Eb Bassnoten mit Barisax spielen

Dieses Thema im Forum "Bariton Special" wurde erstellt von altsax, 14.April.2017.

  1. altsax

    altsax Schaut öfter mal vorbei

    Hallo Zusammen,

    ich spiele momentan mit meinem Baritonsaxophon in einem Synphonischen Blasorchester. Bei dem Stück "Dakota" gibt es anscheinend in der Patitur keine eigene Stimme für das Baritonsaxophon und ich habe jetzt Eb-Bassnoten im Bassschlüssel bekommen.
    Könnte mir bitte jemand einen Tipp geben, ob ich diese Eb-Bassnoten im Bassschlüssel mit meinem Baritonsaxophon einfach so spielen kann wie sie da stehen? Oder muss ich da was transponieren, um da nicht schief zu liegen? Normalerweise habe ich ja eigene Baritonsaxnoten im G-schlüssel...

    Viele Grüße aus Köln
    Uwe
     
  2. saxology

    saxology Ist fast schon zuhause hier

    Wahrscheinlich handelt es sich um ganz normale Bassschlüsselnoten für E-Bass (oder Eb-Tuba?).
    Egal, du kannst den alten Bari-Trick anwenden: Drei Kreuze dazu- (oder drei b weg-)denken und ansonsten wie Violinschlüssel lesen.

    Gruß
    Joachim
     
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  3. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Wenn es "Eb(!)-Bass-Noten" sind, würde ich die mal als auf Eb transponiert interpretieren. Du musst dann halt lediglich Bassschlüssel lesen (können).
     
    Rick gefällt das.
  4. saxology

    saxology Ist fast schon zuhause hier

    Abgesehen von Oktavierungen gibt es im Bassschlüssel keine transponiert notierten Instrumente, egal ob die Tuba, Posaune etc. in B, C, Es oder F gestimmt ist.
    Ausnahmen sind extrem selten.
     
    Feuerstreuer und Rick gefällt das.
  5. ReneSax

    ReneSax Ist fast schon zuhause hier

    Das ist die einfachste Art damit umzugehen.
    Hast Du im Bassschlüssel 3 b dann spielst Du im Violinenschlüssel kein Vorzeichen. Bei 2 b im Bass ist es 1# in Violinenschlüssel, bei 1 b im Bass sind es 2 # usw. Ein wenig Denksport der aber sehr schnell verinnerlicht.

    Viel Spaß

    René
     
  6. HappySax

    HappySax Schaut nur mal vorbei

    Hallo Altsax,

    frag doch mal, ob es auch Noten für Bass in C oder Fagott im Bassschlüssel gibt.....
    Wenn ja, tust Du einfach so, als stünde da ein Violinschlüssel, denkst Dir 3 Kreuze zur Tonart dazu (oder ziehst 3 B ab) und spielst die Stimme ab
    Also z. B. steht die C-Stimme in F-Dur, spielst Du mit dem Bari D-Dur.
    Steht der Ton z.B. auf der 1. Linie, ist dies im Bassschlüssel ein G, wäre theoretisch im Violinschlüssel ein E. Spielst Du nun ein Instrument, das in Es gestimmt ist, ist dieses E ein klingendes G.

    Viel Spaß beim Ausprobieren
     
  7. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Ich antworte lediglich auf die konkreten(!) Angaben in der Frage.
     
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  8. edosaxt

    edosaxt Ist fast schon zuhause hier

    Hmmmmmmmmmm......
    Jürgen hat recht, der olle Baritipp funktioniert nur, wenn die Noten in C im Bassschlüssel stehen. für Noten in Eb (im Bassschlüssel) müsste man transponieren (um dann den Trick anwenden zu können, oder vielleicht einfacher aus' m Bass- in den Violinschlüssel) oder direkt aus' m Bassschlüssel spielen.

    .......obwohl ich noch nie Eb-Bassnoten im Bassschlüssel gesehen habe. Ich spiele öfter im MV die Eb-bass Noten, gerade bei alten Arrangements (Märsche, sehr alte Karnevalslieder (Willi Ostermann rules!) und so....) gibt's keine Barinoten und die waren dann seltsamerweise bislang immer im Violinschlüssel......
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.April.2017
  9. saxology

    saxology Ist fast schon zuhause hier

    So kenne ich das auch, wenn transponierend, dann im Violinschlüssel. Das ergibt ja auch einen Sinn, weil dadurch ein beliebiger Blechbläser, z.B. Tenorhornist, sofort auf Tuba wechseln kann.
    In der Partitur von Jacob de Haan ist der Eb-Bass auch so notiert. http://media.blasmusik-shop.de/Partituren-MP3/2015/DHP1023116-030.pdf
    Allerdings hat flar in einer vergangenen Diskussion darauf hingewiesen, dass es im Blasorchester-Universum nichts gibt, was es nicht gibt.

    Gruß
    Joachim
     
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  10. edosaxt

    edosaxt Ist fast schon zuhause hier

    ....wo du auch wieder recht hast!
     
