Musiktheorie - lernen der Tonleitern (ich nenne es mal schriftlich)

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Supersol, 20.Mai.2020.

  1. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Zur Zeit machen mein Lehrer und ich online Unterricht und besprechen auch mal musiktheoretische Dinge.
    Auch Hör-/Singübungen machen wir (Intervalltraining für relatives Hören) unter Zuhilfenahme des Pianos - soll ich auch alleine üben. Auch das aufschreiben und spielen von Akkorden in verschiedenen Tonleitern.

    Wir sprachen jetzt darüber, dass es gut wäre, die Tonleitern so zu verinnerlichen, dass man zum Beispiel bei der Frage: "Welcher Ton ist der 6. in der A-Dur Tonleiter?" diese zügig beantworten kann. Und das man das lernen muss.

    Ich will jetzt gar nicht darüber diskutieren, ob es sinnvoll ist oder nicht, das zu lernen,ich will das mal angehen - schaden tut es sicherlich ja nicht :)

    Da ich ja immer auf der Suche bin nach ergonomischen Abkürzungen (oft gibt es die leider nicht musste ich auch schon feststellen) wollte ich doch mal die fragen, die das können, wie ihr vorgegangen seid, um das zu lernen.

    Tonleitern immer wieder abschreiben und nach einzelnen Tönen abfragen lassen?
    Oder gibt es noch andere Methoden?

    Bei Lerntechniken bin ich nicht so bewandert ehrlich gesagt, daher einfach mal die Frage in den Raum gestellt :)
     
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  2. ppue

    ppue Experte

    Tonnamen interessieren mich eigentlich weniger. Auch das Ausrechnen des sechsten Tones in A-Dur macht für mich nur bedingt Sinn. Ich bin am Schnellsten und auch am Sichersten, wenn ich meine Finger einen A6 oder auch die A-Dur-Tonleiter greifen lasse. Am Griff sehe ich dann: Ah, das ist ein F#! Auch das müsste ich nicht wissen, denn ich kann es ja greifen.

    Mein Tipp wäre also, die Tonleitern und Akkorde in die Finger zu bekommen, oder genauer gesagt: Tonhöhe (Klang), Griff, Name und Notenbild in einem Prozess zusammen lernen. Alle vier Eigenschaften zu assoziieren aber beginnend mit dem Greifen.

    Das geht besser, als man denkt, allein schon deshalb, weil sich das Gehirn etwas umso besser merken kann, je mehr Verknüpfungen ein Ding hat. Denkt man sich z.B. noch ein Gewürz dazu, dann hat der Geruchssinn auch noch eine Synapse mit im Spiel. F# ist ganz klar Kurkuma, oder?
     
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  3. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

    Alternative:
    - Lerne die Intervalle, die einer Dur-Tonleiter zugunde liegen. Das muss man nur einmal.
    - Lerne die Intervalle von Note zu Note

    Wenn es heißt "Welches ist der sechste Ton von A-Dur?"
    große Sexte => Fis

    Grüße
    Roland
     
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  4. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Also momentan mache ich es so, dass ich einfach zähle - um bei A-Dur zu bleiben - A - H - C - D - E - F ... dann weiß ich, das in der A-Dur Tonleiter das Fis drin steckt und F = Fis ist.
    Das ist natürlich sehr schneckig ... :D ... muss Frau schon mal überlegen ...

    Momentan spiele ich dann die Tonleitern auswendig (kann ja noch nicht alle), die ich kann. Die Finger laufen dann alleine ihre Wege nach einer Weile - ein Notenbild habe ich da nicht im Kopf. Wie kriege ich die dann zusammen? Notenblatt dazu und bewusster spielen?

    War das mit dem Gewürz jetzt ernst gemeint? :D ....


    Kapier ich nicht so ganz :) .... man sieht schon ... da muss ich mehr Licht ins Dunkel bringen...
    Meinst du die Intervalle jeder einzelnen Dur-Tonleiter jeweils?
    Also alle aufschreiben und auswendig lernen?
     
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  5. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Lol, haben wir den gleichen Lehrer? :D
     
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  6. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    :D... schönes Gekrächze ist das wenns hoch geht ... aber beide :lol:

    Hab mir schon überlegt, ob ich mal bei youtube Gesangsübungen mache - früher ging das mal besser, da hab ich aber auch viel gesungen im Auto jeden Tag - jetzt gar nicht mehr. Merkt man schon.

