Noch der richtige Lehrer?

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Gelöschtes Mitglied 5328, 15.September.2010.

  1. Gast

    Gast Guest

    Hi Rick,

    Du magst mit Vielem Recht haben - natuerlich ist Selbst-Motivation die Beste.

    Wie auch immer - zum Lehrer von Dreas knicke ich hier mit meiner Meinung auf keinen Fall ein. Das, was der Typ dem Dreas da abliefert ist unter aller Sau. Wenn er halt ein Burnout hat, dann soll er als Bademeister arbeiten gehen, oder was auch immer, aber nicht einem Schueler Kohle aus der Tasche ziehen dafuer, dass er ihm ein Notenheft hinwirft, sagt: "Spiel mal was.", bei einer Saxstunde eine Klarinette rauskramt, und sich nicht mal daran erinnern kann, was fuer Hausaufgaben sein Schueler hatte, und sogar vergessen hat, wie lange er seinen Schueler schon quaelt...

    Irgendwann muss dann aber mal mit dem Gutmenschentum und dem "darueber sollten wir reden" Schluss sein - ich haette ihm als Schueler nach ein paar solcher Stunden die Klarinette [color=0000CC][Bearbeitet von rbur][/color] und meine Kohle zurueckverlangt. :-D

    Da weisste Bescheid, Schaetzelein :eek:)

    Gruss,

    Franky
     
  2. cara

    cara Strebt nach Höherem

    In Thailand herrscht ja eine recht merkwürdige Art der Kommunikation. :-o

    Überall dort? Oder eher als Ausnahme?

    Gruß Cara
     
  3. volkerkaufmann

    volkerkaufmann Ist fast schon zuhause hier

    Was fährt ihr Euch eigentlich daran hoch, daß der Lehrer sich nicht daran erinnern kann, was für Hausaufgaben der Schüler hatte?
    Wie soll das denn gehen?
    Wie soll man sich denn die Hausaufgaben von 20 Schülern merken können?

    Für mich als Lehrer dienen die Unterrichtsstunden als Kontrollstunden, was der Schüler und wie er es geübt hat. Natürlich geht das noch nicht bei Kindern aber irgendwann sollte man mit erwachsenen Schülern dahin kommen.
    Allerdings hatte ich auch schon Schüler, die einfach Lieder gebracht hatten und die mit mir spielen wollten. Das ist dann auch Ok, weil ja die Schüler es so wollten.

    Allerdings weiß ich auch nicht, welcher Schüler welche Hausaufgaben hatte.
     
  4. TenSax

    TenSax Ist fast schon zuhause hier

    Man sollte klar differenzieren, ob es ein 10-jähriger ist oder ein Erwachsener. Bei Erwachsenen würde ich eine "gewisse" Selbstständigkeit vorraussetzen, wenn sie wissen wo sie hin wollen!

    Kontrollstunde richtig, aber auch Motivation und pushen. Kritisieren ist ein muß!!!

    Ich persönliche spiele gerne mit meinen Schülern im Duett, macht riesen Spass. Gerne bringe ich auch mein Tenor, Sopran und Klarinette mit. Wenn es möglich ist auch mel ein Bariton, damit sie einfach die Unterschiede kennen lernen.

    Hausaufgaben, kenne ich auch nicht. Deshalb mache ich einen Kreis vor die Übungen, wenns dann richtig ist gibts einen Haken oder sogar ein Bienchen ;-)

    Bienchen, letzt kam ein Schüler an und meinte er hätte sich ein Lied drauf geschafft, ich: Na dann leg mal los. Biene Maja, selber erarbeitet, Super geil! Er war soooo Stolz!

    Was ich nicht ideal finde, wenn Lehrer nicht mit nem Sax zum Unterricht kommen! Ist doch Saxunterricht, oder?

    Strecke die Fühler aus nach einem neuen oder anderen Lehrer, teste auch mehrere, dann Suche Dir den besten raus.
    Es liegt an Dir! Ich habe auch mehrere Anlaufstellen, und Workshops sin sowieso ein muß!!!

