Autodidakt lernt Saxophon spielen

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Zebra777, 3.Februar.2012.

  1. billy

    billy Ist fast schon zuhause hier

    @Dreas: Danke für dem Hinweis. :)
     
  2. Wanze

    Wanze Strebt nach Höherem

    Ich bin absolut überzeugt davon, dass es mit Lehrer besser geht. Trotzdem habe ich die ersten drei oder vier Monate mir selbst was beigebracht. Die Schule von Iwan Roth finde ich grossartig! Aber für's Selbststudium??? Da finde ich ihn wirklich zu trocken. Da würde ich eher Dirko Juchem empfehlen

    Grüße,

    Wanze
    (der sich gerade durch die Saxophon Schule von Bumcke frisst)
     
  3. Gast

    Gast Guest

    Moin,

    dann sage ich auch mal "hallo". :)

    Seit Mai 2011 habe ich auch - mehr oder weniger autodidaktisch - mit Sax angefangen, hatte allerdings früher zwei Instrumente (Klavier und Geige) jeweils mit Lehrer gelernt, insgesamt 12 Jahre Einzelunterricht.

    Vielleicht solltest Du Dir mal folgenden Link anschauen, das hat mir sehr geholfen, ich habe sehr früh den 2. Kurs gemacht, und arbeite immer noch mit den Materialien: http://www.saxophonkurs-online.de/

    Dann passiert zumindest so was wie Mundstück falsch rum draufschrauben nicht. :-D

    Zu der Diskussion, die in dem Fred hier aufkam: Meines Erachtens gehört - um mit einem Instrument an die Weltklasse zu kommen - neben Talent und Fleiss auch ein gutes Stück weit Glück, und sei es nur, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, oder bereits in der Kindheit richtig gefördert worden zu sein.

    Hinsichtlich des Fleisses finde ich es wichtig - grade beim Sax - dran zu bleiben und TÄGLICH zu üben, und zwar nicht nur wegen der Übung, sonder auch wegen der "körperlichen" Voraussetzungen, wie Ansatz, Atmung usw.

    Auch unerläßlich beim Saxophon ist der "technische Kram" wie Tonleitern und Dreiklänge usw., und zwar bis zum K*tzen - das sind nämlich die Bausteine, die beim Improvisieren abgerufen werden.

    LG, Claudia

    Nachtrag:

    Wenn Du paar Liedchen möchtest, und schon bischen was spielen kannst, kannst Du Dich mal unter http://www.wikifonia.org/ umschauen.

    Und eine der "alten", dh beinharten und furztrockenen Schulen gibts als Ebook hier: http://www.archive.org/details/universalmethodf00villuoft


     
  4. Juju

    Juju Strebt nach Höherem

    Moin Stefan!
    Ich denke auch, dass es autodidaktisch moeglich ist. Ich habe zwar auf dem konventionellen Weg Saxophon gelernt, mein Mann hat es sich aber selbst beigebracht. Er war Teenager und Schagzeuger in einer Band, deren Saxophonist seiner Ansicht nach so furchtbar war, dass er beschloss, es besser zu machen. Er hat endlos Jazz gehoert und Solos transkribiert und es immerhin geschafft, mit Frank Sinatra in der Royal Albert Hall zu spielen ;) Man kann es also schaffen. Ich persoenlich gehoere ja eher zu den Skeptikern, weil ich auch denke, man kann sich gerade am Anfang vieles ersparen, wenn man von einem Lehrer unterstuetzt wird. Und jenseits der 40 verarbeitet unser Gehirn Neuinformationen laengst nicht mehr so effektiv wie es bei nem Kind/Teenager der Fall ist. Ein wenig Unterstuetzung von dritter Seite ist da sicher nicht verkehrt..
    LG Juju
     
