Sommerlochthread: Würdet Ihr heutzutage wirklich nochmal mit dem Saxophon beginnen?

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von altblase, 26.Juni.2026.

  1. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    das wäre aber ungewöhnlich
     
  2. -j.

    -j. Kann einfach nicht wegbleiben

    Neeee, ich kann mir nicht vorstellen, das Rad der Zeit zurückdrehen zu wollen um ein anderes Instrument zu erlernen.

    Ich fing an mit Blockflöte als kleiner Bub, nahm Stunden bei unserer Nachbarin, deren Gatte der Kirchenorganist im Ort war. Wann und warum genau ich auf Klarinette wechselte, weiss ich nicht mehr, irgendwann in der Grundschule jedenfalls -- ich nehme an, sie hatte ein klein bisschen "Talent" in mir gesehen...

    Mein bester Freund damals spielte Gitarre, und wir verbrachten manchen Abend bei ihm zuhause und hörten Musik (auf VINYL noch in den frühen '80ern!) Ich erinnere mich, wie wenn es gestern gewesen wäre: irgendwann 1981 hörten wir uns Eric Claptons "Just One Night" an -- weit und breit kein Saxophon natürlich. Mitten in Erics solo auf "Lay Down, Sally" meinte er plötzlich, "Warum spielst du nicht Sax? Ist doch viel cooler als Klarinette!"

    Also bettelte ich meine Eltern penetrant an. Und siehe da, nächstes Jahr kauften sie mir ein nigelnagelneues Selmer Mark VII Altsaxophon! Anfangs war es mir im Stillen etwas peinlich, denn ich wusste nicht richtig, was machen mit dem Ding -- ich war, auch durch meinen besten Kumpel, in der Gitarrero-Phase (Clapton, Knopfler, J.J. Cale, et alii) und hatte auch eine billige akustische Klampfe, mit der ich mich autodidaktisch beschäftigte, und die mir eigentlich besser gefiel als das Messing Teil, weil es eben eine Gitarre war. Bis eines Tages meine liebe Mutter von einer Einkaufstour in Zürich zurückkahm, mit zwei Schallplatten für mich dabei, die sie im Kaufhaus Globus an der Bahnhofstrasse kaufte (ja, man stelle das sich heute vor, Jazz Schallplatten im Kaufhaus erhältlich :woot:!!!): Alvin Queen, Ashanti (mit James Spaulding am Alt plus Bill Saxton am Tenor), sowie Art Tatum, Tatum Group Masterpieces feat. Benny Carter and Louis Bellson vol. 1. Da war es um mich geschehen. DAS wollte ich auch machen!

    Und nun, fast ein halbes Jahrhundert später, sammer hier. Und ich bin sooooo dankbar für eine Mutter, die NIX von Jazz und wenig von Musik generell versteht, aber dennoch in den Globus reinmarschiert und in der Musikabteilung fragt, "Mein Sohn spielt jetzt Saxophon: welche Schallplatten soll ich ihm mitbringen?":grossdu:

    -j.
     
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  3. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Viele ältere spielen Tenor,weil sie erst durch jahrelange Erfahrung wissen,was richtig geil,verrucht und sexy ist. Genau ein Tenor. Ohne wenn und aber ;)
     
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  4. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Ach, ein Bari hat schon auch was.
     
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  5. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    vor allem Gewicht
    auf die eine oder andere Weiseo_O
     
  6. Calymne

    Calymne Ist fast schon zuhause hier

    So schwer finde ich es gar nicht, hätte schlimmeres erwartet.

    Vor dem nächsten Schützenfest viel Bari spielen, damit sich das Tenor beim Umzug dann federleicht anfühlt .
     
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  7. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Mein erstes Tenorsax hatte ich wohl so im Alter von 19....habe es aber nicht weiter ernst genommen. Interessant wurde es erst 3 - 4 Jahre später in Berlin. Da hatte ich erst ein Billigteil, was ich irgendwann regelrecht in die Ecke geschmissen habe ( war tatsächlich so) dann ein völlig runtergekommenes Yamaha, was aber technisch soweit i.O. war. Super Klang, aber sehr schlechte Intonation, so in meiner Erinnerung.
    Ja und dann habe ich ein nagelneues Selmer SA gekauft, welches dann mit üblichem OL Mundstück jahrelang mein Sax war, mit dem ich immer sehr zufrieden war. Da gab es null Frage nach anderen Mundstücken oder sonstwas. Ich hatte mein gutes Sax + Mundstück und damit war ich vollkommen zufrieden. Selbst ein Jahr Ghana hat das Sax, ohne zu murren, gut überstanden. Bisschen Flugrost wegen der salzigen Luft in Meernähe war auf den Federn, aber das war leicht zu beseitigen.
    Ein Selmer Sopran hatte ich damals auch, aber ich komme letztlich, früher wie auch heute, mit dem Sopran nicht klar, so gerne ich es auch mag.Dito mit Alt....bin ich nie mit warm geworden.
    Und letztendlich: Ich "liebe" meine einfache Yamaha Querflöte. Schon in jungen Jahren mit Unterricht sehr gemocht, aber wie mit Sax und Gitarre gut 25 Jahre nur gelegentlich mal gespielt, was sich dann so ab 2015 radikal änderte.Erneute Versuche mit Altsax ( Thomann) und Sopransax (YSS 675) versackten wie gehabt. Bzgl. Sax bleibt es also beim Tenor.
    Ja und die Yamaha Querflöte...:) immer ziemlich zuverlässig, null Ausfälle, keine nervige und manchmal teure Blättersuche und Verschleiss, keine Saiten, die abnutzen und einen wie bei Saxblättern manchmal vor die Qual der Wahl stellen. Nichts davon, die Querflöte funktioniert ziemlich gut mit kaum Verschleiss.
    Lange Rede, kurzer Sinn....wenn ich jetzt mit fast 70 nochmal von Anfang an starten wollte, wäre das Sax wohl nicht dabei. Gitarre und Querflöte würde ich da vorziehen.
    aber dem ist ja nicht so und ich kann Sax spielen, also stellt sich die Frage nicht wirklich, auch gut.
     
