Das es des noch gibt...

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Nilu, 1.Juli.2026 um 09:19 Uhr.

  1. Nilu

    Nilu Ist fast schon zuhause hier

    Endlich mal ein unaufgeregtes Altosolo bei einer top Pop-Rock-Band vor tausenden von Zuschauern.
    Mit ein paar vielen Longtonesübungen kriegt man das doch auch hin?;)
     
  2. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Die prägnantesten Solos in der Popgeschichte waren immer die einfachen . Die bleiben im Ohr .
    Denke nur mal an Bakerstreet oder andere
     
  3. Spacecat

    Spacecat Ist fast schon zuhause hier

    Mit meiner Ansucht stehe ich alleine, sehe diese Solos nicht unbedingt nur einfach. Griffe, Töne, ok, hat jemand der paar Wochen Saxophon spielt, schnell drauf. Voraussichtlich werden es auch viele gerne hören. Um tausende Fans im Publikum zu begeistern sehe ich das trotzdem nicht leicht.

    Und mit tausenden Fans meine ich keine Klicks in Saxkaraoke Webvideos mit Superhall.
     
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  4. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ne, stehst garnicht allein. Ich bin bei @Nilu, das ist schön, wenn sich jemand traut, auf allzu technisches zu verzichten (was auch noch mal etwas anderes ist, als es nicht zu können).
    Aber es ist trotzdem nicht einfach, etwas einfaches zu kreieren, was Menschen anspricht und mit seinem Klang und der Artikulation Emotionen zu transportieren.
    Dieses Solo so abzuliefern ist etwas anderes, als sein Transkript vom Schwierigkeitsgrad her schon spielen zu können.
     
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  5. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Es ist für einen Beginner auch nicht einfach,einfach nur einen Graden gut intonierten Ton in Time mit sauberem Beginn und Ende zu spielen.
    Aber noch weniger einfach für Ihn ist es Solos von M.Brecker zu Transkriptionen .
    Manchmal ist weniger einfach mehr
     
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  6. Spacecat

    Spacecat Ist fast schon zuhause hier

    M.Brecker ist natürlich Hausnummer. Manch schnell gespielter Part in Verein oder Band klingt trotzdem oft schöner, als ein Part mit 2- 3 Tönen, wenn etwas in den Tönen fehlt.
     
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  7. Iwivera*

    Iwivera* Ist fast schon zuhause hier

    Wer spielt denn da eigentlich Sax? Wer ist mit "das es den noch gibt" gemeint? Leland Sklar wird bestimmt noch hundert. Der ist ja unverwüstlich.
     
  8. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Das Saxophon spielt da IMHO kein Solo, sondern halt eine eingängige Phrase.
    Das ist jetzt keine Bewertung, sondern nur eine Feststellung :)

    Das ist ein Solo, nicht mal ein besonders tolles oder mit tollem Sound gespieltes, und ist trotzdem berühmt geworden :)
    Es passt halt einfach :)

     
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  9. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Die Solo Ideen bei Spando Ballet fand ich immer klasse,aber sie waren alle schlecht gespielt,das stimmt
     
  10. ppue

    ppue Mod Experte

    Ich sehe das Saxspiel im ersten Video nicht als ein Solo an. Ja, ist eine Solostimme, aber mit einer vermutlich schon vorgegebenen Melodie.
     
  11. Witte

    Witte Strebt nach Höherem

    Jesus Maria, Ick bin nen großer Fan von Chet Baker..., Dizzy Gillespie war da weitaus komplexer, ähnlich Michael Brecker, ähnlich Charlie Parker...!

    Für mich war da Chet Baker eher der Poet an der Trompete, vergleich den da eher mit
    Rainer Maria Rilke...;)

    Der hat auch nie besonder hoch gespielt..., hat allerdings wirklich nen Sound, und eine
    Poesie, zumindest für mich entwickelt...

