Aushelfen in der Musikschul-Bigband

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Claus, 28.Januar.2015.

  1. saxhornet

    saxhornet Experte

    Ich kenne das von Musikschulbands hier so, daß dann externe Musiker eingekauft werden. Das Problem ist, daß viele Musikschulen nicht genug Geld einnehmen, um Aushilfen zahlen zu können. Da aber die Musiklehrer (zumindest in Berlin) fast alle nur noch Honorarkräfte sind, ist das mit kostenlosem Aushelfen mittlerweile so ein Ding. Bei Kollegen mit denen man befreundet ist, kann sowas dann schon eher vorkommen.
    Und ob dann wirklich auch die Proben mitgemacht werden, ist nochmal ein ganz anderes Ding.

    LG Saxhornet
     
  2. Onno

    Onno Schaut öfter mal vorbei

    Ich kenne das so, dass es unter den regionalen Big Bands, die sich ja alle kennen, üblich ist, sich gegenseitig auszuhelfen - bzw die fähigen Leute dafür auch zu kennen.

    Für so eine Aushilfe gibt es dann regelmäßig 50 Euro "Gage", was im Amateurbereich neben der Herausforderung und der "Ehre" meistens genügend Anreiz ist, mitzumachen. Dafür ist eigentlich durch Bandgagen immer genügend Geld in der Kasse.

    Wenn ich jetzt lese, dass Claus' Band Ihre "Einnahmen" komplett abgibt, ergibt sich für mich die Forderung an die Musikschule als Träger und Kassierer der Gagen, wenigstens regelmäßig eine in so kleiner Größenordnung fällige "Gage" zu zahlen - egal an wen.

    Onno
     
  3. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Alos ich hab' nich alles gelesen, von daher eventuelle Wiederholung oder obsolet.

    In dem mir bekannten BigBand-Umfeld helfen wir uns gegenseitig aus. Unter uns Hoobyisten gibte es als Dankeschön die Fahrtkosten, nen sehr guten Wein, ne CD oder so.

    Manchmal müssen wir aber auch (gerade auf der Posaune) einen Studenten oder willigen Profi ein. Der erhält eine übliche Gage.

    Cheerio
    tmb
     
  4. Brille

    Brille Strebt nach Höherem

    ine 4cent: Erstens: Da es um die Außendarstellung der Schule geht: Warum zahlt die Schule nicht? Zweitens: Wenn man sieht, dass der Musikschulleiter TW. wie GröFaZ durch die Gegend läuft, ........
    Ansonsten kenne ich das so ähnlich wie OnnO

    Grüße BrÜllO
     
  5. rbur

    rbur Gehört zum Inventar

    Das mit der Außendarstellung und dem Werbeeffekt ist immer nur ein Argument für den, der was haben will, nicht für den, der die Leistung kostenlos erbringen soll.

    Ein Musiker, des sich daran stört, dass er zum Zweck der Werbung oder Außendarstellung kostenlos irgendwo spielen soll, sollte so ein Argument gegenüber anderen eigentlich nicht bringen.
     
  6. Claus

    Claus Mod Emeritus

    Sorry, das sehe ich aber ganz anders.

    Zum einen ist der Hinweis auf die Außendarstellung insofern naheliegend, als hier ein gesundes Eigeninteresse der Schule vorhanden sein sollte, ihr Ensemble nach Kräften zu unterstützen. Bei jeder Gelegenheit wird großer Wert darauf gelegt, dass es sich nicht um irgendeine private Bigband, sondern um eine Band der Musikschule handelt. Es wird erwartet, dass die Musiker jederzeit bereit sind, auf „schuldienlichen“ Veranstaltungen aufzutauchen wie zum Beispiel dem Tag der offenen Tür oder dem Empfang des Landrates. Selbstverständlich ohne Gage und jeder verfährt genauso selbstverständlich sein privates Benzin und organisiert seine Freizeit so, dass solche Veranstaltungen möglich werden. Dies trägt durchaus zum Ansehen der Schule bei und hilft, die Anmeldezahlen trotz stetig steigender Gebühren stabil zu halten. Das ist ok und man freut sich ja grds. auch über jeden Auftritt.

    Aber warum, frage ich jetzt mal provokant zurück, sollen wir bei einer solchen Konstellation noch aus eigener Tasche draufzahlen, wenn einmal ein wichtiger Spieler ersetzt werden muss? Ich finde, das Ganze ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen und es ist aus meiner Sicht absolut legitim, einmal die Frage zu stellen, ob es nicht angemessen wäre, wenn die Schule die Kosten für evtl. anfallende Aushilfen übernimmt.
     
  7. mato

    mato Strebt nach Höherem

    In der Musikschule, an der ich früher Unterricht genommen habe, gibt es mehrere Ensembles, unter anderem 2 Bigbands. Dort gibt es auch immer wieder Personalmangel durch Schüler die krank sind oder anfangen zu studieren und deshalb wegziehen. Bei Auftritten werden dann Profis engagiert. Auch die Generalprobe, zu der die Aushilfen präsent sind wird bezahlt.

    Wenn eine Musikschule eine Bigband ins Leben ruft, sollte sie sich in solchen Fällen auch drum kümmern, dass die Band am Laufen bleibt.
     
  8. lene

    lene Schaut öfter mal vorbei

    Ich würde es machen. Wenn man es von mir explizit verlangt, würde ich es nicht machen :)
     
  9. rbur

    rbur Gehört zum Inventar

    Aber das ist doch genau der Punkt. Was soll die Schule übernehmen? Eine Aushilfe pro Jahr? Eine pro Auftritt? Zwei? Einen Dauerbarisaxer, weil partout keiner als zahlender Teilnehmer zu finden ist?
     
  10. Claus

    Claus Mod Emeritus

    Das, was sie leisten kann. Wenn es nur bei einem Auftritt gelingt, ist es halt nur einer, wenn es zweimal oder öfter klappt, um so besser.

    Aber zunächst mal ist es eine Frage der Einstellung, ob die Schule das Problem überhaupt (auch) als eigenes sieht oder ob sie meint, damit nichts zu schaffen zu haben.

    Dass sie sich die Musiker nicht aus den Rippen schnitzen kann, ist auch klar. Wenn wichtige Stimmen auf Dauer nicht besetzt werden können, kann das betreffende Ensemble eben von der Schule nicht mehr angeboten werden.
     
  11. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

    Moin!

    Je größer die Band ist an Stimmen, die nicht gedoppelt sind (z.B. Big Band), desto größer ist die Ausfallwahrscheinlichkeit.


    Bigband mit 17 Leuten, jede Stimme einzeln:
    Wenn man im Schnitt 10 Tage krank ist im Jahr (Durchschnitt Arbeitnehmer AC: sio um die 14, glaub ich), entspricht das einer Einzelverfügbarkeit von 97%. Das macht eine Gesamtverfügbarkeit von ca. 60%.

    In 40% der Fälle muss man also mindestens einen 'zukaufen' ... Dopingeffekte nicht eingerechnet.

    Bei 99%er Einzelverfügbarkeit isses immerhin noch eine Gesamtverfügbarkeit von ca 84%.


    Naja, Statistik. Im statistischen Mittel gibt es im Vatikan zwei Päpste pro Qudratkilometer. :)

    Grüße
    Roland
     
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