Bad Sound day

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von anfenga, 20.Februar.2019.

  1. anfenga

    anfenga Schaut nur mal vorbei

    Moin,
    versuche mich seit einiger Zeit, d.h. seit eineinhalb jahren am Saxophon (Altsax) pielen. Mit Lehrer, mache auch Fortschritte, wenn auch sehr langsam.
    Hatte gestern beim Üben mal wieder nen schlechten Tag: d.h. es quietschte, die Töne kamen nicht, Ewig verspielt, alles hörte sich gruselig an.
    Meine Frage:
    was macht ihr an einem solchen Tag?
    a) Instrument an die Wand schmeissen und sich sinnlos besaufen (nicht ernst gemeint)
    b) verbissen weiterüben, so nach dem Motto "jetzt erst recht"
    c) einfach mal vorzeitig Übungsstunde beenden, so nach dem Motto "Morgen ist auch noch ein Tag".
    d) euere Varianten?
    Gruss Klaus
     
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  2. Brille

    Brille Ist fast schon zuhause hier

    So was ist mir noch nie passiert. -


    Würde aber im Zweifel einfach bewusst Musik hören, nachdem ich zuvor
    • den Sitz von Blatt und Ligatur sehr kritisch überprüft hätte und auch
    • ggfs. ein anderes Blatt probiert hätte und
    • das Sax gecheckt.


    Satz 1 war Schbaaaaas......
     
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  3. last

    last Ist fast schon zuhause hier

    c)
     
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  4. Brille

    Brille Ist fast schon zuhause hier

    Hahaha, geil.
     
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  5. Sax-o-K

    Sax-o-K Schaut öfter mal vorbei

    Bei mir: c) oder d).
    D in der Ausprägung "Wenn ich ein Stück übe und es gibt grifftechnisch Baustellen, dann übe ich diese Stellen >trocken<, also ohne Ton". Oder d="Ich übe was ganz anderes als vorher" (das löst manchmal eine gewisse Blockade) oder d= "Ich höre mir in Dauerschleife diejenigen Stücke im Original an, die ich auswendig können und ins Ohr bekommen möchte. Teilweise auch extra langsam."
     
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  6. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    a)
     
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  7. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    ganz klar C
     
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  8. ppue

    ppue Experte

    Die Schwierigkeiten entzerren. Klappt die Stelle nicht, verkrampft sich die Hand, verkrampft der Ansatz, quietscht es und der Spaß ist futsch.

    Also etwas anderes machen, vielleicht ohne Noten spielen, zur Drone spielen oder ein Stück raus suchen, was schon in den Fingern sitzt. Alles tun, was Spaß macht, ja, das kann auch Aufhören sein.
     
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  9. TycOoN

    TycOoN Ist fast schon zuhause hier

    Hatte ich früher auch ab und zu. Was habe ich gemacht?
    Ich habe mich endspannt, lange töne gehalten andere Lieder gespielt. Oder das zu übende Stück viel langsamer gespielt.

    Quitscher eher analysiert woher die kommen könnten.
     
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  10. vmaxmgn

    vmaxmgn Ist fast schon zuhause hier

    Etwas anderes machen, aber weiterüben. Bei mir ist es so, dass genau nach solchen Situationen mein Spiel sich am nächsten Tag verbessert und auf eine andere Ebene gehoben wird. Es fällt mir dann alles leichter. Es ist wie bei einem Sportler, manchmal befindet man sich längere Zeit auf einem Plateau dann geht gar nichts weiter und dann tut es auf einmal wieder einen Ruck und es geht besser.
     
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  11. ppue

    ppue Experte

    Ist auch bei Kindern so, dass sie nach einer Krankheit plötzlich einen psychologischen Schub bekommen haben (-:

    Also vielleicht einfach häufiger Quietschen. Nein, da ist sogar etwas dran: Wenn man mal versucht, bewusst zu quietschen, bekommt man vielleicht raus, wo die Fehlstellung herrührt.
     
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  12. ToMu

    ToMu Ist fast schon zuhause hier

    also wenn dein Lehrer das nach längerem Zusammenspiel mit dir nicht erkannt hat und dich beraten, dann solltest du das offen ansprechen, ggfs wechseln.
    Meine älteste Schülerin ist über 80 Jahre Topfitt im Kopf und ( schmunzel) quietscht nimmer!
     
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  13. visir

    visir Ist fast schon zuhause hier

    und ja, es gibt schlechte Tage, wo das alles nichts nützt, dann einfach einmal hinnehmen, dass es ein schlechter Tag ist. Sellerie, wie der Franzose sagt.
     
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  14. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Also ich habe solche Phasen, wenn ich zu sehr will, dass es funktioniert. Und nicht verstehe, warum es nicht funktioniert.