    Liebe Grüße
    Sven
     
  5. GelöschtesMitglied3606

    GelöschtesMitglied3606 Guest

    Es ist einfach total sinnlos HA aufzugeben, an die man sich nicht mehr erinnern kann. Sowas nutzen Kinder gerne aus. UNd nach 3 Jahren stehen die Schüler da, können nichts und der Lehrer ist natürlich schuldig.
    Also eine kleine Notiz zu jeder Stunde und schon ist die Sache geritzt. So kann keiner hinterher kommen und sagen, ne davon wusste ich nichts. Bei meinen kleinen Schülern möchte ich sogar, dass sie ein HA-Heft führen. Fördert übrigens auch die Strukturiertheit eines Schülers. Ich hab das nicht von Anfang an gemacht und sehe aber jetzt, dass es nur Vorteile hat.
    Gerade wenn man neue Sachen im Unterricht macht und der Schüler davon schonmal verwirrt ist, dann hilft auch ihm ne kleine Notiz um zu Hause effektiv üben zu können. Nur wenn ich das dann als Lehrer nicht mehr weiß, disqualifiziert mich das ungemein.
     
  6. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    @all

    Erstmal vielen Dank für die reichlichen Anregungen und Tips.

    @cara

    Franky hat ´ne direkte, offene Art zu kommunizieren. Ich kann da sehr gut mit umgehen.

    @ Thomas (und Sven)

    Das ist eine sehr gute Idee! Ich werde einen weiteren Lehrer suchen, und dann erstmal mit beiden arbeiten, um zu sehen, was es für Unterschiede gibt. Und dann sehen wir weiter.

    @Rick

    Zitat

    "Sorry, aber einem 14-jährigen "Löffel", der gerade ganz anderen Interessen frönt, kann man nur sehr schwer etwas beibringen.

    Ich weiß ja nicht, wie das beim Tauchen ist - aber wenn jemand partout kein eigenes Interesse an seinem Instrument hat, also auch nichts freiwillig selbst dafür tut, nutzt kaum noch ein Lehrer etwas"

    Einspruch lieber Rick. Das gibt´s natürlich auch. Aber ich hatte als 12 Jähriger eine Klavierlehrerin, die es erfolgreich geschafft hat mich und meine Eltern davon zu überzeugen, das ich unmusikalisch und untalentiert bin.
    Danach habe ich 38 Jahre kein Instrument mehr angerührt.

    LG

    Dreas
     
  7. saxus

    saxus Ist fast schon zuhause hier

    Ich verfolge den Beitrag mit großem Interesse.
    Rick spricht mir aus der Seele. Der Schüler muss das WOLLEN!

    Das Volker Kaufmann nicht weiß, was er seinem Schüler aufgegeben hat macht mich nachdenklich. Ich glaube es ihm nämlich nicht. Volker war bei uns im "musizierenden Südwesten" und hat den lieben "Bostonsax" (Alexander Loch)
    beim dirigieren -und uns was beibringen- unterstützt.
    Wir haben von Ihm in einer halben Stunde "Immprovisieren"
    von Volker richtig was an Wissen mitnehmen können.
    Lieber Volker: hast Du das schon vergessen??

    Ich habe einige Jahre als nebenberuflich als Segellehrer gearbeitet. Nach der Begrüßung meiner Schüler, kam immer das gleiche Ritual von mir: In der letzten Stunde habe ich über bla bla bla bla gesprochen. Ich habe Euch gebeten dies und dies und dies.... zu Hause zu verinnerlichen. Abchecken ob das gelernte schon sitzt. Dann weiter.
    dann kam wie immer für mich die Frage. Ist das Lernziel wirklich erreicht???

    Lieber Dreas,
    ich kann Dir nicht sagen welcher Lehrer für Dich der Richtige ist. Aber ich weiß wer es nicht ist.


    Viele Grüße

    Markus
     
  8. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    @ all
    Hallo Markus,

    ich hätte ja nicht erwartet, dass meine Frage soviel Wellen schlägt - bis hin zu ´ner Tsunami nach Thailand.

    Danke auch für euren reichlichen Input.

    Zitat:

    "ich kann Dir nicht sagen welcher Lehrer für Dich der Richtige ist. Aber ich weiß wer es nicht ist."

    Das ist genau der Punkt. Einerseits mache ich wohl gute Fortschritte, andererseits fühle ich mich bei meinem Lehrer nicht rundum gut aufgehoben.

    Das blöde ist, das ich das nicht richtig beurteilen kann, weil ich kenne nur diesen einen.

    Vielleicht macht er viel mehr richtig, als ich glaube (dann bringt er aber auch nicht so rüber, dass ich meine: "ja dat
    isses"), aber irgendwie habe ich das Gefühl mir fehlt was.

    Entweder es lösst sich nach einem (weiteren) offenen Gespräch, aber ich denke der Tip von Thomas hat auch was.
    Gleichzeitig noch einen weiteren Lehrer einschalten, um so zu sehen wo die Unterschiede sind.

