Puppets on the US - Vibes

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Gast, 6.November.2013.

  1. Ruwen

    Ruwen Kann einfach nicht wegbleiben

    Max Gregor und Capt.Cook.
    Neee mal im Ernst, es gibt halt verschiedene Musikrichtungen und jeder mag was anderes, der eine mehr Jazz und der andere Swing oder.....
    Das ist auch gut so, sonst wäre es ja langweilig. Ich pers. spiele das was mir gefällt, etwas Jazz oder Swing sogar mal ein Marsch oder eine Polka. Jedem das seine. Aber Puppets on the US - Vibes ?????
    Wenn du kein Jazz hörst und spielst, ist doch gut so. Aber Klezmer wird eigentlich (so kenne ich es) mit der Klari.gespielt. Ja, Ja ich habe auf Youtube schon geschaut, es gibt sax.spieler die Klezmer auf dem Sax dudeln. Ich war schon zig male in Israel, habe noch nie jemand auf dem Sax. Klezmer spielen gehört (meine Erfahrung). Wie gesagt, fast alle Sax. spieler kommen aus den USA. Feuer frei.
    Ruwen
     
  2. Zappalein R.I.P.

    Zappalein R.I.P. Guest

    ...Könntest Du bitte mal ein paar Namen, nichtamerikanischer, hörenswerter Saxophonisten nennen?...

    ...wolfgang puschnig, dennis gäbel, frank sackenheim, willem breuker, ernst-ludwig petrovski, leszek zadlo, didier malherbe, roman schwaller, olaf kübler, thomas borgmann, hakon kornstad, alan skidmore, gerd dudek, wollie kaiser, johannes seidemann, peter brötzmann, mats gustafson, ewoald derksen, christoph lauer, andi broger, jan garbarek, gato barbieri, kathrin scherer, jasper blom, akira sakata, helge schneider, saori yano, jan klare, mulo francel, wolfgang engstfeld, mathias schubert...

    lg
     
  3. Ruwen

    Ruwen Kann einfach nicht wegbleiben

    du hast Rick vergessen! Muss meine Aussage, das fast alle Sax.spieler aus den USA kommen zurücknehmen. :-o
     
  4. GelöschtesMitglied5507

    GelöschtesMitglied5507 Guest

    Danke zappalein, ein paar kenne und mag ich von Deiner Liste. Den Rest werde ich mal googeln und ich bin mir sicher , dass ich wieder auf schöne neue Musik stoße.

    lg cweg
     
  5. saxhornet

    saxhornet Experte

    Sicher, daß Benjamin überhaupt Jazz meint? Geht es ihm nicht gleich auch um andere Musik?

    Jazzer die nicht aus den US kommen gibt es doch sehr sehr viele derzeit. Da die Musik aber ihre Ursprünge primär in Amerika hatte (wobei die Musiker teilweise erfolgreicher dann in Europa waren), ist es doch klar, daß wenn man sich für die Musik interessiert auch für die Spieler interessiert, die entsprechende Stile mit geprägt haben. Ich versteh sein Problem eh nicht. Tolle Musiker und Musik gibt es auf der ganzen Welt, ob man das aber immer alles mag ist doch wieder vom Einzelnen abhängig.

    Lg Saxhornet
     
  6. Gast

    Gast Guest

    @Saxhornet

    Ja doch....ich rede hier schon von JAZZ....also im allgemeinen definiert als improvisierte Musik über feste Themen oder auch nur Akkordschemen....je nachdem.


    Zumindest ist das MEIN Verständnis von Jazz....und auch oft das der Musiker, die sowas spielen.

    Vielleicht liegt genau DA jedoch die Crux..denn viele verstehen unter JAZZ eben die Amerikanische Version davon....und die ALLEINE mag ich als solche eben nicht gelten lassen.

