Unterschied Mittelklasse / Profiklasse

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von vossi, 24.Februar.2008.

  1. rbur

    rbur Gehört zum Inventar

    Es gibt Klarlack, Goldlack und alle Arten von farbigem Lack im Instrumentenbereich.
     
  2. Tenorman

    Tenorman Ist fast schon zuhause hier

    @Leon,

    :bahn:

    mal sagst Du:
    *********************************************************
    Lack ist Lack, es sei denn, sie werden in verschiedenen Dicken aufgetragen. (Siehe Yamaha). (Gleich pysikalische Wirkung)
    Bei Selmer ist eine Streuung der Instrumente selber wahrscheinlicher.
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    dann sagst Du

    *********************************************************
    Halt, Ich habe nie gesagt, dass verschiedene Finishes keinen Unterschied machen.
    Ob entlackt, gebürstet, sandgestrahlt, perlengestahlt, vernickelt, versilbert, vergoldet, unlackiert oder doch normal lackiert macht einen deutlich hörbaren Unterschied.
    Aber die unterscheiden sich auch alle in ihrer Chemischen und phsikalsichen Gegebenheiten.
    Und selbst wie lackiert wird, macht einen Unterschied. Z.B. bei Yamaha, die konstanteste Marke überhaupt, die Marke, wo ein Saxophon wie das andere in der Serie klingt (so wie es eigentlich sein sollte) hat z.B. eine Schwarzlackvariante, die deutlich dunkler und dumpfer klingt.
    Ich habe aber ganz genau nachgefragt, die benutzen dafür einen ganz anderen Lack (Kunststoff) der auch noch deutlich dicker aufgetragen hat.
    Persönlich bin ich der Meinung, dass lack eh die schlechteste Variante ist.
    Unlackiert klingt voller, breiter, diffuser (Interessanter? jazziger?) hat aber nicht soviel kern und ist nicht so klar. Süffig könnte man sagen.
    Alle chemischen Veredlungen besser als Lack denn sie haben deutlich mehr Kern und Transparenz.
    Nickel wird eher härter.
    Silber wird eher klarer und transparenter
    Gold bekommt auch eine schöne Fülle und Wärme
    (Sind alles persönliche Meinungen und Erfahrungen)
    Lack ist zwar auch klarer und kerniger, aber ich finde es geht etwas an Sound verloren, extrem ist es bei dem schwarzen Yana.

    Die normalen Goldlacks besitzen Metallfarbpigmente, sind aber von ihren physikalsichen Eigenschaften so ähnlich, dass deren Soundunterschied meines Erachtens minimal bis nicht existent sind.
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    Verstehe mich nicht falsch, denn bei deiner letzte Aussage bin ich 100%ig bei Dir :idea:

    aber wir waren ursprünglich bei einem Ref.54 in Matt und in Goldlack !!

    Meines wissens, ist das Matte nur mit einer Klarlackschicht bezogen, wobei das Goldlack halt (wie der Name schon sagt) lackiert ist. Somit fällt das Ref.54 ganz klar in die von dir selber (sehr gut) beschriebene Kategorie, der verschiedene Finishe !! und somit ist der Soundunterschied auch einfach erklärt ;-)

    P.S Yamaha mag die gleichbleibenste Soundkonstante haben, dafür klingen die auch alle sehr gleich, nämlich langweilig
    :klug:
     
  3. rbur

    rbur Gehört zum Inventar

    Ich sitze jetzt schon mehrere Stunden neben einem Yamaha, und muss dir Recht geben, das klingt langweilig. Eigentlich klingt es gar nicht, solange keiner reinbläst. Wenn man reinbläst, dann hört die Langeweile plötzlich auf.

    Was ich damit sagen will: der Mensch macht den Sound, da könnt ihr am Lack rumkratzen so lange ihr wollt.

    Oder: manche Menschen klingen einfach langweilig, solange sie kein Sax benutzen, das ihnen einen bestimmten Sound vorgibt.
     
  4. Tenorman

    Tenorman Ist fast schon zuhause hier

    :applaus:

    Grins, der war gut ;-)
     
  5. chrisdos

    chrisdos Strebt nach Höherem

    Ja, der Mensch macht den Sound........und das Horn...........und das mpc.............und was es sonst noch an Zubehör gibt.
    Was nun welchen prozentualen Anteil hat geht so weit auseinander dass wir nicht mal daran denken brauchen dafür Regeln aufstellen zu wollen.
    Zuerst kommt üben, üben, üben........dann lange nix. Auch wenn es so verlockend klingt einfach nur das "richtige" Equipment kaufen zu müssen.

