Mundstücke - wieso so horrend teuer?

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von mondkalb, 15.November.2013.

  1. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    @ kindofcostknowhow

    Deine Kalkulation ist betriebswirtschaflich völlig korrekt.

    ABER: Wenn der Kleinserienhersteller nicht etwas besser machen würde, oder er sich kein Image als "Mundstück Pabst" aufgebaut hätte, wäre keiner bereit die betriebswirtschaftlich bedingten Preise zu bezahlen.

    Yamaha wäre dann, in der Wahrnehmung, genauso gut, aber deutlich preiswerter.

    CzG

    Dreas
     
  2. bluefrog

    bluefrog Strebt nach Höherem

    Anscheinend ist es beim Kleinserienherstell "Expression" so, dass die niedrigen Preise betriebswirtschaftlich vertretbar sind. Ein gutes Image werden die sich daneben sehr schnell aufgebaut haben, wenn ich uns so sehe...

    Liebe Grüße
    bluefrog

    (Muss mich jetzt mal um den calcio kümmern.)
     
  3. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Helmut, eben nicht!

    Expression greift ja auf einen Großserienhersteller aus den USA zurück.
    (Babbit?)

    Sonst wären die Preise wirklich nicht darstellbar...

    CzG

    Dreas

    P.S. Guten Appetit!
     
  4. bluefrog

    bluefrog Strebt nach Höherem

    Wenn der Großserienhesteller die selben Entwicklungskosten hat wie der kleine, dann muss er anfangs Verluste machen, um das Produkt in den Markt zu bringen, d.h. ein kleiner kann sich das gar nicht leisten?

    ich meinte den Fußball. ;-)

    EzG
    Helmut
     
  5. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Na dann auch Fussball.... :) Spiel ist ja nun zu Ende.

    Der kleine hat zwar vergleichbare Entwicklungskosten, aber geringere
    Overheads. Mit Verlusten, auf das Produkt bezogen, beginnen beide.

    CzG

    Dreas
     
  6. Rick

    Rick Experte

    Nicht zu vergessen das Material, worauf ich immer wieder gerne hinweise.

    Kunststoff (wie bei Yamaha und Expression) ist recht einfach und genau zu gießen, deshalb ist da nur wenig Nachbearbeitung nötig.

    Vergleichsweise aufwändiger wird's beim "edleren" (in Wirklichkeit nur älteren) Kautschuk, Metall schließlich soll noch mehr Nacharbeit verlangen, habe ich gehört.

    Es gibt auch "teure" Expression-Mundstücke - nämlich die für Sopran, weil Babbitt diese aufgrund der Kammerform angeblich nur aus Kautschuk herstellen kann.
    Und schwupps ist der Preis fast doppelt so hoch wie bei den Alto- und Tenor-Teilen. :-(

    Eine weitere Rolle spielen bestimmt auch noch Image und Vermarktung - manche Firmen setzen den Preis bewusst weit oben an, um so Hochwertigkeit des Produkts zu assoziieren.

    Ein Mundstück für 600,- MUSS doch einfach etwas ganz ganz Besonderes und Großartiges sein, sonst wäre es ja nicht so teuer... :roll:

    Kürzlich bei der Fernsehserie "Leverage":
    Luxusdame: "Diese Schuhe haben 1500,- gekostet!"
    Prollfrau kritisch: "Was, 1500,- für ein paar Schuhe? Tut mir leid, Lady, da hat man sie aber ganz schön reingelegt!" :lol:


    Gut Sax,
    Rick

     
  7. saxhornet

    saxhornet Experte

    Das erklärt nichts. Es gibt genug Hersteller, die Kunststoffmundstücke fürs Sopran in vorzüglicher Qualität herstellen, kein Problem. Auch ist Kautschuk nicht gleich Kautschuk, da sind die Unterschiede doch recht groß. Es gibt viele Firmen, die ihrem Kautschuk Kunststoff oder auch andere Materialien beimischen.
    Eine gute Bahn und meist auch der Baffle ist dann doch meist handgearbeitet und lässt sich auch beim Kunststoff nicht einfach giessen, macht aber bei einem Mundstück nachher extrem viel aus.

    Das ist nur schwer zu glauben.


