Momentane Übestrategie nicht klar ...

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Supersol, 7.Februar.2018.

  1. danziger

    danziger Nicht zu schüchtern zum Reden

    Es gibt eine App, die heißt iShrutiBox. Eine Shrutibox ist ein ind. Instrument und schickt Akkorde raus, die schwingend in der Luft stehen. Die App ist natürlich stimmrein und geht durch den Quintenzirkel. Zu dem Ton der Shrutibox kann man sehr gut lange Töne spielen. Die sind dann keine lästige Übung mehr, sondern eher ein yogaeskes Atemerlebnis, das entspannt und neben dem Körper (Stütze) und Ansatz auch das Gehör trainiert.

    Tonal passen neben dem Grundton die weiteren Akkorde in Dur, plus die 7. Damit ist sie deutlich dichter an unseren westl. Klamgvorstellungen als man vom Sound her vermuten würde. Ich würde immer ein Metronom mitlaufen lassen, so um 70. Dann ist das Übungspaket perfekt: Stütze, Ansatz und Intonation, Rhythmisches Zählen und als Bonus eine indische Oom-Erfahrung.
     
  2. Jacqueline

    Jacqueline Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich habe meinen Lehrer auch gefragt, wie das mit der Intonation ist. Er hat mir dann gesagt, ich soll die chromatische Tonleiter als Longtoneübung machen. Dabei ist es aber erstmal das Ziel, dass die Töne qualitativ gleich klingen. Also nicht wabern, Anfang und Ende gleicher Ton, alle Töne gleiche Lautstärke usw... die eigentliche Intonation kann man dann mit Stimmgerät kontrollieren (für Gehörlose wie mich). Aber die Tonqualität finde ich erstmal wichtiger als die Tonhöhe. Was nützt der richtige Ton, wenn der rumeiert.
     
  3. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Die Threaderstellerin spielt grad mal eine Oktave, vom tiefen C (C1) bis zum mittleren C (C2), wenn sie sich selbst richtig ausgedrückt hat.
    Für irgendwelche Drones sehe ich noch keine Veranlassung, sie muss mal schauen, was sie ungefähr machen muss.
    Daher mein Hinweis mit der Mundstückübung.

    Man könnte auch am Mundstück versuchen, am Mundstück ungefähr ein A (wenn's Alt ist) hinzukriegen.
    Das - auch wenn's nervt - täglich 5 Minuten zusammen mit den anderen in der Übung erwähnten Sachen, und der Kas ist bald gegessen.

    Grüßle, T.S.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8.Februar.2018
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  4. danziger

    danziger Nicht zu schüchtern zum Reden

    Das Kontrollieren der Intonation übers Stimmgerät finde ich nicht so gut, weil wir im Unterschied zu Gitarren z.B. unsere Intonation beinahe wie Sänger selber machen müssen und nur die Generalrichtung dem Instrument überlassen können.

    Die Intonation aber kommt über den Ansatz und die Ohren und nicht über die Augen. Die Verbindung Auge - Ansatz stelle ich mir kontraproduktiv vor. Irgendwann sollte das beinahe vegetativ/automatisch funktioniere, da hat Auge als Sinnesorgan nichts verloren, würde ich denken. Idealerweise hat man von jedem Ton eine innere Klangvorstellung, auf die der Ansatz automatisch reagiert. Die kann man ohne Hören aber nicht entwickeln. Die gute Nachricht aber ist, dass wir alle Hören können, man muss es nur üben. Der eine länger, der andere gar nicht, weil er ein Naturtalent ist.

    Besser fände ich für den Anfang ein Klavier oder ein Stimmgerät, dass den fraglichen Ton summen kann. Selber nutze ich die oben erwähnte Shrutibox. Ton Scot hat bestimmt Recht, was Drones/Shrutibox und Spiellevel betrifft.
     
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  5. Jacqueline

    Jacqueline Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich sehe das auch so. Aber am Anfang soll man auf so vieles gleichzeitig achten. Rhythmus , den Tön "schön" klingen lassen, die Finger nicht zu weit von den Klappen nehmen, nicht beißen, in den Bauch atmen, für Musikneulinge das Notenlesen, wo ist die "Eins" und und und...dann beim Spielen noch Intonation? Sorry, aber das platzt mir als Anfängerin der Kopf...
    Bei den langen Tönen mag das ja noch gehen, aber ich achte da lieber auf meinen Ansatz und dass die Töne gleichmäßig sind.
    "Wenn man etwas erstmal falsch gelernt hat, dann bekommt man das nicht mehr so leicht weg."
    Vllt. ist das so, aber ich glaube, dass es unmöglich ist, am Anfang wirklich alles richtig zu machen. Irgendwo muss man einen Schwerpunkt setzen und der ist bei mir auf lockeren Ansatz und Tonqualität. Außer man hat 8h täglich Zeit, um zu üben. Die hab ich (leider) nicht! :(:(
     