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  8. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Vielleicht spielen sie das ja im fortgeschrittenen Alter, wenn ihre Zeit des geil, verrucht und sexy seins vorbei ist :D
     
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  9. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Habe vor "sehr langer Zeit" (Alter verrate ich jetzt nicht...) mit Klarinette im örtlichen Ausbildungsorchester begonnen. Sprich duale Ausbildung (Notenlesen, Theorie, begleitender Instrumentalunterricht, Vororchester).
    Finanziell wurde die Ausbildung gefördert durch Kooperation mit Verein und Stadtverwaltung.
    Zum damaligen Zeitpunkt...vor Smartphone-Verblödung...spielte noch auf jedem Dorffest Blasmusik...komme aus Bayern.
    War am Wochenende hier auf einem Pfarrfest...Katastrophe. 5 "Hansel" auf der Bühne...Hauptsache laut. Unmöglich, bei einem Bier eine gemütliche Unterhaltung führen zu können.

    Aber zurück zum Thema:
    In der heutigen Zeit würde ich kein Musikinstrument mehr lernen. Auf der einen Seite die meiner Meinung nach exorbitanten Kosten für die Ausbildung und fehlende Auftrittsmöglichkeiten; klar, es gibt Leute, die irgendwo vor 20 Leuten einen wie wir in Bayern sagen "Frühschoppen" musikalisch untermalen...geht aber eher in die Richtung tiefes Blech.
    Muss einem halt gefallen...

    Heute reicht ein DJ-Pult und paar große Boxen. Welcher junge Mensch lässt sich schon noch für Blasmusik begeistern. In meinem Bekanntenkreis spielen die Kinder auch nur deshalb Musik, da deren Eltern bereits Musiker sind.

    Und aus eigener Erfahrung: wenn man bei hochwertigeren Gruppen mitspielen möchte, ist die Frage nicht, was man denn könne, sondern wo man Musik studiert habe...nein Danke.

    Ich spiele heute im Grunde nur noch für mich im stillen Kämmerlein.

    Wenn heute Musik, dann Irish - Whistle, die man sich selbst beibringen kann und im Mehrfamilienhaus spielen kann,
    ohne gleich einen Rechtsstreit mit den Nachbarn hervorzurufen.
     
  10. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Wenn du gut bist,interessiert es nicht ob du studiert hast.
    Grade heute ist es durch onlinekurse viel einfacher ,Unterricht zu bekommen.FRüher gab es das nicht
    Die Frage ist immer,was ist Blasmusik. Eine funk,Ska oder Punkband mit gebläse finden auch junge leute Geil,na klar nen Polka eher nicht.
     
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  11. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Da gibt’s schon welche. Aber man muss das halt vorleben. Die alten Buam vom Maibaum-/Trachten-/Veteranenverein mögen noch so nett und gesellig sein. Wenn es keine Generation dazwischen gibt, wird es schwierig.
     
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  12. visir

    visir Gehört zum Inventar

    So ähnlich wie "hast du noch Sex oder spielst du schon Golf" - ?
     
  13. Nemo

    Nemo Ist fast schon zuhause hier

     
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  14. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Das entspricht in absolut keiner Weise meiner Erfahrung.
    Ich kenne eine Reihe von Bands, die würden 10 Mal lieber mit jemandem spielen, der mit Herzblut aus sich selbst heraus spielt, als mit einem Schnulli vom übernächsten Konservatorium, der eigentlich auf Lehrtätigkeit studiert, dafür aber alles toll vom Blatt wegspielen kann.

    Das einzige, was auf einer Bühne zählt, ist, was Du kannst und ob das zur Band passt. Sonst nix.
    (Außer natürlich, ob Du zum Gigtermin zuverlässig verfügbar bist)

    Abgesehen davon:
    Wenn einer nach dem Gig angeschlappt kommt und fragt, ob er mitmachen darf, ist die Situation völlig anders, als wenn Du bei einem Jam oder sowas positiv auffällst und gefragt wirst.
    Ich habe in den letzten Jahren fast bei jeder Jam-Session einen Kontakt geknüpft.
    Da ist nicht immer was draus geworden - aber mich hat nie einer gefragt, wo ich Musik studiert habe…:cool:
     
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  15. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ist das gleiche, bei jeden musst du einlochen
     
  16. Tröto

    Tröto Strebt nach Höherem

    Endlich: Sex-Tipps im Forum - und dann sogar noch gratis.:hammer:
     
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  17. khayman

    khayman Ist fast schon zuhause hier

    Ich glaub ich starte ein Saxophon Forum für Frauen.....
     
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  18. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Dachte, der Thread hätte zur Intention, dass jeder seine Meinung einbringen kann ohne Wertung.
    Mein Fazit: ich PERSÖNLICH würde in der heutigen Zeit kein Instrument mehr lernen!
     
  19. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Natürlich,das darf man immer und überall. Aber man darf auch anderer Meinung sein,das gehört auch dazu.
    das ist schade,aber ich verstehe und respektiere es
     
  20. Witte

    Witte Strebt nach Höherem

    Mit dem Saxophon beginnen, iss generell ne gute Frage...;) Damals gab es "familiäre Ausschlußgründe" von gewissen Instrumenten...!

    Akkordeon fasziniert mich schon lange... da speziell Cajun..., damit würd Ick gerne beginnen...;)

     
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