    Lg Saxhornet
     
  8. saxhornet

    saxhornet Experte

    Wie schon gesagt, es ist ein Mixtur aus vielem:

    - Herstellungkosten
    - wie viel Zeit fliesst in jedes Mundstück (wenn da Jemand gründlich ist kann das dauern bis die Bahn und der Baffle so sind wie der Hersteller es haben will und das ist häufig sehr sensible Handarbeit)?
    - Kosten für Vermarktung und Verschicken
    - Kosten für die Grundstoffe
    - Kosten für die Geräte zur Herstellung
    - Kosten für die Forschung und das Erstellen eines Prototyps
    - Was muss die Firma einnehmen um alle Kosten auch für Personal zu decken?
    - Was würde der Kunde zahlen?
    - wie kann ich das Mundstück auf dem Markt am besten platzieren (manchmal ist teurer für einige Personen besser)?

    Grundsätlich entscheidet aber nicht der Preis sonder der Spieler und womit er sich wohlfühlt. Der Preis verhindert häufig lediglich, daß man das entsprechende Mundstück überhaupt kauft und ausprobiert. 500 Dollar für ein Mundstück wo ich nicht weiss wie es klingt und das ich nicht zurückgeben kann? Da wäre ich nicht bereit zu.
    Ich habe sehr viele Mundstücke schon gespielt und es gab billige und teure die toll waren. Ohne probieren findet man es aber nicht heraus. Der Preis sagt aber weder über den Klang noch die Qualität etwas aus.

    LG Saxhornet
     
  9. Gast

    Gast Guest

    ...Der Preis sagt aber weder über den Klang noch die Qualität etwas aus....



    sollte man ziemlich groß an eine ziemlich große wand schreiben, damit ziemlich viele es lesen können und es ziemlich viele in ihr bewusstsein aufnehmen.



    ziemlich.
     
  10. Gast

    Gast Guest


    Ihr Lieben,

    Ich glaube, ein Aspekt, der noch nicht genannt wurde, ist das jeweilige Produktgenre.

    Ich will mal aus nem ganz anderen Bereich erzählen : Das war in meinem Falle die "Produktion chirurgischer Geräte" > :

    Da wurden billigste Spritzennadeln zu hunderten die Stunde von polnischen Frauen für 6.- DM die Stunde gebogen....mit zerschnittenen Aquariumschläuchen versehen ....in Frankreich mit Plastik ummantelt ( in einer Backstage-Garagenwerkstatt)....und dann durch eine Pseudodesinfektionsgerät gejagt.

    Tagesoutput : Ca 5000.- Stück.
    Stückwert : Ca 50 Pfennige
    Verkaufspreis pro Stück : 48.- DM !!!!

    WARUM ????

    >>> Weil da das Wort "Medizin" und "Chirurgisch" davorstand.....

    Wann immer gewisse Begriffe vor einem Produkt auftauchen...seien es solche wie ""Medizinisch"", "Sportlich" , "Musikalisch", "Euro...dies oder das" , "Professionell", "5 Sterne" , "Luxusausgabe" .... usw usw usw usf....mutlipliziert sich der Kaufpreis von selbst.
    Das Wort ""Exclusivität"" oder gar ""Individuell"" bilden da ganz besonders grosse Preisaufschwünge....deswegen kostet eine Jeans mit Industriell vorgefertigten Löchern drinne ja auch mehr als eine OHNE Löcher.

    Heutzutage ist es KEIN Problem mehr, mit modernen Fertigungsmethoden, präzise Mundstücke herzustellen...egal, aus welchem Material....der Nymbus, etwas exclusives darzustellen....und es sich natürlich auch bezahlen zu lassen, spielt da eine viel entscheidendere Rolle.

    Nun gibt es inzwischen jedoch genug Hersteller , welche dieses System unterlaufen....und z.B. MPCs anbieten, welche einfach BILLIGER sind...aber eben nicht unbedingt schlechter...nicht nur MPCs ...sondern gleich ganze Instrumente dazu.

    Ich denke, diese Diskrepanz zwischen Anspruch / Nymbus/ Kundenmarktwert und reeler Produktionskostenfaktoren macht da eben noch einen gewaltigen Unterschied im Preis aus.

    Die Kunden kaufen den Herstellern das ja meist auch ab....und GLAUBEN sogar an die Berechtigung des Preisunterschiedes.

    Ein gutes Beispiel dafür sind die ""Kriege"" hier im Forum über ""Marken"" ---und ""Billig-Saxe""

    >>> Da kostet ein Sax 4000.- Euro und es steht auch noch ein "Teures Schlagwort" drauf....so wie eben ""medizinisch oder Selmeristisch oder whatsoever" .......... und dann IST es dem Betreffenden eben auch SO viel wert...ergo er ZAHLT das auch....und GLAUBT dann auch daran.

