Mehrere Instrumente lernen (im Alter)

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Saxoryx, 17.September.2022.

  1. ilikestitt

    ilikestitt Ist fast schon zuhause hier

    Nur ist das was ganz anderes als das was man im guten Gesangsunterricht lernt, da geht es zu einem grossen Teil um Technik, wie beim Sax auch, die die Basis ist ohne die es nicht geht. Wenn es darum geht Töne zu treffen beim Singen, ist der Gesangsunterricht nicht nötig. Wenn man lernen will Songs zu singen schon eher, auch wenn man lernen will wie man singt ohne sich die Stimme zu ruinieren (weil man die ganze Zeit drückt). Die Balance zwischen Technik und Songs singen lernen ist dann zu finden.
     
  2. ilikestitt

    ilikestitt Ist fast schon zuhause hier

    Danke, genau so ist es. Gerne wird da von Leuten das richtige gemeint aber es dann falsch formuliert.
     
  3. ilikestitt

    ilikestitt Ist fast schon zuhause hier

    Gerade Tonfolgen, die sich nur gering unterscheiden können immer wieder zu Problemen beim Greifen führen.
     
  4. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Lesen. In der Passage, die du zitierst, ging es um Timing, nicht Griffe. Du klatschst keine Griffe, und bei einem Ton hast du mit Griffen auch nichts zu tun.

    Wenn du tonfolgen meinst sind die häufig nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Sie klingen gleich, auch wenn sie als Basis vielleicht einen anderen grundton haben. Wenn du dein Gehör entsprechend geschult hast, und hast dir ein gewisses grundverständnis erarbeitet, wie eine figur aufgebaut ist, merkst du/weisst du (ich zumindest) ob du/ich auf einem zwischenton lande(st) oder nicht. Nur stumpf irgend welche figuren runternudeln bringt (mir) nichts.
     
  5. Saxoryx

    Saxoryx Strebt nach Höherem

    Das hat jetzt zwar überhaupt nichts mehr mit dem Thema "Mehrere Instrumente im Alter lernen" zu tun, aber das ist halt die übliche Entwicklung hier im Forum. ;)

    Als Sängerin bin ich eher vom Gesang zum Saxophon gekommen. Singen kann jeder schon als kleines Kind, also bevor man irgendein Instrument lernt, kann man schon singen, singt so vor sich hin. Das dann auf ein Instrument zu übertragen ist gar nicht so einfach. Wie ich speziell mit dem Saxophon festgestellt habe. Denn wenn man die Fingerings nicht kennt, kann man nicht einfach einen Ton nachspielen, den man vorher gesungen hat. Umgekehrt ist es natürlich wesentlich einfacher, einen Ton zu singen, den man vorher auf dem Sax gespielt hat. Das ist Peanuts.

    Aber Singen lernen im Alter - das ist dann doch ein größeres Problem. Denn leider altern auch unsere Stimmbänder wie alles andere an uns und werden schlaff und schlaffer. Selbst wenn man früher gut singen konnte, lässt das im Alter nach. Während man immer noch Saxophon oder Klavier spielen kann. Denn da sind es die Instrumente, die die Musik machen, während es beim Singen mein eigener Körper ist.

    Wenn man allerdings tatsächlich richtig singen lernen will (weil man vielleicht noch nicht so alt ist und die Stimmbänder einen noch nicht im Stich lassen :cool:), sollte man die Technik lernen wie auf jedem anderen Instrument auch. Nur weil die Stimmbänder in uns drin sind und nicht extern wie ein anderes Instrument, sind sie doch ein Instrument. Die meisten Leute unterschätzen das. Einen gut gestützten Ton herauszubringen, der gut klingt und die Stimmbänder nicht belastet und den man auch variieren kann (leiser, lauter, höher, tiefer, länger, kürzer, verschiedene Timbres usw.) erfordert Wissen und Übung wie jedes andere Instrument auch. Auf dem Sax kommt man mit dem reinen Erzeugen von Tönen da tatsächlich schneller voran. :)
     
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  6. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Ach, das kann schon sein, wenn sich herausstellt, dass man das andere Instrument tatsächlich viel lieber mag. Ich bin mit Klavier aufgewachsen und hab das an sich schon gemocht. Aber jetzt hab ich sowohl Sax als auch Klavier (und Gitarre und Flöte...), und üben tue ich Sax.

    Auch ein "externes" Instrument will mit dem Körper bedient werden. Beim Klavier lassen halt dann die Finger nach (z.B. in der Geläufigkeit).
     
  7. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    Also mit diesen ganzen Bedenken hätte ich auch nie angefangen Saxophon zu lernen :D
    Zum Glück wusste ich nicht, was da auf mich zukam.

    Natürlich gehört Technik dazu, find ich gar nicht schlimm. Mache ich am Saxophon auch gerne.

