Schau dir mal die Handhaltung von Saxophonisten mit (relativ) großen Händen an und vergleiche mit deiner Haltung. Coltrane ist ein gutes (und in vielen Fotos gut dokumentiertes) Beispiel. Sonny Stitt, S. Rollins, ...
Fingerhaltung
Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von mcschmitz, 28.Juli.2019.
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hm. du müsstest dir quasi ein saxofon "maßschneidern" lassen. hast du einen saxdoc in der nähe? vielleicht kann man da schon was machen. es fehlt dir ja wahrscheinlich auch an gefühl, wenn du der langen finger wegen nicht normal auf den tasten sein kannst und die finger keine bequeme" haltung haben. .
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Das Saxophon Maßschneidern ist gar kein Problem. Dallhammer in Nürnberg macht das. Die Saxe sind super und die Preise fair
Rick gefällt das. -
So ist es, die Erkenntnis der schlechten Angewohnheit ist vielleicht der wichtigste Schritt überhaupt. Nun muss man sie sich immer wieder beim Spielen bewusst machen, irgendwann ist das dann automatisiert.
So habe ich mir bereits früher einige meiner eigenen Unarten abgewöhnt (z. B. falscher "Ausgleich" der Intonation, verkrampfter Ansatz usw.), bei Schülern klappt das auch meistens sehr gut.Gelöschtes Mitglied 11989 und mcschmitz gefällt das. -
Ein großer Spiegel kann helfen, die eigene Verkrampfung zu erkennen und eine ergonomisch saubere Haltung einzunehmen. Nochmal: Coltrane war einer, der mit großem Nachdruck versucht hat, seine Handhaltung zu optimieren - und kleine Pfoten hatte der auch nicht.
Der Spiegel ist auch sonst für alle Bläser Gold wert: Bleiben beim Luftholen die Schultern ruhig? Wird eine Schulter hochgezogen? Wird der Kopf nach vorn geschoben? Sind die Handgelenke unnatürlich geknickt? Sind die Finger stark gekrümmt? -
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Treten die Stirnadern hervor beim Toptone?
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gelöscht
wie geht ein multi zitat? -
Keine Ahnung. Da ich gerade nach laaaanger Pause wieder zaghaft starte ist das z. Z. noch nicht meine LigaRick gefällt das.
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klingt jedoch ganz nach mir: verkrampfte Haltung und ordendlich pressenRick gefällt das.
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DAS muss man alles erstmal können.
Ich ziehe mal wieder meinen Hut vor Dir. Ich habe auch erst in letzter Zeit angefangen, manches nicht mehr mit den Fingerkuppen zu spielen, weil ich dachte, meine Finger sind eh ziemlich kurz, die Krümmung dementsprechend auch gar nicht so groß, also lag es nahe, die Fingerkuppen auf die Mutter der Perle zu legen. Aber in letzter Zeit, besonders mit dem Pinkytable und der linken Hand, erscheint es mir wesentlich bequemer, da die Finger mehr zu strecken. Und ich spiele entspannter, denn das mit dem harten Drücken, gerade mit den Fingern der linken Hand, ist immer noch ein Fehler bei mir, der mich am schnelleren Spielen hindert. Und mir auch Krämpfe verursacht, wenn ich länger spiele. Ganz zu schweigen davon, dass sich die Klappen manchmal nicht mehr öffnen, wenn ich sie so oft so stark zudrücke. Mit der rechten Hand kein Problem, aber mit der linken Hand habe ich da die Klappen manchmal so in die Polster gepresst, dass sie kaum mehr hochkamen. Seit ich da nicht mehr so die Fingerkuppen verwende, öffnen sie sich geradezu erleichtert.
mcschmitz gefällt das. -
Ja, und nach den Wehen kommt ein Ton raus
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Gut @mcschmitz, Du wirst ja Dein Saxophon noch haben, ansonsten käme Dir vielleicht sogar ein Inline Instrument entgegen.

Viele, auch für Ihre virtuose Schnelligkeit bekannte Saxophonisten, wie bspw. M. Brecker, spiel(t)en ihre angeblich so ergonomischen Offline Instrumente (Selmer SBA und alles was davon bautechnisch abgeleitet wurde) inline, d. h. mit den Fingerkuppen in nahezu einer Linie auf den Klappen vor den Perlmuttdrückern- eigentlich dort, wo die Drücker bei einem Inline Instrument liegen würden, schon komisch, oder?
