Hab's jetzt noch einmal ausprobiert: die 1. Oktave ohne Oktavklappe spiele ich überblasen , also als 1. Oberton, vom tiefen Bb bis zum hohen C# ohne groß etwas zu verändern, lediglich etwas mehr Druck hinter der Stütze.
Obertonübungen und der kreative Umgang damit
Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von GelöschtesMitglied11524, 23.Februar.2020.
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Ich glaube, hier gibt es mehrere verschiedene Verständnisse von "Obertonübungen".
Was ich darunter verstehe: die Obertöne, die man mit einem bestimmten Griff (z.B. tief B oder tief H) spielen kann. So kenne ich auch die Rascher-Schule.GelöschtesMitglied1589 gefällt das. -
Vollkommen richtig, lieber @Florentin, darum geht es hier. Gut, dass du es noch einmal auf den Punkt gebracht hast.
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Ich habe jetzt nicht alle Beiträge durchgelesen, falls die Übung schon genannt wurde hier nochmal.
Die mein Übung hatte mir mein leider verstorbener Saxophonlehrer Kenneth Coon Mal mit gegeben hat. In einem eher einfachen Stück sollte ich alle Töne die möglich sind durch "Obertöne" ersetzen. Ich nutzte dazu das tiefe Bb, B und C. Ein Ziel war, das Stück so zu spielen als wenn normal gegriffen wird.
Herzliche Grüße
Andreas -
Jo,
diese Art von Übungen vermisse ich oft in Heften zu dem Thema.
Oft sind die Übungen von Teiltönen "losgelöst" vom normalen Spiel, was ich nicht gut finde.
Eine wie ich finde sehr gute Übung befindent sich in "A Complete Approach to Overtones".
Man spielt z.B. eine Durtonleiter mit immer größeren Intervallen nach unten.
Also mit dem ersten Teilton z.B.:
C(2)/H(1)-C(2)/A(1)-C/G-C/F-C/E-C/D-/C-C-C
Das C2 ersetzt immer durch das in die Oktave überblasene C1. Das kann man mit B (dann spielt man halt B-Dur), H und C# machen.
Dann mit dem 2.Teilton (dann halt B-Dur vom F weg) und dem 3., 4. Teilton. Hier mit dem 2. Teilton als Beispiel:
Das ganze nennt sich "Voicing Transitions"
a.g. gefällt das. -
Wie ich bereits an anderer Stelle schrieb:
Ich tendiere aber zu der Ansicht, dass man sich ganz viel Gedanken und Lehrmeinungsvermittlung über Tonbildung, Voicing, Ansatz (locker, fest), Zungenstellung, offenen Hals etc sparen könnte, wenn man frühzeitig dem Schüler, der Schülerin vermitteln könnte, wie man sich das Obertonspiel (müssen ja nicht gleich 5 sein) aneignen kann. Dabei lernt man nämlich ganz viel von den erwähnten Themenfeldern ganz nebenbei und wie von selbst, und davon profitiert der gesamte Tonbereich, nicht nur die hohen Töne.
Von daher halte ich Obertonübungen für eine der wichtigsten Übungen zur Klangbildung am Saxophon, und man sollte damit spätestens anfangen, wenn man die Töne der zweiten Oktave, also den Gebrauch der Oktavklappe lernt.
Was mir nicht so klar ist, ist wie man das didaktisch lösen kann, denn die Übung steht und fällt damit, dass man es richtig macht. Alles was ich bisher an Beschreibungen dazu gelesen habe, hatten mir nicht viel gebracht, zum Erlernen. Zudem kann man das Saxophon leicht mit Druck auf das Blatt in die Oktave überblasen, und genau das sollte man ja nicht tun.
Kreative Übungen zur Obertönübung hingegen gibt es reichlich, bzw. ergeben sich von ganz alleine:
- Longtoneübungen auf den Obertönen
- Intervalle spielen
- Rauf und runter
- Obertonmatching
usw. bis
- Zwischentöne bis hin zu Melodien auf dem tiefen Bb spielen.
Ich habe das Obertonspielen übrigens über die Mundstücksübung gelernt, bei mir mit Hilfe des Silencers. Bendingübungen sind daher m.E. eine gute Vorarbeit für das Obertonspielen. Man könnte also anfangs bspw. das G2 spielen, die Oktavklappe los lassen, und dann den Ton fallen lassen, dabei aber versuchen, ihn auf dem G2 zu halten, so lange wie möglich, bevor er irgendwann unvermeidlich auf das G1 fällt.
Gruß,
Otfried -
Die Schüler haben Probleme, die Oktave zu kriegen (zumindestens am Tenor kommt meist die Quinte).