  5. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    was für eine seltsame diskussion.
    natürlich kann man alle instrumente auch ganz ohne fremde anleitung erlernen. ohne grifftabelle, lehrer, freunde und internet.
    und, natürlich gehts schneller mit anleitung, wie auch immer die aussieht.
    ich habe außer gitarre und schlagwerk alle instrumente zum großen teil autodidaktisch gelernt, saxophon würde ich da in die kategorie "eher leicht" einordnen. in dem sinne, dass man recht schnell einigermaßen brauchbare ergebnisse hat. dass sieht bei klavier oder streichinstrumenten anders aus. hört sich auch anders an...
    aber ich freu mich immer, wenn mein freund chris mich freundlich daran erinnert, bei ansatz und spielgenauigkeit nicht so zu schludern.

    aber: "den" ansatz gibts nicht. das kann auch kontraproduktiv sein, wenn man im rahmen des unterrichts gehalten ist, den ansatz des lehrers nachzumachen.
    es braucht schon einen guten lehrer, um keinen lehrer zu ersetzen.

    ich würde jedem empfehlen, unterricht eher als coaching zu begreifen und sich nicht vom ausprobieren abhalten zu lassen. alles was auch nur nach dogma riecht, einfach schmunzelnd zur kenntnis nehmen, - und überprüfen. vielleicht stimmts ja...

    spielen lernt man sowieso nicht durch unterricht, sondern durch spielen. aber manchmal platzen hartnäckige knoten, durch eine kurze bemerkung, eine kleine richtigstellung, eine korrektur, einen tritt in den hintern.

    richtig sinnvoll ist unterricht, was theorie betrifft. das bringt enorm viel, gerade im bereich jazz. je eher man versteht, was man spielt, desto schneller gewinnt man freiheit genug, um sich innerhalb (oder außerhalb) der strukturen zu bewegen.

    gruß

    zwar
     
  6. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    doppelpost

    zwar
     
  7. correze

    correze Ist fast schon zuhause hier

    Hallo zusammen,
    mein Mann war auch Autodidakt, und er war wirklich kein schlechter Saxer.
    Er hatte damals mit 16 J. angefangen, ohne Notenkenntnisse. Die hat er sich später selber beigebracht. Man hat ihm ein Stück vorgespielt und er konnte es, nachdem der es gehört hatte, nachspielen.

    Ich für mich wäre das nichts, ich könnte das nicht. Ich weiß, ich BRAUCHE EINEN LEHRER. Desalb denke ich, dass man die Frage, Lehrer oder nicht, so pauschal nicht beantworten kann.
     
  8. Thomas

    Thomas Strebt nach Höherem

    Was ich so mitgekriegt habe, läuft da gar nix ohne sowohl sehr musikalisch zu sein und auch sehr fleissig zu sein....
    von nix kommt halt nix... was nützt die ganze Musikalität, wenn man sein INstrument technisch nicht erstklassig beherrscht? Dann würde die Musikalität wollen, aber mangels technischer Perfektion nicht richtig können...
    ...in meiner Kindheit hatte ich als Nachbarn ein unglaublich begabtes Kind. Daraus ist dann auch ein Weltstar geworden ( nicht auf dem Sax ;-) )... aber die Übungsstunden trotz solcher Musikalität gingen aus meiner Sicht auf keine Kuhhaut....


    zum Autodidakt: man macht es sich halt einfach viel leichter mit einem guten Lehrer. Wir drücken unseren Kindern doch auch nicht einfach einen Stapel Bücher in die Hand und sagen, sie sollen mal schauen, wie sie das alles auf die Reihe bekommen für ihr Abitur.
    Es gab mal einen Russen namens Landau, ( der hat übrigens wunderschöne Lehrbücher geschrieben... könnte man für Autodidakten empfehlen... ) , der hat wohl bei wissenschaftlichen Arbeiten den abstract gelesen und dann das Ding weggelegt und geguckt, was er zu dem Thema selbst hinkriegt ohne die Arbeit zu lesen. Oft genug war es offenbar mehr als in der Arbeit zu lesen war. Aber fast alle von uns heissen nicht Landau...und gehen doch in die eine oder andere Vorlesung oder lesen die eine oder andere Arbeit...
     
