Mein Fuß macht was er will...

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Squirrel, 28.Februar.2014.

  1. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Afrikanische Kinder in deutschen Familien großgeworden sind genauso steif wie ihre deutschstämmigen Geschwister. Rythmus ist nicht angeboren sondern anerzogen. In Deutschland ist halt stillsitzen erstes leerfach schon im Kindergartenalter.
     
  2. bluefrog

    bluefrog Strebt nach Höherem

    Ja. Auch "positiver" Rassismus ist nicht so nett.

    Das sind kulturspezifisch gelernte Fähigkeiten, die wir leider nicht mehr haben. Es gibt bezeichnenderweise auch den umgekehrten Fall, dass Lateinamerikaner rhythmische Defizite haben. Vor kurzem waren hier fünf sehr nette Musiker einer cubanischen Zirkusband bei unserer Jamsession zu Gast. Die Jungs waren alle topfit bei Guaguancó, Mozambique und Co., konnten aber keinen richtigen Swing spielen.

    LG bluefrog
     
  3. edosaxt

    edosaxt Strebt nach Höherem

    Es ist schon verrückt, wie sehr sich diese unsagbar dumme Theorie der Rassenlehre (nicht nur im Sinne der Nazis verstanden, die Theorie gab es viel länger) in unser hirn gebrannt hat und wie zermürbend sie bis heute wirkt.
    Der beste Freund meines Sohnes ist schwarz, hasst tanzen und Basketball, spricht besser Dialekt als mein weisser Sohn, ist in deutsch Klassenbester, wird sehr häufig von der polizei kontrolliert (er ist 13), mein sohn noch nie (!!!)

    Alltäglicher Rassismus. ....
     
  4. Gelöschtes Mitglied 1142

    Gelöschtes Mitglied 1142 Guest

    Hallo, geht´s noch?

    Wie habt ihr denn die Kurve zu einer Rassismus-Diskussion gekriegt?
    ppue schrieb:

    Das hat doch nichts mit Rasse, sondern viel mehr mit kulturellem Hintergrund in unserer "vernünftigen" und verkopften Gesellschaft zu tun.

    Uff-da uff-da uff-da uff-da

    Gruß aus dem Schwarzwald
    Bernd
     
  5. bluefrog

    bluefrog Strebt nach Höherem

    Ja eben, und nicht "in den Genen", wie auch geschrieben wurde. (Bernd,Du nicht). Dass etwas in den Genen stecken soll, sagt sich oft so leicht dahin, führt aber auf einen abschüssigen Weg ...

    LG bluefrog
     
  6. claptrane

    claptrane Strebt nach Höherem

    spätestens beim Thema Erbkrankheiten wirst du deine Gene wohl nicht verleugnen können.
    was das mit Rassismus zu tun haben soll ist auch mir völlig schleierhaft...
     
  7. Gast

    Gast Guest

    Mangelndes Rhythmusgefühl als genetisch bedingte mitteleuropäsche Erbkrankheit??

    Diese "Erbkrankheit" geht wohl eher preußisch/viktorianisch/katholisch/calvinistische Ideendurchsetzer zurück. In Edinburg wurden zu John Knox Zeiten öffentlich Geigen verbrannt, Luther hat gefurzt und georgelt, aber nicht getanzt, und die "stiff upper lip" und der "verschluckt Spazierstock" sind garantiert keine genetische bedingten Erbkrankheiten.

    An den Rändern Europas gibt es trotzdem noch anschauliche Reste: z.B. in Irland, auf dem Balkan, im Süden Spaniens usw.

    Herman
     
  8. claptrane

    claptrane Strebt nach Höherem

    habe ich auch nirgends behauptet.
    meine Frage war was Gene mit Rassismus zu tun haben sollen.
     
  9. Gast

    Gast Guest

    Eine sehr anschauliche Antwort:

     
  10. Squirrel

    Squirrel Kann einfach nicht wegbleiben

    Hallo Leute,

    ich habe kein ausgeprägtes Rhythmusgefühl und das habe ich nur auf mich bezogen. Ich wollte damit keine Diskussion auslösen wie sie hier gerade geschieht.

    Ich denke wie es schon geschrieben wurde gibt es in jedem Land weniger und besser rhythmisch Talentierte, auch die verschiedenen Rhythmen bezogen .. Swing, Salsa etc.

    Also bitte wieder :topic:

    Da jetzt gerade Karneval ist werde ich heute abend mir mal mehr Rhythmus aneignen und bei allen guten Tänzern der verschiedenen Nationen (sofern ich nicht nur eine vortreffe, und es nicht nur Discofox gibt) mir etwas abschauen. Vielleicht auch nur so :pint: Es sollte in so einem Forum nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden. Meistens wird es nicht so heiß gekocht wie es geschrieben steht.

