Sanft und leise spielen (Subtones / Zähne)

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von JochenTakes5, 4.Oktober.2020.

  1. JochenTakes5

    JochenTakes5 Schaut nur mal vorbei

    Hallo zusammen,

    seit heute habe ich mich hier registriert und freue mich, im Forum dabei zu sein.

    Mit meinen zarten 48 Lenzen habe ich mir vor 2 Wochen ein neues Selmer Serie III (Alt, Goldlack) zugelegt und bin nun mittels onlinkurs dabei, Saxophon zu lernen. Ich "komme" vom Klavier/Gitarre/Bass und es macht mir viel Freude, noch ein zusätzliches Instrument zu lernen (ein Expression-Tenor und Sopran-Sax gibt es hier im Koffer zwar ebenfalls, aber jetzt fangen wir mal nur mit dem Alt-Sax an, hab ich gedacht..... ,..) )

    Setup:
    Selmer Alto Sax Claude Delangle
    Seit heute Selmer Reeds, Stärke 2.0
    Rovner Dark 1R L

    Töne laut Grifftabellen klappen einigermaßen (naja... bis auf die Tiefen..) und im Onlinkurs kann ich einigermaßen mitspielen.

    Was mir gefällt, ist der weiche, samtige Sound von z.B. Stan Getz. Dieser entsteht wohl durch das Benutzen sog. Subtones. Dieser Subtone-Sound ist mein vorangiges Ziel. (das "Hart"-Spielen (pop/Rock) reizt mich im Moment nicht so.... kommt vielleicht später)

    In der "mittleren Tonlage" (C bis runter zum F) schaffe ich es, diese Subtones zu blasen (mit ein bisschen schöner "Leerluft im Abgang" :))

    Besoners leicht fällt mir das, wenn die oberen Schneidezähne bei den Subtones das Mundstück *nicht* berühren. Ist das so ok? Ausserdem mache ich (ganz leicht) ein bisschen Pausbacken dabei (bei den Subtones). Kann man das so machen?

    (Beim "normalen Töne Spielen" liegen die Schneidezähne auf...und bei tiefen Tönen nehme ich den "Mund etwas voller"...also Unterkiefer vor)

    liebe Grüße
    Jochen
     
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  2. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Mach Dich nicht unglücklich. Über erstmal einen stabilen, graden Ton zu spielen, bevor Du Subtones übst.

    Und die Schneidezähne vom Mundstück abzuheben ist keine gute Idee und hat auch nichts mit Subtoneerzeugung zu tun

    CzG

    Dreas

    P. S. : Und herzlich Willkommen bei uns....
     
  3. Sandsax

    Sandsax Strebt nach Höherem

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  4. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Ich würde ebenfalls von solchen Experimentieren abraten. Solange du noch keine gefestigte Vorstellung von einem „normalen“ Ansatz hast, machst du dir mit Subtones und dergleichen das Leben schwerer als es sein muss.
     
  5. JochenTakes5

    JochenTakes5 Schaut nur mal vorbei

    Hmmmm ok. Danke für Eure Antworten. Dann erstmal normaler Kurs...

    Was mir auffällt ist, dass ich bei den tiefen Tönen (d oder c) scheinbar mehr Luft brauche , als bei den mittleren (h,a,g,) weil ich den Rachen weit öffnen muss (sonst quiekt es). Ist das normal, oder legt sich das, wenn man den Ansatz mal raus hat? (durch dieses "viel Luft" kommen die Töne leider auch sehr laut.... immerhin kommen sie aber schon überhaupt manchmal :)...)

    vielen Dank
    Jochen
     
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  6. Claus

    Claus Moderator

    Gib Dir etwas Zeit, dann lernst Du von ganz alleine, auch die tieferen Töne mit weniger Luft stabil zu spielen. Dann gelingt auch das leise Spielen.

    Es wird aber immer schwieriger bleiben als im mittleren Register....
     
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  7. ppue

    ppue Experte

    Herzlich willkommen, @JochenTakes5,

    ganz wichtig ist, wie schon geschrieben wurde, sich erstmal mit dem ganz normalen Ansatz zu beschäftigen. Da du schon die meisten Töne, außer ganz oben und ganz unten, heraus bekommst, musst du dir gar keine großen Gedanken machen.

    Ein schöner Ansatz lehrt sich eigentlich ganz von selbst. Der Körper stellt sich von alleine langsam um und merkt sich die Positionen von Blatt, Zähnen und Rachen (bzw. Zungenstellung), wenn der Ton wieder mal etwas schöner heraus kommt. So näherst du dich langsam aber sicher einem sicheren Ton.