  9. Zebra777

    Zebra777 Ist fast schon zuhause hier

    Ich denke auch das es da zwei Gemeinden gibt. In der einen Gemeinde L (Lehren) leben Leute die jemanden brauchen der sie anleitet, ihre Disziplin anmahnt, korrigiert, zeigt und tut. Halt einen Lehrer. Alleine würden sie aufgeben. irgendwann.

    In der zweiten Gemeinde A (Autodidakt) leben Leute die gerne ausprobieren, friemeln, probieren und probieren bis was klappt. Mit all den Fallen, Fußangeln und Fehleren die auf diesem steinigen Weg liegen. Aber diese Spezies sieht genau darin den großen Reiz. Da ist der Weg das Ziel.

    Zu dieser Gemeinde zähle ich mich. Und einige von euch wie ich in euren sehr netten + kompetenten beiträgen gelesen habe. Was heißt einige... viele. Ich bin ganz überrascht wie viele Autodidakten sich hier outen :)

    In einem anderen großen Forum wurde ich als Spinner bezeichnet weil ich vor hatte mir selbst Gitare bei zu bringen. Da war kaum jemand der sagte "jau klar das kann funktionieren". Und siehe da ich habe es hin bekommen. Gut ich spiele sicher mit kleinen Haltungs- oder Spielfehlern Gitarre aber mit der Zeit habe ich es hin bekommen Songs durch zu spielen. Die auch noch gut klingen. Albatross von Fleetwood Mac z.b. Hört sich richtig gut an wenn ich meine Telecaster da quäle. Und die Katze rennt schon lange nicht mehr aus dem Wohnzimmer wenn ich spiele :lol:

    Der autodidaktische ist der längere Weg. Als mit einem (guten) Lehrer. Aber er ist auch spannender !! Dieses Erforschen kann auch was interessantes sein. Natürlich die nötige Selbstdisziplin vorausgestzt. Und auch er führt zu einem Ergebnis. Sonst hätte ich meine Gitarren & verstärker & Effekte längst verkauft. Vor kurzem habe ich mit Cubase und meinem Rode NT-1a sogar einen ersten einfachen Song aufgenommen (The Joker). Macht einfach Spaß. Und für mich reicht es. Auf die Bühne will ich nicht. Wichtiger als die große Qualität + Genialität ist doch ganz einfach der Umstand das ich mich mit meinem Instrument wohl fühle, mich von der Arbeit ablenken kann, zu mir selbst finde. Ob ich nun mit ein paar Fehlern einfache Lieder spiele die ich mir mit den Jahren mühsam selbst beigebracht habe --- oder eben 14 Jahre Unterricht hatte, kaum Fehler mache oder gar keine und damit vor 200 Leuten spiele --- der Anspruch an sich selbst ist sicher bei jedem von euch unterschiedlich.

    Das Wichtigste ist das dieses ganz bestimmte Gefühl zu spüren ist. Das das Instrument einen verzaubert, in eine andere Welt führt

    :welcome:
     
  10. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Das sehe ich gerade andersrum.

    Die Theorie ist das, was ich am leichtesten allein lernen kann. Solange es gute Bücher dazu gibt. In 2 oder 3 sehr guten Büchern steht viel mehr, als mir ein einziger Lehrer in endlicher Zeit beibringen könnte. Und um es richtig verstanden zu haben, muss ich es sowieso für mich selbst nachvollziehen.

    Aber ich bin vom Typ her auch eher der Theoretiker und habe mir in Studium und Beruf viel komplexes Material aus Büchern beibringen müssen (hatte nix mit Musik zu tun).

    Ich brauche auch keinen Lehrer, um mich zu motivieren und zur Disziplin anzuhalten.

    Wo mir ein guter Lehrer wertvoll wäre, sind die praktischen Aspekte. Vor allem die, die man selbst nicht gut beobachten und beurteilen kann. Zum Beispiel die Feinheiten des "Ansatzes" und des "Sounds".