    Im Bereich "Pop" brech Ick den Thread einfach mal auf ne absolut simple Tonfolge runter...!
    Dennoch besteht auch da die Möglichkeit, dass der wirklich Saxophon spielen kann...;)

     
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  12. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich hatte zu Schulzeiten eine Popband, da habe ich ständig solche „Soli“ gespielt. Die waren nicht unbedingt komponiert, sind aber oft „gewachsen“, d.h. wenn eine Melodie funktioniert hat, hat man sie beim nächsten Mal auch so gespielt und sie hat sich da verankert. Spätestens wenn das Publikum dann die Solomelodie mitsingt, kann man nur noch schwer was anderes solieren.

    Pop halt, da ist die Wiedererkennung wichtiger als die ständige Innovation!
    Es gibt ja auch Rocknummern, bei denen das ikonische Gitarrensolo so im kollektiven Gedächtnis verankert ist, dass man kaum guten Gewissens was anderes spielen kann.

    Im Jazz wäre es dann kein klassisches Solo mehr und je nach Tempo und Länge der Section ist der Übergang zu „notiertem“ Solo, Solo-Melodielinie, Riff oder Lick wohl fließend.

    Diese Art des solierens war im frühen Jazz übrigens m.E. nichts ungewöhnliches, wie man an seltenen A/B takes mit sehr ähnlichen Soli hören kann. Aber das war ja auch mal Popmusik…
     
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  13. ppue

    ppue Mod Experte

    Besonders zur Zeit des Swing war es in vielen Big Bands sogar erwünscht, dass man jeden Abend die gleichen Soli ablieferte.
     
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  14. slowchange

    slowchange Kann einfach nicht wegbleiben

    Das Desmond-Solo in "Take Five" zum Beispiel ist ja inzwischen so sehr im kollektiven Jazzgedächtnis verankert, dass die WDR-Bigband einen ganzen Bläsersatz über das Solo macht. Ich finde das ziemlich cool.

     
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  15. Argonrockt

    Argonrockt Ist fast schon zuhause hier

    ...da konnte man mit 15 die Spandau Ballet Solos fast direkt mitspielen und wunderte sich, das das beim ersten Nena Album erst mehr als eine Dekade später halbwegs ging...
     
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  16. Tom.66

    Tom.66 Ist fast schon zuhause hier

    Da ich ja seit 2 Jahren in einer Pink Floyd Tribute Band spiele, hat sich meine Perspektive in dem Genre auch noch einmal deutlich gewandelt. Bei Titeln wie "Shine on you crazy Diamond", oder "Money" MUSS man das Solo genau so spielen, wie es auf den Alben veröffentlicht ist, weil es Jede und Jeder mitsingen kann und auch nur ein anderer Ton auffällt. Bei "Us and them" ist das nicht mehr ganz so extrem, und wir haben auch in einzelne Titel ein Sax Solo eingebaut, wo es im Original gar keines gibt.
    Ich dachte, nach 20 Jahren Jazz kann mich nichts mehr erschrecken, aber der Anspruch, den eine Tribute Band stellt, wo die Musik der zelebriert wird, ist schon anstrengend. Der Gitarrist, spielt an einem Konzertabend ALLES aus dem Kopf, die kompletten Alben "Wish you were here" und "Dark side of the moon", plus einige Titel von dem Album Echoes, unter anderem auch "Echoes", in der 15 Minuten Version. Da zolle ich größten Respekt und Anerkennung, auch wenn es keine "erdachten" Soli mehr sind. Aber die Perfektion, etwas immer wieder so abzuliefern, dass das Publikum keinen Unterschied zum original hört ist auch eine Klasse, die man erreichen muss...

    Und ich bin ganz bei @ppue und @giuseppe , in den Swing Bands gab es meißt keine freien Soli. In den frühen 80ern kam im ZDF eine Doku, die ich mir irgendwann in den 90ern als VHS Kassette beim Sender gekauft habe. Da kamen einige Zeitzeugen und Musiker der großen Bands zu Wort. Einhellige Meinung war die Kommerzialisierung der Swing Musik: Charts, Stückzahl, Verkauf und Wiedererkennung..
     
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  17. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Zum Thema gleich spielen:
    Die Soli danach halten sich in Teilen an das Original, weichen aber dann doch ab (3 unterschiedliche Altisten, Original Don Myrick) :)





     
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