Einteilig oder mit Wechselhals?

Dieses Thema im Forum "Soprano Special" wurde erstellt von Saxoforte1, 21.Oktober.2026.

  1. Spacecat

    Spacecat Ist fast schon zuhause hier

    Dann wäre Dein Favorit Forestone, da es die beiden anderen von Dir genannten auch in Version mit festem Bogen gibt. Vielleicht gibt es einen Hersteller, der ähnliche einteilige Sopransaxophone im Angebot hat. Oder die Yanagisawas nochmal genau testen, diese stehen in Wertung auf Platz 1, wenn man Berichte liest
     
  2. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Selmer SA80 (II) - hat den Body vom Mark VI und eine moderne Applikatur, stimmt in der Regel recht gut (wenn es richtig eingestellt wurde), klingt mit etwas mehr Grundton und Farbe, als die üblichen anderen Verdächtigen und ist auf dem Gebrauchtmarkt gut vertreten.

    Ich persönlich würde ein Serie I suchen und entweder eine Top-GÜ einpreisen (1200€+x) oder gleich ein frisch überholtes ins Auge fassen. Beim Serie II gibt es unterschiedliche Ansichten, ob die Federlagerung hinter den Spitzschrauben eine gute Idee ist.

    Mein Mark VI aus den 70ern stimmt übrigens beängstigend gut (mindestens so gut wie das Yanagisawa S-WO20, das ich zuvor hatte) mit verschiedenen Mundstücken.
     
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  3. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Ich konnte mein damaliges Mark VI mal im direkten Vergleich mit einem SA 80 (II) testen. Das SA 80 (II) klang ziemlich deutlich anders, viel heller.

    An der Stimmung meines Mark VI hat es im übrigen nicht gelegen, dass ich es nicht mehr wollte. Ich kam mit der Mechanik und der Ansprache einfach nicht klar.

    Ich spiele immer noch ein einteiliges Sopran, bei einem einzigen Versuch mit einem geteilten (Sequoia) kam ich mit dem gebogenen klanglich und intonatorisch auch nicht klar.

    Ich frage mich gelegentlich, wie das dann mit den Curved Yanis ist. Die sollen ja doch ganz gut stimmen.

    Gruß,
    Otfried
     
  4. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich hatte lange ein Serie II, großartiges Horn, jetzt ein Conn Curvy, was einfach mehr mein Sound ist. Ich finde die fixe Bauform beim Sopran grundsätzlich besser, als abnehmbare Bögen in dieser Mikroskala. ich weiß nur nicht, ob ich mir nochmal ein gerades antun würde. Ich spiele das Sax gerne mit flachem Winkel und das geht beim geraden Sopran einfach gewaltig auf den Daumen.
     
  5. Saxoforte1

    Saxoforte1 Schaut öfter mal vorbei

    Ok
    Das stellt sich mir nicht als Problem entgegen. Habe gerade SA2 gegen SA3 gespielt, SA3 mochte ich lieber. Aber soundmässig nicht mein mk6 erreichend. Da kam bisher nur das Forestone annähernd hin. Will die Yamaha 82/62 noch testen.
     
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  6. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Ich intoniere auf meinem SC-800 etwas schlechter als auf meinem SC-WO20. Mit dem geraden S-WO20 intoniere ich mit beiden S-Bögen noch etwas besser.

    Das Spielgefühl zwischen gerader Form (S) und Altoform (SC) ist für mich sehr unterschiedlich.

    Auf dem S-WO20 spiele ich inzwischen lieber den "bequemeren" gebogenen S-Bogen.

    Sehr loben möchte ich das einteilige S-WO02, was für den Preis wirklich sehr gut ist.
     
  7. Referenzer

    Referenzer Nicht zu schüchtern zum Reden

    Ich kenne die Aussage von Kollegen, dass die gerade Bauform, egal ob abnehmbar oder nicht, einem mehr ins Gesicht bläst und das als zu direkt empfunden wird. Um auf die Eingangsfrage mit der mechanischen Stabilität zurückzukommen: Da sind wegen der Länge eher Tenorsaxe anfällig. Einzig wenn das Mundstück sehr stramm draufgeht besteht die Gefahr, die Oktavklappe zu beschädigen. An sich h sind die Bögen durch die Kürze sehr stabil.
     
