TrueTone Alto - Mundstück gesucht

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von BuescherTT, 2.Januar.2020.

  1. BuescherTT

    BuescherTT Schaut nur mal vorbei

    Hallo liebe Saxophongemeinde,

    ein wunderschönes gesundes neues Jahr wünsche ich allen hier!

    Bisher habe ich lange Zeit nur fleißig mitgelesen im Forum, nun aber doch eine Frage, zu der ich eure Hilfe brauche und mich angemeldet.
    Vielen Dank schonmal im Voraus und Entschuldigung für den langen Text, aber ich hoffe durch die längere Beschreibung das Problem besser darzustellen.


    Ich habe ein Buescher TrueTone Alto (Modellversion II ) von 1923, welches von mir mit neuen MusicMedic-Polstern für die originalen Snap-Ins versehen wurde (bis auf eine Klappe, bei der der Snap nicht mehr vorhanden war, nur das Gegenstück in der Klappe - sollte die Snaps noch jemand in der Teilekiste haben, bitte anbieten. Die betroffene Klappe ist jetzt halt mitm normalen Reso und Schellack eingesetzt wie bei allen anderen Saxen),
    Tonlochkamine geprüft, Klappenaufgänge, Filze, Korken, Federn ...
    Meine anderen Saxe warte ich auch selbst und habe noch bei keinem Probleme gehabt, die sich nicht mit etwas Geduld lösen ließen.

    Leider hat es irgendein Vorbesitzer etwas dilletantisch entlackt, aber für mich ist nur der Ton wichtig.

    Beim Ausleuchten kann ich keinerlei Lichtstrahlen mehr erkennen und auch mit dem Papiertest decken alle Polster scheinbar sauber. Die Kopplungen passen soweit ganz gut (zumindest bis die Korken sich nochmal gesetzt haben), die Klappenaufgänge habe ich auch halbwegs hin bekommen denke ich, da die Intonation recht problemlos ist für ein altes Sax mit beiden meiner Alt-Mundstücke, die völlig gegensätzlich konstruiert sind.
    Ein kleines Problemchen könnte noch der S-Bogen sein, der sitzt für meinen Geschmack doch relativ locker, da muss ich noch zu einem Instrumentenbauer mangels Werkzeug wenn ich mal irgendwo in die Nähe von einem komme. Bei den Federspannungen bin ich noch am Probieren, ob ich sie noch einen Tick lockerer einstellen kann ohne Probleme zu bekommen.

    Nun mein großes Problem, die allseits bekannte, geliebte oder gehasste Mundstückfrage ;-) :

    Mit dem original Buescher-Mundstück - welches leider keine näheren Bezeichnungen außer Buescher trägt - spielt es das unterste Register sauber durch, was vor der Überholung nicht annähernd der Fall war.
    Der Klang mit dem Mundstück ist genau der Grund, warum ich das TrueTone mitsamt dem Mundstück gekauft habe - schön dunkel und singend als Gegenteil zu meinem anderen Alto welches eher im Rock-Bereich zu Hause ist. Einfach schön rund und relativ klassich.
    An den etwas merkwürdigen Tisch mit rundem GIS-Drücker habe ich mich in der Zwischenzeit schon halbwegs gewöhnt, auch wenn ich lieber einen Tisch wie bei Hohner oder ganz und gar einen Selmer-artigen hätte. Da hat sich dann doch so einiges getan bei den morderneren Hörnern. Hoch Fis hat es nicht, vermisse ich aber auch nicht und wenn ichs doch jemals benötigen sollte ist es ja nicht mein einziges Sax.