    Man sage mal einem Brasilianischem "Bahia-Afro-Jazzer" , dass er zwar schön improvisieren kann...aber jedoch keinen JAZZ spiele....da wird man sein blaues Wunder erleben ;-)

    Saxhornet....ich habe da - nebenbei bemerkt - persönlich auch kein wirkliches Problem damit. ICH spiele, was ich mag, was ich kann und was ich unters Volk bringen möchte....wie sich das NENNT ist mir dabei ziemlich schnuppe. Ich beobachte jedoch auch meine " Kollegen" - eben auch hier im Forum....und bemerke doch immer wieder diese einseitige Ausrichtung gen USA wenn es um ""JAZZ"" geht.
    Wenn ich überhaupt ein Problem damit habe....dann ist es der Unverstand darüber.
    Man macht sich ja über sein Umfeld doch so einige Gedanken...oder ??

    LG

    CBP
     
  7. Gast_13

    Gast_13 Guest

    Hallo Benjahmin,

    leider verweigerst Du uns ja Beispiele der Musik, die du meinst. Deshalb bleibt uns wohl weiterhin nichts anderes übrig, als "Puppets on the US-Vibes" zu bleiben. Schade dass Du uns dumm sterben lassen willst!
    :-(
     
  8. Gast

    Gast Guest

    @Nummer 13

    Neinnein...ich habe doch schon genug Alternativen genannt....


    Hat denn schonmal jemand in Jamaican Jazz reingehört ?? >>> Als Vorzeigeband seien da mal wieder die Skatalites der 60iger genannt...

    Als moderne Version hatte ich "Witchdoctors Son" angeboten....

    Auch ein hier bereits im Forum erwähnter Hermeto Pasquale sei erwähnt ( als Musiker...NCHT als Saxer )...ein Manu Dibango usw usf.

    Als Bonus gebe ich mal an : "Les Tambours de Brazza" > Zangoula an.
    Da spielt zwar kein Sax mit....sondern nur unzählige Percussions, Bass und ein WENIG sog. "Gesang".....aber das Sax kann man da locker drübersetzen....und sie FREUEN sich, wenn man das tut....

    Auch die Solobläser von Toure Kunda sind bisweilen eine Wucht...und von den 80iger-Jahre-Aufnahmen der ""Ethiopiques"" wollen wir mal garnicht reden....

    Musste halt mal nach googeln....da gibt es REICHLICH Material !!

    LG

    CBP
     
  9. saxhornet

    saxhornet Experte

    Sorry aber diese Denke ist mir zu einseitig. Jazz ist viel mehr als nur ein Thema und dann mal losimprovisiert. Und auch mit der Fixierung auf die Amis siehst Du etwas falsch. Gerade die Nordländer auf diesem unserem Kontinent sind was Jazz angeht gerade in Europa sehr erfolgreich, teilweise stärker als die aktuellen Amis.

    Du verwechselst Tradition und das Lernen von Personen, die diese Musik geprägt haben, mit dem was man dann auch ausschliesslich hört. Ich höre gerne die alten Amis und höre sie gerne raus und trotzdem kenne ich auch Hermeto. Nur weil man mehr über Personen redet von denen man lernt oder die man gut findet, heisst das doch nichts. Und der aktuelle Jazz ist viel viel weniger von den Amis geprägt als am Anfang dieser Musik. Selbst die Amis halten die Europäer da für kreativer.

    Du betreibst genau das was Du kritisierst.Mann, freu Dich daß es so viel unterschiedliche Musik gibt, Leute die alten Klassiker immer noch schätzen und hören anstatt sich über die aktuelle minimalistische Popmusik auszulassen. Und wenn es Dich stört dann wirf halt öfters mal ein paar Namen zum anchecken in den Raum anstatt zu nölen.
    Und ich persönlich bin, obwohl ich viel querbeet höre, weder ein Fan von Ska noch Reggae noch verwandtem. Ich kenne aber viele Jazzer, die afrikanische Musik mögen und spielen oder gespielt haben. Und ich habe in der Uni über die traditionelle afrikanische Musik sogar ein Semester im Rahmen von unserem Worldmusikkursen gehabt.

    Ist alles also nicht so schlimm, wie Du glaubst.