    Ein wenig experimentieren mit diesen Parametern schadet nicht, dennoch müssen die Grundpositionen stimmen. Und dazu gehören die Schneidezähne auf's Mundstück und die Backen nicht aufgeblasen.
     
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  8. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Zumindest für den Anfang rate ich zu regelmäßigem Unterricht bei einem Lehrer (nicht online), damit du den Ansatz richtig lernst. Da gibt es so viele Faktoren zu beachten, auf die kommt man von selber nicht, vor allem nicht, wenn man noch kein Blasinstrument gespielt hat.
    Subtones und den eigenen Sound entwickeln kommt dann im Idealfall danach.
     
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  9. Long John Silver

    Long John Silver Ist fast schon zuhause hier

    Auch wenn es einige Lehrer propagieren, ist „Rachen auf (und Zunge tief) bei tiefen Tönen“ schlicht falsch.

    Entgegen einer unbedarften Intuition sprechen tiefe Töne besser, klarer und mit weniger Luftpumpe an, wenn man die Seiten der Zunge locker an die oberen Backenzähne legt und damit ein „Ü“ denkt. Der Luftstrom fließt dann eher von Oben an das Mundstück/Blatt.
    Konsequenterweise ist es bei hohen Tönen ein kehliges „O“, der Luftstrom fließt von unten.

    Die Schneidezähne aufgelegt oder nicht machen zwar noch keine Subtones (mach erst mal normale Töne stabil und „gerade“ in allen Lautstärken) haben aber durchaus andere Effekte, die bei etwas stabilerem Ansatz interessant zu erkunden wären.

    Dicke Backen haben am Sax nichts verloren (Ausnahmen bestätigen den individuellen Stil einzelner Spieler).

    Hoffe das hilft. Ansonsten ist ein individueller Lehrer durch einen Onlinekurs nicht wirklich zu ersetzen.

    LJS
     
  10. JochenTakes5

    JochenTakes5 Schaut nur mal vorbei

    Hallo zusammen

    eine weitere Woche üben ist vergangen und "wenn ich mich ganz arg konzentriere....aus dem Bauch atme, die Zunge richtig lege" kann ich das tiefe "c" tatsächlich spielen. Allerdings habe ich langsam wirklich Zweifel an meinem Setup - und das aus folgendem Grund:

    Gestern hab ich "aus Jux" (weil ich jetzt 3 Wochen fleißig am Alt-Sax war) mal mein Tenor-Horn (Expression Pro 2000 in schwarz) ausgepackt und die Tonleitern gespielt. Es war mir *immer* möglich, das tiefe C zu spielen - es war sogar sehr leicht - durch diesen Ansatz, den ich mir auf dem Alt mittlerweile erarbeitet habe. (auch hier Selmer S80 C* bzw. noch schöner und einfacher auf einem Vandoren Metall-Mundstück wo T55 draufsteht - immer mit 2er Blatt)
    Das tiefe C kam "quasi wie auf Schienen...." und ich konnte sogar durch Asatzveränderung am Sound arbeiten - so soll es sich anfühlen :)


    Mein Prolem auf dem Alt ist, dass fast immer das "hohe C" rauskommt, obwohl ich das tiefe spielen will. Ich vermute, ich lasse die Unterlippe nicht locker genug.... andererseits wäre ein offeneres Mundstück (Sowas wie [Tonemaster Alto 5*] ) oder ein [Theo Wanne Durga Alto 6] oder ein Kautschuck [Otto Link Edge Alto 5*] vermutlich auch eine große Hilfe?

    Wenn ich erstmal noch beim aktuellen Setup bleibe (Selmer S80 C*) würdet Ihr eher leichtere Blätter (1,5) oder schwerere Blätter (2,5) empfehlen (aktuell "fiepe" ich mit 2ern) ?

    Freue mich über Eure Tipps.
    Viele Grüße
    Jochen
     
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  11. ppue

    ppue Experte

    Ich würde raten, das SetUp nicht zu verändern und einfach weiter zu probieren. Wenn du das D bekommst, versuche, dieses noch schöner und offener zu spielen. Vom D aus kannst du dann vielleicht das C anbinden.

    Schwerere Blätte rate ich nicht an.

    Wenn das C gar nie kommt, kann es auch daran liegen, dass das Saxophon an irgend einer Stelle nicht dicht ist. Ein winziges Löchlein irgendwo kann wie eine Oktavklappe wirken. Dann lass jemand drauf spielen, der es kann oder geh direkt zum Saxdoc.
     