    Auffällig ist, dass Fis und D ziemlich viel Luft brauchen, sogar wesentlich mehr als mein Tenor mit diversen Mundstück und Blattkombinationen. Das lässt sich aber trotzdem alles noch ganz gut spielen.
    Altissimo ist dann aber ein absoluter K(r)ampf. Ich fühle mich, als würde ich gerade wieder neu anfangen Sax zu spielen. Es ist super anstrengend als würde ich gegen eine Wand pusten, entsprechend "rausgepresst" klingt es dann auch, auch hier ist wieder das D am schwersten zu spielen, Fis macht aber keinen Unterschied zu den anderen Tönen. Probiert habe ich diverse Vandoren-Blätter (V16, Jazz und Blau)von Stärke 1,5 bis 3,5 alle mit relativ ähnlichem Verhalten mal abgesehen vom sich leicht ändernden Grundsound.

    Ist das typisch für die sehr große Kammer? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass damals Saxe mit Mundstücken zusammen verkauft wurden, die nur in ihrem halben Tonbereich spielbar waren.
    Braucht das Mundstück evtl. ein Refacing und wenn ja, wen würdet ihr dafür empfehlen? Bisher habe ich meine Mundstücke immer so wie gekauft gespielt ohne sie überarbeiten zu lassen.

    Stecke ich als extremes Gegenbeispiel mangels weiterer Alt-Mundstücke mein Theo Wanne Mindi Abair drauf - welches an meinem anderen Alto (Hohner President) ein Traum für Rock n Roll und Pop ist - springt mich der Altissimobereich regelrecht an und ist schon mit dem leisesten Lufthauch spielbar.
    Es lassen sich alle hohen Töne super leicht raus holen, aber ich muss höllisch aufpassen, dass ich beim hohen D nicht gleich noch eine Oktave höher springe, es ist eigentlich nur ohne Oktavtaste vernünftig spielbar. Alle anderen Töne verhalten sich normal. Komischerweise springt das tiefe D nicht so einfach hoch (außer natürlich ich lege es durch Zungen und Rachenbewegungen darauf an) und es kommen alle tiefen Töne relativ leicht raus. Irgendwo habe ich also wohl doch noch ein Problem mit der Einstellung vom Sax. Völlig undicht kann es eigentlich nicht sein, sonst würde unten rum ja nix gehen.
    Ich könnte mich daran halbwegs gewöhnen, fürs D nicht die Oktavtaste zu nutzen, aber das Mindi Abair ist definitiv nicht für ein TrueTone gemacht - es klingt einfach viel zu zentriert / zu scharf und passt klanglich um Welten besser zum Hohner und schließlich wollte ich ja mit dem Zweit-Alto ja auch einen anderen Sound haben, sonst bräuchte ich es ja nicht.

    Die Forumssuche ergibt ja an und für sich, dass viele ein Rascher-Mundstück nutzen. Da das soweit ich erkennen kann und ergoogelt habe wohl sehr änlich zum Original ist, befürchte ich ähnliche Probleme im Altissimo.
    Andere nutzen wohl ein Otto Link - leider ohne nähere Angaben zum Typ.

    Ich weiß, es ist eine schwere und subjektive Frage, aber mit welchen Mundstücken könnte es mir gelingen, alle Register halbwegs gleichmäßig spielbar zu bekommen und einen Sound der zumindest grob in Richtung des Original-Mundstücks geht?
    Leider kann ich momentan zumindest nur auf Online-Shopping zurück greifen zum Ausprobieren, sonst würde ich einfach im Laden alles durchspielen.


    Herzlichst,

    Martin​
     
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  2. matThiaS

    matThiaS Administrator

  3. LeCorbeau

    LeCorbeau Nicht zu schüchtern zum Reden

    An deiner Stelle würde ich das Saxophon erst in perfekten Spielzustand bringen, bevor ich mich mit der Mundstückfrage befassen würde. Undichtigkeiten am S-Bogen verursachen die von Dir geschilderten Probleme. (Was als schneller Test hilft - Etwas Teflonband um den S-Bogen Hals befestigen und damit versuchen zu spielen. Sollte bei Undichtigkeiten am ‘Kopf-Ende’ des Saxophones nen Unterschied machen.)

