Anfänger und auch für Fortgeschrittene, eigentlich kann man bei 3 Jahren Garantie nichts falschmachen. Insgesamt ist die Intonation ausgeglichen, die Ansprache sehr leicht, auch meine Bandkollegen sind erstaunt über den guten Klang.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3.Juni.2017
    vmaxmgn gefällt das.
  4. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Wer glaubt, dass man zum Endverwenderpreis von 249,-€ (inkl. MwSt) ein langfristig qualitativ hochwertiges Sax verkaufen kann, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten...

    Meine Meinung, jeder darf was auch immer haben...

    CzG

    Dreas
     
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  5. Longtone

    Longtone Kann einfach nicht wegbleiben

    Vermutlich ist die Dauerhaltbarkeit eines 249,- -Euro-Saxophones eingeschränkter als diejenige eines 5x oder 10x so teuren, ich werde weiter berichten. Allerdings habe ich auch nicht vor, das Teil mit ins Grab zu nehmen - wenn es die 3-jährige Garantiezeit anständig übersteht (und meine Zuhörer die damit gebotenen Darbietungen) wäre ich schon sehr zufrieden.
     
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  6. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Das dachte ich bislang auch.

    Ich befürchte allerdings, dass ich dieses Vorurteil begraben muss.

    Beim Saxcamp letzte Woche hatte @bluemike ein schwarzes China-Alto dabei, das schon seit einigen Jahren problemlos funktioniert.

    Es hat ca. € 200 gekostet.

    Lohnkosten bei Produkten aus China sind quasi vernachlässigbar. Und handwerklich haben die Chinesen offensichtlich dazugelernt.

    LG Bernd
     
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  7. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

    Selbst bei einer Lebenserwartung von nur 3 Jahren (Garantiezeit) sind das Kosten von etwas über 80 € pro Jahr. So günstig ist keine Mietlösung. Passt doch in unsere heutige Konsumgesellschaft. Und wenn ich den Beitrag von Bernd lese

    ,

    kann man inzwischen vielleicht doch " Zitronenfalter beim Zitronen falten" beobachten. Gelandet sind sie auf meinem Zitronenbäumchen schon.

    Nicht TzG oder C(hina)zG, sondern SzG,
    Woliko
     
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  8. Gaivota

    Gaivota Ist fast schon zuhause hier

    Hatte neulich wieder so ein billiges Thomann-Schätzchen auf der Werkbank. Der Reparaturpreis, den ich dem netten Herrn ansagen musste, lag bei einem Drittel des Neupreises des Instruments. Alter 4 ca. Monate. Hausfenweise Korken und Filze abgefallen, Federn lose, undicht, grausame mechanische Gängigkeit, S-Bogen wackelte wie ein Kuhschwanz etc..
    Wer seine Instrumente fachkompetent selber reparieren kann und das auch gerne immer wieder macht, kann sich so einen billig zusammengeschossenen Mist gerne kaufen. Dem Rest rate ich zumindest zur Mietlösung, bietet einfach mehr Instrument fürs Geld.
    Der Kunde hat es dankenswerter Weise wieder mitgenommen und schaut sich nach einem höherwertigen Gebrauchten um. Gute Entscheidung. ;)

    VG
    Jens
     
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  9. Longtone

    Longtone Kann einfach nicht wegbleiben


    Wenn das mit meinem asiatischen Auto passiert, d.h. ihm die Räder abfallen, die Ventile klappern oder die Gänge nicht so wollen wie ich will - dann beanspruche ich die x-Jahres-Garantie. Als ich noch "Premiummobile" fuhr waren die Fehler da als gerade die (vergleichsweise kurze) Garantie endete, genau wie bei meinem "Marken-Alto". Mit anschliessenden prohibitiven Reparaturkosten bei mehrfachem Kaufpreis.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4.Juni.2017
  10. Longtone

    Longtone Kann einfach nicht wegbleiben


    Wie man hört, sollen selbst Markenhersteller mehr oder weniger umfangreich Teile ihrer Kollektion in Taiwan oder China fertigen lassen - mit harten Qualitätsvorgaben, versteht sich :)
     
  11. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Marken wie Mauriat, Jupiter, Sequoia, etc., lassen kommplett in Taiwan ferigen.

