Vorbereitungen zur Messung der Konizität unserer Saxophone

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von ppue, 29.Mai.2026 um 12:18 Uhr.

  1. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Und zunehmend an einen sauberen Konus angepasst. So jetzt ist es besser verständlich.
     
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  2. ppue

    ppue Mod Experte

    Umfänge und Radien lassen sich leicht umrechnen. Deine Definition der Messpunkte aber erlaubt keine exakten Vergleiche, denn bei meinem Buffet Crampon S1 z.B. ist das Hoch-F#-Loch zum Teil im S-Bogen und die Knie der einzelnen Instrumente fangen (ich weiß es gar nicht genau) womöglich an verschiedener Stelle an, sodass das keine einheitlichen Messpunkte ergibt.

    Meine Schwierigkeit besteht darüber hinaus darin, dass ich an so definierten Stellen des Korpus gar keinen genauen Umfang messen kann, weil da zu viel Mechanik im Weg ist.

    Genau deshalb meine Idee, mittels Faden vergleichbare Längenmasse zu erhalten. Dass selbst das nicht so einfach ist, ist mir klar.

    Zu den Messungen an Knie und Neck muss ich sagen, dass sie mich insofern nicht so sehr interessieren, als ich so gar nicht beurteilen kann, wie sich Schwingungen in diesen Kurven verhalten. Die wogen ja nicht geordnet um die Kurve im Knie, an der Außenwand schneller und an der Innenwand langsamer, auf dass sie gleichzeitig im Schallbecher ankommen.
    Die Wellen werden dort ganz unterschiedlich gebrochen und überlagern sich gegenseitig, sodass ich mir die Struktur eher wie ein komplexeres Chladnimuster vorstelle. Sicher eine der Ursachen, warum die tiefen Töne schon mal blubbern und vielleicht auch die Erklärung dafür, warum mitunter ein Korken im Bogen das Blubbern verhindern kann. Der bricht bestimmte störende Wellen, die sich in kuppelartigen Gebilden gerne mal aufschaukeln.

    Insofern sind die Kurven im Korpus noch einmal eine Sache für sich.

    Mich selbst interessiert in erster Linie die Steigung im Hauptrohr. Und da ich keine parabolischen Hauptrohre kenne und die Steigung auch in den von postma geposteten Grafiken alle (bis auf eine) linear sind, reichte für mich eine Messung dort eigentlich aus. Und die kann man somit auch an beliebigen, möglichst aber weit auseinanderliegenden Stellen, durchführen.

    Mein Vorschlag also wäre, sich zuerst mal auf die Messung der Konizität des Hauptrohrs zu beschränken.
     
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  3. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Das habe ich verstanden und stimme zu. Deshalb die Frage nach besseren Messpunkten.

    Klingt sinnvoll für den Anfang. Umfang oben, Umfang unten, Diameter berechnen (oder direkt messen, halte ich aber aufgrund der Anbauten für problematischer), Länge messen.

    Die Konizität könnte man dann schon vergleichen, die Mensur nicht. Dafür bräuchte man dann nur noch Fadenmaß des Bogens. Vielleicht ist oben und unten messen und halbieren einfacher. Man müsste es probieren, bei mir ist gerade aber kein Sax in der Nähe. :)
     
  4. slowjoe

    slowjoe Strebt nach Höherem

    Sorry, mir ist unklar was Du mit diesen Messungen an Daten gewinnen willst die über die von
    Postma ermittelten Werte hinausgenen.


    SlowJoe
     
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  5. ppue

    ppue Mod Experte

    Ist mitunter einfacher und genauer als eine Umfangsberechnung, denn mit der Schublehre kommst du problemlos fast überall hin. Außerdem stimmt die Rechnung mit dem Umfang bei gleicher Materialstärke gar nicht. Bei kleinerem Innendurchmesser wirkt sich die Materialstärke proportional viel stärker aus. Bei der Durchmessermessung könnte man die Materialstärke einfach abziehen. Braucht man aber nicht, weil die Steigung die gleiche bleibt.

    Verstehe ich. Ich will im Grunde genau das Gleiche machen wie er, nur halt mit unseren Instrumenten. Der Ausgangspunkt war ja der Vergleich zwischen Expression-Black-Magic und New-King im Thread https://www.saxophonforum.de/threads/expression-black-magic-angelehnt-an-new-king.71205/
     
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  6. ppue

    ppue Mod Experte

    Ups, das ist Quatsch, stelle ich gerade fest. Das Verhältnis beider Arten von Messungen bleibt das Selbe, ob Durchmesser oder Umfang.
     
