eine herausforderung?

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von katrin, 21.August.2005.

  1. Stephan

    Stephan Ist fast schon zuhause hier

    Zum Glück bin ich Amateur!
     
  2. rinaldo

    rinaldo Ist fast schon zuhause hier

    Vielleicht suchst Du keine Herausforderung sondern ein Ziel bzw. Ziele?
     
  3. Gast_13

    Gast_13 Guest

    Habe leider schon oft erlebt, dass viele mittelmässig begabte Musiker alles was sie machen ganz toll finden, auch wenns vorne und hinten nicht stimmt oder passt. Nach fürchterlichen Solis, Intonation völlig daneben mit stolzgeschwellter Brust ankommend: "Na, wie war ich?"

    Andererseits kenne ich viele hochbegabte, sehr gute Musiker, die Ihre ganze Schaffenskarriere von selbstzweifeln geplagt sind.

    Ich will niemand zu nahe treten, aber wenn mir jemand sagt, er kann das alles ganz schnell und toll, dann fehlt es meistens am nötigen Gehör, um es überhaupt beurteilen zu können!
     
  4. Frutti

    Frutti Schaut öfter mal vorbei

    Hi!

    Da ich eher selbstkritisch, weil ziemlich perfektionistisch, eingestellt bin, kann ich mir auch nur schwer vorstellen, dass man nach nem halben Jahr sagt: "das kann ich". Ab wann "kann" man denn ein Instrument? Ich hab 8 Jahre Klavier gespielt, kam aber nie an einen Punkt, an dem ich gesagt hätte, ich "kann" Klavier spielen. Schwierig. Deshalb denke ich diese Diskussion macht gar keinen Sinn, weil so was egal wie man es schreibt arrogant rübrkommt, und wir anderen uns kein Urteil erlauben können, weil wir ja nie Hörproben bekommen haben.....
    Von daher meine ich, jeder so wie er will, und wenn jemand sagt, er braucht nur ein halbes Jahr um ein Instrument zu lernen......ist doch super. Dann soll er halt mit dem nächsten anfangen...... :cool:

    liebe grüße,
    Frutti
     
  5. benu

    benu Ist fast schon zuhause hier

    Ich kann leider selbst nicht viel dazu schreiben, da ich eigentlich das gleiche "Problem" habe, mir gehn einfach die Ideen aus. Ok, Sikoras Jazz Harmonie Lehere könnte man da noch auswendig lernen, oder Allbie Donnelly's Sax 'n' Trick's n' rock 'n' Roll, oder Rainer Müller -Irons Saxophon style und moder saxophone style'sund Dirko Juchens Saxophon improvisation könnte man noch Durcharbeiten, aber irgendwie hab ich selber zu wenig Ehrgeiz und nicht die nötige Motivation (leider) und nen Lehrer der mich wirklich fordert auch nicht.
    Und, jetzt weiss ich eigentlich gar nicht so recht was ich machen soll... :-(


    Zum Instrument können:
    Na klar, manche Instrumente kann man in ner Sekunde, also, man kann jeden Ton spielen :-D Aber wirklich Musik machen kann man damit noch nicht ;)
     
  6. katrin

    katrin Schaut nur mal vorbei

    @rinaldo:
    Vielleicht ist das der bessere Ausdruck, es ist schwer einen Begriff dafür zu finden, für das, was ich suche oder brauche, wie auch immer(schon wieder find ich keinen passenden Begriff).
     
  7. matsmahal

    matsmahal Schaut öfter mal vorbei

    Bei uns in der Schweiz gibt es an den Jazzschulen die "Allgemeinen Abteilungen" da kann jeder seinem Formstand entsprechend einen Kurs belegen. Die Lehrer sind dort auch immer top und man wird auch in Musiktheorie und Rhytmik weitergebildet. Das hat mir persönlich am meisten gebracht. Braut allerdings viel Zeit und natürlich auch etwas Geld.... ;-)

    Andererseits muss man auch sagen, dass sich der Übungsfortschritt nicht linear einstellt. Es gibt auch immerwieder Plateauphasen in denen man keine merklichen Fortschritte macht.