  8. elgitano

    elgitano Ist fast schon zuhause hier

    Hallo, guten Tag,
    Frage: Hat jemand schon mal die Mensuren von Körper und S-Bogen/Hals bei den abnehmbaren Sopran-Saxophonen gemessen? Ich frage, da historische Instrumente einen festen angelöteten Hals haben, der sich in der Mensur im Vergleich zum Körper unterscheidet. Der Hals hat eine grössere Steigung, was angeblich der oberen Oktave dienen soll.
    Besten Dank für Infos,
    Claus

    upload_2026-10-24_13-38-54.png
     
  9. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich habe nichts gemessen, könnte mir aber vorstellen, dass das analog zur Mundstückentwicklung sich geändert hat. Die Sax’schen Mundstücke waren sehr voluminös, viel weiter als die Bohrung. Du wirst besser sagen können als ich, ob Rascher oder Caravan überhaupt in der originalen Größenordnung sind oder die Mundstücke bei historischen Instrumenten noch größer waren.

    Konstruktiv ist das eine gewisse Herausforderung, denn die „Netto-Steigung“ des Saxkonus wird bei einem übergroßen Mundstück flacher, je kürzer die effektive Röhre durch das geöffnete Tonloch ist. Der Konus bestimmt aber, ob die Töne in die Oktave überblasen, oder niedriger oder höher. Bei einem zu großen Mundstück oktavieren die kurzen Töne der linken Hand höher als die langen der rechten.

    Der S-Bogen bzw. der obere Teil des Konus muss diese Volumenschwankung ausgleichen. Wenn man M. Postmas Seite studiert, sieht man, welche „modernen“ Hörner hier noch etwas verjüngte Bögen haben.

    Meine Vermutung ist, dass die Saxophonkonstrukteure, insbesondere wohl bei Selmer, in den 30er Jahren oder so merkten, dass Intonation und Akustik einfacher zu handeln sind, wenn das Mismatch zwischen Saxbohrung und Mundstück kleiner ist, und der Konus gleichmäßiger wird. In der Konsequenz wurden die Mundstücke kleiner und auch effizienter.

    Deshalb haben die modernen Sopranmundstücke dann sogar oft einen „Throat“, das Gegenteil einer großen Kammer.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.Oktober.2026
  10. nosi65

    nosi65 Ist fast schon zuhause hier

    Habe letzten Samstag ein gebogens einteilige Buescher trutone eines Foristen probieren können: Ergebnis klingt geil, könnte mir auch gefallen.

    Ich spiele sonst ein Yanagisawa SC800 mittklerweiel selten mit den originalbogen, welcher Kurved ist sondern mit einem Knickbogen dieser erschein mir ergonomischer
    Matthias
     
  11. ppue

    ppue Mod Experte

    Tolles Instrument!
     
  12. dikoki

    dikoki Ist fast schon zuhause hier

    Also: Mein erstes Sopran war ein preiswertes, gerades von Expression mit 2 Hälsen. Ich konnte beim Spielen keine großen Unterschiede feststellen; es sprach mit beiden nicht gut an. Und zur Ergonomie: Die fand ich mit beiden unbequem - na, sagen wir: gewöhnungsbedürftig. Danach hatte ich ein gebogenes Yani: Tolles Instrument und ergonomisch fand ich's super! Mittlerweile spiele ich ein gerades Keilwerth, einteilig. Das gefällt mir ergonomisch komischerweise von allen am besten, was mich nach meinen Erfahrungen mit dem ebenfalls geraden Expression wundert. Gibt es vielleicht Unterschiede in der Mensur, die dazu führen, dass man sich auf dem einen geraden wohler fühlt als auf dem anderen? Keine Ahnung. Ich will nur sagen: Es mag grundsätzliche Erfahrungswerte geben. Aber wenn's ernst wird, hilft nur ausprobieren!
     
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  13. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

    Ich spiele jetzt schon seit fast 40 Jahren mein einteiliges Yanagisawa S-800 Elimona.
    Ich möchte es nicht missen.
    Die gerade Form ist nicht so bequem, aber ich habe mich mit den Jahren daran gewöhnt.

    Wenn mein Yanagisawa in Wartung war, hatte ich leihweise Zweiteiler, immer von Yamaha.
    Ich spielte meistens mit dem gebogenen Hals.
    Die Yamahas lagen gut in der Hand, intonierten gut, klangen aber nach meinem Empfinden nicht so gut.
    Wobei das wahrscheinlich eher damit zu tun hatte, dass ich mein Yanagisawa gewöhnt war.
    Meine Bandkollegen hörten auch kaum einen Unterschied.
    Vielleicht auch weil ich auf den Yamahas das gleiche Mundstück-Setup nutzte

    LG
    Mike
     
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