    Genauso ist es mit den MPCs eben auch. >> Mein teuerstes MPC war ein schweineteures Silberteil einer schweineteuren Firma....das war aber bei genauerem Vermessen krumm und schief...
    Wahrscheinlich war es VERMESSEN von MIR...das überhaupt anzuzweifeln und nachzumessen....ich hätte einfach ÜBEN sollen !!!

    Preise und Leistungen / Produkte....lassen sich nunmal NICHT am Preis vergleichen.

    Die Zeiten von ""You get whar You pay for "" sind LANGE vorbei.
    Wir sind in einer witschaftlichen Umbruchsphase....und das merkt man an unterschiedlichem Marketing und Preisniveau mehr denn je.

    LG

    CBP
     
  11. ArminWeis

    ArminWeis Ist fast schon zuhause hier

    Hallo zusammen,

    bei der Betrachtung von Preispunkten halte ich es für angemessen, auch die Entwicklungskosten zu berücksichtigen. Die hauen in aller Regel ganz schön rein. Ins Geld meine ich. Selmer zum Beispiel (entschuldigt bitte alle, dass ich das zum Beispiel nehme, CBP hat es hier halt benannt und nach meinem Gefühl auch belächelt), tüftelt ständig an Weiterentwicklungen.

    Die Selmers haben gut bezahlte Leute, die was verstehen von der Saxophonentwicklung, dazu einen Beraterstab von hochklassigen Leuten, die in gewisser Regelmäßigkeit im R&D Bereich "antreten", um ihre Meinung zu dem zu äußern, was sich der Tüftelabteilung ausgedacht hat. Da steckt eine Menge Kohle drin, tüfteln ist teuer. Und die professionellen Spieler aus der Championsleague wollen ganz nebenbei auch ausgestattet, hofiert und bewirtet werden.

    Ein hoher Verkaufspreis wird eher selten durch Profitgier entstehen, es sei denn, man wählt die Methode, absahnen und dann schnell weg (gibt es im Saxophonbereich natürlich auch). Nachhaltigkeit ist, genauso wie Individualität, immer mit hohen Kosten verbunden. Das Herstellungsland spielt selbstverständlich auch eine Rolle, aber ich denke, dass ein zumindest erwähnenswerter Teil der Kosten der Entwicklung zuzuordnen ist.

    Wenn in Asien fertig entwickelte Produkte frech kopiert werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie für kleineres Geld gehandelt werden. Das steht ja fest. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass das letzte Quäntchen fehlt, ist meines Erachtens genauso hoch. Beispiele könnte ich genügend nennen, sie liegen jeden Tag auf der Werkbank.

    Zur Eingangsfrage: Es ist vermutlich eine Mischung aus verschiedenen Dingen und wir können es nicht verallgemeinern. Wenn ein kleiner Hersteller etwas ausgetüftelt (nicht kopiert sondern ausgetüftelt) hat, stecken in aller Regel viele viele Stunden try and error dahinter.

    Und dann produziert er in Kleinserien (was die Stückkosten enorm hoch macht, Werkzeug und Maschine sind nun mal teuer) und muss die Dinger auch irgendwie an den Mann bringen. Eine Markenpräsenz und somit Glaubwürdigkeit aufzubauen, kostet einen Haufen Zeit, Geduld, Durchhaltevermögen und natürlich Geld. Ich behaupte mal, dass aus diesen Gründen die Hersteller der Premium priced Mundstücke nicht reich werden. Namm Show L.A. Anaheim - ein kleiner Stand mit ein bisschen Präsenz im Markt, Hotelkosten, ein Abendessen mit seinen Endorsern, eine klitzekleine Anzeige in der Messezeitung, schwupps, muss er hundert(oder mehr) Mundstücke verkaufen, um null auf null rauszugehen.

    Dann schon eher die, die brauchbares Material mit gutem Markennamen und funktionierendem Vertriebsnetz in großer Stückzahl absetzen können. Vor Jahren habe ich Rico besucht. Da stand einen Maschine, wenn ich mich recht erinnere etwa fünf Meter breit. Eine ältere Dame stieg auf ein Leiterchen und kippte einen Sack voll Granulat in eine Öffnung. Dann sprang sie auf die andere Seite der Maschine und holte fertige Mundstücke heraus, um sie abzuwischen und in nett aussehende Verkaufsverpackungen zu befördern.