    LG

    Dreas
     
  9. bernd_rossini

    bernd_rossini Ist fast schon zuhause hier

    hi dreas,
    bei mir war das bis vor kurzen ähnlich. war bei einem lehrer der von der klarinette/klassik kam. alles was ich ansatztechnisch/sound, tonleiterstudien, obertöne usw. in den letzten 2 jahren gelernt hab, hab ich mir selber zusammengesucht und geübt. sowas wie obertonübungen hat mein damaliger lehrer gar nicht gekannt.
    ich bekam nie hausaufgaben auf, geschweigedenn, das sich mein lehrer auch mal eine tonleiter vorspielen ließ.

    die std begann immer so: was haben wir denn heute?
    ich übte irgendwelche stücke, die ich mir selbst ausgesucht hatte und er hat mich dann ausschließlich! am timing verbessert.das ist auch meine schwachstelle, dann erwarte ich mir aber auch dementsprechende übungen. nix dergleichen.
    stattdessen immer ewig ausgeführte erläuterungen von dingen die ich bereits kannte.

    hab ich nach etwas speziellen gefragt (übungen) kramte er ein heft raus und gabs mir mit nach hause.keine weitere kontrolle.
    auch ich hab große fortschritte gemacht. kam aber von meinem fleißigen üben von mind. 1std/tag

    als ich dann vor den ferien zu einem anderen lehrer wechselte, wusste ich das es meiner war:

    1. Übung: Ansatz umstellen, subtones üben, longtones,
    2. Phrasierung lernen (ich hatte nämlich nix dergleichen)
    3. Tipps und Tricks erhalten z.B. Dis/D Wippe usw.
    4. Timingübungen/Rhythmusübungen, halbe zählen usw.
    5. Finger an den Tasten lassen (hab ich vorher schon drauf geachtet aus eigeninitiative, aber zu wenig!)
    6. Harmonielehre (Terze,Quintakkorde, Kadenzen usw.)

    an allen punken bin ich nach wie vor dran,vieles zahlt sich schon aus und jedes mal kommt was neues interessantes dazu.
    in 5 oder 6 unterrichtseinheiten hab ich da mehr gelernt
    als vorher in 1,5 jahren.noch dazu ist mein jetziger ein jazzer. 20 jahre unterrichtserfahrung merkt man bei ihm einfach. zu unterrichtbeginn fragt er mich manchmal, was wir uns anschauen wollen. ich sag ihm dann, was mich am meisten fuchst und er geht drauf ein. soviel selbstreflexion kann man von einem erwachsenen schüler erwarten. will mich ja nicht selbst verarschen..

    also kurz um: ich habs nicht bereut, zu wechseln. könnte mich jetzt ärgern, soviel zeit/geld verschwendet zu haben, tu ich aber nicht. für irgendwas wirds schon gut gewesen sein. wenigstens weis ich jetzt was ich nicht mehr will.

    is so ähnlich wie bei gescheiterten beziehungen:)

    so, und jetzt wieder ran ans tenor!!!

    hoffe du findest auch bald deinen richtigen (lehrer natürlich)

    gruß
    bernd
     
  10. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Hi Bernd,

    "die std begann immer so: was haben wir denn heute?
    ich übte irgendwelche stücke, die ich mir selbst ausgesucht hatte und er hat mich dann ausschließlich! am timing verbessert.das ist auch meine schwachstelle, dann erwarte ich mir aber auch dementsprechende übungen. nix dergleichen."

    Genauso läuft´s bei mir auch! Klar hilft´s wenn er den Takt vorgibt. Bring auch etwas mehr als das Metronom... :cool:

    Aber es fehlt:

    - was gehen wir als nächstes an...
    - was muß vertieft werden...

    Ach, ich hab mich ja schon genug ausgelassen...

    LG

    Dreas
     
  11. Rick

    Rick Experte

    Hallo Dreas!

    Wie schon erwähnt würde ich ihm zumindest noch eine Chance geben.
    Vielleicht zeigst Du ihm auch mal diese Diskussion oder berichtest ihm zumindest davon?

    Dann sieht er, wie wichtig Dir die Sache ist, und kann sich noch weiter entwickeln - entgegen aller landläufigen Meinung müssen auch Lehrer lernfähig bleiben! ;-)

    Mir hat übrigens auch für meinen eigenen Unterricht dieses Forum sehr viel geholfen, man sensibilisiert sich für ein paar Themen dadurch mehr, als wenn man "nur" mit seinen Schülern konfrontiert ist.
    (Und einige "Kunden" von mir lesen und schreiben hier ja auch mit - hallo, Leute!) :-D

    Keine schlechte Idee, würde ich zwecks Horizonterweiterung auf jeden Fall machen.