    Außerdem bin ich grad ganz schlimm damit befasst, mit dem Rauchen aufzuhören. Sind zwar nur 3 bis 4 Zigaretten am Tag, aber die sind einfach Mist. Ich muss das unbedingt in den Griff kriegen. Ist für die Stimme auch richtig Mist.
     
  7. scenarnick

    scenarnick Ist fast schon zuhause hier

    Eine Dur Tonleiter ist eine Dur Tonleiter ist eine Dur Tonleiter. Die Tonabstände sind gleich - egal in welcher Tonart. Das einmal verinnerlicht, hilft. Aber ich finde die Methode, die @ppue angedeutet hat effektiver. Lerne die Akkord-Töne und hier am besten erweiterte Akkorde als Griffbild und Töne. Daraus kann man viel ableiten.

    Beispiel: C7 - Töne C E G Bb - Stufen 1 3 5 7. Was ist der 6. Ton? Der, der zwischen 5 und 7 liegt. Also A
     
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  8. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Also für alle Dur-Tonleitern die Akkorde dann quasi und jeweils die Töne 1 3 5 7 ?
    Sorry wenn ich mich da so etwas dümmlich anstelle ...
     
  9. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Also ich mache das zwar nicht mit dem 6.Ton einer Tonleiter(um vllt die Mollparallele zu wissen, das war doch der 6. oder?:D) dafür aber mit dem
    3. und 5. Ton um einen Dur-Akkord zu bilden.
    Ich kriege ne Tonleiter und dann soll ich den Durakkord bilden. Also den klassischen Durakkord: große Terz und Quinte.
    Das zähle ich entweder ab
    Große Terz= 4 Halbtonschritte oder 2 Ganztonschritte.
    Naja, ist alles noch mega lahm und ich bekomme bei den ganzen Begriffen n Knoten im Kopf aber es wird langsam besser.
    Das ist ein bisschen wie Kopfrechnen üben.

    Keine Gewähr auf Richtigkeit, bin selber noch dabei das zu verstehen.
     
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  10. scenarnick

    scenarnick Ist fast schon zuhause hier

    Das ist EIN möglicher Ansatz und es ist der, über den ich gehe, obwohl ich auf dem Notenpapier und dem Klavier (mit etwas Nachdenken auch auf dem Sax) die Tonleitern alle beherrsche. Für mich ist es einfach mühsam, die Noten "abzuzählen" - und das müsste ich nach 30 Jahren Musik immernoch. Die Akkorde sind eine gute Näherung, wie eine Überschlagsrechnung und es geht (für mich) schneller.

    Allerdings - um die Akkordtöne so schnell zu können greife ich natürlich intern auf die Tonleitern zurück. Da kann ich gar nicht genau sagen, wie das im Einzelnen funktioniert, weil es weitgehend automatisiert ist.

    Es gibt für die Blueser unter uns noch ne andere Möglichkeit, über die Kadenz zu gehen (Tonika, Subdominante, Dominante). Damit hast Du schon 3 Töne der Skala, nämlich Stufe 1, 4 und 5, abrufbereit. Wenn Du dann wirklich die Sexte brauchst gehst Du von der 5 einen hoch ;)

    Ich denke erlaubt ist, was gefällt und was DIR am nächsten liegt und Deinem musikalischen Hintergrund nahe kommt. Ich komme aus der geistlichen Vokalmusik (also Tonleitern), singe in einer Blues-Band (1, 4, 5 und ab und zu was Anderes) und begleite auf dem Klavier (1, 3, 5, 7). Jeder wie's ihm / ihr am leichtesten fällt.
     
  11. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Eben. Der Ton könnte auch Sepp oder Karl heißen.
    Mit reinem Lernen von Tonnamen bist Du immer zu langsam, wenn es nicht gerade um das Ausfüllen eines Musikkundetests geht.
    Aber natürlich muss man mal irgendwo anfangen, um irgendwo hinzugelangen.
    Ich denke, dass auch ein bisschen Musiktheorie im Hintergrund (Intervalle in Dur sind immer Rein (1,4,5,8) oder Groß (2,3,6) nicht schadet.. Das zusammen mit dem Klang am Instrument sollte schnelles Lernen möglich machen.
    Wenn Du dann noch weißt, dass Du mit A-Fis von "Ein Prosit" bis "Brazil" oder "Dies Bildnis ist bezaubernd schön" alles abdecken kannst, dann merkst Du Dir die Sext in Dur ganz sicher.
    (Wobei's nicht immer vom Grundton zur Sext sondern auch von der Quinte zur Terz geht, au weh :))
     
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  12. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Genauso ist es bei mir auch :D .... Knoten im Kopf ist gut beschrieben....

