Irgendwie laufen mir gerade Mundstücke zu, obwohl ich gar nicht danach suche… Ein Morgan Fry Vintage 7* ist für kleines Geld auf dem Weg zu mir. Leider fehlt bei der originalen Blattschraube (die in der Schiene) die Andruckplatte fürs Blatt. Dafür ist eine Original OL Florida U.S.A. Blattschraube - die mit dem T auf dem Rad - dabei… Angeblich passt auf die Fry-Schraube auch eine Platte vom OL. Hier also die Frage: Hat jemand eine überzählige Andruckplatte für Fry oder Link herumliegen? Wo könnte man so eine Link-Platte einzeln bekommen? Oder eine einzelne STM-Blattschraube zum kannibalisieren? Fragen über Fragen…
Gerade bei #Kleinanzeigen gefunden. Wie findest du das? https://www.kleinanzeigen.de/s-anze...ueck-schiebe-ligatur-kapsel/3403255353-74-603 Passt vielleicht? (Nein, ich bin nicht der Anbieter.)
Hihi .. ich weiß, dass Du nicht Heiko Frehse bist. Der war hier auch mal kurzzeitig zu Gast ... Was er da anbietet, ist "Beifang" zu einem seiner Mundstücke, die er seit einiger Zeit anbietet - nachdem er sie auf eBay oder Aliexpress für 30€ - 50€ einkauft. Aber vielen Dank für den Tipp. Es ist ja noch nicht mal hier...
Kay Siebold verwendet ansonsten doch auch solche Schiebe-Ligaturen - müsste also auch helfen können .
Habe mal eben aus Neugier nachgeschaut: Er bietet Mundstücke für 269€ an. Wenn das mit dem Einkaufspreis tatsächlich stimmt, wäre das eine ziemlich steile Spanne.
Ist die Platte geschraubt oder genietet? Falls geschraubt, kannst du Ersatzplatten für Francois Louis kaufen. Falls genietet, würde ich @Toko mal fragen, ob er sowas für dich fertigt.
Dafür macht Apple aber auch etwas mehr, als ein Logo drauflasern zu lassen… Der hat doch gerade irgendwie den Betrieb eingestellt, oder wie war das? Ich bin mir nicht so 100% sicher, ob einfach ein Blechplättchen ausreicht. Alleine auf der verwaisten Fry-Seite gibt es Hinweise auf erheblichen Aufwand beim Thema. Die FL habe ich mir angeschaut. Könnte evtl. passen - wenn der Messschieber nicht was anderes sagt, wenn das Packerl da ist. Wobei mir die eher dicken und steifen FL Platten so gar nicht so aussehen, wie das, was der Fry da gemacht hat - ganz am Anfang waren das noch Klötze - zum Ende hin dünne, domähnlich geformte, vierfüssige Bleche. Es bleibt spannend. Aber zum Glück gibts Alternativen von der 404 bis zur echt guten YANY SIXS. Und die OL Florida, die dabei ist…
Heute kam das Packerl mit dem Fry und der OL STM Florida Schraube. Von Marca kam auch nochmal was und so war heute Nachmittag der Bub im Süßwarenladen... Erster Eindruck vom Fry: Mein lieber Scholli - das ist mal so richtig gut! Es hat etwas mehr Baffle, als das Florida aber dafür eine wesentlich größere Kammer - dadurch lässt es sich in jeder Lebenslage sehr gut kontrollieren und klingt von unten bis oben fett mit einer schönen Obertonstruktur. Sehr wandlungsfähig mit einem moderaten Kraftaufwand zu blasen aber dabei nie anstrengend - das ist bei anderen Mauspiessen nicht so - und es reagiert eindeutig auf jede gezielte Veränderung von Ansatz, Luftsäule, Blattschraube, Blatt usw. Ich bin letztlich bei der guten, alten Selmer 404 gelandet, die mir mit LaVoz in dieser ersten Runde am meisten zurückgibt. Die Marca Unic Studio haben nicht so gut mit dem Fry funktioniert. Da ist so ein brummiger, blubbernder Unterton, als hätte man Spuckespratzeln zwei Oktaven tiefer... Das Marca Unic Jazz hat mit dem Fry sehr gut harmoniert und wenn's sein muss, kriegt man damit den Putz von der Wand Die OL STM Florida Schraube macht sich dagegen sehr gut auf dem LBA Florida - da geht's einen Tick freier zu, als mit der 404 aber kontrollierter, als mit der Yana Sixs. Guter Match. So - und jetzt muss ich wieder zu den Bonbons