    Lg Saxhornet
     
  10. Gast

    Gast Guest

    @Saxhornet

    Ja, dass "Spielen, Hören , lernen" usw nicht immer auf der gleichen Schiene läuft, ist mir schon klar. Ich selber höre alle Jubeljahre z.B. gerne die alten Duke-Ellington-Sachen, obwohl ich selbst so etwas nicht spiele....DENNOCH habe ich von den Aufnahmen bestimmt einiges gelernt.
    Da schliesst sich der Kreisel dann wieder.....und in solchen Dingen widerspreche ich Dir auch garnicht.

    Meine Beobachtungen und die daraus resultierende Frage bezog sich vorrangig auf das Forum hier,wo man immer wieder Threads liest wie "Welches MPC muss ich haben, um wie P.Desmond zu klingen ? "
    Oder "Charlie Parker-Code geknackt" ..... dergleichen Sachen halt. Ebenso sieht man an der Auswahl von Soundbeispielen und Jazz-TOTMs ja eine eindeutige Amerikanisierte Polung.
    Dass hier jemand - so wie neulich - fragt " Wie kriege ich den Sound von P. Brötzmann hin ?" ( um mal ein Beispiel zu nennen ) ist ja vergleichsweise eher selten.

    DA entlang gingen meine Gedanken. Dass in der Musikwelt da "draussen" ein ganz anderes Gefälle herrscht,auch und gerade beim Jazz - da stimme ich Dir zu. Da gibt es viele interessante Instrumentalisten - aus Frankreich, aus Italien, aus Deutschland, England....ja sogar aus den Skandinavischen Ländern, wie man ja weiss.

    Gerade die Saxer scheinen sich jedoch damit etwas schwerzutun - zumindest, wenn ich mich so durch das Forum lese, den Horizont des Amerikanischen Jazz-Erbes,den das Sax ja nunmal unweigerlich hat, etwas zu erweitern.
    Das Sax ist in einer Zeit geboren und grossgeworden...wo der Jazz gerade in den Anfängen steckte....so dass sie eine unweigerliche Verbindung einggangen sind > Ohne Sax sähe die Jazzwelt doch heute sehr anders aus - und ohne Jazz wäre das Sax vielleicht ein verkanntes Nischeninstrument in Fränzöschischen Militärkapellen geblieben.

    Das abzulehnen und ausser Betracht zu lassen, wäre dumm. Das Ami-Erbe IST nun mal vorhanden - ich bin jedoch der Meinung, dass es HEUTZUTAGE von vielen viel zu sehr überbewertet wird.
    Vielleicht ändert sich das ja im Laufe der Jahre noch etwas.

    Wenn mal jemand hier fragt: Welches MPC muss ich spielen, um wie Jan Gabarek zu klingen ? > Dann empfände ich das zumindest als eine erfrischende Abwechslung

    LG

    CBP
     
  11. Mugger

    Mugger Guest

    Wieso,

    ist doch klar, ein amerikanisches, hehe.
    In letzter Zeit trifft es der Witz allerdings nicht mehr, glaub ich.

    Aber ernsthaft:
    Interessant ist doch überhaupt nicht, woher einer kommt, sondern in welcher Tradition er sich bewegt, wenn überhaupt.

    Liebe Grüße,
    Guenne
     
  12. Gast_13

    Gast_13 Guest

    Im Grunde ist das doch alles relativ!
    Das mit der Tradition ist gut, allerdings ist ja das schöne an der Musik, dass sich die Traditionen ständig vermischenund dadurch neues entsteht.

    Der Jazz ist ja auch durch die Vermischung von afrikanischer und europäischer Musik entstanden.
    Die überlieferungen der Kriots aus Afrika, die sich in den Cottonpicking Songs erhalten hatten sind auf die Böhmisch Mährische Blasmusik und den Klezmer der osteuropäischen Juden, der Englisch - Irischen Volksmusik usw. getroffen.

    Heutzutage kommt noch Japan dazu und Indien, Südostasien, Karibik, Südamerika. Die ganze Welt ist ein Schmelztiegel und die Suppe heisst im weitesten Sinne Jazz.

