Sound für Pop-Solos: Ist es der Spieler, ist es das Setup?
Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von skahde, 24.Februar.2025.
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Und am einfachsten ist es, wenn man „zitieren“ anklickt
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Als @Analysis Paralysis schrieb was er schrieb hatte ich die Stelle gefunden. Du (@ppue ) hattest was über "unser Verhältnis" geschrieben, das er ja auch aufgegriffen hatte. Da war nicht ganz eindeutig, dass Du Dich auf das Verhältnis zwischen Dir und ihm beziehst. Mittlerweile finde ich die Stelle nicht mehr, vielleicht gab es da einen Edit dazwischen. Daher schlage ich vor, die Diskussion auf sich beruhen zu lassen.
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Inspiriert durch die Diskussion, was in der Bearbeitung geht (oder nicht) hab ich mal gerade aus einem kleinen Schnipsel eines Band-Recordings zwei Versionen exportiert.
Version 1 (Sax Fill no FX), komplett unbearbeitet, ohne Raum, Kompressor, EQ
Version 2 (Sax Fill FX), mit Delay, Kompressor, Saturation, EQ und Raumanteil
Ich bin nicht so der Mixing-Papst und Version 2 ist auch eher übertrieben mit Raum versehen, aber insgesamt zeigt das kleine Beispiel schon deutlich, was auch mit "Bordmitteln" der Nachbearbeitung zu erreichen ist.
Ansonsten ist die Aufnahme entstanden mit meinem YTS 280, Meyer 8 mit 2,5er Vandoren Java Filed Red über ein Lewitt MTP 940 CM KondensatormikrofonAnhänge:
skahde gefällt das. -
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Ich war vielleicht naiv, dir Tipps zu geben, sorry. Du hattest aber auch mir mal geantwortet, ohne das Gepostete zu zitieren oder @ + nick zu schreiben.
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Ja, das mache ich schon mal, wie auch hier.
Rick und scenarnick gefällt das. -
Das ist ein interessantes Beispiel - und alles, was ich jetzt schreibe bezieht sich nicht auf den Kontext, in dem es gespielt ist, sondern auf das "80er Jahre Pop-Solo":
Der "trockene" Fill wird zwar durch FX etwas aufgehübscht, würde aber unabhängig davon von mehr Dynamik im Spiel (sogar in den einzelnen Tönen) und stärker akzentuierter Artikulation bzw. Phrasierung profitieren, um ein amtlicher 80er Jahre Sax-Sound zu werden.
Aus einem gefühlvoll eingespielten Fill wird mit keinem Filter dieser Welt ein Baker-Street-Sax-Riff... -
@Silver danke für den Kommentar. Mir ging es in der Hauptsache darum zu zeigen, wie sich ein Klang durch den Einsatz von Effekten verändern kann.
Natürlich ist ein Mischpult kein Klärwerk. Will sagen, Mist, rein, Mist raus. Und ich bin mit meinen fünf Jahren Spielpraxis weit davon entfernt, da einen richtig guten Input liefern zu können. Trotzdem hoffe ich, dass das Beispiel einigermaßen interessant istZuletzt bearbeitet: 25.Februar.2025 -
Ui, das ist allerdings interessant. Bei jedem Amateur würde man diese Intonation als "ziemlich daneben" bezeichnen. Aber bei Archie Shepp? War das Absicht oder hatte er was genommen?Sax a`la carte gefällt das.
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@skahde
Ja, deine Argumentation verstehe ich. War bei mir genauso. Nur, irgendwann hatte das ein Ende. Von den zig mpc sind dann wenige geblieben, noch weniger werden gespielt und unterscheiden sich gering. Der Reiz des neuen ist weg und meine Fehler höre ich auch so.
Gleiches mit Blättern, sofern noch bezieh- bzw kaufbar. Vielleicht bin ich klanglich angekommen, bzw ist mein setup für mich geeignet die genres zu bedienen, in denen ich mich bewege.
Der Grund heute nach einem anderen setup zu greifen wäre, dass ich nach langer spielpause den Ansatz für meine standardmundstücke nicht habe und mit "anfängermundstücken" erst wieder trainieren muss. Oder ich muss auf eine andere blattsorte wechseln.Rick, skahde, Bereckis und einer weiteren Person gefällt das. -
Mach ruhig weiter so, frag dann aber nicht so jungfräulich nach Details….Matthias Wendt gefällt das.
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Es wäre mir unangenehm, wenn ich mich falsch ausgedrückt habe und das zu Missverständnissen führt. In diesem Fall bitte ich um Entschuldigung.
Meine Aussage sollte sich überhaupt nicht auf Deine Fähigkeiten am Instrument beziehen - die lassen sich an den paar Sekunden gar nicht seriös beurteilen - sondern darum, dass eine hier eher gefühlvoll als druckvoll gespielte Figur (die vermutlich sehr gut in den Kontext passt, in dem sie entstanden ist) auch mit den wildesten FX nicht zum Power-Pop-Solo wird.
Insofern ist das Beispiel nicht nur interessant sondern für @skahde relevant:
Wer Baker Street will, muss vor den FX Baker Street reintun, nicht andersherum. -
@Silver - alles gut, ich habe Dich schon richtig verstanden.
Wir sind uns dann in drei Dingen einig:
a) Am Anfang steht der eigentliche Ton, den @skahde entwickeln will
b) Dazu kommt noch Technik wie Artikulation, Phrasierung
c) Ganz am Schluss kommt die "80'er Soße" aus den Effekten
(Und ne Power Pop Ballade hatte ich gerade nicht im Rechner - höre ich zwar sehr gerne, bin ja Kind der 70'er/80'er, spiele es aber nicht)
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Das Problem ist doch aber (kenne ich auch von mir) dass man im Algemeinen eine voll
ausproduzierte und mit allen Mitteln der Studiotechnik (EQ, Hall, Delay, Kompressor etc.)
bearbeitete Aufnahme hört und mit Tränen in den Augen denkt "So möchte ich auch klingen!"....
Und dann setzt man sich in seinem Zimmer hin und übt und übt und.....