    Und hier kommt nochmal der erwähnte Hedonismus zu Wort. Ich muss keine Aufnahmeprüfung bestehen. Wenn mir der Weg Spaß macht, dann ist er richtig.
    Und mit Spaß meine ich nicht, dass man alles technische/musiktheoretische meidet. Zwischen Aufnahmeprüfung bestehen und vor sich hindudeln gibt es noch mehrere Abstufungen.


    Was ist mit dem Synergieeffekt Saxophon-Gesang auf der Bühne? Das ergänzt sich wundebar. Melodie Gesang, Solo Sax :cool: Also ich find das genial. Saxophon und Bass wäre weniger praktikabel.



    Vorteil solcher Personen: wahrscheinlich haben sie sich erstmal 20 Jahre lang auf einem Instrument ausgetobt, bevor sie das nächste dazugenommen haben.
     
  8. FraRa

    FraRa Kann einfach nicht wegbleiben

    Des Öfteren habe ich festgestellt, dass Leute, die mehrere Blas-Instrumente spielen, auch Klavier spielen können, ohne es für wert befinden das extra hervorzuheben. Das bisschen Klavier... Bei mir waren Gitarre und Klavier am Anfang, mit 50 kam das Sax, paar Jahre später Trompete. Alles hat riesig Freude gemacht, und ich würde selbt 80-jährige ermuntern anzufangen mit einem Instrument, wenn sie ihr Leben lang davon geträumt haben. Einfach machen.
    Für Gesang, Blasinstrumente (und professionelles Sprechen!) braucht man nur eins richtig zu lernen: Atmen.
     
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  9. JES

    JES Gehört zum Inventar

    TOP!!!
     
  10. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Danke. Exakt so. Buchstabieren ist genau das richtige Wort. Und obwohl ich ein überzeugter "Leser" bin, der kaum eine Phrase nach Gehör spielen kann, scheinen mir genau die paar Takte nach Gehör schlüssiger. Da ich jetzt weiß wie es klingen muss, muss ich es nicht mehr "lesen". Bzw. obwohl ich jetzt weiß wie es klingt, kann ich die Notation nur mühsam buchstabieren und nicht "mitlesen". Ist vermutlich eine (mangelnde) Übungssache. Als Späteinsteiger hat man ja so manche Baustelle.

    Aber um ans Thema anzuknüpfen: @Saxoryx Wie geht es Dir mit dem Lesen der Klavier Notation? Zwei Schlüssel, zwei Hände und die Finger sind je nach Fingersatz für jeweils andere Töne verantwortlich. Kannst Du aus der Notation die Finger Koordination halbwegs flüssig ableiten?

    Das Notensystem und die Klavier Tastatur passen ja recht gut zusammen. Wenn man also einen Ton mit dem dritten Finger anschlägt und es geht eine Terz rauf wäre der kleine Finger schon auf der richtigen Taste. Geht es eine Terz runter, ist der Daumen dran - es sei denn man muss aufgrund des Melodieflusses den Fingersatz ändern. Aber prinzipiell wäre das natürlich. Man muss die Finger "nur" so bewegen wie die Noten. :roflmao:

    Mir gelingt das (wie so vieles) nur schwer. Bei mir ist da immer noch zu viel Nachdenken drin, wo eigentlich "hinschauen" reichen müsste. Auch der gleichzeitige Blick auf so viele Noten für zwei Hände scheint mir sehr anspruchsvoll. Mein Fokus ist immer viel zu eng. Ich kann mich nur auf eins konzentrieren, wo ich eigentlich zwei Notensysteme mit mehreren, oft gleichzeitigen Noten UND 10 Finger simultan unter Beobachtung/Kontrolle halten sollte. :rolleyes:
     
  11. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Der Typ ist über 70, Finger voller Gicht


    Wenn ich mal mit 70+ noch so gut spielen kann, mir reicht das. Und da ich die musikszene in kuba etwas kenne, er ist kein Einzelfall. Rum???
     
  12. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Geht auch mit Singen im hohen Alter


    Also keine Ausreden nicht heute anzufangen ;)
     
  13. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ich hab vor ein paar Videos für meine Schüler zu machen.
    Werde es noch einmal machen, hab mich ein paarmal versprochen. Die Information sollte aber (hoffentlich) da sein. Sollten Euch Fehler auffallen bitte melden, hier oder direkt im Blog

    Beide Paare runter ist z.B. DC-GF-GC...gespielt habe ich es so, nur Blödsinn gelabert :)

    https://www.saxmitmusik.at/blog/speedbag-sekunden
     
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  14. sachsin

    sachsin Strebt nach Höherem

    "Die Feinmotorik ist die Unterdrückung der Grobmotorik" .... da hast Du, @Ton Scott , dem Herrn Altenmüller seinen Spruch treffend zusammen gefasst.