    Liebe Grüße

    Chris
     
  6. Tenorman

    Tenorman Ist fast schon zuhause hier

    Hi Chris,

    durch dieses Tal der Tränen muss jeder durch , der eine schneller der andere langsamer ! aber zum Schluss kostet es immer ein haufen Kohle !

    Markus
     
  7. Gast

    Gast Guest

    Lack ist nicht Vernicklung oder Vergoldung, das sind ganz verschiedene Sachen.
    Mit Lack ist Lack habe ich die References gemeint, dass sind beides Lacke mit Metallpigmenten, gleiche Dicke, und dann ein Schutzlack. Das ist Standart.

    Zum Yamaha Sound, naja, ich versuche immer das Wort langweilig zu vermeiden, weil es den Yamahahörnern nicht gerecht wird.
    Sie haben weniger Eigencharakter als andere Profihörner, aber das muß nicht umbedingt ein Nachteil sein. Das macht die Hörner auch um einiges flexibler.
    Und den Charakter kann der Spieler dann reinbringen.
    Desweiteren haben die eine Top leichte Ansprache, und sind Handwerklich erste Sahne.
    Das dürfte für einen echten Profi vielleicht auch entscheidend sein, dass ER sich auf dem Horn entfalten kann und sich drauf verlassen.

    Wer interessant klingen will und es selber nicht tut, kauft sich halt lieber für zu viel Geld nen Abgeranztes Mk6.
    Das die Performance nicht ganz so top ist wie bei einem Yamaha, merkt er vielleicht gar nicht.
     
  8. Tenorman

    Tenorman Ist fast schon zuhause hier

    Hi Leon,

    klingst ziemlich gut auf deinem abgeranzten MK VI :)

    Ich kenne einige Profis die in letzter Zeit zu Yamaha gewechselt sind und alle spielet vorher ein Selmer meisst MK VI !! z.B Thorsten Skringer, Paul " Shilts " Weimar ...
    Ich könnte mir gut vorstelen das es vielleicht der cleanere Sound ist, einfach mal was anderes !! Euge Groove ist 2007 von MK VI auf ein JK Shadow gewechselt, halt alles krasse Gegensätze ! Würden alle Hörner gleich klingen , dan wär es ja auch langweilig und wir hätten gar nix zu schreiben :)
    Von der Applikatur her hat es ja auch ein Grund warum Tommy Inderbinen, die Yamaha tasten nutzt !
     
  9. Gelöschtes Mitglied 1142

    Gelöschtes Mitglied 1142 Guest

    Hallo Leon,
    das stimmt so nicht ganz. Das matte Ref hat keinen Lack mit Metallpigmenten und dann noch einen Schutzlack drüber.

    Es ist gebürstet und abschließend matt lackiert.
    Der Herstellungsvorgang dieser Oberflächenveredelung umfasst mehrere Schritte, bei denen das Instrument durch einen speziellen Oxydationsprozess auch komplett braun-schwarz wird.. Die außen teilweise noch vorhandenen bräunlichen Stellen sind also kein Lack, sondern mehr oder weniger absichtlich belassene Verfärbungen.

    Gruß aus dem Schwarzwald
    Bernd
     
  10. Gast

    Gast Guest

    Hä? Ich und ein abgeranztes Mk6?
    Alleine, weil jeder zweite Depp der ein wenig mehr Kohle hat ein Mk6 hat, habe ich nicht so sonderlich Lust auf nen Mk6
    (außer das mit Tief A)
    Generell bin ich zum selber spielen, nicht so der Vintagefan, (Ausnahme ein King S20).

    jaja, der Skringer, der ist auch Yamahaendorser. Seines hat er gewonnen, und wollte es eigentlich verkaufen, hat es aber dann angespielt und wow.
    Viele von den profis sind alles andere als auf dem heutigen Stand des Angebotes. Viele hängen noch in den 60ern, spielen ihr Mk6, weil alles so eines spielen und auch ihr Dozent so eines spielt. Da sie denken, sie haben eh schon das beste Sax haben die auch nicht interesse mehr anzuspielen und so erstaunter sind sie, wenn sie mal was anderes gutes in die Hände bekommen.
     
  11. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    @Bernd

    Vielen Dank für Deine Soundbeispiele. Hat mich sehr interessiert.