    Also ist das mit den US Vibes ein Mythos, der so nie existiert hat.

    Hier noch ein paar Beispiele:

    Balkan

    Balkan Gypsy

    (aus der Ecke kommt Mugger) ;-)

    Klezmer

    Balkan meets US Rock

    West Afrika Blues

    Africa meets Archie Shepp

    Und hier ist der Jazz in Japan angekommen

    und hier mit Indischem Einfluß


    Die Welt ist halt ne Kugel!

    ;-)

     
  13. ppue

    ppue Mod Experte

    Ich halte den starken Bezug auf die amerikanische Jazztradition nicht für übertrieben. Außer der Klassik kenne ich kaum einen Stil des Saxophonspiels, das die Tradition des Blues und des Jazz verleugnen könnte.
    Die afrikanischen Saxophonisten aus dem Videobeispiel inbegriffen. Sie sind ja mit ihrer Fusionmusik noch nicht all zu weit von dieser Tradition los gekommen. Sie verbinden halt die Amerikanische erneut mit der Afrikanischen.
    Heißt nicht, dass ich nicht aufgeschlossen allem anderen gegenüber bin. Heißt auch nicht, dass ich mit Sorge beobachte, wie der Jazz Einzug in unsere Musikschulen und Konservatorien gefunden hat und dort eben geradezu konserviert wird.
    Ich habe Schwierigkeiten, mit anzusehen, wie sich Schüler für Schüler an "Take Five" oder "Dem rosaroten Panther" versuchen müssen. Aber sie wollen es ja so und kennen Jazz gar nicht anders. Dabei hat (außer Gerry Mulligan) keiner das Stück wieder so gut hinbekommen wie Desmond selber. Sich daran zu versuchen, grenzt an Masochismus.
    Wenn sich die Musikschulcombo am Panther versucht, weiß ein jeder Zuhörer sofort, dass er es schon mal besser gehört hat. Aber das ist auch eine Kritik an den Lehrern, die meines Erachtens da zu wenig Feingefühl und Kreativität an den Tag legen.

    Wenn wir hier über amerikanischen Jazz reden, dann müssen wir auch über Bebop reden. Da habe ich nun gar nicht den Eindruck, dass er hier ein heiß geliebtes Kind ist. Oder nehmen wir mal das Art Ensemble of Chicago:



    Wer redet hier über Albert Ayler oder Eric Dolpy? Ich denke, für die Masse, die wir hier nun mal sind, gibt es in Amerika noch viel zu entdecken.
     
  14. ppue

    ppue Mod Experte

    PS.: Noch was, was ich mir von der Seele reden muss: Leute, hört euch mal Blues an. Richtigen, alten unverfälschten Blues. Studiert mal die Melodien, die Art und Weise, wie Bluenotes (die damals noch gar keine waren) klingen und welchen Ursprung sie haben. Wenn ich hier von Blues-Pentatonik lese und höre, was dabei heraus kommt, werde ich doof. Der Umgang mit diesen Tönen in unseren Schulen hat nichts mehr mit ihrer Tradition zu tun.
     
  15. Gast

    Gast Guest

    @Ppue

    Ich sehe, wir haben nicht ganz den gleichen...aber wohl dennoch verwandten Denkansatz dazu. Interessant !

    >>> BLUES...hmm....
    Ich hatte da zu meinen "Anfangszeiten" ein Sammelsurium aus Kassetten voller """Original-Oldtime-Blues-Aufnahmen"""
    >>> Ich tue mich immer mit den ganzen Namen schwer....war nicht Muddy Waters einer von ihnen ??
    Jedenfalls hast Du in DIESEM Punkt absolut Recht >> Bluenotes aus dem Blues und "Blue-Notes heute" sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe.


    @ Nummer_13

    Jaaaa !! Deine Soundlinks kann ich mir gerade nicht anhören....bin schon wieder auf verminderter Surfgeschwindigkeit mit einem Laptop, der im Sterben liegt ;-( >>> aber die Titel alleine lassen mich schon aufhorchen.

    >>> Balkan Gypsy....yeah ! Her damit!