    CzG

    Dreas
     
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  12. Gaivota

    Gaivota Ist fast schon zuhause hier

    ...aber auch nach wie vor mit einigen Qualitätsproblemen. Die wenigsten hier sehen ja das, was frisch aus dem Karton ausgepackt wird, sondern nur das was beim Fachhändler auf dem Ständer steht. Und da steckt desöfteren schon die eine oder andere Schrauberstunde drin, damit man das auch anbieten kann.

    Gegen das immerwährende und andauernde Problem der Pseudospitzschrauben kann man aber etwas tun, spätestens bei der ersten Generalüberholung. Bei einem Mauriat tauschen wir gerade die Pseudospitzschrauben durch richtige Varianten von Yamaha. Da kostet eine nur 4,50€ im VK und man braucht auch nur knapp 30 davon, und das Anpassen jeder einzelnen dauert auch, aber wer ein qualitatives Instrument haben will das läuft und sich gut anfühlt, muss halt auch bereit sein, etwas auf den Tisch zu legen.

    Soviel zum Thema Qualität aus China und Taiwan, bitte jetzt keine Grundsatzdiskussionen...

    VG
     
  13. Rick

    Rick Experte

    Bitte nicht die VR China und Taiwan qualitativ in einen Topf werfen, dazwischen liegen bei den Blasinstrumenten Welten - aber natürlich gibt es auch schlechte taiwanesische Hersteller, das ist unbestritten.

    Warum mutet sich dann der Laden den Aufwand zu und kauft solche Ware überhaupt an?

    Abgesehen davon kenne ich einige Werkstätten, wo behauptet wird, auch die Saxe eines französischen Premium-Herstellers müssten grundsätzlich nach der Anlieferung mindestens eine Stunde lang ordentlich eingestellt werden, es sei eine Schande, dass solche Schlampereien überhaupt ausgeliefert werden dürfen, usw. (Originalzitat, das habe ich mir NICHT ausgedacht!)

    Und diese scheinbar erschreckenden Prozentzahlen, die gerne bei Billigprodukten bemüht werden, verzerren nur den Eindruck, denn in realen Kosten kann das schnell ganz anders aussehen:
    Repariert man eine 300-Euro-Kanne für 100,-, ist das freilich ein Drittel, aber immer noch wesentlich weniger als die 500,- bei einem 3000-Euro-Horn, die dann allerdings "nur" mit einem Sechstel zu Buche schlagen. ;)

    Solche prozentualen Vergleiche erinnern mich an die Zeit um 2000, als Deutschland wirtschaftlich als "der kranke Mann Europas" bezeichnet wurde, weil man prozentual weniger Wirtschaftswachstum hatte als das zum Vorbild hochstilisierte Irland - in realen Zahlen war (und ist) die irische Wirtschaftsleistung hingegen nur ein Witz neben dem Exportweltmeister. :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 4.Juni.2017
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  14. Gaivota

    Gaivota Ist fast schon zuhause hier

    Lieber Rick,

    das stimmt und will ich auch gar nicht bestreiten.

    Irgendwas muss der Laden ja verkaufen oder? Immerhin kommen die meisten Marken aus Taiwan. Sonst bliebe ja im großen und ganzen nur Selmer, Yamaha, Buffet.
    Nachgefragt wird das ja auch, welcher Geschäftsmann würde kein Geschäft machen wollen?

    Komisches Beispiel. 500€ sind eine Generalüberholung, die muss man bei einem 3000€ Horn bestimmt nicht nach 4 Monaten reinstecken. Hier gehts um was anderes: das 3000€ Horn braucht nach 4 Monaten bestimmt noch gar keine Durchsicht, frühestens vlt. nach einem Jahr. Und die wird dann bestimmt auch nicht gleich 130€ kosten sondern weniger.

    Schlimmer ist eigentl. wie sich die Billigkannen schon neu anfühlen. Einfach unterste Kanone. Das können aber bestimmt 90% der Leser hier nicht wirklich nachfühlen/beurteilen, weil es an Erfahrung und Vergleichsmöglichkeiten fehlt.

    VG
     
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  15. Longtone

    Longtone Kann einfach nicht wegbleiben


    Eine Generalüberholung liegt hier bei uns bei 800,- bis 1000,- Euro. Würde solch eine bei meinem neuen 250,- -Euro - Horn fällig (vermutlich kaum während der Garantiezeit), würde ich das Teil als Wandschmuck verwenden - mir ein neues kaufen - und mir (und dem Dozenten) von dem ersparten Geld einen schönen saxworkshop in schöner Umgebung gönnen. Damit ich irgendwann so gut spielen kann, um mich eines Premiumsaxes würdig zu erweisen :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 4.Juni.2017
  16. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ich kann Dir garantieren, dass Du mit einem ordentlichen Horn und dem guten Dozenten eher und schneller Deine Ziele erreichen würdest.
     