Das B geht fast gar nicht (gut, das kleine B lernt man am Anfang eh nicht), aber meist sind sie von der Luft so sparsam unterwegs, dass auch das C1 in's G2 überbläst.
Das ist schon mal ein kleines "Aha".
Mein Credo ist auch: Sobald wie möglich, und halt was grifftechnisch möglich ist.
Auch mal nur Oktavüberblasen ohne OK bis zum C3, das geht dann mit Druck nämlich nicht.
Und ja - Vorbedingung ist Mundstücksbeherrschung.
Ich kenne einen Kollegen, der sperrte seinen Schülern das Saxophon bis Weihnachten weg, und ließ sie nur am MPC üben.
Weiß nicht, was aus ihm geworden ist
Cheers, Ton -
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Wozu? Zur Entwicklung einer Jazzphrasierung ist meiner Meinung eine Aktivierung des Gaumens beim Spielen wichtig. Meiner subjektiven Einschätzung nach kontrolliert man bei Obertonübungen haubtsächlich mit der Stellung des Gaumens und der Luftgeschwindigkeit den rauskommenden Ton, daher eignet sich diese Übung gut zur Stabilisierung der höheren Lagen und zur Ausbildung der Gaumenkontrolle für das Phrasing.
Wie? Um auch für den Sound von Vorteil zu sein empfehle ich:
1. Grundton spielen
2. Ersten Oberton spielen
3. Grundton spielen und dabei den ersten Oberton darin mit dem Ohr isolieren.
4. Zweiten Oberton spielen
5. Grunton spielen und den zweiten Oberton mit Gehör daraus isolieren
usw
Das Obertonhören stärkt für mich die Wahrnehmung der verschiedenen Klangschattierungen, die man aus dem Saxophon rausholen kann. Der Gaumen wird aktiviert und schafft die Vorraussetzungen, um diese auf dem Horn zu umzusetzen.gaga gefällt das. -
Damit man mal hört, über was hier gesprochen wird.
Die Rautennoten zeigen, was ich greife, die runden Noten das zu hörende.
Die erste Datei enthält die ersten 12 Teiltöne des tiefen Bb.
Die Zweite zeigt, wie man mittels Obertönen eine Tonleiter spielen kann. Dabei benutze ich auf den ersten vier Vierteln den 2.Teilton der gegriffenen Tönein der Mitte dann den 3. Teilton und danach wieder den 2. Teilton.
Teiltöne sind das gleiche wie Obertöne, nur dass man mit der Zählung beim Grundton mit Eins anfängt. Das hat den Vorteil, dass man die Vielfachen des Grundtones direkt an der Nummerierung der Teiltöne abnehmen kann. Ist der erste Teilton (Grundton) auf 100 Hz, dann ist der sechste auf 600 Hz, schwingt also sechsmal so schnell.Gelöschtes Mitglied 13941, Zappalein R.I.P., Viper und 11 anderen gefällt das. -
Da hab ich auch noch einen.
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Lieber @Ton Scott
Auch wenn es hilfreich ist: bitte poste im Forum keine Copyright geschützten Werke!Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25.Februar.2020 -
Auch wenn es seltsam scheint, auf dieser Übung ist kein Copyright...
Wenn es jemand downloaden will:
https://www.bestsaxophonewebsiteeve...s/Bulletproof_Saxophone_Playing_Exercises.pdfSaxfreundin gefällt das. -
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Verzeihung, das verstehe ich nicht.
Ich dachte immer, die Oktave schwingt schon mit der doppelten Frequenz.
Oder stehe ich jetzt auf der Leitung? -
@Ton Scott
Die Obertöne schwingen immer im ganzzahligen Vielfachen des Grundtons. Das ergibt für 100 Hz Grundton:
1. Oberton: 2 x 100 Hz = 200 Hz (ist die Oktave vom Grundton)
2. Oberton: 3 x 100 Hz = 300 Hz
3. Oberton: 4 x 100 Hz = 400 Hz
...
5. Oberton: 6 x 100 Hz = 600 Hz
@ppue nimmt lieber statt der Obertöne die Teiltöne, dann ergibt sich:
1. Teilton: 1 x 100 Hz = 100 Hz (Grundton)
2. Teilton: 2 x 100 Hz = 200 Hz (ist die Oktave vom Grundton)
3. Teilton: 3 x 100 Hz = 300 Hz
...
6. Teilton: 6 x 100 Hz = 600 Hz
Gruß,
Otfried -
@xcielo:
Ich hätte nach dem Lung Ching posten sollen.
Stimmt ja alles
, und alle liegen richtig, hehe.
Danke! -
Ich habe noch nie Obertöne geblasen!
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Erzähl mehr!
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Der erste, dem das gelingt
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Ah....Du spielst Sinustöne auf dem Sax. Interessant.....
CzG
Dreas
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