    Hast Du vielleicht wen in deiner Nähe der die Probleme mit einem anderen Mundstück reproduzieren kann?

    Ebenso könnte ungenügende Federspannung auch zu Undichtigkeiten führen, insbesondere bei Vintage Instrumenten. (Nur erwähnt, da Du wohl noch das Sax justieren willst.)
     
    JES gefällt das.
  4. Frau Buescher

    Frau Buescher Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Herr Buescher TT, ich habe ein Rascher Mundstück auf meinem Buescher gespielt und das passte perfekt.
     
  5. BuescherTT

    BuescherTT Schaut nur mal vorbei

    Lieben Dank für die Antworten, das hat mir echt geholfen :) Manchmal ist man halt doch etwas blind wenn man schon ewig dran gebaut hat.

    Das Teflonband macht tatsächlich einen großen Unterschied, was das Problem mit dem D angeht, da habe ich also wirklich zu viel Spiel. Ich hätte nicht gedacht, dass es so einen großen Unterschied ausmacht. Die Federspannung habe ich nochmal leicht geändert, das Sax war an und für sich dicht, beim Anblasen hat aber eine Klappe minimal zu wenig Federdruck gehabt und ist so wohl etwas aufgegangen, was man so beim Ausleuchten nicht sehen konnte, das passt jetzt wesentlich besser. Jetzt kann ich es behelfsmäßig nutzen bis ich die Gelegenheit habe beim Instrumentenbauer vorbei zu schauen. Altissimo kommt ein wenig leichter, jedoch immernoch schwer mit dem Buescher, mit dem Theo Wanne klappt jetzt alles gut aber wie gesagt, der Sound ist mir viel zu hell.

    Na das klingt ja gut mit dem Rascher, dann werde ich bei nächster Gelegenheit doch mal eins ausprobieren :)

    Was ich vorhin noch vergessen habe: aufm Hohner bekomm ich Altissimo mit dem Buescher-Mundstück auch nur schwer raus


    Martin
     
  6. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    Ich spiele hauptsächlich ein Link four auf meinem TT und habe keine Probleme. Meines ist nicht überholt sondern nur mal durchgesehen und justiert.
    Alternativ klingen Goldbeck und alte Selmer Classic Metal ganz gut, mein Steamer hat zu viel Druck, intoniert aber auch sauber.
    M. E. liegen deine Probleme eher am Saxophon als am Mundstück, wie hier schon beschrieben.
     
  7. matThiaS

    matThiaS Administrator

    Mundstücke mit kleiner Kammer erleichtern die Ansprache im Altissimo. Aber wie es geht zeigt Raschėr am Ende des Videos

     
  8. BuescherTT

    BuescherTT Schaut nur mal vorbei

    Danke für die weiteren Vorschläge!

    Das Mindi Abair hat ja eine sehr kleine Kammer und ist so ziemlich genau das Gegenteil vom Buescher-Mundstück. Wie gesagt, es spielt mit dem Mindi Abair jetzt mit dem Band und geänderter Federspannung über alle Register prima und leicht,
    nur passt mir halt klanglich einfach nicht dazu. Die Übergangslösung mit dem Band wird natürlich schnellstmöglich behoben durch eine ordentliche Reparatur beim Profi. Vielleicht wirds dann ja auch mit dem Original noch etwas besser.

    Das Video ist echt interessant! Das kannte ich noch nicht. Davon wie leicht und schnell er auf dem Sax ohne Tasten die Melodien aus Obertönen spielt kann ich nur träumen, ist für mich ziemlich beeindruckend.
    Da muss ich noch verdammt viel üben ... die Obertöne bekomm ich zwar hin aber irgendwelche 8tel oder 16tel Noten könnte ich damit nicht wirklich spielen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3.Januar.2020
  9. BuescherTT

    BuescherTT Schaut nur mal vorbei

    Hallo,

    der Vollständigkeit halber möchte ich noch Rückmeldung geben (auch für alle, die evtl. später mal so ein Problem haben sollten):

    Mit dem Ron Caravan - Mundstück mit großer Kammer von Matthias spielt sich das TrueTone wunderbar.
    Es hat den von mir gesuchten weichen klassischen Sound, kann aber auch mal (natürlich in den Grenzen des Designs mit großer Kammer und nicht allzu großer Öffnung) rockig werden wenn es wirklich sein muss
    und mein anderes Sax gerade nicht in der Nähe ist.