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  12. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Wie klingst du denn sonst auf dem Saxophon? Überblasen auch die Töne über dem tiefen C und klingt alles eher sehr hell? Dann würde vielleicht ein stärkeres Blatt helfen. Ansonsten kannst du auch noch andere Blätter aus deiner Packung probieren, da sie nicht alle gleich sind und von der Stärke variieren.
    Ansonsten würde ich nicht weiter am Setup basteln.
    Was ppue gesagt hat, das Saxophon auf Undichtigkeiten durchchecken zu lassen, ist auch sehr wichtig.
     
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  13. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Dann spricht das tiefe C aber noch schwerer an.

    CzG

    Dreas
     
  14. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Es kann sowohl mit einem zu leichten als auch zu schweren Blatt Probleme mit der Ansprache der tiefen Töne geben. Da Jochen 2er Blätter spielt, denke ich nicht, dass er mit dem Mundstück noch leichtere bräuchte.
     
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  15. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Meine Erfahrung:

    einmal ein bequemes Setup gefunden: nicht wieder verlassen!
    Für was auch?...für einen "besseren Sound"? Wie soll der klingen, wenn keine Töne rauskommen?
    Bleib bei deinem Setup, das funktioniert.
    Ein neues Mundstück hat mich ansatztechnisch immer zurückgeworfen (als Anfängerin).
    Und dann auch noch unterschiedliche Baugrößen? Kann ich mir nicht vorstellen.

    So haben es mir die Profis geraten..und die Profis hier im Forum tun es ja auch.
     
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  16. bthebob

    bthebob Ist fast schon zuhause hier

    Weil das Stichwort "Dichtheit prüfen" fiel ....
    Ich rate immer wieder gern zum einfachen -Handschuh-Trick- für's Erste.
    Gummihandschuh über'n Trichter ziehen, ..... alle Taster drücken (also tief Bb greifen)
    .... in den S-Bogen (ohne Mpc reinpusten) und mit Zunge den Bogen abdichten.
    Jetzt sollte sich der Gummihandschuh aufblähen und stehen wie'ne EINS !!
    ..... mindestens 10 bis 15 Sekunden.
    Falls nicht, Sax-Reparateur anrufen, Termin machen.
    VG
     
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  17. JochenTakes5

    JochenTakes5 Schaut nur mal vorbei

    Hallo zusammen und danke für die Tipps.

    Da der Ton ab- und zu kommt, kann man Dichtheit ausschließen, denke ich.

    Ich hatte heute deutlich weniger Probleme - könnte an der Blattbefestigung liegen: Heute hab ich die Rovner (Schraube oben) mal so montiert, dass zwischen der "Blattrundung" (dort wo das Blatt dann dick wird) und der Kante der Rovner noch ca. 0,5cm Holz zu sehen war. Ausserdem hab ich die Schraube der Rovner mal ein bisschen fester gedreht. Hatte den Eindruck, dass das ganze besser "anspringt" und viel weniger häufig "fiept" , als wenn ich die Rovner-Kante direkt an der "Blattrundung" abschließen lasse.

    Anfänger halt..... ok. Es wird weiter geübt :)

    Liebe Grüße & nochmal Danke für Eure Geduld
    Jochen
     
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  18. bthebob

    bthebob Ist fast schon zuhause hier

    Netter Schreibfehler in dem Zusammenhang ;)
    Was zwei Buchstaben so verändern, wenn sie fehlen -UN-
    VG
     
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  19. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Nein.

    Mach mal den „Ploptest“.
    Blatt montieren. Mundstück in den Mund neben und hinten mit der Handfläche abdichten. Jetzt Lauft aus dem Mundstück saugen. Das Blatt zieht sich an die Bahn und bleibt auf Grund des Vakuums eine kurze Zeit dort, bis es sich mit einem deutlichen „Plop“ von der Bahn löst.

    Damit testet Du ob Mundstückbahn oder Blatt plan sind. Sind sie es nicht, sprechen die Töne schlecht an.

    Grundsätzlich vermute ich aber, dass es an Dir liegt, weil das Phänomen typisch für Anfänger ist.

    Auch der Unterschied zwischen Alt und Tenor ist nicht unüblich. Ich fand die tiefen Töne auf dem Alt auch schwerer zu spielen als beim Tenor.

    CzG

    Dreas
     
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  20. Claus

    Claus Moderator

    Welches Wort soll denn das ergeben?
     
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