    Ich spiele momentan ein Yamaha TS 62 (das Du ja wohl auch mal hattest). Das war zum Anfangen ein tolles Instrument, das mir keinerlei Steine in den Weg gelegt hat. Ich (damals ohne Saxkenntnisse) konnte es getrost blind kaufen. Super Verarbeitung, Mechanik, Ergonomie, Ansprache. Neutral ? Langweilig ? Sicher, aber das habe ich immer auf mich geschoben.

    Dann begann ich, auch andere Instrumente auszuprobieren. Und merkte, dass die sehr wohl einiges ausmachen (beim selben Mundstück und Blatt), und wenn nur psychologisch.

    Jedenfalls bin ich nach einigem Testen (Medusa oder Cannonball habe ich leider nicht probieren können) auf genau die beiden "Finalisten" gekommen: Reference 54 und Vintage ... Mit gefühlsmässigem Vorsprung fürs Vintage ...

    Also deshalb hat mich Dein Vergleich so interessiert.

    Mein Eindruck übrigens: ja, das Vintage klingt "fetter", "üppiger". Aber: vielleicht schon zu fett, zu üppig ? Ist das Selmer doch graziler, zivilisierter, kontrollierter ? Ist natürlich Geschmackssache.

    Ich freue mich auf die Musikmesse ...
     
  12. Gast

    Gast Guest

    Hätte das nicht früher kommen können? Das erklärt einiges. Gebürstet geht in Richtung Sandgestrahlt, und die klingen ein wenig heller.
    Thx für die Info.
    Tja, ich habe halt ne SIII Mattlack, und das ist nur ein Lack und ich habe keinen Unterschied zu nem normalen lack festgestellt.
     
  13. webster

    webster Schaut öfter mal vorbei

    Ach, und ich dachte immer, Du hättest ein silbernes. Habe auch ein mattes SIII und bilde mir ein, dass es dunkler klingt, als die normal lackierten. Jedenfalls habe ich einen Unterschied festgestellt, sonst hätte ich den Mehrpreis dafür nicht ausgegeben. Auch wenn es "nur ein Lack" sein sollte (was auch sonst?), ist es jedenfalls ein hervorragendes Finish, da sehr haltbar und unempfindlich einfach super gut klingt. Vielleicht gibt es noch mehr Meinungen im Forum, wie sich matter Lack im Vergleich zum glänzenden klanglich bemerkbar macht. Mit dem Titel des Threads hat diese Diskussion aber schon lange nichts mehr zutun.

    Grüße!
     
  14. Gast

    Gast Guest

    Eigentlich ist die Mattlackvariante die günstigere.
    Desweiteren ist sie bei mir nicht unempfindlich sondern es gab nach ein paar Jahren schon Abblätterungen.
    Ich hab mich wegen der cooleren Optik dafür entschieden.
     
  15. webster

    webster Schaut öfter mal vorbei

    Hallo Bernd, bist Du sicher?
    Ich habe nämlich auch schon matte References ohne diese bräunlichen Flecken gesehen. Für mich sehen die eher so aus, wie nachträglich aufgesprüht, um den Hörnern einen Vintage-Look zu verleihen.

    Grüße!
     
  16. Gast

    Gast Guest

    Meinst du das Matt finish oder das Vintagefinish?
     
  17. Gelöschtes Mitglied 1142

    Gelöschtes Mitglied 1142 Guest

    Hallo webster,
    ich habe diese Info aus dem Sonic-Sonderdruck "Selmer-Special". In diesem Sonderdruck aus dem Jahr 2001 beschreibt Uwe Ladwig die Unterschiede zwischen dem Ref 36 und Ref 54. Damals gab es das Ref 54 nur in dieser Ausführung. Die "normal" lackierte Variante schob Selmer erst später nach.

    Wenn es also matte References ohne die bräunlichen Verfärbungen gibt, dann wurden sie offensichtlich vor dem Auftragen des Mattlackes komplett weggebürstet.

    @Leon: Es gibt beim Ref 54 Tenor nur 2 Ausführungen. Das, was Du als Matt finish oder Vintage finish beschreibst, ist das gleiche. (Finish 11, matt antik)

    Das andere ist Finish 10. (Dunkler Lack)

    Das Finish 10 ist übrigens beim Alto und beim Tenor unterschiedlich. Der Lack des Alto ist wesentlich dunkler.

    Gruß aus dem Schwarzwald
    Bernd
     
  18. Gelöschtes Mitglied 1142

    Gelöschtes Mitglied 1142 Guest

    Hallo Florentin,
    ja, zu Anfang hatte ich auch ein YTS 62 mit all den positiven Eigenschaften, die dieses Saxophon so unkompliziert machen. Den Sound fand ich damals allerdings auch etwas steril.