    Interessant ist, dass ich es jetzt auch superleise bis in die tiefsten Töne spielen kann - mit dem Buescher bin ich nicht bzw. nur sehr schwer unter piano gekommen und Subtones kamen auch nicht wirklich raus.
    Der Dynamikbereich ist also (für mich) wesentlich größer als beim Buescher, auch wenn es oben raus nicht ganz die Kettensägenlautstärke vom TheoWanne erreicht (die ich zumindest ohnehin nicht brauche und nie genutzt habe).

    Altissimo ist konstruktionsbedingt durch die große Kammer schon noch etwas schwieriger als mit dem MindiAbair, aber es kommen alle Töne ganz gut raus.
    Die Intonation passt vom ersten Eindruck her recht gut, es klingt nicht so schlimm scharf wie das MindiAbair und es wird sicherlich noch besser wenn ich mich eine Weile länger daran gewöhnt habe eine große Kammer zu spielen.

    Im Gegensatz zum Originalmundstück haben bisher alle probierten Blätter funktioniert, das Original war extremst wählerisch.

    Das Ganze übrigens klappt übrigens sogar ohne der oben erwähnten provisorischen Teflonbandreparatur wunderbar, mit dem Band ist es nur noch einen kleinen Ticken besser.
    Beim Bueschermundstück war dagegen ein sehr großer Unterschied. Die Reparatur lässt aber trotzdem auch nicht mehr lange auf sich warten.

    Vieleicht sollte ich doch noch über ein Reface nachdenken um das Buescher zumindest der Geschichte vom TrueTone zu entsprechen und es besser spielbar zu machen. Bleiben werde ich aber eindeutig beim Caravan.

    Herzlichen Dank nochmal an Alle hier!
    Viele Grüße,
    Martin
     
  10. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    Hi Martin,
    Ich würde in jedem Fall das Instrument mal professionell durchsehen lassen. Nichts gegen deine handwerklichen Fähigkeiten, aber ein Profi sieht doch mehr, speziell wenn er sich mit alten Schätzen auskennt. Es sind meistens Kleinigkeiten, die in der Summe dann doch Probleme machen.
    Buescher wird, wie alle Hersteller bis heute, eher ein neutrales Universalmundstueck beigelegt haben. Ob das dann für dich optimal ist kann sein, muss nicht.
     
  11. BuescherTT

    BuescherTT Schaut nur mal vorbei

    Hallo JES,

    auch nochmal danke für deinen gut gemeinten Rat (ich würde wahrscheinlich auch den selben Rat geben in dem Fall),
    hatte aber ohnehin schon einen Termin beim Doc ausgemacht wegen dem Hals :)

    Ich komme also gerade eben vom Instrumentenbauer zurück mit folgenden Ergebnissen:

    Allein das Fachsimpeln mit ihm war es schon wert hin zu fahren.
    Jedenfalls hat er hat mir die Halsaufnahme mit einem Spezialwerkzeug gerichtet und bei der Gelegenheit auf meinen Wunsch hin meine Überholung nochmal sehr gewissenhaft durchgesehen. Auch hat er für mich nochmal die Tonlöcher überprüft, ob wirklich alle richtig plan sind für den Fall, dass ich etwas schief geschaut habe beim Ausbeulen einer kleinen Delle und prüfen aller Löcher, war aber auch alles super.