    Gruß und Danke, Squirrel

     
  11. saxhornet

    saxhornet Experte

    Zu viel Bewegung (kleinere Bewegungen machen), zu wenig Wechsel. Meist reicht es doch nur den grossen Zeh zu bewegen, dann leidet auch nicht die Haltung und die Belastung für Knie und Hüfte ist geringer. Und auch regelmässig die Füsse wechseln ist wichtig. Kniewippen bitte auch meiden.

    Lg Saxhornet
     
  12. ppue

    ppue Mod Experte

    Nein, mit Rassismus hat das nichts zu tun. Wäre ja eher rassistisch gegenüber uns Deutschen, hehe. Es sprach auch keiner von Rassen. Selbst wenn man aufzeigte, dass verschiedene Rassen verschiedene Eigenschaften haben, so ist das noch kein Rassismus. Also locker bleiben.

    Das mit den Genen ist nicht so einfach vom Angelernten zu trennen. So ist in letzter Zeit nachgewiesen worden, dass auch angelernte Fähigkeiten durchaus genetische Änderungen hervorrufen können.
    Ein interessanter Artikel ist hier zu finden:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/epigenetik-maeuse-vererben-schlechte-erinnerungen-a-936692.html

    Aber natürlich geht es eher um das tägliche Umfeld der Aufwachsenden und um das kulturelle Erbe, das eine bestimmte Region prägt. Dem weniger ausgeprägten Rhythmusgefühl steht in unserem Kulturraum ja eine Musiktradition gegenüber, die sich doch stark mit der melodischen und harmonischen Entwicklung von Musik beschäftigte und die hier Großartiges hervorbrachte und bringt.
     
  13. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Zurück zu den rhythmischen Schwierigkeiten von Squirrel & Co.: Es kann da um verschiedene Fähigkeiten gehen. Eine davon ist, Musik nur nach Noten rhythmisch korrekt spielen zu können, selbst man sie davor nie gehört hat. Das ist das, was ich in meinem Buch "Rhythmus vom Blatt spielen" nenne.

    Wer damit Schwierigkeiten hat, muss nicht unbedingt rhythmisch unbegabt sein (glaube ich zumindest). Auch wer offensichtlich "Rhythmus im Blut" hat, kann sich damit schwer tun.

    Ich kenne einige sehr musikalische Menschen, die geschmeidig tanzen, gut singen und z.T. hervorragend auswendig spielen können. Aber bei der Umsetzung von abstrakten geschriebenen Noten haben sie grosse Probleme - weil sie es nicht viel tun, nicht systematisch gelernt und geübt haben. Vielleicht würde das den oben genannten Natur-Rhythmikern aus Brasilien und der Karibik auch schwer fallen.
     
  14. Ginos

    Ginos Strebt nach Höherem



    Hi

    Das mit den Genen war ich ... versteht es bitte als Redewendung. Mit Rassismus hat das überhaupt nichts zu tun. .. aber auch gar nichts.
    Ich hätte auch sagen können.. es liegt im Blut ... in der Erziehung, am Lebensstil ... oder wie auch immer...

    Da ich das Glück hatte auf allen Kontinenten leben zu dürfen meine ich, die Unterschiede in den Kulturen, im Verhalten, in den Sprachen, im Lebensstil auch in der Musik ... und zwischen Latainamerika, Nordamerika, Afrika, Europa, Australien, Asien ... ein kleinwenig zu kennen und zu auch zu verstehen.
    Also nehmt das Wort R bitte nicht in den Mund und schreibt es nicht.

    Wir reden hier über Rhythmus und Taktklopfen, über richtig Zählen etc und das fällt einigen eben leichter anderen eben nicht so leicht...

    So zurück zum Topic

    Sax zum Gruß
     
  15. Gast

    Gast Guest

    @Ginos

    1 Plus !

    Wenn man in anderen Kulturen gelebt hat und sieht wie die mit gewissen Dingen umgehen ( in diesem Falle eben mit Musik )dann kann man seinen Horizont an verschiedene Herangehensweisen, Sichtweisen, kulturelle Hintergründe usw usf enorm erweitern.

    Es GIBT nunmal enorme Unterschiede - das sind keine Vorurteile und mir persönlich ist es auch ERSTmal egal, ob die nun evtl sogar genetisch bedingt sein könnten oder kulturell. Tatsache ist, dass die Unterschiede existieren und man von ihnen viel lernen kann.

    LG

    CBP
     
  16. Gast_13

    Gast_13 Guest

    Was Gene mit Rhythmus zu tun hat?