    So eine Vergleichsstunde habe ich auch mal gegeben, wo jemand zu mir kam aus Unzufriedenheit mit dem bisherigen Lehrer.
    Es war für uns beide interessant; im Endeffekt blieb dann die Interessentin beim früheren Lehrer - weil wir gemeinsam herausfanden, dass sie einfach zu wenig den Mund aufmachte und ihre Wünsche nicht resolut genug äußerte.
    Beim besten Willen sind Lehrer eben auch keine Telepathen... :roll:


    Liebe Grüße
    Rick
     
  12. yts62

    yts62 Ist fast schon zuhause hier


    .. jou, und vor allem auch nur Menschen.

    Reden hilft meistens, es sei denn, man hat es mit einem Ignoranten zu tun, derer es in unserer Zunft leider auch so einige gibt.

    Ich finde die Idee mit der Vergleichsstunde auch nicht schlecht. Auf diese Art hast du die Gelegenheit, mit einem anderen Fachmann/frau über deine Sorgen zu sprechen und bemerkst vielleicht dabei, dass dein alter Lehrer gar nicht so daneben liegt - oder aber der Vergleich bringt dich zu einem/r neuen Lehrer/in - wie auch immer, das Ergebnis bringt dich weiter.

    Sei jedoch vorsichtig - wenn der "Vergleichslehrer" die Methoden deines alten Lehrers nur schlecht macht und runterredet, dann hat er/sie nur eines im Sinn: dich als Schüler zu verhaften - damit ist dir dann auch nicht geholfen.
     
  13. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Hallo Rick,
    hallo Rolf,

    nochmals wertvolle Beiträge. Danke dafür!

    Rolf, auf so eine Masche fall` ich schon nicht rein.

    Man hat ja schon einiges erlebt.

    Euch allen ein schönes WE

    Herlichst,

    Dreas
     
  14. astipasti

    astipasti Ist fast schon zuhause hier

    Also, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

    Aber das, was ich höre passt so gar nicht zu dem von dir beschriebenen. Es sei denn, deine Aussagen beziehen sich auf seinen Gesang. Auf sein Saxspiel sicher nicht!
    Für mich muss muss ein Lehrer immer auch Vorbild (in der zu unterrichtenden Angelegenheit) sein. Selbst wenn dein Buddy hier der einzige Lehrer in meine Umgebung wäre würde ich den nicht haben wollen. Zumindest nicht als Saxophonlehrer. Singen kann er ja.

    Iss vielleicht n bisschen hart für Samstag Nacht. Manchmal muss man Sachen aber auch einfach aussprechen.

    Das ist einfach nur peinlich Und das sogar wenn gar kein Sax drin wär. Selbstdarsteller!
     
  15. Brille

    Brille Strebt nach Höherem

    Eine unpassende Vermischung, finde ich:
    Wenn es bei einem nicht so gut läuft, ist es gleich ein BurnOut??? Neenee, Leute!

    Grüße
    BrillÄ
     
  16. Reedirect

    Reedirect Ist fast schon zuhause hier

    Wo Du recht hast, hast Du recht,

    Burnout ist eine ernstzunehmende, schwere psychosomatische Erkrankung, die behandelt werden muss.

    Natürlich kann ein Motivationsverlust ein erster Anhalt dafür sein. Aber man sollte SEHR vorsichtig sein, mit dem Begriff umherzuwerfen.

    Zum eigentlichen Thema möchte ich auch was beisteuern. So wie Rick es sagt und tut ist ein Saxlehrer, der auch am Klavier begleiten kann (wie virtuos, ist dabei nachranging), sehr zu schätzen. Gerade wenn man sich mit Improvisation und damit auch notegedrungen mit Harmonielehre beschäftigt. Und selbst der Anfänger freut sich wie ein Schneekönig, wenn der erste Beatlessong mit Harmoniebegleitung auf dem Klavier unfallfrei erklingt.

    Damit will ich selbstverständlich niemanden dikreditieren, der den Unterricht so nicht gestaltet.