    Aber da muss ein Lehrer schon wirklich sehr gut und sehr erfahren sein, um so etwas gut vermitteln zu können. So mancher Lehrer kann das zwar selber gut, kann vielleicht Fehler auch gut diagnostizieren, aber nicht wirklich konstruktiv eingreifen. Oder gar physiologische Besonderheiten berücksichtigen.

    Also sehe ich das auch so:

     
  11. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    @ florentin
    vielleicht hätte ich das präziser ausdrücken sollen.

    mit theorie meine ich auf der einen seite harmonielehre auf der anderen rhythmuslehre.
    die harmonielehren behandeln in der regel die zusammenhänge innerhalb der funktionalen harmonik, "ausnahmen" wie modale groovestücke, fremde pentatoniken, blues, messian etc werden gestreift, mit dem hinweis, weitere erläuterung würde den rahmen sprengen. außerdem fehlt der wichtigste schritt für den lernenden, nämlich die brücke zum wirklichen spiel, der weg von der theorie zum instrument. da steht dann zb, dass im jazz bevorzugt die dorische mollskala oder hm1 benutzt wird, aber da steht nicht nachvollziehbar wieso. der quintfall wird erklärt, beispiele werden angegeben, aber die hilfestellung zur umsetzung aufs instrument fehlt.
    hermann hat hier im forum einigemale gezeigt wie kurz und einfach eine erklärende praktische hilfestellung zu harmonischen zusammenhängen sein kann. sowas nützt und hilft mehr als das auswendiglernen von skalen. (was man natürlich trotzdem machen muß).
    wo es ausserdem bei melodieinstrumentlern oft hakt, ist rhythmus. unterschiedliche musiken haben unterschiedliche rhythmische charakteristika. was heißt eigentlich bossa, reggae, 5/4 swing, ragtime, klezmer, wie geht eigentlich laid back, wofür braucht der mensch pentolen, was genau unterscheidet 6/8 vom 3/4 takt, wie plausibilisiert man einen 7/8, und und und.
    es ist schade, wenn alle anderen mozambique spielen und ich auf dem saxophon mit swingphrasierung dagegen ankämpfe.

    wenn ich leuten musiktheorie beibringe, ist das ja oft nicht die vermittlung neuen wissens, sondern die umsetzung des bereits (teil)gewußten.
    da hilft am ehesten noch die schule von sikora, aber wirklich weiter kommt man damit eben nur, wenn man selber geübter theorieindiepraxisumsetzer ist.
    nach meiner erfahrung legen die meisten angehenden musiker die theoretischen werke schnell beiseite und finden sich mit den etwas nebelhaften umrissen ihres verständnisses ab.
    was sicher erstens schade und zweitens nicht nötig ist.

    gruß

    zwar

     
  12. bernd_rossini

    bernd_rossini Ist fast schon zuhause hier

    Ich hab autodidaktisch angefangen, ein halbes Jahr gespielt und dann einen Lehrer gesucht, weil ich mir den Weg der Notation nicht verbauen wollte, richtig Impros lernen und Fehler vermeiden wollte.

    Dann war ich bei einem Lehrer, der menschlich ein super Kerl war, aber: kein Augenmerk auf Ansatz (die Tipps dazu hab ich mir hier aus dem Forum rausgelesen), keine Hausaufgaben die auf meine Schwächen zugeschnitten waren, nur irgendwelche Lieder vorgespielt. Angefangen hat die Stunde immer so:
    "was haben wir denn heute?"
    ....Hallo, ich zahl einen haufen Kohle und der hat noch nicht mal ein Konzept.

    Also ein Leher muss wirklich zu einem passen, sonst ist das rausgeschmissenes Geld und die unzufriedenheit wächst.