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  7. elgitano

    elgitano Ist fast schon zuhause hier

    Ich messe oben und unten (aussen und innen) mit dem Faden. Da wird nichts gespamnt, nur aufgelegt und mit dem Finger gehalten. Da geht ein dicker Zwirn. Und bei mehreren Messungen komm ich in der Regel aufs gleiche Ergebnis. Selbstverständlich gibt es Ungenauigkeiten, sind aber wohl zu vernachlässigen.
    Claus
     
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  8. elgitano

    elgitano Ist fast schon zuhause hier

  9. Hünchen

    Hünchen Kann einfach nicht wegbleiben

    Hi,
    Mir erschließt sich der Sinn der Messung (wie Slowjoe) auch nicht recht, da die Arbeit ja offensichtlich schon durchgeführt wurde.
    Seis drum; eine Idee zu den Messpunkten: Gerade die obere Kante der Tonlöcher definiert doch den Ton und sollten damit auf allen Instrumenten (mehr oder weniger) übereinstimmen und damit über die Instrumente vergleichbar sein. Darum nicht an diesen Stellen messen ?
    Kl. Hüne
     
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  10. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Folgt man der o.g., übrigens sehr lehrreichen Webseite macht das wenig Sinn, also im Verständnis verschiedener Saxophontypen.

    Ich zitiere:

    Retracing the development in neck lengths provides an insight into aspects of sonority which mostly go by gossip. One of these famous gossips is about the difference beween the american instruments and the french. Well, apart from tone hole sizes and key lift heights, that difference can largely be expressed in millimetres neck length and the accompanying need for mouthpiece volume. Another one is that baritones to low-Bb have more 'soul' than the ones to low-A. But apart from bell shape this shift coincides, except for some rare instruments like the Martin Magna, with a shift in neck length as well. Moreover, it is reasonably well possible to come close to the sonority of the historic saxophone by switching to a rigorously shortenend neck and a wide-chamber mouthpiece. Wide-chamber mouthpieces do adapt naturally to these necks and the combination produces an antique feel of resistance and surely sound different compared to the modern standard. There is definitely a feel of more 'space' to the sound. Hard to explain, so sorry. And as for Steinkopf, yes, there are definitely stronger lower partials to the sound and also, to my ears at least, greater dynamics.

    Gruß,
    Otfried
     
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  11. Hünchen

    Hünchen Kann einfach nicht wegbleiben

    PS: Schon klar, dass Tonlochgröße und Klappenöffnung einen Einfluß haben; was ich meine ist, dass die Wellenlänge des Tons auch die Position im Rohr maßgeblich bestimmt und damit vergleichbar sein sollte/könnte
     
  12. ppue

    ppue Mod Experte

    Aber doch nicht am eigenen Horn und dazu nur an sehr wenigen.


    Mich interessiert nur die Steigung. Und die kann ich im Prinzip überall messen.


    Musst es ja nicht tun. Mich interessiert es. Wenn ich nichts messe, kann ich auch keine Vergleiche anstellen. Natürlich sind Mundstück, Neck und Trichter wahrscheinlich noch viel größere Parameter im Sound und gerne messe ich auch den Neck mit.

    Es scheint aber mehr Interesse daran zu bestehen, solch eine Untersuchung zu zerreden, anstatt das eben auszuprobieren. Kommt nichts dabei heraus, ist das auch ein Ergebnis.

    Ich selber kann erst zu Hause wieder messen, habe keine Schublehre hier in Holland.
     
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  13. Hünchen

    Hünchen Kann einfach nicht wegbleiben

    Hallo,
    Hab ich schon verstanden; mir ging es nur darum übertragbare Messpunkte zu definieren und da bietet sich meiner Meinung nach der die durch die Frequenz definierten Tonlöcher an. Nur so eine Idee, kann mich irren
     
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  14. ppue

    ppue Mod Experte

    Ja, ist eine gute Idee.

    Wäre auch interessant, die Längen, hin zu den einzelnen Tonkaminen zu berechnen. Aber auch das wird sich schwierig gestalten.
     
  15. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Die Conicity des Hauptrohres, unterstellt man einen geraden Konus lässt sich ja noch überschaubar messen.

    Wichtig wäre aber dann mindestens noch das truncated volume, um einen Vergleich der Mensuren zu haben und die These zu überprüfen, ob der Unterschied zwischen den alten amerikanischen Hörnern und den neueren tatsächlich nur oder vor allem in der relativen Länge des S-Bogens begründet liegt

    Gruß,
    Otfried
     
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  16. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    IMG_5553.jpeg Mann kann das auch ganz ohne Faden messen. Einfach ein Foto machen vom Horn auf der Seite liegend. Ne größentabelle dran. Und dann mit einem IPen in der Mitte entlangfahren. Der kann die zurückgelegte Strecke in mm aufzeichnen.da stört dann auch keine Mechanik.
     
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  17. Anna

    Anna Schaut öfter mal vorbei

    Da hast Du Recht, ich hab mal angefangen zu messen:

    Saxophonmessungen.png
     
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  18. ppue

    ppue Mod Experte

    Die Konizität im Hauptrohr ist somit bei

    Selmer Serie III.....440/(49-25,3) =18,57
    Buescher 140........441/(50,3-25,4)=17,71
     
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  19. Anna

    Anna Schaut öfter mal vorbei

    Ja, das wäre der Kehrwert meines Werts "m" durch 2. Ich habe mit den Radien gerechnet, weil ich spontan nicht wusste, wie es genau definiert ist.
    Am Kehrwert sieht man natürlich die Unterschiede besser, danke für den Hinweis. Ich habe es angepasst:

    saxophonmessungen.png
     
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  20. ppue

    ppue Mod Experte

    d1 und d2 verstehe ich noch nicht, @Anna.
     
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