    Also die Akkord Idee ist schon mal eine gute Idee finde ich. Wenig gemerkt und schnell abgeleitet sozusagen.

    Genau - zu langsam ... das ist doof.
    A bis Fis - Prosit - Brazil .... jetzt bitte nicht wieder Verwirrung stiften ....:D
     
  13. Ralph

    Ralph Ist fast schon zuhause hier

    Verstehe ich nicht.
    Der Blues in der Grundform basiert auf den Dominant-Sept-Akkorden auf der I., IV. und V. Stufe. Im C-Blues also C7, F7 und G7.
    Du hast da also drei verschiedene Tonarten/Tonleitern (C-myxo, F-myxo und G-myxo),
    also eigentlich nicht drei Töne einer Tonart, sodern drei Akkorde aus drei Tonarten/Tonleitern.
    Oder verstehe ich da was falsch ?
     
  14. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    HMMMM

    Geht es hier nicht eher darum (so wie manche es in der Schule lernen durften), wirklich das "Kleine Einmlaeins" zu lernen?

    Reihenfolge der Kreuze (muss man auswendig lernen): Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis reicht erstmal
    Reihenfolge der Bchen (muss man auswendig lernen): B (Hes), Es, As, Des, Ges, Ces reicht erstmal

    Und dann den Qunitenzirkel, um zu wissen, wieviele und welche Vorzeichen dran sind.
    C (ohne Vorzeichen)
    G eh, D u, A lter, E sel, H ole, Fis h für die Kreuzle
    F eine, B auern, Es sen, A(l)s, Des sert, Ge(n)s eleber für die Bchen.

    Aber wahrscheinlich bin da zu einfach strukturiert...…………………...
     
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  15. Ralph

    Ralph Ist fast schon zuhause hier

    Es fällt aber schwer, mit jemandem über Sepp oder Karl zu sprechen, wenn ich die Namen nicht kenne
    oder mich nicht daran erinnere (tägliches Problem :confused:).
     
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  16. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Die habe ich - zwar mit anderen Sprüchen - soweit abrufbereit - Dur Kreuztonarten brauche ich für die Vorzeichen auch schon keinen Spruch mehr - immerhin ...:)
    Aber stimmt - finde auch das das der erste sinnvolle Schritt wäre.
     
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  17. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Bei C-Dur ist der 7. Ton doch H? Oder?
     
  18. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Richtig. Aber @scenarnick hat den Dominantseptakkord von F-Dur gemeint.
    Fünfte Stufe von F (F,G.A,Bb,C), die Dominante. Und da ist der 7. Ton ein Bb.

    Zu den Intervallen. Wenn Du lernst die in einer Tonart zu hören und Ohr trainierst, hörst Du sie auch in den anderen Tonarten. Du brauchst den Grundton, und hörst dann ob die Intervalle stimmen. Das ist das relative Gehör, was sich trainieren lässt.

    CzG

    Dreas
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.Mai.2020
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  19. scenarnick

    scenarnick Ist fast schon zuhause hier

    Sorry, da hab ich mich unsauber ausgedrückt. Mit meiner Blues-Referenz war ich gedanklich bei den Grundtönen (oder also dem, was der Bassist denkt). Blues: I, IV, V, wie Du richtig schreibst in verschiedenen Zusammenstellungen. Also lerne ich gedanklich: "Blues in C - brauche ich C, F G" und habe damit die Ton-Bezeichnungen der 1. 4. und 5. Stufe gelernt. Blues in A: A, D, E. Das war hier mein unsauber beschriebener Gedankengang. Ich hoffe jetzt ist es klarer.

    Genau - auch hier hab ich einen zu großen Gedankensprung gemacht. Und Du hast mich richtig wieder auf die Basis geführt. (Und @Dreas hat es gerade noch ergänzt, während ich schrieb)
     
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  20. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Gut - das verstehe ich natürlich noch nicht ....

    ergo lerne ich dann C - E - G - H (ich muss ja um die Tonleitern zu lernen bei den Tonleitern bleiben oder ist das wieder ein Denkfehler :))
     
    Dreas gefällt das.
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