SlowJoe -
Oder holt sich ein Audio Interface und ne DAW, nimmt sich auf und schraubt und schraubt und schraubt bis man feststellt, dass man hätte üben sollen

Egal in welcher Reihenfolge, das "Gear" im Sinne von MPC und Blatt sollte hintan stehen (und die DAW oder der Recorder kann ein Freund sein bei der Dokumentation der Fortschritte) -
Bevor ich den Tipp nochmal bekomme: Am Setup wird einstweilen nicht geschraubt. Ich habe die letzten Tage auch täglich geübt und es ist mit dem aktuellen Gerät so viel Variationsmöglichkeit im Sound, das will erst mal erschlossen sein.
Von mir zum "Schluss" (falls noch was kommt, schaue ich weiter rein) nochmal mein Dank an alle, immer wieder toll, was hier an Erfahrung auf den Tisch kommt, wenn man einfach mal fragt. Klasse!Bereckis, Gelöschtes Mitglied 15637, Rick und 2 anderen gefällt das. -
Schlechtes Saxophonspiel lässt sich auch mit der DAW kaum korrigieren.
Da hilft nur üben.
Mir geht es darum, dass das Vorbild dem ich nacheifere - gerade im Pop - Bereich -
eine Fata Morgana aus dem Originalsound des Spielers und einem Haufen Technik
ist mit der der Sound aufgepeppt, verändert und angepasst wird. Die "trockene" Original - Aufnahme
eines solchen Traumsolos wird man wohl nie zu hören bekommen.
SlowJoe -
Immerhin im Jazz, etwas OT

Blofeld, Sax a`la carte und Rick gefällt das. -
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