    Mein Vorschlag: Such dir einen guten Lehrer (oder auch verschiedene) bilde dich auch in Musiktheorie, Gehörbildung und Rhytmik weiter da hast du sicher auch noch was zu tun :-D
     
  8. Heglanx

    Heglanx Ist fast schon zuhause hier

    Anscheinend sind auch noch andere Leute von der Schweiz hier. Mich würde ein Vorkurs-Jahr an einer Jazzschule interessieren (?)

    Kann mir jemand ein wenig darüber berichten (evt. selber besucht?)

    :)
     
  9. saxclamus

    saxclamus Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    Ich habe die o.a. Harmonielehre seit ca. 2 Jahren, viel darin gelesen, einiges sporadisch versucht umzusetzen - aber auswendig lernen- die Harmonielehre?
    Höchstens das Material und die praktischen Hinweise, die Sikora vorschlägt, anregt - und damit hätte ich für den Rest meines Lebens ( als Jazz-Beginner) zu tun und würde nie unter Unterforderung "leiden".
    Wer sich dabei unterfordert fühlt, muss m.E. ´ne ganz große "Jazz-Person" sein, die nur noch nicht entdeckt wurde.
    Warum eigentlich noch nicht?

    Ich behaupte jetzt mal von mir - in aller Bescheidenheit - aus vielen Instrumenten nach einiger Zeit des Probierens wiedererkennbare Melodien herauszubekommen - und die, die mir zuhören sind begeistert ob meines "Könnens".

    Aber das Instrument wirklich spielen können? Das würde ich nie von mir behaupten.Und unterfordert fühlte ich mich schon gar nicht - eher aufgefordert, mehr zu tun.

    Ich bin froh, wenn ich für bevorstehende musikalische Jobs mein Sax, die Klarinette, Gitarre und die Technik so bedienen kann, dass die Leute, die mich engagiert haben, zufrieden sind und ihre "Party" den Verlauf nimmt, den sie sich gewünscht haben.

    Unterfordert bin ich bei alldem nicht - höchstens angeregt, was ich beim nächsten Mal besser machen könnte.

    Liebe Grüße aus Kirchhellen


    saxclamus
     
  10. Easty

    Easty Ist fast schon zuhause hier

    Genau so geht es mir auch, ich würde selbst nach meinen 11 Jahren Saxophon nicht behaupten, dass ich gut spiele. Ich kenne zwar gewisse "handwerkliche" Tricks und Kniffs, aber letztendlich so zu spielen dass ich selbst (und vielleicht auch andere irgendwann mal) zufrieden sind, dass wird wahrscheinlich mein ganzes restliches - hoffentlich noch langes - Leben mein unerreichbares Ziel bleiben.
     
  11. KrischanDo

    KrischanDo Ist fast schon zuhause hier

    Hallo an alle saxophonisch Unterforderten!

    Ein Blick in meine Notensammlung, die mehr von Sammelfreude als Spielkönnen geprägt ist, und auf die CDs zeigte ein paar Möglichkeiten, die Unterforderungsschwelle noch etwas nach oben zu schieben:

    Jean Marie Londeix: Intonationsübungen, Technische Übungen ("Etudes Mechaniques")
    Guy Lacour: Etudenhefte (im angegebenen Tempo!)
    Paul Mintzer, Jazz Etuden (auch schön aufs Tempo achten)
    Mike Curtis: "Klezmer Tryptich" und "A klezmer wedding", für Saxquartett, inbesondere die Sopranstimmen.
    Vivaldi "Vier Jahreszeiten" für Sax-Quartett.

