Tonumfang Saxophon und Klarinette

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von altoSaxo, 11.September.2023.

  1. gefiko

    gefiko Strebt nach Höherem

    @gaga hat schon geantwortet. Mein Senf dazu…
    Der Tonumfang der Klarinette endet nicht mit dem letzten nicht überblasenen Ton - c’‘‘. Schon im 2. Klarinettenkonzert von Carl Maria von Weber (1811) spielt man b‘‘‘
     
  2. giuseppe

    giuseppe Strebt nach Höherem

    Ich denke über die Jahre immer mehr, dass die Griffkonfusion beim Sax im Vergleich zur Klari zu einem guten Stück mit der Tradition der Überlieferung zu tun hat.

    Denn auch auf der Klari ist es ja gar nicht so, dass alle Griffe aus der Tabelle gleich gut auf allen Instrumenten und bei allen Spielern stimmen. Spätestens ab dem G wird durchaus variiert. Es stehen dann meist 3-4 Möglichkeiten in der Tabelle, von denen mit Glück einer richtig gut stimmt. F lang und kurz, G mit diversen Kombinationen von mittleren Fingern, a, h und c mit unterschiedlicher Menge an Seitenkapellen, etc. (Ist jetzt Böhm, aber bei deutsch ist es ähnlich).

    Beim Saxophon ist es ähnlich, da habe ich auch relativ standardmäßige und verbreitete Griffe bis zum C4, die bei mir von Bari bis Alt gehen und halt mal einen Finger mehr oder weniger brauchen um besser zu stimmen.

    Die einzigen Unterschiede bis C4 in Sachen Schwierigkeit sind für mich, dass zum Einen die Klarinette nach oben hin schwieriger wird, vor allem ab dem a als nochmal überblasenem e, während beim Sax gleich das Fis (alt.) und G am schwierigsten sind und gis bis c eigentlich relativ einfach. Und zum Anderen, dass der Klarinettenlehrer auf die Frage, wie das hohe gis geht, dir einen Griff zeigt, während der Saxophonlehrer sagt, dass könne man so nicht sagen und etwas von Terrace Dynamics und Obertönen murmelt (nichts gegen diese Übungen, aber die Hürde wird extrem hoch gehängt).
     
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  3. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest

    Meinst du nicht b'''' ? Sonst wäre das doch einen Halbton unter c''' ? Oder hänge ich gerade durch?
     
  4. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Habe ich auch nicht gesagt. Nur, dann endet der tonumfang des Saxophons eben auch nicht bei hoch-fis. Ist halt die Frage, nimmst du nur die einfachen Töne oder eben auch die überblasenen dazu.
     
  5. gefiko

    gefiko Strebt nach Höherem

    b‘‘‘ in „Konzert in Es-Dur“ . Für Dich als Böhm-Spieler - gegriffen wie f‘‘‘ ( links Mittel-, Ring- und Kleinfinger, rechts die Es-Klappe dazu
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.September.2023
  6. gefiko

    gefiko Strebt nach Höherem

    Bei der Querflöte nimmt man die überblasenen Töne dazu, ohne sich Gedanken darüber zu machen. Man nennt sie einfach 3. Oktave- Register.
    Beim Saxophon und Klari sind die meisten Töne im überblasenen Register nicht zwingend notwendig, z. Bsp im Blasorchester. Beim Saxophon eigentlich gar nicht. Daher die ganze Diskussion hier…..
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.September.2023
  7. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest

    Ich weiß jetzt, welchen Ton du meinst, verstehe aber immer noch nicht, warum er als b''' bezeichnet wird. Ist aber egal, bin heute wohl einfach etwas langsam im Kopf.
     
  8. gefiko

    gefiko Strebt nach Höherem

    Ich musste damals, vor vielen Jahren, die klassische Bezeichnung der Töne lernen. b‘‘‘ bedeutet für mich immer der Ton „B“ (Bb) in der dritten Oktave geschrieben. Also auf dem fünften Hilfsstrich über der Notenzeile bei Sopranschlüssel. Egal wie der tiefste Ton auf dem jeweiligen Instrument heißt.
    Auf der Klari ist das ein klingendes as‘‘‘, auf der Gitarre ein klingendes b‘‘
    Bei der heutzutage im Forum gängigen Bezeichnung wäre das Bb4, wohlgemerkt bei Sax und Klarinette, bei der Flöte aber Bb3 ..... oder liege ich falsch?
     
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  9. giuseppe

    giuseppe Strebt nach Höherem

    Ich denke @Paul2002 ist vielleicht nicht geläufig, dass in der vierten Oktave bei der Böhm e/f und a/bb gleich gegriffen und nur einmal weiter überblasen werden können.
     