  17. Gaivota

    Gaivota Ist fast schon zuhause hier

    Es gibt eben regionale Unterschiede. 500€ sind etwa die Untergrenze, aber bei manchen Saxophonen, insbes. von Yamaha, durchaus machbar. Es kommt eben auf den Aufwand an, den man damit hat.

    Naja da kann man anderer Meinung sein. Nur weil man nicht auf Profiniveau spielt, muss man sich nicht mit minderwertigen Instrumenten herumquälen. So masochistisch wäre ich nicht.

    VG
     
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  18. Longtone

    Longtone Kann einfach nicht wegbleiben

    Naja da kann man anderer Meinung sein. Nur weil man nicht auf Profiniveau spielt, muss man sich nicht mit minderwertigen Instrumenten herumquälen. So masochistisch wäre ich nicht.

    VG[/QUOTE]

    Erst wenn mein neues Startone-Schätzchen für 249,- Euro (noch ist es ein Schätzchen :)) zu zicken beginnt, überdenke ich meine Strategie. Ob das auch schon nach 1 1/2 Jahren sein wird - so wie bei meinem Marken-Alto - wird man sehen.
     
  19. Longtone

    Longtone Kann einfach nicht wegbleiben

    [/QUOTE]

    Erst wenn mein neues Startone-Schätzchen für 249,- Euro (noch ist es ein Schätzchen :)) zu zicken beginnt wie mein neues Marken-Alto nach 1 1/2 Jahren überdenke ich meine Strategie. Quälen muß ich mich schon jetzt nicht damit - im Gegenteil.
     
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  20. Rick

    Rick Experte

    Ja, mein Thomann-Alto, das ich von 2006 bis 2008 gespielt habe, hat auch in der Zeit tadellos funktioniert, es war nie irgendeine Reparatur nötig, obwohl ich es damals als mein Haupt-Alto verwendete und dementsprechend häufig einsetzte.

    Ich hätte es auch noch weiter gespielt, aber dann wurde ich ja "Werbebotschafter" und habe mir natürlich eines "meiner" Marke angeschafft - das wurde dann ebenfalls jahrelang intensiv benutzt, bis ich mir 2015 ein neues leistete, ebenfalls nicht aus Not, sondern weil ich mich auf der Frankfurter Messe spontan in ein XP-1 verliebte (beide Taiwan).

    Bei keinem dieser "Fernost-Saxe" hatte ich irgendein mechanisches Problem, es ging immer höchstens um die Polster, ansonsten laufen sie absolut störungsfrei.

    Nur das Thomann-Alto hielt dem "Belastungstest" durch den 13-jährigen Schüler, dem ich es nach 2 Jahren Gebrauch für 100,- Euro verkauft hatte, nicht stand. Er nahm es beispielsweise auf dem Fahrrad mit, jedenfalls verbog sich wohl etwas an der Applikatur, wurde undicht, der Sax-Doc hielt es für einen aussichtslosen Fall und der Schüler wollte schließlich sowieso lieber Keyboard (bei mir) lernen.
    Wäre interessant gewesen, wie lange ich es wohl noch hätte benutzen können - die Zeit bei mir hatte es ja ohne Probleme überstanden. :rolleyes:

    Zusammen mit dem (etwas teureren) Alto hatte ich mir 2006 bei Thomann auch noch ein Tenor sowie ein Soprano bestellt, jeweils das billigste Modell, doch die beiden waren katastrophal, nach meiner Einschätzung unbrauchbar.

    Mein Fazit, mittlerweile durch andere mir bekannte Fälle bestätigt:
    Chinesische OEM-Saxe MÜSSEN nicht schlecht sein - so lange man nicht die billigsten Ausführungen, sondern etwas relativ höherwertiges nimmt. Allzu große Erwartungen an die Stabilität sollte man meiner Ansicht nach bei Neupreisen deutlich unter 1000,- nicht haben und es schadet nicht, wenn man kleinere Einstellungen (Stellschrauben usw.) selbst durchführen kann. "Sax-Doc's Liebling" sind die Kannen auf keinen Fall. ;)


    Schöne Grüße,
    Rick
     
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