    Seht Euch doch einfach mal Genean! ;-)
     
  17. Ginos

    Ginos Strebt nach Höherem



    - so ist es
    und wie gesagt, aus Unterschieden kann mal lernen, viel lernen.. nicht kopieren, sondern verstehen und in eigenen Betrachtungsweisen berücksichtigen...
    .. ausserdem ist es sehr spannend und kurzweilig .. und man kann lachen (schmunzeln) über Verhaltensmuster .. oftmals über sich selbst...

    YzG
    G.
     
  18. deraltemann

    deraltemann Strebt nach Höherem

    squirll ich hab auch son fuss... und noch schlimmer wenn ich 4 mit den füssen und 8 mit den händen dann geht das völlig durch einander.

    und wenn ich auf die Musik höre und dann den takt ( ganz unbedingt mit rechts)mit dem fuss dann noch mit zählen unddan noch die richtigen Töne ....
    sorry das muss bei einem Anfänger schief gehen ..

    wie habe ich es für mich gelösst? noch nicht endgültig.
    ear master hat auch Ryhtmusübungen
    Massnahme 1 einfach von zeit zu zeit machen.
    Dann PA nehmen und auf den BASS hören, der gibt die Metrik
    dann ohne sax mit zählen ... und neben bei lernst du auch
    die Formen.
    wenn du nicht weis wo du bist PA zurück und noch mal

    Massnahmen 3 wenn du ein Platten weg lang gehst einfach
    ein 1/2/3/4 und die platten treffen ... das musst du zu nächst sehr bewusst tun, wenn raus dann von vorn.. irgend wann gehts dann automatisch...

    takt mach ich mit links (weil rechte eh doof im auto)
    und ansonsten versuche ich es zu fühlen... oder mit zählen--
    ich glaube es gibt kein Patnt rezept .. ach und es gibt noch ein Viedeo von peter wespi.. zu dem thema
     
  19. darkstar2801

    darkstar2801 Kann einfach nicht wegbleiben

    Hi zusammen,


    Ich kann nur allen, die ein iPad/iPhone haben folgende Rhythmus App empfehlen um Notenwerte, Rhythmen etc. zu trainieren und zu verstehen. Mir hilft die App sehr, kann man immer zwischendurch üben:


    https://itunes.apple.com/de/app/rhythmus-training-blattspiel/id517896059?mt=8

    Geht von ganz einfach bis kaum mehr machbar in verschiedenen Lektionen durch.

    Meine 5 Cent zur "Rhythmischen Rassenlehre": Alle Menschen haben gleichermaßen "Rhythmus", einige haben es nur verlernt, weil sie zu selten damit zu tun haben. Kann man aber auch wieder lernen, so wie alles.
    Und wer den Europäern keinen Rhythmus bescheinigt, hat wohl Beethoven, Mozart, Tschaikowsky etc. vergessen ???


     
  20. Roland

    Roland Gehört zum Inventar

    Moin!

    Naja, vielleicht hängt das auch eher damit zusammen, in welcher kulturellen Umgebung man aufwächst. Plus evtl. epigenetische Faktoren. Wer von Kindesbeinen an Mutantanstadl gewöhnt wird, wird sich evtl. später schwerer tun. Es gab allerdings auch Spezialisten, die konnten noch nicht einmal zu "links-zwo-drei-fier" marschieren, erst nach sechs Wochen hatten die den Beat im Blut.



    Die sind IMHO rhythmisch eher unterkomplex. Darüberhinaus ist das Verhältnis zur Time in der Klassik ganz anders als im Jazz. Bei Mozart spiele ich nie laid back, Tschaikowsky hat wenig Swing, die Rhythmisch vertrackten Sachen habe ich in der Klassik selten gefunden, dafür in der BigBand mehr. OK, bei Debussy, gibt's auch mal 3 gegen 4, bei Chopin kanns auch vertrackter werden, wenn da über zwei Viertel chromatische Zierkaskaden sind mit einer '17' drüber.

    Apropos 17: 'Böse' Indische Perkussionisten spielen auf Deine 16 Schläge genau 17 dagegen. :)


    Was mir immer wieder auffällt: Es gibt Leute, die haben den Beat im Blut, die spüren, wo der Beat ist. Andere wiederum tun sich sehr schwer damit.

    In Discos sieht man Leute, die perfekt den Beat halten, aber deren Beat hat *nichts* mit der Musik zu tun die gerade läuft.

    Es gibt Leute, die merken, wenn die 12 Takte beim Blues herum sind, andere weiderum müssen das zählen. Und beim Solieren bekommen sie nicht mehr mit, wo sie sind .. 'Ach, war der Chorus schon zu Ende!?'


    Mal einfache Tanzübungen machen. Den Beat spüren. Im Bauch. Körpergefühl. 'Den Beat in die Knochen kriegen', wie mein werter Lehrer zu sagen pflegte.


    Musik ist auch Körpergefühl.


    Grüße
    Roland
     
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