    Er hat lediglich eine einzige Feder noch einen winzigen Ticken leichtgängiger eingestellt, damit der Tisch mit etwas weniger Fingerkraft und damit schneller zu nutzen ist und war sonst sehr zufrieden mit meiner Arbeit.
    Ansonsten hat er mir den originalen runden GIS-Knopf noch durch eine etwas normalere GIS-Taste eines neueren TrueTones ersetzt, die er zufällig noch von einem hoffnunglos zerstörten TrueTone liegen hatte (jederzeit auf Original rückbaubar).
    Gis lässt sich dadurch deutlich flüssiger spielen - insbesondere beim Wechsel auf die anderen Tasten vom Tisch.

    Leider hatte er auch keine originalen Snaps mehr da um den noch fehlenden zu ersetzen, somit habe ich immernoch ein Polster mit normalem Reso :-( Er selbst würde die Snap Ins komplett durch normale Polster ersetzen, damit härtere Filze in den Polstern sein können. Da hatte ich mich wegen der Erhaltung der Geschichte des Instruments aber vor meiner Reparatur dagegen entschieden.

    Im Ergebnis der Reparatur der Halsaufnahme spricht das TrueTone jetzt genau so gut an wie mit der provisorischen Reparatur, also sehr gut.
    Das Mundstück hat er untersucht und würde es an meiner Stelle zu einem Refacer geben, die Bahn ist wohl links und rechts leicht unterschiedlich. Er selbst macht sowas aber nicht.


    Zu den handwerklichen Fähigkeiten meinerseits ;-) :

    Bei selbst gemachten Reparaturen geht es mir meist nicht um den finanziellen Aspekt sondern um den Spaß an der Sache, das kann auch gerne mal teurer werden als ein Profi wenn ich erst Werkzeug kaufen muss oder so. Das dann aber nur, wenn das Werkzeug potentiell öfter genutzt wird damit sichs lohnt.
    Mir ist natürlich klar, dass ein Profi mehr sieht /sehen sollte und die Erfahrung hat - schließlich hat er das ja auch mal gelernt und viele viele Male durchgeführt, wozu unsereiner gar keine Möglichkeit hat.
    Für das Wissen und die Erfahrung zahle ich natürlich auch jederzeit gerne wenn ich etwas nicht selbst kann ... darum war ich ja jetzt auch beim Profi.
    Trotzdem bin ich jemand, der als Hobby und Ausgleich zum Bürojob gerne bastelt bzw. Dinge selbst in die Hand nimmt - bspw. uralte mechanische Nähmaschinen wieder zum Laufen bringt, andere feinmechanische und mechanische Sachen repariert, tüftelt usw - so lange das finanzielle Risiko eines Totalverlusts dabei überschaubar bleibt.
    Ich hab schon als kleines Kind von meinem Vater gelernt, egal was kaputt ist immer erst eine Reparatur zu probieren - frei nach dem Motto "Wegschmeißen geht immer noch wenns schief geht.Wenns denn klappt ist es vorm Müll gerettet."
    Dazu sollte ich immer erst das zu reparierende Objekt lange analysieren, falls möglich viel dazu nachlesen und Profis über die Schulter schauen, dann in aller Ruhe zerlegen, das Zerlegen penibel dokumentieren,
    die Reparatur angehen und dann wieder zusammensetzen.
    Anfangs als Kind logischerweise mit stark wechselndem Erfolg ;-) aber irgendwann über die Jahre hat man ein Gespür für Feinmechanik und Mechanik, ist am Ende alles Erfahrungssache und keine Hexerei.
    Nur mit Elektrotechnik stehe ich wiederum auf Kriegsfuß und lass da nur den Profi ran. Ich brauch Mechanik in der Hand :D
    Jedenfalls habe ich auf die Weise schon vor Jahren viel über das Saxophon gelernt und meine Instrumente in Schuss halten können trotz dass ich keinen Instrumentenbauer im näheren Umkreis hatte.​