    Mein jetziger Lehrer hat mich in meiner Spielweise in ein paar Monaten weiter gebracht als der vorige in 2 Jahren.
    Und jetzt mal zur Theorie: Gespielt hab ich im Unterricht während der letzten 2 Jahre maximal eine Stunde insgesamt. Der Rest war Musiktheorie, Übungsanleitungen, Ansatzkontrolle.
    Die Erklärung der Theorie ist für mich tausendmal besser als aus einem Buch, weil er sie auf mich zuschneidert und es notfalls auch von 3 verschieden Seiten erläutern kann, das schätze ich an ihm. Mitlerweile ist das schon ein sehr vertrautes freundschaftliches Verhältnis.

    Ich spiel von mir selber aus sehr viel, übe stetig, höre viel und spiel ständig auf irgendwelchen Sessions und in 2 Bands, eine davon hat mir mein Lehrer empfohlen.

    Für meinen Typ ist das die optimale Lernsituation. Ich denke jeder ist ein anderer Lerntyp, jeder brauchts ein bisschen anders.
    vor allem wundern mich Aussagen von Lehrern, die Behaupten
    diese oder jene Lernmethode ist die richtigere/bessere/vernünftigere.

    In meinem Beruf als Therapeut muss ich flexibel auf Menschen eingehen können, sie dort abholen wo sie stehen. Das macht einen guten Didakten für mich aus.

    frohes Tröten
    Bernd

    @zwar:
    genau das wollte ich eigentlich mit meinem Beitrag auch zum Ausdruck bringen
     
  13. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Ich käme ohne Lehrerin nicht klar. Gerade neue Stücke die ich nichtz kenne kann ich nicht spielen wenn ich sie nicht vorgespielt bekomme. Nicht bei allen nötig aber doch bei total fremden sachen. Dann die Sache mit der Zählerei. Da bekomme ich schon mal vorgetrommelt. Ansatz oder der Rat ein stärkeres Blatt zu nehmen und und und.
     
  14. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Hallo in die Runde,

    Mein Senf aus langer Erfahrung.

    Leider hatte ich nie überhaupt eine einzige Lernstunde am Saxophon, ein bisschen an der Zugposaune, die Notengrundlagen hierzu...und das war's.

    Die Sax-Griffe habe ich mir irgendwo abgeguckt, die Tanzmusikbühnen ab Mitte der 60er waren dann meine Lehrzeit.

    Das bedauere ich jetzt im Nachhinein sehr, nachdem ich nun bei einigen Workshops der letzten Zeit überhaupt erstmal mitbekommen habe, was es bringt, Theorie und Praxis sinnvoll zu verknüpfen.

    Deshalb meine persönliche Empfehlung.... mit einem Lehrer seines Vertrauens einzusteigen und sich führen zu lassen, wenigstens bis man über den berühmten Berg kommt.

    Schöne Grüsse vom Kalten-Wald

    Wuffy
     
  15. Gast

    Gast Guest

    Die Autodidakten putzen sich hier als die eigentlich Kreativen heraus und behaupten, dass hingegen die, die Unterricht nehmen, sowas wie hilflose Personen seien... So ein Quark - oder gehen nur armselige Gestalten auf Schulen und Hochschulen und die eigentlichen Genies - die Autodidakten - nicht?

    Einzelne Autodidakten kriegen vielleicht was gebacken, die meisten allerdings nicht (labern dann rum: mir reicht das...)!

    Hört auf verkehrte Welt zu spielen, mangels Unterricht wisst ihr doch gar nicht wovon ihr redet!
     
  16. Rick

    Rick Experte

    Hallo Thomas!

