Über das Ausprobieren von Mundstücken

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Claus, 21.November.2017.

  1. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Hatte ich auch schon,aber eher weil sich über die jahre mein geschmack geändert hat. Muss aber auch sagen,ich probiere garnicht dauernd rum,eigentlich überhaupt nicht mehr,wozu auch. Bin mit meinem link tonemaster glücklich,wozu weitersuchen
     
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  2. Gerrit

    Gerrit Guest

    Ja, schön geschrieben, lesenswert... im Laufe der Jahre sammelten sich einige Mundstück an, einiges verkaufte ich, anderes blieb. Sehr lange blies ich Jody Jazz CHI 7*. Dann stieß ich vergangenes Jahr auf Theo Wanne Gaja und vor kurzem Durga. Obwohl ich diese beiden nun fortwährend benutze, greife ich doch oft immer mal wieder zum alten Bestand.
    Das o.g. Jody Jazz bleibt allerdings links liegen. Aber: ich schiebe immer mal wieder, aus gewisser Neugier - ich frage mich „... wie verhalten sie sich mittlerweile?“ - ein Gottsu Sepia Tone 8, ein Francoise Louise SP Signature 285 und Vandoren V16 T7 Medium auf den S-Bogen. Dann bleiben die mal ein, zwei Tage drauf... vom Gottsu entfernte ich mich mittlerweile, ich denke: hervorragendes Mundstück, aber für meinen Geschmack zu wenig Farbe und Tiefe... ich trenne mich von ihm bei nächster Gelegenheit. Das Francoise Louise aber lässt mich weiterhin nicht los: sehr reicher, farbiger Klang, außergewöhnlich. Auch das besagte Vandoren halte ich im Bestand... Was sagt mir oder uns das nun? Selbstverständlich ist er sinnvoll, ein Mundstück lange und sorgfältig zu sichten. Man gewinnt einen nachhaltigen Eindruck, bläst sich ein, hört sich ein, macht mit Blättern und Blattschrauben rum... wenn dann ein Mundstück über Jahre bleibt, merkt man wohlmöglich, daß sich Klangvorstellungen allmählich verschieben, Möglichkeiten und so weiter... ich glaube, bezogen auf die zuvor erwähnten Mundstücke: bei jenen, die bleiben traf ich tatsächlich eine für mich sorgfältige Auswahl, weil sie trotz verschiedener Veränderungen weiterhin Bestand haben, also meine Veränderungen begleiten und unterstützen und ich merke, daß sie für mich jeweils bestimmte Eigenschaften aufweisen auf die ich immer mal wieder gerne zurückgreife oder die unter bestimmten Umständen nützlich sein können.

    Es gibt aber Leute, die blasen ihr ganzes Leben lang ein einziges Mundstück. Joe Henderson fällt mir da auf Anhieb ein: er blieb, so weit ich überblicke, immer seinem Selmer Soloist treu. Ist sein Weg vorbildlich? Selbstverständlich! Andererseits gibt es auch diese andere Möglichkeit: jemand schlüpft wie ein begabter Schauspieler in verschiedene Rollen gewissermaßen in unterschiedliche Stimmen...

    Es ist eben alles möglich und erlaubt, solange das Ergebnis in sich schlüssig klingt. Daher: Entspannen! Jeder, der sich ernsthaft mit seinem Horn beschäftigt, mit ihm und sich selbst ringt, findet seinen eigenen Weg. Deswegen ergibt es auch keinen Sinn, über Selmer oder Yamaha zu streiten, Otto Link oder Theo Wanne. Aber es ist oft spannend, Erfahrungen auszutauschen und auch zu erkennen, wie zwei Leute mit vollkommen gleicher Ausrüstung zu ganz unterschiedlichen und hörenswerten Ergebnissen gelangen...
     
  3. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier

    Ich blieb und bleibe normalerweise meinen Mundstücken relativ lange treu.
    Schließt natürlich nie aus, dass ich auch mal etwas Neues ausprobiere.

    Ich hatte/habe folgende:
    Sopran: Yanagisawa 5 (von Anfang an, passt einfach super!)
    Alt: Selmer C**, Meyer M5M, Kay Siebold Response 6*
    Bariton: Vandoren B95, JodyJazz ESP 7, Odiu-G 115

    Nur beim Tenor fand ich über Jahre nichts passendes.
    Tenor war aber immer ein bisschen mein Stiefkind.
    Da habe ich eine ganze Mundstück-Sammlung ( ... die ich endlich mal loswerden muss ...).
    Mit dem ESM Heaven 8 habe ich dann vor gut zwei Jahren mein Traummundstück gefunden.

    Lg
    Mike
     
  4. ppue

    ppue Experte

    Jahrzehnte lang Meyer M6M gespielt bis HWP mir einen Steamer schenkte. Das denn Jahre lang gespielt. Fürs akustische Spiel und für über das Blasorchester drüber wunderbar.

    Neulich kam mit irgend einem Sax ein Selmermundstück daher. Sehr brav, klassisch und dennoch offen. Benutze ich jetzt, wenn ich mikrofoniert blasen muss.

    Wer Lust hat: heute Abend mit Meret auf den Jazztagen Dresden.
     
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  5. Iwivera*

    Iwivera* Ist fast schon zuhause hier

    Tja, ja jetzt bin ich auch schwach geworden und teste - natürlich nur mal so aus Neugier ;-) - ein neues Mundstück. Habe es heute eine Stunde gespielt. So weit, so gut. Es kommen alle Töne. Ich möchte ihm daher eine Chance geben.
    Allerdings habe ich bemerkt, dass ich ab Tief-D ziemlich viel mit dem Zwerchfall stützen muss und dann pp auch nicht wirklich geht. In der oberen Oktave muss ich aber dafür sehr aufpassen, dass ich lockerlasse und nicht drücke, damit es nicht quietscht. FF traue ich mich da kaum.
    SInd das nun typische Schwierigkeiten bei der Umstellung? Sollte ich einfach mal ne Weile so spielen und versuchen, mich darauf einzustellen?
    Oder vielleicht mal eine andere Blattstärke benutzen? Aber in welche Richtung? Weicher wegen der Probleme im Tief-Bereich oder härter wegen der Probleme im hohen Bereich?
     
  6. flar

    flar Guest

    Moin, moin Claus

    Ich nicht, jedenfalls nicht ganz, in englisch in der länge ist schon nicht so ganz ohne.
    Wäre interessant zu wissen wer den Artikel ganz gelesen hat
    und wie viele kleine Mißverständnisse sich beim Zusammenreimen des Inhaltes wohl entstanden sind! ;)

    Viele Grüße Ralf
     
  7. Iwivera*

    Iwivera* Ist fast schon zuhause hier

    So jetzt habe ich alles gelesen und - da ich gewissermaßen bilingual bin - wohl zu 99 % verstanden. :klug:
    Insbesondere die Kernaussage, dass man beim Wechsel auf ein Mundstück mit sehr anderem Design - bezüglich Baffle oder Kammer usw. - sehr oft am Anfang glaubt, dass das Mundstück Mist ist und zu schnell aufgibt.
    So gehts mir ja jetzt auch: Wechsel von Otto Link STM 7 auf Rico Metalite 7. Ich wollte einfach zum günstigen Preis mal was ganz Anderes probieren.
    Steve Neff gibt dann verschiedene Tipps fürs Ausprobieren insbes. auch zum Setup (verschiedene Blätter und Stärken, Blattpostionen, Position der Ligatur).
     
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