Könnt ihr eure Lieblingssaxophonisten sofort erkennen?

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Gelöschtes Mitglied 5328, 17.August.2021.

  1. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Ich hab nicht mal eines, hör nur die Nachrichten am iPhone beim Laufen oder Wandern, Musik in der Klangqualität interessiert mich nicht. Tidal wär schön, mag ich mir aber nicht leisten. Die Emailadressen für's Probemonat sind mir leider auch schon ausgegangen, daher hör ich nur "lokale" Musik.
    Mag sein, sehr groß wird unser Altersunterschied aber nicht sein fürchte ich :)
    Jepp.
     
  2. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Wir lesen hier ja oft, Mensch solle viel hören, um einen eignen Stil zu entwickeln, um das Hirn "zu programmieren" etc.

    Hört Ihr den bewusst bestimmte Interpreten, um da etwas zu adaptieren? Phrasierung/Sound/"Licks"/etc ?

    Cheerio
    tmb
     
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  3. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Rein am „Sound“ ist wohl bei guten Studioaufnahmen nichts zu wollen. Es ist dann doch eher Phrasierung, Timing, Pet-Phrases usw.

    Naja, zwischen Émile Parisien und Dave Liebman (gilt der noch als „zeitgenössisch“?) am Sopran gibt es wohl keine Verwechslungsgefahr. Und auch - um mal ein paar Namen aus der deutschen Szene zu droppen - Fiete Felsch ist ziemlich eindeutig oder auch Anna-Lena Schnabel (nur echt mit Bindestrich!) am Alto. Bei Lorenz Hargassner wird es dann schon schwieriger - aber da ist der Bandname natürlich auch Programm.

    Am Tenor finde ich es - weil ich „eingehört“ bin - eindeutiger.
    Da wären Eric Alexander, Chris Potter und Joshua Redman ziemlich eindeutig, Joe Lovano traue ich mir auch noch zu.
    Und Dave O‘Higgins - der ist in seinen Solos an ein paar ganz charakteristischen Sachen zu erkennen. Den höre ich aber auch recht ausgiebig…
     
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  4. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest

    Man nennt es auch Transkribieren.
    Ich höre Musik inzwischen sogar hauptsächlich so, dass ich mir einen Teil einer Aufnahme in der Länge von 4-32 Takten auswähle und auf Schleife höre.
     
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  5. scenarnick

    scenarnick Admin

    Nicht wirklich :) Zwischen "auf bestimmte Sachen hören" und Aufschreiben ist noch ein kleiner Unterschied :)
     
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  6. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest

    Das Aufschreiben kommt aber erst ganz am Ende und ist nur ein Bruchteil des Prozesses.
     
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  7. scenarnick

    scenarnick Admin

    Ist aber namensgebend für "scribere" in Transkribieren. OT Ende von mir ;)
     
  8. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Wozu aufschreiben? Das verwässert höchstens die vorher gewonnenen Erkenntnisse.
    Das Mikrotiming, bestimmte Bendings und geghostete (guiles Denglish!) Töne usw. - also das, was den individuellen Wiedererkennungswert eines Spielers ausmacht, kann man ohnehin nicht vernünftig (i.S.v. für andere verständlich) notieren.

    „Melodie und Changes raushören“ á la RealBook ist nochmal etwas anderes.
     
  9. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Weil man technisch komplexe Passagen besser von Noten in die Finger bekommt und bei langen Stücken dann auch eine Gedächtnisstütze hat.
    Empfinde ich nicht so. Man muss das ja nicht vergessen, was man sich rausgehört und gemerkt hat.
     
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  10. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Wenn ich Musik höre, dann meistens gezielt. Dann weiß ich normalerweise, welcher Saxophonist da spielt. Mir geht es dann manchmal so, dass ich den Pianisten oder Bassisten erkenne, oder auch nicht.
    Wenn ich doch mal Jazz-Radio höre, dann höre ich ständig Pres, Getz, Bird, Trane, Webster, Desmond und auch Brecker, schau aber nie nach, ob sie es auch selbst sind...
     
  11. Bleedin‘ gums Murphy

    Bleedin‘ gums Murphy Ist fast schon zuhause hier

    Ich war ja früher der total-Ignorant, was Jazz und Saxophon-Musik angeht! Als ich mit 13 erst Klarinette und dann mit 14 Saaxophon angefangen hatte, fand ich Musik mit Saxophon dermaßen uncool, daß ich jahrelang keinem davon erzählt habe, daß ich Saxophon spiele! Außer vielleicht den Blues Brothers war das ja alles Fahrstuhlmusik für mich, und für mein mitwirken im Jugendbblasorchester und in der Big Band habe ich mich geradezu geschämt! Gehört habe ich eine Auswahl von Sachen, die in den 80ern „in“ waren: U2, Depeche Mode, the Cure, Tears gor Fears, Später Marillion, Guns n Roses, Rush.... das Spielen in der Big Band und auch im Jugendorchester ( James Bond-Medley, Star Wars-Medley und Glenn Miller Medley hat mir Spaß gemacht, aber irgendeine Form von Jazz aktiv aufzulegen und anzuhören-darauf wäre ich je meine ganze Jugend lang nicht gekommen. Deshalb hat sich mein Sound auf dem Saxophon auch völlig unabhängig von Vorbildern entwickelt-ich hatte keine!
     