Wenn Du nun mal große Hände, bzw. lange Finger hast, ist es meiner Meinung nach (!) Quatsch krampfhaft und verkrampfend zu versuchen mit den Fingerkuppen die Drücker zu treffen.
Hierzu müssen auch die Handgelenke leicht überstreckt werden anstatt gerade zu bleiben- vollkommen unergonomisch.saxfax gefällt das. -
Mit einem guten Lehrer (m/w/d) zusammenarbeiten?

Ich kann das Problem mit der Verkrampfung nachvollziehen. Ein paar gute Tips kamen schon - aber ich unterstelle mal, keiner konnte Dir beim Spielen zusehen.
Aber wenn Du Dir von jemand Kompetenten auf die Finger schauen lässt, könnte das sehr hilfreich sein. Ich habe das mit meinem Klavierlehrer durchexerziert. Der meinte dazu: „Manche haben von Anfang an eine gute Technik, ohne richtig zu wissen was sie machen. Und andere müssen es sich mühsam und bewußt erarbeiten.“Rick gefällt das. -
Das spräche dann definitiv dafür, mir meine "Fingerkuppen auf das Perlmutt Haltung" zugunsten einer entspannteren abzugewöhnen.
Wird hart, aber ohne Fleiß kein Preis. -
Tröste Dich, dass die Literatur durchaus geteilter Meinung ist.
Jürgen Bachmann, "Vom Körper zum Ton":
Da Saxophone nicht für jeden Spieler individuell angefertigt werden, sondern nur einen bestmöglichen Kompromiss der Klappenanordnung darstellen, darf sich der Spieler nicht von dieser irreführen lassen und versuchen seine Finger exakt auf die vorgesehenen Perlmuttknöpfe zu legen.
Dies würde aus den erwähnten Gründen sofort zu Verspannungen in den Händen und Fingern führen.
John Harle, "The Saxophone":
All fingers apart from your two thumbs should be angled down onto the (main) keys from above, bent down slightly so that the merest downwards pressure depresses the key, as near to the centre as possible. Your fingers should not leave these keys when not in use, and should always be prepared to play.
Although the key is metal, the pad is not. Pressure downwards from any other direction than centrally will cause the leather pad to contact the metal tone-hole off -centre, creating a blurring effect as the pad takes longer to bed down. Playing with your fingers flat (knuckles in a straight line) causes blurring, inflexibility and a lack of immediacy in the sound.
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Das sieht aber unbequem aus
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Voraussetzung dafür, dass die Finger nicht verkrampfen, ist zu allererst eine gute Haltung. Das Saxophon sollte mit vier Punkten ohne Schwierigkeiten gehalten werden können. Die vier Punkte sind der Gurt, die beiden Daumen und die obere Zahnreihe auf dem Mundstück. Alle anderen acht Finger müssen sich völlig frei bewegen können. Erst dann nämlich sind die Finger davon befreit, das Sax halten oder sogar drehen zu müssen.
Bekommt man diese Haltung nicht hin, dann ist der S-Bogen verdreht oder der Gurt nicht richtig eingestellt. -
Herrn Harle würde ich gern widersprechen. Diese Bilder zeigen den Chanter des schottischen Dudelsacks mit "korrekter" Fingerhaltung.
1. Links greit die Top Hand mit dem ersten Fingerglied, die Bottom Hand mit dem zweiten - außer dem Pinkie. Das ist die häufigste Haltung.
2. Die Fingerhaltung rechts sieht man nur hin und wieder, wird aber ebenso korrekt angesehen wie die andere.
Der Chanter hat zwar keine Klappen, aber die Finger müssen eine äußerst präzise Ausführung lernen, weil jeder Anstoß, jede Betonung eines Tones von ebenso winzigen wie zahlreichen "Gacenotes" begleitet wird.
Ich glaube nicht, dass man Saxophon, Dudelsack, Flöten, Klarinetten, Fagotte, Oboen usw unterschiedlich und auf ganz spezifische Art greifen MUSS. Auch hier wieder der geniale Satz von Adi Preissler: "Entscheidend ist aufm Platz".
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