    Gestern Abend hatte ich wieder Unterricht. Mein Sax-Lehrer, klassischer Saxophonist (spielt Buescher-Instrumente mit Rascher-Mundstücken) ist (war?) ein eingeschworener YAMAHA-Gegner, (viele seiner Schüler spielen YAMAHA-Saxophone, vom Anfängermodell bis zum 62-er.) Er kam gerade von einem YAMAHA-Endorser-Treff zurück. Ich glaube, es war bei mister music in Schramberg. Unter anderem hörte er dort Saxouforte und Thorsten Skringer.

    Vom Sound des 82ZS von Thorsten Skringer war er völlig überwältigt. Er meinte, dass es für YAMAHA wirklich höchste Zeit wäre, am Image zu arbeiten. Denn das, was das 82Z und das 875 bringen, hat nichts mit dem üblichen YAMAHA-Klischee zu tun.

    Skringer sagt im Interwiew in Sonic:
    "Ich muss gestehen, dass ich zuerst die Absicht hatte das Instrument, falls ich es gewinnen sollte, zu verkaufen. zuvor konnte ich vor Ort bereits schon feststellen, dass es sich um ein gutes Horn handelt und meinen Wunsch nach einem 82Z in Silber äußern. Und dann kam so zwei Monate später das Instrument per Post bei mir an: original verpackt, nagelneu, ein silbernes "Custom 82Z". Ich schaute es genau an und mir wurde sofort klar, dass man so ein Saxophon nicht einfach irgendwo in einem Musikgeschäft "verscherbeln" kann. Ich dachte so bei mir: "Spiel doch mal drauf, guck mal wie das klingt!". Und schon war es um mich geschehen. Einen Tag später habe ich es bei einem Konzert mit der "Ear Force Big Band" eingesetzt und seit diesem Tag spiele ich es!

    Das "Custom 82Z" geht einfach in allen Lagen los, das ist phantastisch. Bei Bühnensituationen mit großen Lautstärken, wenn etwa die Band sehr laut klingt, habe ich ein besseres Controlling über die Ansprache. Die Intonation wird sowohl im Studio als auch live besser, selbst wann man sich selbst mal nicht so optimal hört. Trotzdem habe ich einen Sound, so groß wie ein Haus. Und schlussendlich ist das Feedback vom Instrument viel besser als zuvor. Mit anderen Worten - ich bin rundum glücklich!" (Quelle: YAMAHA-homepage)

    Gruß aus dem Schwarzwald
    Bernd

    P.S.: Jetzt hat der thread wieder Bezug zum ursprünglichen Titel....

    Edit: @florentin: Ich habe mich gestern auch von einem Vorurteil verabschieden müssen. Ich habe mal ein wenig rum experimentiert und dabei nur mit den eingebauten Mikrofonen des Edirol R09 aufgenommen. Die Soundqualität war um Welten (Galaxien...?) besser als mit dem externen Sony-Mikrofon. Bislang glaubte ich - ohne es vorher ausprobiert zu haben - diese kleinen eingebauten Dinger können ja nichts taugen......
     
  19. Tenorman

    Tenorman Ist fast schon zuhause hier

    @Leon

    ahhh, Du spielst doch jetzt ein Cannonball, oder ??
    Hatte im Hinterkopf letztens eine Aufnahme von Dir mit einem MK VI gehört zu haben .

    Ich finde die Cannonball ja suppi und bei dem $ Kurs unschlagbar günstig !

    Würde gerne mal ei n Med Mag anspielen !

    Markus
     
  20. Gast

    Gast Guest

    Moin,
    Saxxy, da haste mich verwechselt.
    Zu Cannonball, ja, dank dem Dollarkurs sind die günstig, aber nur wenn du eine Bezugsquelle in den USA hast.
    Das Problem bei den Deutschen Händlern ist, dass der Zwischenhändler jedes mal (ungefähr nach der Messe) nur einmal pro Jahr die Preise kalkuliert, und vor einem Jahr war das mit dem Dollar zwar schon gut, aber noch nicht so extrem.
    Mal schauen, wie die deutschen Preise jetzt so werden.
    Saxxy, fahr doch mal zu saxophonic, der ist einer der wenigen Händler, die die führen.

    @Bernd: Jaja, die Skringer Geschichte habe ich von ihm auch schon live auf nem Proshop gehört. Ehrlichgesagt, spricht die nicht wirklich für ihn.
     
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