    Die Maschine war vermutlich so teuer, dass ein "normaler" Hersteller an der Anzahl der Nullen im Kaufpreis verzweifelt wäre. Da kam jedenfalls eine Riesenstückzahl raus, ordentliche Ware, womit der komplette amerikanische Schulmarkt zugeschmissen wurde. Hat funktioniert. Für 20 Dollar pro Stück.

    Was die Mundstückspezialisten (in der Regel kleine Betriebe) fertigen, ist aus meiner Sicht sein Geld wert, weil Leistung dagegen steht.

    Beste Grüße aus Marburg,

    Armin
     
  12. bluefrog

    bluefrog Strebt nach Höherem

    Das denke ich auch. Erinnert sich noch jemand an die Zeiten, als Autos vorsichtig eingefahren werden mussten, weil sich die Teile erst aneinander anpassen mussten? Das ist vorbei. Heute werden die Motorteile so präzise von computergesteuerten Maschinen hergestellt, dass es von Anfang an passt.

    LG bluefrog
     
  13. ArminWeis

    ArminWeis Ist fast schon zuhause hier



    Der Autovergleich ist zugelassen, allerdings geht es da um andere Stückzahlen, oder? Mundstückhersteller, die das hinkriegen (wegen entsprechender Produktionsmenge), sind aus meiner Sicht nur Vandoren und Rico
     
  14. cedartec

    cedartec Ist fast schon zuhause hier

    Wie Saxhornet schon geschrieben hat, eine Mischung aus vielen Dingen. Interessanterweise, zumindest auch in meiner weniger ausgiebigen Erfahrung (im Vgl. zu Saxhornet oder Mugger) habe ich immer mal wieder mir eine Auswahl bei Duchstein bestellt, um herauszufinden, ob meine aktuellen Probleme beim Spielen vom Klang her nicht vielleicht doch am Setup liegen.
    Zuletzt habe ich es sogar gewagt, mir relativ teure MPCs zu bestellen, Drake und Pillinger usw. Aber keines klang besser als meine derzeitige Kombination (Beechler Diamond L7, Acryl oder ähnlich, kein Kautschuk) auch nicht nach einer Woche intensiven Testens. Also kein neues Mundstück, weiter üben.
    Allerdings war ich zuletzt bei Benno Melnicki (Saxart) und habe ein von ihm gefertigtes MPC angespielt, und plötzlich war ich in allen Belangen (Höhen, Tiefen, Dynamik) besser als sonst.

    Für mich heisst das jetzt nicht, dass Bennos MPC das Beste ist, aber für mich und mein M70 und meine Blätter ist es derzeit das Beste, will sagen: manch einer verlangt stolze Preise für sein MPC, vom Standpunkt des Suchenden aus. Die können aus vielerlei Gründen berechtigt sein, aber es kann ein langer Weg sein bis man/Frau seine/ihre beste Kombination findet. Und da hilft nur Probieren, probieren, probieren...

    Gruss, gerhard
     
  15. saxhans

    saxhans Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe schon viele Mundstücke ausprobiert, aber seit ich auf dem Alto einen Steamer von HWP spiele haben sich mir ganz neue Klangwelten erschlossen.
    Dieses Mundstück ist einfach nur gut, funzt auf allen meinen Kannen, und vor allem die Vintages klingen damit phänomenal.

    Hans
     
  16. Gast

    Gast Guest

    benno:

    http://www.saxart.saxwork.de/
     
  17. Rick

    Rick Experte

    Hallo Armin,

    das ist für mich ein überraschender Aspekt, denn welche "Entwicklungskosten" hat man denn so bei einem Mundstück?

    "Jeder Jeck ist anders" und dementsprechend auch seine Erwartungen und Ansprüche an ein Mundstück, deshalb kann es meiner Ansicht nach allgemein überhaupt kein "optimales" oder "besser entwickeltes" Mundstück geben.
    Rick kommt mit dem und dem Mundstück prima zurecht, einem anderen klingt es zu dumpf/spitz/grell/muffig, ein weiterer kann damit besser/schlechter intonieren usw.

