Unbekanntes Saxophon "Le Saxophone Français, Vanves, Seine"

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von Siebenberg, 18.September.2022.

  1. Siebenberg

    Siebenberg Nicht zu schüchtern zum Reden

    Ich habe vor einiger Zeit ein versilbertes Spransaxophon in gutem Zustand erworben. Das Instrment ist nicht signiert, trägt aber unter den Tief--Es und Tief-C-Drückern die Seriennummer 2122. Wegen seines eigenwilligen konisch zulaufenden "Etuis" mit Tragegriff auf dem Kofferdeckel und seines kleinen Schalltrichters - ähnlich den Couesnon Artmée-Sopranos - verortete ich das Sax nach Frankreich. Ich bat Jean Jacques Bona, den Betreiber des sehr kundigen Blogspots "Luthier Vents" (http://luthiervents.blogspot.com) um Hilfe. Spontan bestritt er, daß es sich um ein französisches Instrument handele. Einen Tag später bat er mich um Fotos aus bestimmten Blickwinkeln für einen Vergleich mit einem anderen Saxophon. - Heraus kam, daß mein Sax und das Vergleichsinstrument dem gleichen Hersteller zugeordnet werden können. Allerdings, er hat keine weiteren Hinweise gefunden; handelt es sich um einen Hersteller (seine Vermutung) oder um einen Händler. Hat in diesem Forum schon jemand von "Le Saxophone Français" in Vanves, Seine )süd-östlicher Vorort von Paris) gehört?
     

    Anhänge:

  2. ppue

    ppue Experte

    Welchem denn?

    Vielleicht ein Pierret-Saxofon?

    upload_2022-9-21_0-55-2.png
     
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  3. Siebenberg

    Siebenberg Nicht zu schüchtern zum Reden

    Danke ppue! Es geht um den Hersteller (Händler?, eher unwahrscheinlich) "Le Saxophone Français" in Vanves, Seine! So ist es auch im Titel meiner Frage zu lesen.
    Nein es ist kein Pierret ! - auch kein Andrieu, Baugnier, Benisch, Besson, Beuscher, Boiste, Briard, Buffet, Courtois, Dolnet, Douchet, Drouet, Guénot, Masspacher, Pihan, Selmer, SML, Universel, Dubois/Essor, etc. etc..
    Über die o. a. Firma ist im Netz bisher so gut wie nichts zu finden. Bei saxophone-shop.de wird derzeit ein so signiertes Instrument angeboten (siehe Bild). Le Saxophone Francais 2.jpg Das besagt aber nur, daß wir jetzt zwei solchermaßen signierte Saxophone haben und ein unsigniertes, dessen Bauart diesen entspricht. - Eine, durch bisher nichts belegte, Vermutung geht in die Nähe der Firma "Lyrist". In seinem Blog hat Jean Jacques Bona einiges über Lyrist zusammen getragen (http://luthiervents.blogspot.com/search?q=Lyrist).
     
  4. messingblech

    messingblech Kann einfach nicht wegbleiben

    die Schrift assoziiere ich irgendwie mit Savana, das wäre dann Dubois...?
     
  5. Siebenberg

    Siebenberg Nicht zu schüchtern zum Reden

    messingblech, irgendwie etwas assoziieren ... tut mir leid, das hilft im Grunde nicht. - Dubois produzierte in Paris, nicht in Vanves!
     
  6. messingblech

    messingblech Kann einfach nicht wegbleiben

    ich hoffe wir sind uns einig, d. ein gravierter Produktionsort auch sonstwo sein kann.
    Dubois war ein "Wandler" zwischen den Welten, deswegen auch das zaghafte "irgendwie"
     
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  7. Siebenberg

    Siebenberg Nicht zu schüchtern zum Reden

    Nicht wirklich! Außerdem: Vermutungen helfen hier nicht weiter. Ein wenig genauer lesen und mit den Querverweisen/Links beschäftigen. … und Dubois steht explizit in der obigen Liste!
     
  8. giuseppe

    giuseppe Strebt nach Höherem

    Nicht das ich etwas beitragen könnte.

