Sommerlochthread: Würdet Ihr heutzutage wirklich nochmal mit dem Saxophon beginnen?

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von altblase, 26.Juni.2026.

  1. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Ja. Ich hatte das Angebot innerhalb meines blasorchesters von klarinette auf Altosax zu wechseln, ich hatte zu der Zeit auch einen extrem guten Lehrer, der da mitgegangen wäre.... Nur, ich war zu faul zum Üben und wollte nicht. So ist das manchmal...
    Während des Studiums wäre es dann doch schwierig geworden. Ich musste zu meiner Zeit noch richtig für die Uni arbeiten, in meiner Bude mal eben so einen klangkörper benutzen hätte Ärger gegeben, Proberäume sind eher selten, und so'n bischen Geld verdienen musste ich auch. In den semesterpausen lagen die Klausuren bzw wurde man zu fachpraktika in der Industrie genötigt... Zeit war eher keine.
    Danach kamen der job (da war ich viel unterwegs), irgendwann Familie... Und dann ging das Saxophon spielen und sammeln los. Besser spät als nie.
    Richtig bereuhen tue ich eigentlich nur, dass ich nicht wenigstens auf der Klarinette weitergemacht habe. Das wäre einfacher gewesen und die Grundlagen (tonarten, harmonien etc) sind gleich. Das war dumm und eine der schlechteren Entscheidungen im Leben. Die Option war da, doch der Geist war schwach.
     
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  2. Calymne

    Calymne Ist fast schon zuhause hier

    Sommerloch - noch 3 Wochen bis zu den Ferien.

    Nochmal beginnen?
    Keine Ahnung. Wenn ich mir meine Instrumentenreihenfolge so angucke:

    Kind / Teenie
    Glockenspiel - Blockflöte - Hackbrett - Querflöte

    lange Pause

    mit 39 ein Orgel Versuch, dann Keyboard
    2024 dann Tenor und
    Bari seit gestern

    Keine Ahnung, ob ich wieder mit nem Sax anfangen würde, in meinem Leben hat sich so viel durch Zufälle ergeben - wer weiß wo ich grad wäre, wenn bei meinem damaligen Tastenunterricht nicht über Wochen ein Sax im Fenster gestanden hätte, das mich angelacht hat...
     
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  3. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem


    cool. Glückwunsch
    Was wurde es denn?
     
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  4. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Antwort auf die obige Frage:
    JA! Unbedingt. Und zwar 20 Jahre früher.
    Cheerio
    tmb
     
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  5. Jokay10

    Jokay10 Nicht zu schüchtern zum Reden

    Ich bin ein absoluter Späteinsteiger! Nach dem Ende meines Berufslebens habe ich mir ein Altsax gekauft, einen Lehrer gesucht und gefunden, der mein Altsax als "Chinakanne" (Stagg) verunglimpft hat, das aber trotzdem duchaus brauchbar war. Mein erster Workshop, den ich mitgemacht habe, war in der Toskana (toller Workshop, tolle Gegend) aber ich war einigermaßen überfordert. Und der Lehrer der mich zunächst ohne Instrument sah, erzählte mir, er sei sicher gewesen, dass mein Instrument Tenorsax sei. Das gab mir zu denken, aber ich blieb insgesamt 5 Jahre beim Altsax (allerdings nicht die ganze Zeit bei der "Chinakanne") und stieg dann auf Tenorsax um, bei dem ich bis heute geblieben bin.
    Irgendwann hab ich dann eine "Marktlücke" entdeckt, weil ich hier im Forum feststellte, dass es eine ganze Reihe von SpäteinsteigerInnen wie mich gab. Also organisierte ich ab 2010 Späteinsteigerworkshops in Hannover und ab 2012 Sommerfeste im Hessischen, zuletzt auf der Burg Fürsteneck (tolle Spielstätte). Ich glaube, ich habe anderen, aber auf jeden Fall auch mir damit ziemlich viel Freude gemacht. Corona hat dann einen Break bewirkt und ich beendete die Organisation von Workshops.
    Drei oder vier Jahre habe ich in einer Bigband mitgespielt, jetzt bin ich Teil eines Trios aus Bass, Klavier und mir.