    In der Klassik hast Du wahrscheinlich Recht. Doch in Rock und Pop ist es oft anders, da hast Du kaum Virtuosen, manche Musiker (Sänger, Gitarristen) sind meiner Ansicht nach sogar deutlich von "Beherrschung des Instruments" entfernt, dennoch haben sie "irgendwas", das die Leute anspricht. :cool:

    Umgekehrt empfinde ich manches "Gekonnte" als seelenlos, kalt, langweilig... :roll:

    Ach, ist das NICHT so in deutschen Schulen? :-o

    Als mein Sohn 2004 aufs örtliche Gymnasium kam, erhielten wir Eltern als erstes einen Vortrag über EVA, eigenverantwortliches Arbeiten.
    Wir sollten den Kindern (10-jährigen!) auf keinen Fall Hilfestellung geben, sie würden alles vom Lehrer bekommen, was sie wissen und können müssen.
    Es endete in einem allgemeinen Desaster, aus der Klasse ist heute fast keiner mehr auf der Schule - nur diejenigen, denen ihre Eltern entgegen dem Verbot massiv geholfen hatten. :evil:

    Mitforist Zwar hat meiner Ansicht nach völlig Recht, es gibt nun mal gute und schlechte Lehrer.
    Oder einfach für einen selbst mehr oder weniger geeignete.

    Ich hatte damals die Möglichkeit, als 14-Jähriger bei einem stockkonservativen Dixie-Ideologen Unterricht zu nehmen, der außerdem von der Klarinette herkam und schon die Nase darüber rümpfte, dass ich gleich mit Sax anfangen wollte.
    Da habe ich es mir lieber selbst beigebracht. :-D


    Schöne Grüße,
    Rick
     
  17. Thomas

    Thomas Strebt nach Höherem

    ja, Rick, im Rock und Pop hast Du natürlich sicherlich Recht.... irgendwie fehlt jetzt aber noch der Jazz.... da ist bei vielen Top acts die Beherrschung des Instruments unglaublich hochtourig... :lol:

    @Ruediger: Deine Beiträge finde ich total erfrischend...so schön direkt und furztrocken...
     
  18. Gast

    Gast Guest

    Moin,

    Aber am besten sind doch immer noch Autodidakten, die auf einem Selmer Mk VI spielen?

    *scnr* :lol: :-D :-D :-D

    LG, Claudia


     
  19. Zebra777

    Zebra777 Ist fast schon zuhause hier

    Ihr habt ALLE Recht mit euren Ausagen. Selbstverständlich kann ein (guter) Lehrer Dinge vermitteln die ein Buch nicht vermitteln kann. In den Zeiten von Youtube & Co., Blogs, Musikforen usw. ist aber der Autodidakt ja eigentlich gar kein reiner Autodidakt mehr ;-)

    Durch diese vielen modernen Kommunikationsmittel kann man schon sehr sehr weit kommen. Nichts desto trotz wird ein Mensch aus Fleisch und Blut der vor mir steht und sagt "hey Junge Du hälst die Tröte falsch" nicht ersetzbar sein. Aber der Autodidakt kann heute ein breites Kommunikations- und Lehrspektrum abrufen. Anders als früher. Das ist schon eine große Hilfe.

    Ich lehne den Lehrer ja nicht ab weil ich gegen Musiklehrer bin. Weiß Gott nicht !! Nein es ist ein fester Wille, ein Bauchgefühl, eine Überzeugung. Ich möchte einfach nicht mit einem Lehrer zusammen treffen. Punkt. Natürlich in dem Wissen das es mit (gutem) Lehrer leichter + schneller ginge. Aber geanau DAS will ich ja gar nicht. Ich bin mir bewußt das ich es mir so schwerer mache... aber genau das ist mein gewollter Weg. Mit all seinen Gefahren.

    Letztendlich zeigen mir eure zahlreichen Beiträge das es viele von euch autodidaktisch geschafft haben. So wie ich an der Gitarre. Warum auch nicht. Und wie gesagt mein Anspruch ist auch nicht so hoch wie der eines "Lehrenden" der mal auf die Bühne will oder in eine Band. Ich möchte für mich ein wenig tröten und wenn ich es schaffe bald ein paar kleine Lieder zu spielen in meinem Heim hey dann bin ich glücklich :pint:
     
  20. chrisdos

    chrisdos Strebt nach Höherem

    Hauptsache Du bist davon überzeugt, dass Du Bescheid weißt.

    Mann, Mann, lass mal Luft ab und mach Dich nicht ganz so wichtig.
     
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