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Wenn Geld ganz, ganz knapp wäre; welches Sax würdet ihr euch dann zulegen und warum?

Dieses Thema im Forum "Eigene Themen" wurde erstellt von KUS, 14.November.2017.

  1. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Mal im Zusammenhang,

    ..wenn man kein Geld hat, kann man sich auch keinen Lehrer oder sonstige kostenpflichtige Ausbildung leisten.

    Deshalb stehen die Musikvereine, die Nachwuchs suchen und auch fördern an erster Stelle.

    In der Regel bekommt man zunächst ein funktionierendes Instrument und die Grundlagen-Ausbildung kostenfrei.

    Ob man dann auch dem Verein weiterhin die Treu hält, ist eine andere Frage.....leider hauen dann viele wieder ab, weil sie musikalisch in eine andere Richtung tendieren.

    Zweigleisig fahren, wäre dann eine gute Mischung.....so war's jedenfalls bei mir und vielen anderen Kollegen früher.

    Gleich ein Instrument kaufen und Unterricht bezahlen...das war nur was für die Betuchten.

    LG Wuffy
     
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  2. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier


    Bei mir wäre es ein Saxofon, ein E-Bass, eine Klarinette und ein Akkordeon. Damit könnte ich sogar Geld verdienen...
     
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  3. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Als ich für das Saxofon anfing zu brennen, konnte ich für 350 DM vom Schulfreund ein verchromtes Altsax kaufen, dass er aus seinen Blasorchester geschenkt bekommen hatte.

    Irgendwann stellte sich heraus, dass es ein Selmer 26 war...

    Weil ich immer Tenor spielen wollte, kaufte ich zwei Jahre später zum Abschluss meines Studiums durch einen Freund, der gerade ein Musikgeschäft aufgemacht hatte, ein Tenor. Er konnte „nur“ Yanagisawa besorgen. Da ich damals fest der Überzeugung war, dass ich zukünftig mir kein Tenor mehr leisten könnte, kaufte ich zum Großhandelspreis das Beste, was es von Yanagisawa damals gab. Es war sogar noch verkorkt.

    Meine damalige Überzeugung war lächerlich; denn irgenwie habe ich immer mein „Trauminstrument“ finanziert. Dies ist heute noch so. Da ich aber kein Sammler bin, funktioniert es irgendwie.

    Meine Bassklarinette finanzierte ich über ein zinsloses Arbeitgeberdarlehen. Dass dies für in finanziell in Not geratene Mitarbeiter war, hatte ich erst erfahren, als mich der Personalrat anrief. Die lachten sich kaputt, als sie meine Not verstanden hatten und haben zugestimmt.

    Meines Erachtens ist es eine Frage der Prioritäten. Urlaube haben z. B. bei mir keinen so hohen Stellenwert. Ein Auto hatte ich erst mit Familie, die meisten der heutigen Instrumente waren aber schon da.

    Der Weg über ein Blasorchester kannte ich damals nicht, finde ich aber klasse.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.November.2017
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  4. Marko74

    Marko74 Ist fast schon zuhause hier

    Wenn Geld ganz ganz knapp wäre, würde ich mir kein Saxophon kaufen.
    Viel zu wartungsaufwändig, egal ob teureres oder billigeres Exemplar.

    Wahrscheinlich würde ich mir stattdessen eine Gitarre kaufen um Musik zu machen.
    Für 200 € bekommt man dafür schon respektable Teile.
    Alle halbe Jahre mal ein Satz Saiten für 10 Euro gekauft und in Sachen Wartung hat sich ,,der Fisch gegessen,,.
     
  5. Gerrit

    Gerrit Experte

    Ich unterrichte eine erwachsene Schülerin, die traf bei mir mit einem no-name-saxophon aus China ein. Das Instrument kostete etwa 350 Euro. Fragt jetzt nicht nach dem Label, ich weiß es gerade nicht. Darauf ein Yamaha 4C. Das erstaunliche ist: das Horn klingt wirklich richtig gut, stimmt, die Mechanik ist brauchbar. Da klappert und verbiegt sich nichts. Sie geht auch achtsam damit um. Vor einiger Zeit suchte sie einen hier ansässigen Holzblasinstrumentenbauer auf, der sein Handwerk wirklich extrem gut versteht. Sie berichtete, er habe diesem Instrument als Note eine "glatte Zwei" gegeben. Also: es muss noch nicht einmal ein altes, gebrauchtes Toneking sein! Ich könnte auf dem besagten Saxophon der Schülerin alles spielen, wonach mir der Sinn stünde, für deutlich unter 400 Euro.

    Und es ist richtig: wir kaufen uns teure Hörner Mundstücke usw., sagen dann "... ein günstiges Horn, ja klar, ein gebrauchtes Keilwerth für tausend Euro..." und vergessen, daß unzählige Leute mit weit weniger als solch einen Betrag im Monat auskommen müssen. Aber deswegen muss man nicht mit schlechtem Gewissen zu Kreuze kriechen! Man sollte es nur nicht vergessen und ggf., wenn Not am Mann ist sich, wenn möglich, auf seine Hilfsbereitschaft besinnen. Zu Kreuze kriechen müssen i.d.R. nur diejenigen, die ob legal oder nicht, ihre unfassbaren Vermögen, die sie in unserem Land und Gemeinwesen erwirtschafteten, an der Steuer vorbei manöverieren auf irgendwelche Kanalinseln oder sonstwohin.
     
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  6. Saxfreundin

    Saxfreundin Ist fast schon zuhause hier

    Diese Frage ist für mich genau so zu beantworten wie die nach dem "wenn Geld keine Rolle spielen würde":

    Außer meinem (preisintensiven) Neuinstrument-Kauf würde ich bei knappem Budget wieder in eines unserer
    jahrzehntealten anderen vier investieren!

    Sprich: Auf jeden Fall gebraucht kaufen, am besten mit Hilfe eines erfahrenen Spielers oder Profispielers,
    und definitiv ein Instrument eines der bewährten Hersteller.

    Ein "Schnapper" im China-Neuinstrument-Segment käme mir weder in den Sinn noch ins Haus ;)
     
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  7. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

    Meine Lehrerin hat mir zum Ausprobieren mal ein China-Sopran geliehen, äußerte sich zum Instrument an sich negativ, ergänzte dann aber, dass es sich mit dem Raschermundstück sehr gut spielen lassen würde. Ähnliche Erfahrungen habe ich mit meinem ersten Alt gemacht, dass aus China stammt ( 219 €); wenn ich es mit einem Mundstück spiele, das mir liegt, lässt es sich gut spielen und klingt gut. Für mich die Schlussfolgerung: Bevor ich mangels Masse ganz verzichte, lasse ich auch ein China-Horn ins Haus.
     
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  8. saxhans

    saxhans Ist fast schon zuhause hier

    Meine beiden Weltklang Solist Tenorsaxophone (Champion, Bandmaster) haben mich jeweils gerade mal so viel wie ein Mundstück gekostet.
    Beide sind solide gebaut, liegen einwandfrei in der Hand und klingen hervorragend.
    Für mich gibt es keinen Grund, einige tausend Euronen für ein Sax auszugeben.
     
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  9. ppue

    ppue Experte

  10. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    Ich würd' sagen, 'Kommt auf's Mundstück an.'
    ... kann auch in die Tausender gehen. ;)
    ... Spässle ...