Musikerfeindliche Musikgeschäffte

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Jethro, 14.Mai.2008.

  1. saxfax

    saxfax Strebt nach Höherem

    Gerade da ist der Aufwand im Verhältnis zum Verdienst für den Händler erheblich (wenn er die Mündstücke denn putzt...)

    Darüber hast Du Dich aber gerade beschwert... ein Internetversand muss da nämlich 0,- Euro einkalkulieren... so einfach ist das eben nicht.

    Für den Händler vor Ort geht es aber nicht im 3-4 Euro, da kannst Du ruhig ein bis 2 Nullen dran hängen. Oder was gestehst Du ihm für die Arbeitsstunde zu? Was bezahlst Du wohl in der Autowerkstatt (nicht bei Ferrari)?

    Gruß
    saxfax
     
  2. the_ashbird

    the_ashbird Ist fast schon zuhause hier

    ein getestes mpc zu reinigen ist wohl nicht der ewige aufwand...und um ein sax wieder sauber zu kriegen wird wohl auch nicht ewig dauern...und ich glaub schon, dass das durchaus drin ist, wenn man etwas (uU) derart "langhältiges" um doch einiges an geld kauft...und ich glaub nicht, dass die spannen bei musikinstrumenten so klein sind...sonst würds keine musikhändler geben...also können sie bestimmt einigermaßen gut leben und wenn sie 4 mpcs und 2 saxe putzen müssen, weil ich mit dem gedanken spiele, was davon zu kaufen, dann muss es einem händler das doch wert sein...es ist doch wohl auch für nen händler verständlich, dass man ein instrument testen will...also sabotiert er sich doch selbst das geschäft, wenn er kunden keine möglichkeit bietet sich über ansprache, sound etc zu "vergewissern"...

    würdest du n auto kaufen, ohne vorher probe zu fahren?...ich nicht...und ich kenn auch keinen autohändler wo's n problem darstellt, ein zweites auto zu testen...aber sie müssen probefahrten gestatten, weil ihnen klar ist, dass sie sonst nix verkaufen können...auch wenns zeitlichen und finanziellen aufwand bedeutet...und diese aufwände fließen sowieso in die kalkulation...das heißt du zahlst, solltest du etwas kaufen ^^, sowieso fürs testen (wahrscheinlich noch gleich für 8 andere, die nix gekauft haben, mit ^^)...
    (und ich würde nicht sagen, dass die i-net preise prinzipiell günstiger sind...also ists bestimmt nicht der fall, dass alle nur probieren und dann im i-net bestellen...)

    und genau so wenig würde ich ein instrument kaufen, wenn ichs nicht probieren kann...und wenns ne mundharmonika um 10 € is will ich sie vorher angespielt haben...

    außerdem find ich die verallgemeinerung von "servicewüste deutschland und österreich" etwas gar arg...weil so schlimm find ichs für meinen teil wiederum nicht...
    das problem was ich darin sehe, ist, dass verkäufer (nicht nur in musikgeschäften) manchmal einfach nicht die geringste ahnung davon haben, was sie einem eigentlich verkaufen wollen...

    aber wie gesagt...alles nur meine meinung...ich will wirklich keine unnütze diskussion über meinungsdifferenzen führen...ich bin einfach kundenorientiert geschult und möchte als kunde auch so behandelt werden...

    schönen abend, lg phi
     
  3. holzblaeser

    holzblaeser Kann einfach nicht wegbleiben

    hallo saxer,

    aufgrund meiner erfahrungen (über 40 jahren und viele neue gekauften instrumente) kann ich jedem "anfänger" nur empfehlen, einen versierteren musiker zum antestem mit zu nehmen. und wenn ein instrument x gerade verkauft werden soll, dann muss man nicht unbedingt auf diese marke x stehen nur weil es gerade vor dem "verfallsdatum" noch schnell weg sollte. aber bei uns in der gegend stuttgart und umfeld gibt es viele gute musikfachgeschäfte und saxdocs mit eintsprechendem engagement, die nicht um jeden preis einem etwas aufschwatzen, aber wenn ich berücksichtige, wie viele stunden ich mit diesen herren schon über das eine oder andere diskutiert habe und dann ohne einen kauf aus dem laden ging....

    und jeder der schon mal in usa war, wird uns als "servicewüste" empfinden. ausnahmen bestätigen zum glück die regel.

    außer personal und sachkosten hat der händler auch noch das problem, dass er die ausstellungsinstrumente dann später nur noch als gebrauchte instrumente verkaufen kann. gebrauchtpreise kennen wir dann ja. auch wenn ein fachgeschäft mal geschätzt 30% marge hat (bei 1500 euro umsatz also rund 450 euro) muss er hiervon seine miete, strom, wasser, versicherung, personalkosten, abschreibungen und und und decken und dann sollte/will er ja auch noch etwas verdienen und für die rente vorsorgen. na ja, da muss er aber schon einige hörner verkaufen, damit er einen entsprechenden umsatz macht und dann auch einen gewinn mit dem er leben kann. mit dem verkauf einer packung saxblätter wird er wohl kaum leben können. ich bin nicht in dieser branche tätig, nicht dass einer den eindruck bekommen hat. ich glaube, wir sind uns einig, ein zuckerschlecken ist das nicht.

    generell muss ich halt feststellen, dass jeder markenprodukte zum schnäppchenpreis will. das geld ist bei jedem knapp und jeder muss schauen, dass er über die runden kommt.

    ein richtig oder falsch wird es als ergebnis zu diesem thema sicherlich nicht geben. ich habe hochachtung vor jedem, der es wagt, sich selbständig zu machen und sich in unserem marktumfeld über jahrzehnte halten kann.

    viele grüße aus dem schwabenländle
    holzblaeser
     
  4. Gelöschtes Mitglied 1142

    Gelöschtes Mitglied 1142 Guest

    Hallo Holzbläser,
    genau diese Erfahrung durfte ich auch schon mehrmals mit meinem local dealer machen. Es ist kleines Musikfachgeschäft im Nordschwarzwald. Der Chef berät kompetent und ausführlich. Man merkt, dass er seinen Beruf wirklich "lebt".

    Und was die Preise anlangt: Ich habe bisher 3 Saxophone bei ihm gekauft. Schon beim Kauf des ersten war ich überrascht, dass er von sich aus (ohne dass ich angefangen hätte zu feilschen) einen speziellen Preis angeboten hat: Er schaute im PC nach, was das SA 80 II bei einem bekannten Versender kostet. Und für diesen Preis verkauft er es auch.

    Als ich das SA 80 II gegen ein Ref 54 in Zahlung gab, erhielt ich einen absolut fairen Preis für das SA 80 II. Und das Ref 54 wieder zum "Kistenschieber"-Preis.

    Beratungsqualität und Service sind von allerbester Güte.

    Es geht also.

    Gruß aus dem Schwarzwald
    Bernd
     
  5. Brille

    Brille Strebt nach Höherem

    Für mich gbt es mittlerweile nur noch 2 Varianten:
    1. Buchtkauf mit Risiko
    2. Instrumentenbauer ohne Risiko
    Die Preise stellen sich entsprechend dar.

    "Mediamärkte" meide ich.
     
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