    Aber nur für mein Verständnis aus wissenschaftstheoretischer Sicht:
    Welche Möglichkeiten, diese Saxophon-Archäologie-Frage zu beantworten bestehen denn in diesem Stadium der Nachforschungen ohne bisherige Hinweise auf Dokumentation - außer Hörensagen, Assoziationen, Vergleichen von Bauteilen und Gravuren bei Sammlerinstrumenten?
    Ist es nicht genau das, was du dir von so einem Posting erwünscht?

    Woher weißt du, dass es ein Hersteller war und keine Gravur des Vertriebs oder Verkäufers?
     
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  9. ppue

    ppue Experte

    Wie kam denn obige Liste zustande, @Siebenberg?

    Was mich irritiert, ist, dass es wohl nur wenig Instrumente mit dieser Gravur gibt, was darauf hinweisen könnte, dass es eben doch ein Händler war.

    Dafür spricht auch der doch sehr allgemein gehaltene Name des Saxophons. Sehr selten verzichten Hersteller auf ihren Eigennamen. Warum sollten sie auch?
     
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  10. messingblech

    messingblech Kann einfach nicht wegbleiben

    das habe ich !

    hols der Geier, wir werden doch wohl noch dahinter steigen - eventuell mit dem Geier...
    gibt es noch mehr foti vom beitrag 3?


    btw: Dubois ist auch drinne OHNE drauf zu sein.
     
  11. Siebenberg

    Siebenberg Nicht zu schüchtern zum Reden

    ppue, Mutmaßungen helfen mir und Jean Jacques Bona nicht mehr weiter! - Es fing mit meiner Vermutung, es sei ein Couesnon, an. ... so kam dann auch die unvollständige Liste zustande.
    Was mich bei allen Beiträgen bisher stört, keiner liest genau (dann wüßte er um den Stand der Recherche) und niemand beschäftigt sich mit dem Böog von JJBona (Luthier Vents). - Wer sich den Mühen, Französisch zu lernen entzog :), kann ja auf den Google online Übersetzer oder( per copy und paste( den viel besseren Übersetzer DeeL benutzen.
    Vielleict hat ja jemand Zugang zu alten Musikzeitschriften (ca. 1936 bis 1952 ausgehend von Besonderheiten der 3 bekannten Instrumente!) und findet darin eine Annonce, einen Beitrag, ein Zitat, das genaueres über "Le Saxophon Français" zutage fördert - sei es Hersteller (facteur / luthier) oder Händler.
    Die geringe Anzahl bisher bekannter Instrumente macht die Suche nicht einfach. Beim Vergleich von Meldedaten stieß J J B auf die Firma "Lyrist" - aber bisher nur Vermutungen, keine Belege ... (über "Lyrist" ist einiges im Netz und auch hier im Forum zu finden - interessant ist, daß manche Modelle nach Solisten der "Garde Republicaine" oder nach bekannten Militärmusikern benannt wurden.)
     
  12. ppue

    ppue Experte

    Davon hat doch keiner was (-;

    @Siebenberg, du kommst hier irgendwie neunmalklug daher, weißt es alles besser, aber rückst nicht mit deinen Infos heraus. Wie z.B. kommst du (kommt ihr) zu der Liste?

    Deine Überschrift ließ mich nicht vermuten, dass es sich um den Herstellernamen handelt. Deshalb da Missverständnis. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass es sich um einen Händler handelt. Leider habe ich meine schlauen Bücher nicht hier in Holland, da kann ich nächste Woche mal recherchieren.

    Nochmal zu den Vermutungen: Wenn man keine belegten Fakten kennt, ist man genau auf solche Vermutungen angewiesen und du machst die Sache ja um kaum einen Deut besser.

    Man vermutet etwas (@giuseppe beschrieb das schon) und aufgrund von Vermutungen kann man dann recherchieren. Wir haben auf diese Art und Weise schon so einige Hörnchen identifiziert.

    Zudem sind wir nicht das Fußvolk, was dich bei deinen Recherchen unterstützt. Ich wünsche mir da einen etwas freundlicheren Ton.
     