  11. saxology

    saxology Ist fast schon zuhause hier

    Ach so, da wir ja die Partitur haben:
    Wenn das erste Stück, The Indian Spirit, am Anfang zwei Kreuze vorgezeichnet hat: transponierend notiert.
    Falls ein b vorgezeichnet ist: nicht transponierend => Bari-Trick anwendbar.
     
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  12. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

    Eine ähnliche Frage hatte ich schon einmal. Jetzt bin ich dabei, mir ein Bari zuzulegen und habe z.Zt. ein Instrument zum Ausprobieren hier. Zum Üben habe ich mir auch Cello -Noten geholt. An dem "Bari-Trick" kaue ich aber immer noch: Das Prinzip als solches habe ich verstanden, auch wie es theoretisch abgeleitet wird; mir erschließt sich aber noch nicht, wie ich die Vorzeichen behandele, wenn einzelne Noten damit "bestückt" sind, z.B. ein C-Dur Stück für Cello spiele ich in A-Dur, jetzt hat das d ein # ; ignoriere ich es, spiele ich es, mache ich das mit allen Vorzeichen so, oder rechne ich mittels der großen Sexte jeden Einzelfall abhängig von Tonart und Ton aus?
    Vielleicht denke ich zu kompliziert, deshalb wäre ich für einen Hinweis, wie ich weiterkomme, dankbar.
    Schöne Grüße
    Wolf
     
  13. edosaxt

    edosaxt Ist fast schon zuhause hier

    Einfach so spielen, wie's da steht.
    Also: #d ist ein dis.
    Bisschen doof ist, um in deinem Beispiel zu bleiben, wenn #fis, #cis, #gis vorkommt, dann schreibe ich mir das in die Noten, damit ich nicht stolpere.
     
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  14. murofnohp

    murofnohp Ist fast schon zuhause hier

    ok,wenn‘s durch die dazugedachten Kreuze zu zwei Kreuzen kommt -> Ganzton rauf?
    Bzw. ein b vor der Note steht & dazu gedachtes Kreuz -> kein Vorzeichen?
     
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  15. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

    Danke! D. h. , ich spiele in dem Beispiel #fis, #cis, #gis einen halben Ton höher oder belasse es dabei?
     
  16. edosaxt

    edosaxt Ist fast schon zuhause hier

    Also, wenn es durch die drei dazu gedachten Kreuze zu A-Dur geworden ist, in den Noten aber noch n Kreuz vor dem f steht, dann wird es zum fisis, also g.
     
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  17. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

    Ok, danke! Jetzt habe ich es kapiert. Jetzt steht den Cello-Stücken nichts mehr im Wege. Und die Theorie dahinter wird sich mir auch noch erschließen.

    Schöne Grüße
    Wolf
     
  18. ppue

    ppue Experte

    Das tiefe C im Violinschlüssel, das mit einer Hilfslinie unter dem System entspricht im Bassschlüssel der Note mit der ersten Hilfslinie über dem System.

    basss.gif

    Das ergibt also den gleichen Ton, ein C. Nun denke dir unten einen Violinschlüssel. Das macht das C zu einem hohen A. A ist der Griff auf Eb-Instrumenten, der ein klingendes C erzeugt. Also haut das schon mal hin. Ohne, dass du die Vorzeichen ändern würdest, würde aber anstatt Dur ein A-Moll (klingend C-Moll) erklingen. Deshalb musst du 3 #-chen hinzufügen, um A-Dur zu erzeugen.

    Also, Vorzeichen ändern wurde schon beschrieben. Dann gilt für alle Versetzungszeichen im Notentext: werden die Töne erhöht oder erniedrigt, folgt man der Bewegung entsprechend. Kann nämlich auch sein, das z.B. ein Eb aufgelöst wird, was zu Folge hat, dass man dann kein aufgelöstes C spielt (was immer das sein soll), sondern ein C#.
     
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  19. Iwivera*

    Iwivera* Ist fast schon zuhause hier

    Das verstehe ich nun leider irgendwie nicht. :(:-?

    Muss mich auch manchmal damit rumschlagen, wenn ich die Noten meiner Bassistin auf dem Alto nachvollziehen will. Das müsste ja dann eigentlich auch andersrum gehen, d. h. meine Bassistin müsste meine Noten spielen können. Dann drei Kreuze weg oder entsprechend bs hinzu?
     
  20. ppue

    ppue Experte

    Ja, genau. Rückwärts geht es entsprechend. Drei Kreuze weg oder entsprechend b-chen hinzu. Das gleicht die Tonarten aneinander an.

    Darüber hinaus:

    Alle Versetzungszeichen, die im Notentext eine Note erhöhen, das können #-chen oder Auflösungszeichen sein, erhöhen auch in der umgeschriebenen Version die Note.

    Alle Versetzungszeichen, die im Notentext eine Note erniedrigen (-:sagt man so???), das können b-chen oder Auflösungszeichen sein, erniedrigen auch in der umgeschriebenen Version die Note.
     
    Iwivera* gefällt das.
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