    Da hast Du ja Recht....die Welt ist ein Schmelztiegel....und das kann nerven....aber auch SEHR genial sein.

    Mich nervt, wenn z.B. unter dem Label ""Ethno"" ALLES zusammengefasst...oder danach benannt wird, was irgendwelche Freaks aus verschiedenen Kulturen zusammenbasteln....egal ob das nun passt, oder nicht.Die Grenzen verwischen....und es kommt auch viel Unsinn dabei herraus.
    Dennoch...der Schmelztiegel brodelt und spuckt immer wieder neue SEHR interessante Geschichten aus - da liegt oft auch mein Augenmerk ...sorry...OHRENmerk sollte hier wohl besser passen

    Dass der "Mythos Amijazz" jedoch nicht existiert...dem möchte ich krass widersprechen > er existiert eben DOCH....das ist ja u.a. Thema dieses Threads....Ppue hat das recht schön aufgeführt....da wird in der Jazzband die Zigtausendste Version von Take Five gespielt...WEIL MAN DAS EBEN SO MACHT ( sage ich jetzt mal mit eigenen Worten dazu ).....und ich möchte mal behaupten, dass jeder zweite Saxer, den Du auf der Strasse oder einer Session triffst und mit dem Wort JAZZ konfronierst, als erstes die """Stars and Stripes" - und die "Freiheitsstatue""" vor Augen hat....und nicht DAS, wohin sich diese Musik heutzutage entwickelt hat.

    Diese Tendenz beobachte ich hier im Forum noch deutlicher....deswegen frage ich ja in diesem Thread auch mal nach den Meinungen dazu. >> ( DENN meine Beobachtung muss ja nicht unbedingt STIMMEN )

    >>> TUT sie offensichtlich auch nur BEDINGT...und dann freue ich mich ja auch, wenn ich mich -zumindest Ansatzweise- geirrt haben sollte

    LG

    CBP
     
  16. saxhornet

    saxhornet Experte

    Oh mann bist Du in schwarz weiss verwurzelt. Es gibt doch sogar ein europäisches Realbook wo nur europäische Komponisten drin sind.
    Der Jazz ist in Amerika mit entstanden und wie ich schon ein paar mal sagte, man hört und lernt gerne von Musikern, die diese Musik stark geprägt haben und das ist ein Lester Young eher als ein Toni Solas oder Tony Lakatos (mal vom Zeitunterschied abgesehen). Und nur weil man sich nicht dauernd über Aufnahmen von Garbarek mit Nusrat Fateh ali Khan unterhält, heisst es nicht, daß man diese nicht kennt und nicht zu schätzen weiss.
    Und was spricht gegen Take Five, guter Song, der erste Jazzsong, der eine goldene Schallplatte damals bekam, zu einer Zeit wo Jazz noch Tanzmusik war. Sei doch mal etwas offener. Gerade Du machst den Eindruck sehr fixiert zu sein.

    Es wurde mehrfach schon gesagt, man unterhält sich halt gerne über die alten Klassiker anstatt über die neuen nicht immer genauso spannenden Vertreter zu reden. Wenn es Dich aber stört solltest Du anstatt zu meckern einfach andere Musiker regelmässig vorstellen.