    Für die musikalisch Gereifteren vielleicht noch etwas Bach:
    Suiten für Violoncello Solo (erstmal die Aufnahme mit Yo-Yo Ma anhören, damit man weiss, was gemeint ist.
    Musikalisches Opfer (Quartett)
    Kunst der Fuge (Quartett).
    Wenn noch nicht reicht, bieten sich Darius Milhaud und Claude Debussy an, die haben nette Stücke für Sax und Klavier geschrieben.

    Und jetzt ab an die Kanne und erst wieder mit Soundfiles melden, Ihr Unterforderten!

    Schöne Grüße
    Christian
    (eher saxophonisch herausgefordert) :)

     
  12. Stephan

    Stephan Ist fast schon zuhause hier

    Oder einfach Obertonübungen: Mindestens 10 sauber intonierende Obertöne vom tiefen Bb aus.

    Danach "Giant steps": Tempo 300; Methoden wie man da rangeht gibt es ja genug.

    Transkribtionen von Brecker Soli sind auch zu empfehlen.

    Ich bleib lieber beim einfachen Kram.....
     
  13. shorterfan

    shorterfan Kann einfach nicht wegbleiben

    Hallo Katrin,

    ich finde deine Frage sehr interessant. Ich glaube, das liegt daran, dass es mir so vorkommt, als lägen zwei verschiedene Dimensionen darin. Die meisten Antworten auf deinen Beitrag klangen irgendwie leicht ungläubig, verwundert und viele haben irgendwelche musiktechnischen Steigerungen diskutiert, höhere Anforderungen.
    Aber ich glaube, dass dir diese Seite der Sache nicht viel weiterhilft.
    Musikalische Herausforderungen in der Musik zu suchen ist, irgendwie blöde (Verzeihung), weil die Musik eine einzige Herausforderung ist, ich meine, etwas musikalisch auszudrücken, sich auszudrücken, das Leben. Das hat was mit Empfindungsfähigkeit zu tun. Es ist wie beim Sex. Die "Herausforderungen und Gimmicks" kommen erst ins Spiel, wenn man nix mehr spürt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass dein Unterforderungsgefühl mehr mit deiner Lebenssituation allgemein zu tun hat.
    Die meisten Leute, die hier schreiben, haben einen Job und schon eine irgendwie eingenordete Lebensperspektive. Ob's ihnen passt oder nicht. Jedenfalls wissen sie, was sie zu tun haben.
    Mit 15 hast du das vor dir. Und du kannst nicht durch deine Berufstätigkeit, deine selbständige Lebensführung, durch das was du durchgemacht hast, die Anstrengungen und Fehler unter Beweis stellen, wer du bist.
    Wenn du jetzt versuchst, über die musikalische Karriere diese Anerkennung und dieses Selbstgefühl zu kriegen, hast du das Problem, dass du nicht richtig für voll genommen wirst, dass du den Einstieg nicht findest.
    Ich hoffe, dass es dir nicht zu gönnerhaft vorkommt, wenn ich sage, dass sich das Problem vermutlich auswächst.

    Was den musikalischen Teil angeht, glaube ich, wie einige schon gesagt haben, dass vieles davon abhängt, dass du die richtigen Leute findest. Und deine Musik muss eine Herzensangelegenheit sein und keine Karrierefrage.
    Von Pat Metheny habe ich neulich den Rat gelesen, man solle immer mit Leuten spielen, unter denen man der Schlechteste ist und weiterziehen, wenn man der beste ist. Überhaupt Leute: Du hast ja schon geschrieben, du suchtst nach den "richtigen". Das sind aber nicht die karriererelevanten. Klemm dich hinter Menschen, die du bewunderst.

    Viele Grüße

    Michael

    PS: Bin knapp 45, habe ein paar Jahre sinnlos auf Tenor und Sopran gedudelt und übe seit Anfang 2004 ernsthaft, ca. 2 Stunden täglich. Von Beruf Richter.
     
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