  12. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Nein
     
  13. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Ja.

    CzG

    Dreas
     
  14. Atkins

    Atkins Strebt nach Höherem

    Definitiv Nein, früher nicht und heute auch nicht. Klar höre ich gelegentlich gerne gute Musik, aber das hat dann kaum was mit meinem Saxspiel zu tun.
    Ich habe es wohl schon mal geschrieben.....je mehr Musik ich mit Sax/Querflöte und Gitarre mache, desto weniger höre ich Musik. Im Moment fast gar nix :)
     
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  15. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Da "ticke" ich genau entgegengesetzt:
    Es gibt Stücke, die habe ich von Noten gelernt, tausendmal gespielt und kann sie immer noch nicht wirklich auswendig.

    Dafür sind alle auch noch so komplexen und abseitigen Passagen, die ich mir abgehört habe (also transkribiert ohne Aufschreiben) ein für alle mal "drin". Mehr als ein "Lead Sheet" - also einen auf den Kern reduzierten Aufschrieb von Melodie und Changes - brauche ich da nicht, auch bei längeren Stücken.

    Jetzt habe ich nicht das Glück, etwas einmal zu hören und sofort nachspielen zu können. Auch wenn's schon besser geworden ist, dauert es.

    Ja, unbedingt!
    Für jedes neue Stück suche ich mir eine "Referenzaufnahme" und kann nicht leugnen, dass die irgendwie immer durchschlägt.
    Vom Notenbild alleine habe ich meistens Mühe... Blattspiel mangelhaft.

    Und dann gibt es natürlich so viel, was man sich abgucken ... äääh ... -hören kann:
    Abgehangene Phrasierung, Mikrotiming, Dynamik, Licks (eher "Pet-Phrases" - das trifft es besser) - man muss ja nicht alles selbst erfinden. Die Vorbilder haben meist schon alles ausprobiert und das, was gut kommt, bleibt dann.
    Ich bin da erst ganz am Anfang aber das ist viel interessanter als das hundertdreiundzwanzigste RealBook Stück Note für Note zu spielen.
     
  16. coolie

    coolie Strebt nach Höherem

    Bei mir sind es u.a. Eddie Lockjaw Davis, Illionis Jacquet, Johnny Hodges, Paul Desmond, Stan Getz, Ben Webster, Lester Young, Coleman Hawkins. Bei den aktuellen Musikern fällt es mir schwerer, denn sie sind ja meistens einer bestimmten "Schule" zuzuordnen. Z.B. Joshua Redmann kann ich nicht unbedingt erkennen. Sandborn erkenne ich allerdings, seinen Ton mag ich jedoch nicht besonders.
     
  17. GelöschtesMitglied11073

    GelöschtesMitglied11073 Guest

    Eigentlich komisch das ich Sax spiele,ich hör nämlich gauptsächlich Hardrock,da kommt selten ein Sax vor. Wenn ich überhaupt einen Lieblingssaxer hätte wäre es wohl Candy Dulfer,nicht nur wegen ihrem Sound ;)
     
    Sax a`la carte, coolie und Rick gefällt das.
  18. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    Ich irre mich öfter, als das ich richtig liege. Bei den älteren, inzwischen längst verstorbenen Heroen ist es dann auch noch geschummelt, weil ich die Aufnahmen wahrscheinlich eben doch schon irgendwann mal gehört habe. Von den Zeitgenossen würde ich vielleicht Potter, Carter und Watts erkennen, sehr vielleicht.
     
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  19. Juju

    Juju Strebt nach Höherem

    Wieviele Personen würdet Ihr z.B. am Telefon rein an ihrer Stimme und ihrer Art zu sprechen erkennen? Ich finde das bei Saxophonisten nicht viel anders. Kommt eben drauf an, a) wie gut man sie kennt und b) ob sie irgendwelche besonderen individuellen Erkennungsmerkmale haben.
    Spontan fallen mir etwa 35 Saxophonisten ein, die ich normalerweise erkennen würde, dann noch etwa 15 wo ich mir relativ sicher wäre. Aber ich habe auch tägliches Training, weil Dave mir ständig irgendwas neues vorsetzt und ich dann sagen muss, wer das ist. Heute habe ich aber versagt, ich dachte eigentlich, dass ich Sam Dillon inzwischen abgespeichert habe, aber es war ein ganz untypisches Solo, auf ihn wäre ich da nicht gekommen. Dave zieht mich auch immer mit Johnny Griffin auf, weil ich ewig lange gebraucht habe, ihn zu erkennen, dabei hat er eigentlich viele charakteristische Merkmale. ‚Sofort erkennen‘ ist auch so eine Sache- bei manchen braucht es für mich nur einen Ton, bei anderen brauche ich ein paar Takte von einem Chorus, weil es da mehr deren Syntax beim Improvisieren ist, die ich erkenne.
    Wo ich Nachholbedarf habe ist bei anderen Instrumentalisten als Saxophonisten, da sind es jeweils nur eine Handvoll, die ich erkenne. Ganz besonders schwierig finde ich es bei Bassisten.
    LG Juju
     
    Sax a`la carte, Bereckis, Maggs und 8 anderen gefällt das.
  20. hoschi

    hoschi Strebt nach Höherem

    bei mir eher nein!
    dafür bespiele ich nicht lange genug das tenor...
     
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