    Lg Saxhornet

     
  17. Juju

    Juju Strebt nach Höherem

    Ich habe auch überhaupt nichts gegen Take Five, vor allem hätte "Time Out" nach Ansicht der Produzenten gar nicht unbedingt das Licht der Welt erblickt, meine ich mich zu erinnern...
    Wenn man das Brubeck Quartet über Take Five hinaus betrachtet, wird man in Dave Brubeck einen Musiker finden, dem die Integration von verschiedenen Stilen, möglichst über Landesgrenzen hinaus, stets eine Herzensangelegenheit gewesen ist. Er studierte zu einem Zeitpunkt, wo Jazz an einer Hochschule ein Ding der Unmöglichkeit war. Trotzdem war er unermüdlich, Elemente der klassichen Musik mit Jazz zu verbinden. Aber das war längst nicht alles. Jazz Impressions of Eurasia ist z.B. ein Album, welches auf den Eindrücken basierte, die Brubeck auf einer Tour durch Europa und Asien gewann. Dort schnappte er z.B. Rhythmen und Songs von Straßenmusikern auf und ließ diese in seine Kompositionen einfließen. Faszinierende Musik, leider im Gegensatz zu "Take Five" nahezu unbekannt. Er war ein Kulturbotschafter, er war immer auch politisch motiviert, besonders hinsichtlich Bürgerrechten, sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Das Brubeck Institute setzt seine Bemühungen auch über seinen Tod hinaus weiterhin fort. Brubeck war ein wahrhaftiger "World Musician", bereits zu einer Zeit, wo es den Begriff "World Music" wahrscheinlich noch gar nicht gab. Sein Werk geht weit, weit über Take Five hinaus.

    LG Juju
     
  18. Gast

    Gast Guest


    @ Saxhornet

    Ich sagte es schonmal....und ich wiederhole es hier :

    1)Wir reden entweder aneinander vorbei

    Oder: 2) DU nimmst dieses Thema ernster, als es ist.


    Ich sehe viel weniger schwarz - weiss, als du denkst....ganz im Gegenteil.

    Meine Hör - und Spielpallette reicht weitaus weiter, als Du anscheinend zu denken scheinst. >>> (Fallbeispiele habe ich nun schon einige geliefert )

    Ich habe jedoch den Eindruck...begründetermassen,,,,dass bei vielen ANDREN hier der Begriff JAZZ sehr eingeschränkt ist....nämlich auf eben besagte Amischiene.....und um nix anderes als dieses mal zu klären oder zu verifizieren ODER aber mich auch zu berichtigen...ging es hier.

    Bedenke bitte, dass ich mein Anfangsposting begann mit : JETZT will ich es aber ( von Euch hier ) mal genau wissen....wie Ihr dazu steht....

    >>> Und NICHT, >>>> ICh gebe hier ein Schwarz-Weisses-Urteil ab.

    Ich URTEILE nicht...ich versuche zu hinterfragen , zu verstehen, zurechtzurücken.....auch meine eigenen Ansichten ( ich bin hier schliesslich kein GURU der nur seine eigene Erleuchtung gelten lässt).....
    Und da brauchst Du auch nicht zu hinterfragen, was denn an "Take Five" ""Schlecht"" sei......wenn Du meine Postings hier im Forum genauer gelesen hättest, würdest Du wissen, dass z.B. ausgerechnet Take Five nach wie vor zu einem meiner absoluten Favorites gehört.....
    Versteh mich doch also nicht absichtlich falsch !!!

    Da malst Du gerade Schwarz-Weisser, als ich selbst.....wenn ich mich denn an Deiner Aussage orientieren soll.

    Mir geht es hier gerade um das GEGENTEIL....nämlich nicht Schwarz-weiss zu malen....."alias JAZZ ist AMILAND...oder eben kein Jazz" ....sondern um die Wahrnehmungsbandbreite zu erweitern....für DIEJENIGEN, die es eben nach wie vor so sehen....und evtl den nächsten Charlie P.-Code zu knacken versuchen.

    Wenn DU da nicht zugehörst....( wovon ich mal schwer ausgehe ) dann solltest Du Dich eigentlich auch garnicht so in s Zeug legen....dann reden wir nämlich motivationsbedingt tatsächlich aneinander vorbei....und das wird dann irgendwann persönlich und Heckmeckig....

    Ich vereinfache meine Frage also nochmals auf """" Warum hat das Wort JAZZ selbst in heutiger Zeit für viele Laien so einen AMICHARAKTER....wo es doch inzwischen SOOO eine Vielfalt an Anderen Arten gibt ?"""

    OK....Ansatzweise habe ich die Frage ja auch schon beantwortet bekommen....aber für die Fragestellung, die eigene meine Beobachtung und den Zusammenhang mit der sog . "Weltmusik" hier betreffend kannste MIR ja wohl kaum "Schwarz-weiss-Denken" vorwerfen.

