Yanagisawa, Selmer, oder sogar Firebird?

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von PhiltheD, 18.Juni.2010.

  1. saxology

    saxology Ist fast schon zuhause hier

    Bei Yanagisawa ist mir das Phänomen noch nicht aufgefallen, aber bei meinem eng mensurierten Neusilber-Altsax von Dolnet ist das rauschende a'' eine echte Plage und daran schuld, dass das sonst so schön klingende Instrument sein Dasein im Koffer fristet.
    Ich wäre für jeden weiteren Tipp dankbar, wie man das abstellen kann (vielleicht Feintuning/Verkleinerung des Oktavlochs durch den Saxdoc?)

    LG
     
  2. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    tritt das auch auf wenn du richtig gas gibst ?
    mach mal eine weile obertonübungen.
    am anfang nur die tiefen töne (b,h,c,c#,d) in oktaven,duodezimen und doppeloktaven usw überblasen (wichtig durch zungen,rachen und lippenstellung ,nicht beißen !), später dann das ganze untere register b-c#'.
    wenn du dann die ansatzstellung nimmst um die duodezime des d zu spielen, sollte das a' keine probleme machen, wenn doch kannst du ja mal einen anderen s-bogen probieren.
    aber vorsicht, wenn auch das rauschen weg ist, es können dadurch andere probleme auftauchen, die mensur muss stimmen.
     
  3. PhiltheD

    PhiltheD Nicht zu schüchtern zum Reden

    Ich habe das Yanagisawa A-991 gerade zum testen zu Hause.
    Sowohl dieses, als auch das in Köln ausprobierte hatten dieses "Rauschen" auf dem oktav-a alle anderen Töne waren einwandfrei. ab dem oktav-d aufwärts neigen die töne dazu etwas zu hoch zu sein. das ist aber nichts, dass sich nicht ausgleichen lässt. nur das a" sticht da heraus und wandert noch weiter in die höhe und hat nebst dem rauschen einen etwas höheren blaswiederstand. da scheint es einen zusammenhang in meinen augen zu geben.
    an sonsten sticht nur noch das tiefe Bb dadurch heraus, dass es in der stimmung leicht abfällt.
    mechanik ist an sich perfekt eingestellt, wäre da nicht dieses a"...
    also habe ich (nachdem ich nochmal auf diesen thread zurückgekommen bin) meinen alten s-bogen drauf geschnallt und siehe da ---- das gleiche wieder. ABER: bei meinem s-bogen scheint es schlicht daran zu liegen, dass sich das polster beim öffnen der oktavklappe nicht weit genug vom oktav-tonloch des s-bogens entfernt. ziehe ich also mit der rechten hand die oktavklappe ein stück höher, so hört es auf zu rauschen.
    aha, denkt sich philipp und meint ein stück schlauer zu sein - aber getäuscht. zweiter versuch: der Yani-s-bogen kommt wieder aufs sax, das a" wird gespielt und das rauschen ist da so, wie oben beschrieben. wieder nehme ich die rechte hand um die oktavklappe ein stück weiter anzuheben und siehe da... das Rauschen bleibt.
    somit stehe ich weiterhin vor einem ungelösten problem.
    da ich nie exzessiv obertöne geübt habe (was ich sicher noch nachholen muss) kann ich die methode von claptrane nicht kommentieren. aber das rauschen kommt sowohl bei zarten, als auch bei schmetternden tönen auf der ganzen bandbreite.

    Edit: was genau versteht man unter der Mensur?
     
  4. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Hier hat karsten gloger es mal ganz gut erklärt, auf frage 20 runterscrollen.
    beim yanibogen siztz die oktavhülse im vergleich ziemlich weit vorne ,ich könnte mir vorstellen ,dass das auch einen gewissen einfluss hat.
    wenn die unteren töne zu tief sind und die oberen zu hoch, beißt du wahrscheinlich etwas.
    wenn du die obertonübungen machst, bist du irgendwann (das böse wort mit ü) unabhängig von der oktavklappe.
    jeder ton kann dann ohne oktavklappe in richtiger intonation gespielt werden.
    dein a wird dann auch mit gedrückter oktavklappe ,mittels phonetik, rauschfrei sein.
    probier mal was aus : spiele das a des tiefen registers und verändere die zungenstellung als wolltest du "ie" sagen und erhöhe etwas den luftdruck. wenn du alles richtig gemacht hast, müsste jetzt das a eine oktave höher erklingen, aber ohne zu hoch zu intonieren.
     
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