    Gruß
    Jo
     
  17. saxus

    saxus Ist fast schon zuhause hier

    Moin moin,

    wenn ich mir einen Lehrer nehme, und das wird sicherlich noch passieren, habe ich überhaupt nichts gegen Klavierbegleitung, warum nicht auch Klarinette? Ich werde jedoch Wert darauf legen, dass der Lehrer sein Sax (Tenorsax) dabei hat, damit ich mich auch soundmäßig kontrollieren kann.
    Ich will ja schließlich auch mal wissen wie es schön klingt ;-)

    Viele Grüße

    Markus
     
  18. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Hallo zusammen,

    der Workshop leztes WE war auch zu diesem Thema sehr erkenntnisreich. (s. auch hier: http://www.saxophonforum.de/modules/newbb/viewtopic.php?topic_id=12089&forum=16&post_id=144957#forumpost144957)

    Die Vorgehensweise und Didaktik von Angelika Niescier sowie ihre Empfehlung für einen Übungsplan (gibt es bis heute nicht von meinem aktuellen Lehrer) sind genau das was ich von einem guten Lehrer erwarte - und bisher in der Form nicht bekommen habe.

    Jetzt weiß ich auch worauf es ankommt und wonach ich entsprechend suchen muß.

    LG

    Dreas
     
  19. Rick

    Rick Experte

    Hallo Brille, da liegt ein Missverständnis vor - ich habe nicht geschrieben, dass es sich bei mangelnder Motivation eines Lehrers höchstwahrscheinlich automatisch um einen Burnout handelt, sondern lediglich das Stichwort in den Raum gestellt.

    Möglicherweise war das zu lapidar von mir; ich wollte daran erinnern, dass bei Schul-Lehrern der Burnout sehr häufig diagnostiziert wird, und Musiklehrer sind nicht automatisch dagegen gefeit.

    Als ich damals viel zu viele Schüler hatte und mir wie ein Arbeiter am Fließband vorkam, hatte ich zwar noch keinen Burnout, war aber fertig mit den Nerven und dementsprechend unmotivierter für die einzelnen "Kunden".
    Wenn ich seinerzeit nicht das offene Gespräch mit dem Schüler gehabt hätte, wäre vielleicht eines Tages ein echtes psychosomatisches Syndrom daraus geworden, wer weiß?

    Wir Musiker sind ja ohnehin gewöhnt, auch noch mit dem Kopf unterm Arm zum Job zu erscheinen, und die soziale Absicherung ist nicht halb so gut wie bei den Studienräten, außerdem ist unsereiner zunehmend nur noch auf Honorarbasis beschäftigt.

    Schon mal von einem Instrumentallehrer gehört, der sich krank schreiben lässt und zur Kur geht??

    Vielleicht schon, aber vergleichsweise selten, finde ich.
    Dabei kann einem das ständige Getröte jeden Tag genauso auf die Gesundheit schlagen wie lärmende Schulklassen. :roll:


    Schöne Grüße,
    Rick
     
  20. doc

    doc Ist fast schon zuhause hier

    Freut mich, daß Du mit Angelika gut zurechtkommst. Manchen hat sie ja durchaus zu viel Power :)

    Bei mir und meinem Lehrer schaut es übrigens auch so aus, daß ich mir das allermeiste irgendwie selber zusammenreime, und daß er mich im Kern durch ein sehr festes Kontrollschema auf Kurs hält, und meine Erfahrungen bestätigt oder eben nicht.

    Natürlich muss ich dabei auch wissen, was dran ist, z.B. die aktuelle Tonart. Reicht doch, wenn ich den aktuellen Aufgabenplan habe.

    Dabei funktioniert ein grob 14-tägiger Rhythmus übrigens für mich sehr gut, und ich bin froh, daß wir das so flexibel handhaben können. Spart Geld, Zeit und Frust, weil ich so derb viel einfach nicht üben kann in einer einzelnen Woche.
    Dafür macht er sehr viele Dinge mit mir explizit nicht (Improvisation, Jazz usw.), und wir konzentrieren uns mehr auf technische Aspekte. Es geht dabei auch meist um die Klarinette. Wenn ich richtig doll Jazz oder Rocksax machen wollte, dann bräuchte ich einen neuen Lehrer, ganz klar.

    Es passt halt nicht alles in das eine Format und die Zeit hinein. Vielleicht ist es ja wirklich besser, wenn ich erst mit den Instrumenten noch besser zurechtkomme und dann erst daran gehe, die Musik neu zu erfinden :)

    Jeder ist anders, und es ist IMHO toll, wenn die richtigen Enden sich treffen. Ich hoffe, daß Du mit Angelika viel Erfolg erlebst! Liebe Grüße (an meine Ex-Band-Lehrerin) :)

    - Marian
     
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