    Ich HATTE das mal....vor so ca 25 Jahren....da ging ich in nen Plattenladen ( jaaa...damals gab es noch Schallplatten ) ....und verlangte ne JAZZ-Platte....zu der ich mit-tröten könnte.
    Die bekam ich auch ...und erlitt einen SCHOCK.
    Ich war JAZZ ...als Oldime-Jazz gewohnt....wusste garnicht, dass es da auch noch andere Bereiche zu gab...und wurde plötzlich mit Stan Getz konfrontiert.
    So hat sich mein Horizont erweitert....durch try and error...und ne Menge Dazugelerne....weil ich eben OFFEN dafür war.

    Ich hätte auch sagen können: Hähhh ?? >>> DAs ist aber doch kein JAZZ ( SO WIE ICH IHN DAMALS VERSTANDEN HATTE ).....und erst Recht nicht Oldtime- Missisippy-Dixie....

    DA war ich noch extrem eingeschränkt in meiner Sichtweise und Kulturgewohnheit.....aber sowas habe ich lange schon abgelegt.
    Ich beobachte das jetzt eher an anderen.....und darum geht es hier....und NICHT darum, wo und wie sich der Jazz gerade entwickelt....bzw ob ich heute noch ne einseitige Sichtweise dazu habe.

    LG

    CBP
     
  19. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

    Moin!

    Warum wird Jazz mit USA in Verbindung gebracht?

    Weil die Leute so geprägt werden. Immer noch. Trotz DuRöhre und den anderen Angeboten im WWW.

    Warum hört für die meisten die Klassik irgendwo zwischen 1890 und 1920 auf? Wer kennt schon die köassische Musik des 20. Jahrhunderts, von einigen Ausnahmen mal abgesehen?

    Warum sind die Leute erstaunt, wenn man ihnen sagt, dass Klassik auf dem Sax funktioniert und Londeix in seinem Werk 17 000 Werke aufgelistet, Transkriptionen sowie Originalkompositionen?


    Die Fragen kann ich nicht wirklich beantworten, aber wenn man sich das Stimmungsbild anschaut, dass der Masse in Unterhaltungssendungen und Werbespots vermittler wird, dann wird da ein Muster erkennbar. Die Komplexität der Musik wird halt heruntergebrochen.



    Ist genauso verblödent wie die Sirenen im Sturzkampfbomer im 2. Weltkrieg. Wenn km Film ein Flugzeug abschmiert, dann hört man immer die eingebaute Sirene ... Obwohl alle anderen Flugzeuge ausser dem oben erwähnten keine Sirene haben. Jedes Jahr verbrennen Leute in Autos, weil alle glauben, wenn das Autombrennt, fliegt es gleich in die Luft.

    Als ich mal bei UPS ein Paket aufgab, erzählte mir die dortige Dame hinter de rTheke, dass sie mal panisch aus dem Gebäude gelaufen sind, weil es aus einem Pakt piepte. war ein Wecker und keine Bombe. Darauf ich:Klar. wenn ich eine Bombe unterbringen will, dann macht die nicht "Piep", sondern " Bumm"


    Aufklärung ist der Ausgang des Menshcen ... Der Rest ist ja bekannt. Wenn nicht, googlen.

    kultur- und bildungspolitisch pessimistische Grüße
    Roland
     
  20. bluefrog

    bluefrog Strebt nach Höherem

    Ja warum denn auch? Es ist ein großartiges Stück Musik.

    Diese Diskussion hier ist vielleicht auch eine Generationenfrage. Für mich war "Take Five" damals, als es herauskam, absolut ungewöhnlich und sensationell, genau wie übrigens "Desafinado". (Das ist ja jetzt schon nicht mehr so ganz Amijazz.) Diese Sachen haben mich zum Jazz geführt und geprägt.

    Anfang der 60er Jahre war der Jazz fast ausschließlich US-Jazz und Coltrane war für mich der Größte. Das hängt nach, auch wenn vieles Anderes später dazugekommen ist. So ist das eben.

    Schönen Restsonntag
    bluefrog
     
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