Tja mein Lieber… …nach heute über vier Stunden mit dem Fry im Mund würde ich Dir jetzt mal die Hoffnung nehmen, dass es in absehbarer Zeit bei Dir landet. Ich finde das Ding ganz außerordentlich im positiven Sinn. Es macht Dir nichts leichter, als es ist - aber auch nichts schwerer. Unser Bigband-Vorturner teilt die Solochorusse recht freihändig zu (manchmal erst so nach zwei, drei Takten) und ich bekam heute bei jedem Stück einen oder zwei Chorüssel - vom Kalüpso bis zur wundervollen Welt (bitte schmachten Sie brummelig über 20 andere Musikanten hinweg, für die „Piano“ das Ding mit den Tasten aber ganz sicher keine Dynamikbezeichnung ist…) Läuft bei mir. Es hat aber auch Tücken - meine LaVoz sind für mich ab dem E abwärts etwas sperriger, als andere Blätter. Das geht mit dem Fry nicht so easy-peasy, wie mit dem LBA. Da muss ich halt umvoicen, damit tief B-C#-D-C#-B auch bei 160 Sachen als Achtel gehen (Sch… Tenorstimme. Mach wat bei) Dafür geht’s nach oben raus so Fry … äh, frei und offen, dass es eine Freude ist. Leise und trotzdem überall präsent gehts auch und richtig, richtig laut sowieso. Ich habe noch keine Grenze erreicht… Hat noch jemand ein Fry fürs Alto oder Sopran rumliegen? Wäre an einer Diskussion darüber interessiert
Das macht nix. Ich hatte sie eh schon alle Vintage, Super Vintage, Original in Kautschuk. Sein "Meyer" für Alto. Und noch ein Metall ohne Namen, das ich nicht verkaufen hätte sollen. Vor Jahren hatte so ein Shop in Polen https://www.intradamusic.com/s/170---TENOR-MOUTHPIECES.html noch Restbestände. Schade, dass da nix mehr kommt.
Wieso nicht? Ist er out of business? Ich hatte nie eins seiner Stücke, aber sie haben ja allgemein einen hervorragenden Ruf.
Ja, ist er. Irgendwann begann es mit unzuverlässigen Lieferungen und dann haben sich einige hier und bei SOTW und anderen Foren bitterlich beschwert, dass sie geprellt wurden. Was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Vielleicht hat er es, ähnlich wie Eric Falcon oder Dave Guardala, am Kopf gekriegt. Scheint eine Refacerkrankheit zu sein…
Interessante Beobachtung. Da fallen einem sogar noch ein paar mehr ein. Kautschuk-Staub? Messing-Staub? @Juju , gibts bei Zerspanungsmechanikern (Machinists) Ablagerungen in der Birne? Ich hör wieder auf mit dem selber rumstümpern…
Mich erinnert das stark an das ominöse "Hutmachersyndrom". Im 18. Jahrhundert verfielen reihenweise Hutmacher dem Wahnsinn, weil sie, wie man irgendwann herausfand, beim Präparieren von Fellen ständig Quecksilberdämpfe einatmeten. Die Redensart "verrückt wie ein Hutmacher" geht darauf zurück. Es gibt dazu auch einen schönen Chabrol-Film mit Michel Serrault und Charles Aznavour: "Les fantômes du chapelier". Kommt ja vielleicht irgendwann mal wieder in der arte Mediathek. Ein Refacer, der scheinbar sinnlose Morde an Saxophonisten begeht, wäre natürlich auch ein schöner Plot.