  6. danziger

    danziger Nicht zu schüchtern zum Reden

    Stimme Dir da voll zu. Lerne seit 2 Jahren als Erweiterung Trompete. Sehr anderes Universum. Aber auch da, evtl. noch mehr als beim Saxophon, sind Ansatz und Ton die Basis von allem. Notenlesen kann man später lernen. Erstmal Töne gestalten und einfache Musik machen und die besteht aus Zuhörern, Merken und (idealerweise) schönen Tönen in richtigen Abständen. Deswegen immer bei langen Tönen das Metronom dazu (wie auch sonst beim Üben).

    Bin aber kein Lehrer (selber nicht auf dem Niveau das machen zu können) und habe im Grunde nur mit mir selbst Erfahrung. Weiss aber aus leidvoller Zeit als ich als junger Mensch eine klassische Querflötenausbildung "verpasst" bekommen habe, wie falsch es ist, Musik als ein Vorgang "vom Notenblatt zum Instrument" zu verstehen, sozusagen als eine Art optisch-akustische Kunstform, und nicht als ein "Ohr - Instrument - Ohr" Ding zu begreifen, wo Noten nur Spickzettel für die Erinnerung sind. In der Ecke werden schnell jede Menge Hindernisse auf einmal aufgebaut, die man hinter einander nehmen kann und dann viel leichter zu schaffen sind.
     
  7. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Nochmal: Ich hab Schüler, die stimmen unten halbwegs, und beim C sind sie einen Viertel- bis halben Ton daneben.
    Da geht es um Prinzipielles, und darauf sollte man schon zu Anfang achten.

    Cheers
     
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  8. Supersol

    Supersol Kann einfach nicht wegbleiben

    Alsoooooo .... mein Fazit wäre soweit folgender....

    das mit der yogaesken Übung hört sich schon interessant an und macht sicher auch mehr Spaß als die Mundstückübung, aber...

    ich muss ja erstmal technisch hinkriegen, den Ton da hinzudrücken, wo ich ihn haben will. Das wäre also quasi der zweite Schritt vor dem ersten gemacht. Das "Wie" ist für mich erstmal entscheidend.
    Ich glaube, da ist die Mundstückübung doch erstmal der richtige Weg (erscheint mir zumindest logisch).

    Nicht weiter genau auf die Intonation zu achten birgt für mich glaub ich den Fehler, dass ich mich an die falschen Töne gewöhne. Das ist schon ein Stück weit geschehen, ich habe gar nicht mehr gemerkt, dass die so viel daneben hängen, bzw. schon gemerkt (ja auch auf dem Stimmgerät gesehen) aber schon dran gewöhnt, hat mich beim spielen schon gar nicht mehr gestört. Umd da hat sich jetzt noch nix von selber angehoben - und wenn ich mir dann mit zeitlichem Abstand eine Aufnahme anhöre, dann finde ich das schrecklich. Wenn ich jetzt einfach so weitermache, dann habe ich die falschen Töne immer mehr abgespeichert und ich könnte mir vorstellen, dass es dann immer schwieriger wird, die richtig zu spielen. Oder habt ihr die Erfahrung gemacht, dass die von alleine dann irgendwann hoch gehen?

    Ist das mit dem Mundstück so ähnlich wie hier gemeint wahrscheinlich ... ?


    Ich habe das heute mal ausprobiert nur einen Ton zu spielen und finde das wirklich superschwierig :rolleyes:.... das werde ich mal so weiterversuchen. Hoch oder runter gehst fast gar nicht kontrolliert (nur bei einem unkontrollierten Quietsch-Ausbruch).

    Ja klar - wann und wo treffen wir uns ? :D

    Wo hast du denn solches Notenmaterial her? Du bist aber bestimmt auch schon weiter wie ich :rolleyes:
     
  9. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    Wärst du in Berlin, würde ich glatt mit dir paar Übungen nach Sax Clinics von Skringer üben. Ich benutze das Heft "nur" noch so als Einspielphase, die immer was bringt, aber ich habe das neulich mal mit einer
    Alt Saxophonistin gemacht und die war hellauf begeistert. War auch ne vielleicht etwas fortgeschrittene Anfängerin, aber so paar Übungen sind echt gut.....glaube ich.
    Sehr gut für Rythmus und gut für den Ton/Ansatz.
     
  10. Supersol

    Supersol Kann einfach nicht wegbleiben

    ja schade ... hätte ich glatt mitgemacht :D
     
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