    Eine sehr gute Übung, die Du hier vorstellst. Im Saxophonunterricht ist sie mir vor Jahren von meinem Lehrer mal aufgegeben worden
    und hatte einen prima Lerneffekt für die Finger. Das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.

    Ein fettes Danke für ´s Erinnern..... Da werde ich mich unbedingt mal wieder mit beschäftigen :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 26.September.2022
  15. bthebob

    bthebob Ist fast schon zuhause hier

    @Ton Scott
    Ich hatte gezögert, was zu Schreiben.

    Weil, .... wie komme ich dazu, deine Sachen zu kommentieren.
    Im Vergleich zu dir bin ich "blutiger Anfänger".

    Aber da das geplante Video sich ja an Schüler richten soll ....

    Ganz ehrlich .... mir war das nach zwei / drei Minuten bereits zuviel
    an verbaler Information.

    Warum nicht als Einstieg zum Üben für den Schüler bei
    Grundton - Quintton bleiben.
    Einmal Rund um den Zirkel.

    Aber übers gesamte Register.
    Immer bis zum tiefsten und bis zum höchst möglichen Ton.

    Diese "Nummer" auswendig und sauber spielen können.

    Dabei auch mal innerhalb eines "Systems" mit der
    Reihenfolge der einzelnen Töne experimentieren ....

    Später dann, darauf aufbauend, andere Töne hinzu nehmen ....

    Nur so, als Idee.
    Ich geh' jetzt üben .... genau diese Übung als "warm up":D

    VG
     
  16. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Es geht eigentlich um den Speedbag :)
    Und 4 Töne am Stück kann man sich schon merken, glaub ich :)
     
    bthebob und sachsin gefällt das.
  17. ppue

    ppue Experte

    Was ist ein Speedbag?
     
  18. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Einfach eine Fingerübung.


    Man kann auch Smurfbag sagen. Wiederholung einer Phrase, bis Du blau im Gesicht wirst..:)
     
  19. Saxoryx

    Saxoryx Strebt nach Höherem

    Das ist ein witziger Zufall, weil ich auch gerade wieder mit Gesangsunterricht angefangen habe, nachdem ich meine Stimme (altersbedingt) verloren hatte. :)
     
  20. Saxoryx

    Saxoryx Strebt nach Höherem

    Geht mir ein bisschen ebenso. Immer schon gesungen (dafür braucht man ja auch kein Geld, um ein Instrument zu kaufen), dann Blockflöte, Gitarre, Trompete. Das war jahrelang neben dem Singen mein Hauptinstrument. Irgendwann nur noch Singen. Aber immer der Wunsch, Klavier zu lernen. Dann verlor ich meine Stimme, konnte nicht mehr singen, und als "Ersatz" habe ich dann Saxophon gelernt. Was eine große Neuentdeckung war, da ich mich vorher nie für Saxophon interessiert hatte. Jedenfalls nicht, das Instrument zu lernen. Gehört habe ich es immer gern. Glenn Miller und solche Sachen. Aber ich wusste eigentlich nichts darüber. Weder über das Instrument noch kannte ich berühmte Saxophonisten. Das habe ich alles erst hier im Forum gelernt. :)

    Jetzt, nach 10 Jahren Saxophon und dem Wiederfinden meiner Gesangsstimme, übe ich hauptsächlich Klavier. Denn Saxophon geht ja nun schon ganz gut nach so vielen Jahren, und für den Hausgebrauch reicht's. Inklusive meiner kleinen Band, die ich jetzt gegründet habe, einfach um Spaß zu haben. Aber Klavier ... das fasziniert mich jetzt jeden Tag. Und obwohl die Finger nicht mehr so wollen wie in jungen Jahren, behauptet meine Klavierlehrerin, ich hätte in den letzten ca. 10 Monaten mit der Fingerfertigkeit große Fortschritte gemacht. Ich hoffe, das hält an, und ich werde mal irgenwann 10 Jahre Klavier gespielt haben wie ich jetzt 10 Jahre lang Saxophon gespielt habe, bevor ich dann zu alt für alles bin.

    Hätte ich als Kind Klavierspielen gelernt, wäre die Begeisterung heute vielleicht für ein anderes Instrument da. Aber da Klavier jetzt das Instrument ist, das am meisten Üben verlangt, weil ich da noch sehr wenig kann, nimmt es nun am meisten Zeit ein. Aber das Saxophon, das ich eher durch Zufall als Instrument gefunden habe (während ich die Trompete ganz gezielt ausgesucht hatte, wegen Louis Armstrong, den ich im Radio gehört hatte), möchte ich nicht vernachlässigen. Es muss zwar mit weniger Übungszeit auskommen als das Klavier, aber ich will auch mit dem Sax noch etwas erreichen, das ich bisher nicht erreicht habe. Beispielsweise richtig schnell zu spielen. Was ich auch nach 10 Jahren noch nicht kann. :cool:
     
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