    Viele Grüße
     
    Zuletzt bearbeitet: 8.Januar.2020
    elgitano und LeCorbeau gefällt das.
  12. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    Meines aus 1923 hat auch keine snap-ons (mehr). als ich es bekam waren keine drin. Entweder nie welche verbaut oder der Vorbesitzer hat sie rausgeworfen. Klingt auch so prima.
    M.W. hat music medic in den USA noch einzelne snap-ons, wenn es dir so wichtig ist dann schau mal dort.
    Wofür ich leider keine Quelle habe sind die Norton-springs der späteren Modelle. Wenn Du da was finden würdest... habe noch ein Big B und ein TH&C hier liegen. Die müssen noch zum Profi zwecks Wartung/GÜ
     
  13. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    Sorry, war Steve Goodson
     
  14. BuescherTT

    BuescherTT Schaut nur mal vorbei

    Danke, da kann ich ja mal bei ihm anfragen. Bei MusicMedic hatte ich die Polster geholt, Snaps gabs da leider keine. Klar der Klang ist auch ohne super.
    Wegen den Norton Springs frag mal bei Mike Duchstein (Saxophon-Service.de). Er hat welche im Onlineshop.
    Bin ja ein wenig neidisch :-D ... Ein TH&C ist schon allein optisch genial.
     
  15. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    Mag sein, klanglich finde ich dasTT gut, dicht gefolgt vom big B, und dann das TH&C. Alles Alto und nicht revidiert. TT ist mal nachjustieren, THC. kam gut justiert bei mir an, das big B muss justiert werden. Das funzt noch nicht so wie ich möchte.
    Auf allen Spiele ich ein bearbeitetes link 4 mit 2.5er Rico Rot.
     
  16. BuescherTT

    BuescherTT Schaut nur mal vorbei

    Schön zu hören, dass das Truetone im direkten Vergleich mithalten kann :)

    Optisch ist ein TH&C halt richtig fein, aber beim Alt mein TT eintauschen werde ich vermutlich trotzdem nie ... den Klang finde ich einfach zu toll und es ist mir durch die Arbeit daran auch zu sehr ans Herz gewachsen,
    da ist mir selbst die bescheidene Optik der gestümperten Entlackung des Vorbesitzers (viele ganz feine Kratzerchen) egal. Am Ende gehts ja ums Spielen.
    Evtl. lege ich mir irgendwann beim Tenor mal eins zu falls mein jetziges (Schülermodell)Tenor endgültig den Geist aufgibt - es klingt sehr gut und spielt schön, hat aber leider viel zu weiche Mechaniken, die sehr oft nachgestellt werden müssen.

    Die Feinjustage hat mich übrigens auch sehr viel Zeit und Nerven gekostet... eigentlich mit Abstand das Meiste beim Überholen, der Rest ging vergleichsweise schnell.
    Änderst du hier mal minimalst eine Federspannung oder nen Kork, ändert es sich je nach Klappenkopplung wo ganz anders wieder,
    so dass evtl. eine andere Klappe nicht mehr ganz schließt wegen zu wenig Druck oder halt zuviel Druck braucht, die Klappenaufgänge müssen nebenbei auch noch stimmig sein usw. Das ist ein ziemlich zeitfressendes Geduldsspiel.
    Die Geduld lohnt sich aber, macht beim Spielen große Unterschiede aus, wenn irgendwann mal alles passt.

    Ich vermute, dass das beim Profi auch den Großteil der Reparaturkosten ausmachen dürfte, zumindest wenn die Mechanik noch in halbwegs gutem Zustand ist und nicht schlimm überarbeitet werden muss.
    Wenn man das mal selbst macht, weiß man die Reparaturpreise der Profis auch zu schätzen und fragt sich, wovon die am Ende noch leben können auch wenn die durch die Routine sicher weniger Zeit brauchen als unsereins.
     
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