    Was kann man denn da groß "entwickeln"? :-o

    Man ändert dieses oder jenes an der Geometrie, daraufhin finden es 50 % "besser" und 50 % "schlechter", wobei das alles sehr subjektive Aspekte sind, denn es will ja auch nicht jeder gleich klingen - ich habe hier im Forum schon erlebt, dass sogar ein professioneller Mundstück-Bearbeiter eine YouTube-Aufnahme bejubelte, die auf mich eher anfängerhaft bis peinlich wirkte...

    Schließlich kommt es immer auf die für ein bestimmtes Individuum optimal abgestimmte Kombination aus Blatt, Mundstück, Ligatur, Neck und Sax an.

    Ich finde es gut, dass es verschiedene Bauweisen, Materialien, Hersteller, Marken gibt, sodass jeder das für ihn passende Equipment finden kann.
    Aber ich kann nicht nachvollziehen, wozu man gerade bei Mundstücken eine Entwicklungsabteilung mit hochbezahlten Spezialisten benötigen soll. Das wäre in meinen Augen fehlinvestiertes Geld, dafür würde ich keinen Mehrpreis auf das Endprodukt bezahlen wollen.

    Vergleichbar mit der Lebensmittelbranche, wo es ja auch Konzerne gibt, die aufwändig an neuen Rezepturen etwa für Fertigprodukte feilen, dafür Köche, Chemiker und sonstige Fachleute in Lohn und Brot halten, groß angelegte Studien durchführen.
    Trotzdem habe ich bisher noch keine mir wirklich schmeckende industrielle Salatsoße gefunden, ich rühre sie mir lieber selbst an.
    Und Tiefkühl-Pizza, -Torte, -Gemüse?
    Mag dem einen schmecken, dem anderen nicht. Und dafür Unmengen investieren... :roll:

    Allerdings lasse ich mich auch gerne eines Besseren belehren, bin nicht allwissend und immer lernbegierig! ;-)


    Beste Grüße nach Marburg,
    Rick
     
  18. ArminWeis

    ArminWeis Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Rick,

    schön, dass Du Dich hier zu gemeldet hast.

    Die allermeisten Mundstückhersteller haben nach meinem Kenntnisstand keine "Entwicklungsabteilung". Sie machen das selber, das tüfteln, das ausprobieren, die Fehlversuche, die Katastrophen, die Lernerfolge.

    Jedem, der den Wert eines Mundstückes (oder eines Saxophons) nicht fassen kann oder diesen sogar in Frage stellt, empfehle ich: mach mal selber eins.

    Beste Grüße zurück,

    Armin
     
  19. Rick

    Rick Experte

    Hallo Armin!

    Damit bezog ich mich auf den zweiten Absatz in Beitrag Nr. 31, wo Du ausdrücklich eine Firma mit Entwicklungsabteilung erwähnst.
    Sorry, wenn ich Dich da falsch verstanden habe.

    Das erinnert mich ganz an meinen Bereich, nämlich das Musizieren, das Komponieren, das Produzieren.

    Wir haben 2012 eine CD herausgebracht, für die über ein halbes Jahr intensiv gearbeitet wurde, besonders am Sound getüftelt, der anspruchsvolle Rick hat seinen armen Tontechniker mit seinem ständigen Rummäkeln an den Rand der Verzweiflung gebracht, immer neue Abmischungen wurden erstellt, probegehört, wieder verworfen oder immer weiter verfeinert.

    Entsprechend der Entwicklungskosten-Logik und in Anbetracht der eher geringen Nachfrage nach CDs müsste jetzt das fertige Endprodukt mindestens 90,- kosten, stattdessen hat es einen marktgerechten UVP von 15,-. Ansonsten würden wir wahrscheinlich kein einziges Exemplar verkaufen.

    Deshalb bleibe ich dabei, dass nur derjenige hohe Preise verlangen kann, der es sich auch vom Image und Marketing her leisten kann. Entwicklung und sonstiger Aufwand spielen dabei nur eine sehr untergeordnete Rolle.:cool:

    Und jedem, der nicht einsieht, Musiker höher oder zumindest gerecht zu entlohnen, die Jahrzehnte lang geübt und gelernt haben, die ständig an ihrer Musik tüfteln, rate ich:
    Ach, lassen wir das, es führt einfach zu weit. ;-)


    Beste Grüße zurück,
    Rick
     
  20. ArminWeis

    ArminWeis Ist fast schon zuhause hier

    die CD habe ich angehört Rick, sie ist jeden Cent wert. Leider kriegst Du das Geld nicht dafür - die Verbitterung deinerseits kann ich gut verstehen. Off Topic.
     
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