    Dann beisse ich mich am Problem fest. Und es geht nicht weiter.
    Wie ich damit umgehe, wenn ich merke, dass ich mal wieder an solch einem Punkt angelangt bin:
    - bewusst etwas anderes üben
    - sich eingestehen, dass es Zeit braucht ...vllt auch gar nicht funktioniert...wer weiss
    - gar nicht üben und etwas "saxfernes" machen
    - oder eben a) :D:D

    Ist halt Sellerie wie @visir so schön formulierte
     
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  15. Longtone

    Longtone Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe am Anfang zwei teure Mundstücke zerbissen - vor Wut übers Quietschen, 400€ Schaden. Das war vor vier Jahren. Aber ich habe durchgehalten - das Quietschen ist seit Jahren weg, seit ich einen neuen Lehrer habe verbessert sich der Sound stetig - weil ich die Übungen durch seine ständige Kontrolle verbessern kann. Längst verstehe ich die Abhängigkeiten zwischen Mundstückkonstruktion und Blattstärke, kann damit variieren, spüre sofort, warum ein Blättchen nicht funktioniert. Und ich beginne, endlich Musiktheorie zu verstehen, das entwickelt sich quasi nebenher - dabei bin ich am Anfang so sehr auf dem Schlauch gestanden damit. Was hab ich mich gequält mit Tonleitern und Verbindungen. Mich gegen das Lernen der Theorie gewehrt, innerlich.

    Wenn ich heute keine Lust habe zu spielen dann spiele ich eben nicht. Das dauert höchstens zwei Tage - dann kommt das Verlangen wieder. Aber ich bin stetig dabeigeblieben.

    Wir haben einen tollen Bandleader, der nicht müde wird zu erklären, dass wir ständig hören sollen und spielen, wenn nötig, das gleiche 50mal. Das Unglaubliche: Es funktioniert. Das Gehirn bildet Harmoniefolgen oder Harmonieabhängigkeiten (schreibe ich jetzt mal so laienhaft) Rudimentär zwar erst, aber auch das entwickelt sich. Mein größter Traum ist, eines Tages hinzustehen und völlig ohne Noten spielend zu spielen, so wie unser Bandleader - leider bin ich davon noch meilenweit entfernt. Aber der ist halt auch Profi !
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.Februar.2019
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  16. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Jepp!

    Und:

    Der Lehrer kann einem nicht alles abnehmen, vieles hat auch mit dem eigenen Gespür zu tun.

    Aber ohne Korrektur ist man eigentlich nur planlos unterwegs - und das blöde ist: bis es einem mal gesagt wird, weiss man davon nichts.
    So meine Erfahrung.
     
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  17. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Wenn‘s nicht so richtig will und die Lust flöten geht, spiele ich Stücke, auch mal welche, die ich länger nicht gespielt habe. Häufig kommt dann der Effekt „huch, so gut konnte ich die noch nie“....das motiviert dann wieder.

    Und/oder ich improvisiere zu Blues/Jazzplayalongs bei YouTube und probiere dann auch mal schräge Sachen.

    Im Grunde: Kopf abschalten und Musik machen. Da lösen sich ganz schnell die Blockaden!

    Und wenn‘s gar nicht will, stelle ich das Horn in die Ecke.

    CzG

    Dreas
     
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  18. anfenga

    anfenga Schaut nur mal vorbei

    Moin,
    besten Dank erst mal für die hilfreichen Hinweise und aufmunternden Antworten. bin also nicht der einzige, beim es mal nicht läuft. Lehrer kann ich natürlich fragen, aber da bin ich nur einmal die Woche.
    werde also ggfs einfach an einem "quietischigen" tag was einfaches bekanntes üben und wenn das auch nicht hilft, erst mal Feierabend machen. klingt wie ein Plan. Besten Dank. Gruss Klaus
     
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  19. TSax80

    TSax80 Ist fast schon zuhause hier

    Bad Sound day - kenne ich gut. Ich übe abends nach der Arbeit und bin halt manchmal müde und nicht entspannt. So hört es sich dann auch an. Ich spiele alle meine Mundstücke im Kreis, teste Blattstärken und nehme den ReedGeek. Das bringt dann aber nix, der miese Sound ist in mir ´drin, nicht im Blatt. Härtere Blätter gehen dann besser = ich beiße zu. Ich laß es dann einfach bleiben. Solche Abende sind aber sehr selten geworden, und wenn ich morgens spielen kann (WE) hatte ich das nie.
     
  20. Reed

    Reed Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich spiele dann was Anderes. Manchmal einfach nur Fingerübungen. Reines Motoriktraining, mit Vernachlässigung des Sounds. Oder ich spiele Longtones. Damit verbessert sich der Klang auch an Problemtagen relativ zuverlässig.

    Oder eben Möglichkeit A...
     
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