    Die vielen schönen Erlebnisse, die ich im Zusammhang mit dem Saxophonspielen hatte, würden mich in der Rückschau immer wieder dazu bringen, mit dem Sax anzufangen, was für mich auch das schönste Instrument ist. Wenn ich auf meine Fähigkeiten auf dem Instrument zurückblicke, ist meine Zufriedenheit nicht sehr ausgeprägt. Ich war und bin kein ehrgeiziger Über und so lebe ich mit meinen Einschränkungen. Immerhin gab es anfangs eine Nachbarin, die meine tägliche Übungsstunde hasste, heute freuen sich angeblich einige (wenige) Nachbarn über meine Versuche mit dem Sax.

    Herzliche Grüße,

    Joe
     
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  6. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Bin beeindruckt, worin manche sich immer so sicher sind! Wusste er auch die nächsten Lottozahlen?:cool:
     
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  7. visir

    visir Gehört zum Inventar

    wohl nicht die richtigen ;)
     
  8. ppue

    ppue Mod Experte

    Das muss ja nicht immer richtig sein, aber ich kann auch recht sicher vorhersagen, wer bei welchem Instrument bleibt. Statistisch sind hier im Saxforum die meisten User über 50/60 und haben sich mit den Jahren ein kleines Wohlstandsbäuchlein zugelegt. Da liegt es nahe, dass man seiner Figur ein etwas größeres Instrument gönnt und nicht so ein pieseliges Alto vor sich herschiebt. Das entspricht auch im Klang nicht dem von vielen gewünschten Fuhfuh-Sound.

    Der Anteil der Tenorsaxophonspieler ist hier dermaßen groß, dass z.B. harmonische Fragen schon automatisch in Bb-Stimmung diskutiert werden.
    Diese Verteilung entspricht keineswegs der Normalverteilung Alto-Tenor in Deutschland.
     
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  9. ppue

    ppue Mod Experte

    Ich würde sofort wieder mit Klarinette und Saxophon beginnen, mich aber noch viel mehr um andere Instrumente bemühen. Ich habe ganze Programme als Schlagzeuger und Pianist gespielt, habe Flöte, Bass, Gitarre, Trompete und so einige selbstgebaute Klangerzeuger bedient. Natürlich nicht jedes Instrument in seiner Vollkommenheit - für den Spaß, des Publikums und meines Unterhalts hat es aber immer gereicht (-;

    Hätte ich als Jugendlicher gewusst, welcher wundervollen Berufung ich in späteren Jahren habe folgen dürfen, hätte ich wahrscheinlich noch sehr viel mehr Instrumente erlernen wollen.
     
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  10. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    So wie der etwa...?

    [​IMG]
    Quelle: https://happymag.tv/wp-content/uploads/2020/03/cannonball-adderley-1.jpg

    Wenn man dagegen das Männeken Scott Hamilton hinter seinem SBA-Tenor fast verschwinden sieht, hat Deine Hypothese ein paar Lücken. ;)

    Ich glaube, das ist eher der Grund.
    Obwohl man auch auf dem Alto (sogar auf einem Sopran) Fuhfuh spielen könnte. Wenn man es kann.
     
  11. ppue

    ppue Mod Experte

    Cannonball Adderly habe ich zu meinem Posting auch nochmal gegugelt, weil er tatsächlich nicht ganz ins Schema passt. Allerdings war der nicht allzu groß und in jüngeren Jahren auch schlanker (-:
     