  10. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Was immer wo auch stehen mag:

    Tonumfang:

    Querflöte: c1(b0) bis f4
    Sopransaxophon: bb0 bis c4
    Altsaxophon: bb0 bis f5
    Tenorsaxophon: bb0 bis g5
    Sopranklarinette: eb0 (e0) bis c4
    Bassklarinette: c0 (eb0) bis e4

    Davon ist natürlich nicht Alles wirklich gut spielbar. Das Altsaxophon spiele ich meist nur bis d4, das Tenor gelegentlich bis g4, beim Sopransaxophon ist meist bei a3 Schluss.

    Die Flöte musste ich tatsächlich mal bis e4 spielen, nämlich bei der Originalversion von Tito Puentes " Oye Como va".

    Gruß ,
    Otfried

    PS: die Notation ist etwas eigen, angegeben sind die Anzahl der Striche der deutschen Notation.
     
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  11. giuseppe

    giuseppe Strebt nach Höherem

    g5 auf dem Tenor heißt 5 Oktaven minus kleine Terz? Ist das nicht etwas arg sportlich?
    Oder meinst du g4? Auch das ist jenseits meiner Reichweite aber eher im professionellen “normalen” Altissimo-Bereich.
     
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  12. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    @giuseppe
    Ich habe mal ein transkribiertes Solo für Tenorsaxophon gesehen, das ging tatsächlich bis g5 und zwar so virtuos, wie ich nicht mal im Normalbereich spielen kann .

    Ich kann so hoch spielen, aber wie schon gesagt, es nicht in den Bereichen musikalisch sinnvoll verwenden.

    Gruß,
    Otfried
     
  13. Sohn der Alpen

    Sohn der Alpen Ist fast schon zuhause hier

    f''''' und g''''' glaube ich so lange nicht, bis ich eine Aufnahme höre. Ich weiß noch, was es für ein Krampf war, dieses Stücke ab Minute 04:38 zu spielen. Das war, wenn ich mich recht entsinne ein fis''''. Wenn ich mir jetzt überlege, da noch fast eine Oktave drauf zu legen... glaube ich schlicht nicht.
     
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  14. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Ich weiß nicht, wie hoch David Murray auf dieser Aufnahme spielt, aber das klingt schon sehr hoch. (Bei ca 2:35)
     
  15. Sohn der Alpen

    Sohn der Alpen Ist fast schon zuhause hier

    Was genau spielt er denn da?
     
  16. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Daher habe ich die nie gebraucht.... gefallen mir klanglich auch nicht wirklich, verstehe aber, dass andere ev andere Preferenzen haben.
     
  17. gefiko

    gefiko Strebt nach Höherem

    Das ist in Ordnung. Aber die hohen Töne sind da und gehören zum Tonumfang des jeweiligen Instruments.
     
  18. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Dieser Thread regt mich an, mich doch mal wieder um das Klavierspiel zu kümmern. Da ist es völlig Mumpe ob ich hoch oder tief spiele.:cool:
     
  19. rbur

    rbur Administrator

    Ok, ich hatte heute die Möglichkeit, direkt die Quelle anzuzapfen.

    Christine Rall hat mir gerade erzählt: Der Tonumfang hängt vom Instrument ab, das liegt einfach daran, dass man die Töne irgendwann nicht mehr hört oder sich im Kopf vorstellen kann
    Kenneth Coon (mein verstorbener Saxophonlehrer) konnte auf dem Bari 5 Oktaven.
    Elliot Riley auf dem Alt kann 4
    bei Christine auf dem Sopran ist beim Dis Schluss (sechste Hilfslinie)

    Hier noch die Sopranstimme des 7. Satzes "Scintillante" aus "Camera Obscura" (2001) von Karl Aage Rasmussen, das ich gestern in Ettenheim live erleben durften.

    IMG_9517.JPG IMG_9516.JPG

    Die Anmerkungen sind teilweise noch von Carina Raschèr
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 16.September.2023
  20. Sohn der Alpen

    Sohn der Alpen Ist fast schon zuhause hier

    Das ergibt für mich total Sinn, weswegen ich meine vorherige Aussage revidieren muss.
    Ein Bariton-Blatt so schnell schwingen zu lassen, wie ein Sopran-Blatt ist sicher möglich. Das Sopran-Blatt in gleichem Maße schneller schwingen zu lassen ist physisch wohl nicht möglich. Ab einer gewissen Frequenz wird Schluss sein. In der Höhe ist diese Grenze auf dem Sopran früher erreicht als auf dem Bariton.
    Oder anders: Je tiefer das Instrument umso höher, relativ gesehen, kann darauf gespielt werden.
     
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