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  13. ppue

    ppue Experte

    Noch etwas spricht für einen Händler: Die recht einfache Art der Gravur. Aber ist nur ne Vermutung (-;
     
    Rick gefällt das.
  14. messingblech

    messingblech Kann einfach nicht wegbleiben

    wir sind da offen, ppue. da sind vielleicht denkansätze auf die wir hingewiesen werden.
    einen sachverständigen sehe ich gerne.

    es holpert bestimmt unbeabsichtigt.

    meint die arbeitsgruppe nordbaden/elsaß
     
  15. Siebenberg

    Siebenberg Nicht zu schüchtern zum Reden

    @ppue + @messingblech Wieso "neunmalklug". Ich habe nur auf die gestellte Frage "Hat in diesem Forum schon jemand von "Le Saxophone Français" in Vanves, Seine )süd-östlicher Vorort von Paris) gehört?" verwiesen. Ich bin kein Experte; der wohnt in Frankreich. Ich habe ihn benannt und suf seinen Blog verwiesen!
    Da ja keiner den Blog "Luthier Vents" zu lesen scheint, reiche ich die Frage weiter: "Si vous possédez un annuaire O.G.M des années 1930, n'hésitez pas à transmettre toutes traces de facture instrumentale sur Vanves. / Wenn Sie ein O.G.M.-Jahrbuch aus den 1930er Jahren besitzen,, zögern Sie nicht,alle Spuren von Instrumentenbau in Vanve weiterzugeben ."
    (http://luthiervents.blogspot.com/)
    Darüber hinaus, meine alte Tastatur ist sehr gut erzogen und würde sich weigern irgendeinen unhöflichen Output weiterzuleiten. Sollte sich trotzdem dieser Eindruck eingestellt haben bitte ich allseits um Verzeihung. Ich bin nur ein sehr dilettantischer Saxophonspieler und ein ans Ende seiner Jahre gelangter Menscht, ein Relikt des letzten Weltkrieges, der weiterhin fröhlich dahintrötet bis ihm die Luft ausgehen wird.
    (NB: Ich schreibe hier nicht aus Langeweile. Beschäftigung habe ich eher mehr, als mir lieb ist.)
     
  16. ppue

    ppue Experte

    Warum soll den Blog keiner gelesen haben?
     
  17. Siebenberg

    Siebenberg Nicht zu schüchtern zum Reden

    Weil dann solche Vermutungen nicht hätten aufkommen können. Aber lassen wir das! Ich bedanke mich für die Begleitung!
     
  18. ppue

    ppue Experte

    Ich stehe wirklich auf dem Schlauch. Welche Vermutungen hätten denn nicht aufkommen können, hätte man den Blog gelesen?

    Der lässt die Herkunft des Saxofons doch völlig offen. Oder verstehe ich wieder etwas falsch?
     
  19. Siebenberg

    Siebenberg Nicht zu schüchtern zum Reden

    @ppue Ja, Du siehst das völlig richtig: Die Herkunft steht in den Wolken. Das einzige, was bekannt ist: es gibt zwei nahezu baugleiche Saxophone, eines ungaviert, das andere graviert und ein drittes Instrumen, graviert, das zumVerkauf angeboten wird. Was sollen in einer solchen Situation Vermutungen helfen? Spuren (Prospekte, Zeitschriftenartikel, Annoncen, Briefe) oder Dokumente könnten helfen. Aber typografische Vergleiche o. ä.? Die Phase der Vermutungen ist vorbei, es scheint Spuren zu geben, aber keine belastbaren.
    - - - Ich verkenne mal wieder die Funktion von Internetforen! Tut mir leid!
     
  20. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Woher weißt du das so sicher, dass es ein Hersteller sein MUSS, und das es kein Stencil eines der bekannten Hersteller Frankreichs ist? Wer als Hersteller Instrumente vertreibt schreibt i.d.R. seinen eigenen Namen drauf. Der fehlt.
    Ein meisterstück schließe ich auch aus, dann gäbe es nur ein einziges.
    Blieben also kleinstserienhersteller, der teile zusammensammelt und daraus "sein" instrument fertigt, oder ein Laden, der stencils bestellt und nur für sich graviert.
    B.t.w. ein Luthier ist meines Wissens ein Hersteller von Saiteninstrumenten (gitarren) und nicht allgemein von Musikinstrumenten. Zumindest wird die bezeichnung "luthier" im englisch/amerikanisch/spanischen Raum so verwendet.
     
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