  12. Flori

    Flori Nicht zu schüchtern zum Reden

    Auf jeden Fall!
    Erste Kontakte zum Instrument im musikalischen Elternhaus (Vater Kirchenmusikdirektor und Organíst, die Mutter Amateur-Geigerin) über Radio und Schallplatte (S. Prokofjew, „Peter und der Wolf, 1936)
    Chorgesang und Blockflöte an dem 5. Lebensjahr..
    Zuerst nicht sonderlich beeindruckt, umso mehr von der Klarinette (die Katze in „Peter und der Wolf“).
    Folgerichtig ab dem 11. Lebensjahr Klerinetten-Unterricht (Oehler-System).
    Beim 3. Lehrer dann starken optischen Eindruck vom Saxophon (das glänzt ja so schön!!) erhalten, was den unbedingten Wunsch erweckte, das Instrument selber zu spielen zu können.
    Mit 14 Jahren erstes Tenorsaxophon (von Dolnet).
    Zu dieser Zeit auch Einstieg in den Jazz (C. Barber: „Wild Cat Blues“).
    Die ersten mehrstündigen (autodidaktischen) Gehversuche endeten mit einem ausgerenktem Hals-Wirbel, der vom Hausarzt mit beherztem Kunstgriff wieder eingerenkt wurde.
    Durch die immer höheren Anforderungen im gymnasialen Schulbetrieb (Ziel. das Abitur) relativ wenig Zeit zum Üben.
    Daher vermehrtes Üben erst nach dem Abi.
    Vorher schon „Das Jazzbuch“ von J.E. Behrend gelesen, und dort vor allem über das Saxophon gelesen.
    Erste Bandarbeit in dieser Zeit („Jazz-Rock“ a la „Softmachine“, „Colloseum“, "Mothers of Invention" etc., natürlich nicht so vollkommen)
    Erste Gehversuche in BeBop und Cool-Jazz,.
    Zivildienst bei der „Johanniter-Unfall-Hilfe“.
    Unterricht (u.a. bei Karel Krautgartner) in Sachen Bebop und Cool - Jazz („Super-Sax“ - Arrangements und L. Niehaus u.a.).
    In dieser Zeit Gründung einer Band, die sich mit D.Reinhard-Stücken beschäftigte (mit 2 Sinti-Rhythmus-Gitarristen)..
    Wunsch, Holzblas-Instrumentenbauer zu lernen, wieder ad acta gelegt, da keine Lehrstelle verfügbar (Kontakte zu „Selmer“ verliefen abschlägig, da zu dieser Zeit keine deutschen Lehrlinge angenommen wurden, und eine Lehrstelle bei „J.Keilwerth“ erst 8 Jahre später hätte angetreten werden können. Keine Lust, in einem Musikgeschäft zu lernen).
    Daher Beginn eines Studiums (Theaterwissenschaften) an der Uni.
    Baldiger Wechsel an die PH (mit Saxophonstudium auf Lehramt).
    Nochmaliger Wechsel an die MH, um ein Vollstudium Saxophon abzuschließen..
    Staatsexamen und anschliessende Arbeit (hauptsächlich Tanzmusik), bis vor etwa 15 Jahren irgendwie der Faden riss, und ich seitdem im Hauptberuf als Pförtner arbeite.
    Daher zuletzt aus Zeitmangel leider wieder weniger Üben angesagt..
     
  13. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Dann nehmen wir doch den hier:
    https://images.squarespace-cdn.com/...9-06-02-RotaryJazz-RI-Convention-_SB92162.jpg

    Ein Baum von Kerl (mindestens 1,95), im jüngeren Jahren auch schlanker…

    … aber waren wir das nicht alle?

    Bei der Gelegenheit widerlegen die beiden hier Deine These vollends:
    https://butschinsky.de/wp-content/uploads/2017/09/DSCF5792.jpg

    Links, hinter dem Bari versteckt, Katharina Thomsen, ca. 1,55 und zierlich (aber eine Urgewalt am Horn)
    Rechts, wo man noch klein das Alto vor dem Bauch erkennt, der Ehemann Nigel Hitchcock.

    Im Bewegtbild:


    Nix Fuhfuh :D
     
  14. ppue

    ppue Mod Experte

    Da haben wir so einiges gemeinsam, @Flori.

    @Silver. Gute Recherchearbeit! Gegenbeispiele lassen sich mannigfach finden, die stürzen aber nicht meine These.


    Ja, aber Cannonball war kein Späteinsteiger.
     
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  15. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Er hätte aber zu gegebener Zeit auf Bari wechseln können.
     
  16. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Wir beide auch nicht, oder?

    Edith sagt: von Spæteinsteigærn hat der Pû doch gør nix gesagt… nur von Båuchæn… :)
     
  17. ppue

    ppue Mod Experte

    Deshalb spiele ich ja Alt (-:
     
  18. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Ich spiele auch alt… also nicht ganz so alt, wie Du. ;)
    Aber meistens und seit den 1990ern dann doch Tenor und Sopran.
    Damals hatte ich auch noch keinen Bauch … aber auch schon ein Alt. :)
     
  19. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Die Frage ist nach Püs Theorie doch eher, warum du ohne Bauch schon Tenor gespielt hast. Ich spiele alles von Klari bis Bari, denn Bauch hin oder her, die Hoffnung auf die wundersame und plötzliche Schönheit stirbt zuletzt.
     
  20. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Zur gestellten Frage: Ich würde mit nun bald 70 Jahren ganz sicher nicht mehr mit Sax anfangen. Ich habe genug mit Querflöte und Gitarre zu tun und da wäre ein Sax als absoluter Beginner wohl ehr störend, glaube ich jedenfalls. Ich würde es aber niemanden ausreden wollen, ganz im Gegenteil- Mit oder ohne Bauch.
     
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