Wie umgehen mit Gagen?

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Nemo, 24.April.2026 um 19:55 Uhr.

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  1. SaxPistol

    SaxPistol Strebt nach Höherem

    Einzige pragmatische Lösung wäre gewesen, dass sie geheiratet hätten - eben um den höheren Freibetrag zu bekommen.
     
  2. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Dann hätte sie u.U. den höheren Freibetrag nicht mal gebraucht weil die gemeinsam bewohnte Immobilie der Eheleute besonders geschützt wird.
    Im Detail zu kompliziert hier zu erläutern - aber da ist es, das Wohnrecht.

    Das gilt aber nur für den/die Überlebende bei Verheirateten bzw. Verpartnerten. Egal, wann die Ehe geschlossen wurde.
     
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  3. ppue

    ppue Mod Experte

    Wie geht "verpartnern"? Ich habe von so etwas keine Ahnung.
     
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  4. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Das ist nur teilweise korrekt.

    Ein Einfamilienhaus am Tegernsee hatte 1970 mal einen Wert von vielleicht 200.000DM, heute sind es 2.000.000 Euro - das ist deutlich mehr, als die Inflation. Und dieser Wert ist zunächst mal komplett real - es ist der Marktwert.
    So gesehen handelt es sich mindestens bei der Wertsteigerung um Einkommen das der Staat besteuert.

    Dass das nichts mit den Problemen zu tun hat, die für die Erben entstehen, die das Elternhaus gerne behalten möchten, ist auch klar.

    Bei Unternehmen wird großzügig der Wert nach unten angepasst und die anfallende Steuer gestreckt und gestundet. Bei Privatpersonen nicht. Da ist die Steuer vier Wochen nach dem ergangenen Bescheid fällig. Einsprüche (z.B. bei einer Phantasiebewertung durch das Finanzamt) haben i.d.R. keine aufschiebende Wirkung. Das ist nicht fair.
     
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  5. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Das ist eine eingetragene Lebensgemeinschaft zweier (meist gleichgeschlechtlicher) Menschen.
    Macht das Standesamt, genau wie die bürgerliche Eheschließung. Heißt nur anders.
     
  6. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Das muss nicht vollständig so sein. Hier in der Stadt habe sich Immobilienpreise in den letzten 30 Jahren ungefähr verdoppelt. Wer damals eine Immobilie erworben hat und diese nun vererbt, musste auf die Wertsteigerung keinen Cent Steuern zahlen. Stattdessen resultiert die Wertsteigerung zum großen Teil aus der Verbesserung der Infrastruktur, die aus Steuergeldern bezahlt wurde.
     
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  7. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Für Betriebsvermögen gibt es in Deutschland extreme Steuerbefreiungen. Zusammen mit der Möglichkeit, die Freibeträge alle 10 Jahre auszunutzen, gibt es da viele Möglichkeiten, Erbschaftsteuer zu meiden.
     
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  8. ppue

    ppue Mod Experte

    Was ist mit verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaften?
     
  9. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

     
  10. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Mein Beispiel schwächelt bei betrieblichem Erbe.. Ich wollte nur darauf hinaus, dass es sich die Einheimischen in besonders schönen Regionen aufgrund der Wertsteigerung und der Erbschaftsteuer mitunter schwer tun, einfach nur zu bleiben und den menschlichen Anteil der Region so zu erhalten, wie er gewachsen ist. Zum Teil ist das natürlicher Wandel, aber bisweilen ist der Eingriff dadurch unnatürlich. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass der Erhalt einer Wohnimmobilie bei der Erbschaft gefördert werden könnte, wenn sie weiterhin von Familie bewohnt und nicht zu Geld gemacht wird. Und die Steuer in vollem Maße dann fällig wird, wenn der Zweck geändert wird. Nur so als Idee.
     
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  11. korfi62

    korfi62 Schaut öfter mal vorbei

    Hmm, Immobilien in wirklich guter Lage brauchen dafür keine 30 Jahre.
    Und das ist keine Wertsteigerung, sondern Inflation.
    Also ein Nullsummenspiel.
    Und rate mal, wer die Inflation gemacht hat?
    Genau!
    Der Staat, der das Geld wie doof druckt (und trotzdem Steuern erhebt).
     
  12. SaxPistol

    SaxPistol Strebt nach Höherem

    Oha….
    Also, aus Sicht des Immobilienbesitzers ist es sehr wohl eine Wertsteigerung, da der Immobilienwert sehr viel stärker steigt als die durchschnittliche Inflationsrate. Mitnichten ein Nullsummenspiel.
    Und der Staat „druckt kein Geld wie doof“. Darüber wacht die Bundesbank bzw. die Europäische Zentralbank, welche unabhängig vom Staat, also Legislative/Exekutive/Judikative arbeitet.
    Es gibt sicherlich Länder, in denen das nicht so ist. Wir dürfen uns da glücklich schätzen.
     
    Gerrie gefällt das.
  13. korfi62

    korfi62 Schaut öfter mal vorbei

    Ja.
    Bzw nein.
    Korrekt ist, dass die EZB das Geld druckt. Reichlich. Zu viel. Viel zu viel.
    Da die EZB vom "Club Med" regiert wird (das sind die Mittelmeeranrainer, die ständig pleite sind), muss man halt die Gelddruckmaschine anwerfen.
    Und die "amtlich mitgeteilte Inflationsrate" ist nicht die wirkliche Inflationsrate.
    Echte Inflation messe ich an langfristigen Gütern (und nicht am amtlichen Warenkorb, der gelegentlich im Interesse der Regierenden manipuliert wird).
    Die tauchen da aber nicht auf.
    Kann man gerne drüber diskutieren.
     
  14. ppue

    ppue Mod Experte

    Dieser Thread steht in der Rubrik "Saxophon spielen" und endet hier. Bitte tauscht euch im geschützten Politikbereich weiter aus.
     
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