Saxophon für Kinder

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von edosaxt, 25.September.2011.

  1. edosaxt

    edosaxt Strebt nach Höherem

    @Clownfisch

    Vielen dank !!!

    Laßt ihr auch noch Kinder testen???
    Am Ergebnis sehr interessiert:
    Edo
     
  2. Rick

    Rick Experte

    Hallo Edo,

    ich bilde inzwischen schon seit 30 Jahren auch Kinder am Sax aus und habe die besten Erfahrungen mit den Instrumenten gemacht, die ihnen gut in der Hand lagen und für die Eltern erschwinglich waren - darunter waren sowohl Billig-Kannen als auch Edelhörner, die schwerreiche Eltern ihren Anfänger-Kindern unbedingt gönnen wollten (diese verwöhnten Bengel haben aber leider, leider in der Regel am kürzesten durchgehalten...). :-D

    Gelernt hat es jedes Kind, je nach persönlichem Fleiß, selbst Kinder mit kleinen Händen fingen bei mir mit gewöhnlichen Altos an, ohne dass es nennenswerte Probleme gab (außer ab und zu mit den Palmkeys, aber das Thema wurde ja schon erwähnt).

    Ich weigere mich allerdings, Kinder weit unter 10 Jahren zu unterrichten, bei 9 war für mich die absolute Untergrenze erreicht. Einfach wegen des verantwortungsbewussten Umgangs mit so einem doch nicht ganz superbilligen Instrument (für weniger begüterte Eltern sind auch 200,- Geld) und des Gewichts für ein noch im Wachstum befindliches Knochenskelett, ebenfalls wegen der Zähne.

    Vielleicht bin ich da zu vorsichtig, mit der Einstellung habe ich auch durchaus etliche "Kunden" vergrault, die dann lieber zur Konkurrenz gegangen sind, aber ich wüsste jetzt keinen Fall, wo jemand, der bereits in der Grundschule mit Sax angefangen hat, einem daran gemessenen "Späteinsteiger" auf lange Sicht wesentlich viel voraus gehabt hätte.
    Nur der betreffende Lehrer hat eben mehr verdient. :roll:

    Ich plädiere wie Thomas eher für Keyboard oder ähnliches in dem zarten Alter - DAS bringt nämlich wirklich später einen Vorteil! ;-)

    ------------------------------------------------------------

    Hallo Clownfisch,

    das sehe ich aber umgekehrt:
    Wenn ein Kind von vornherein ein schwer zu intonierendes Instrument in die Hände bekommt, versaut es sich entweder das Gehör oder es gewöhnt sich durch das ständige Ausgleichen-Müssen einen problematischen Ansatz an.

    Beides lässt sich später nur mit großer Mühe "reparieren", deshalb sollte gerade ein Anfänger, besonders ein Kind ein problemlos stimmiges Instrument spielen, finde ich.


    Schöne Grüße,
    Rick
     
  3. Brille

    Brille Strebt nach Höherem

    Lieber Rick ,

    10000% Zustimmung hinsichtlich deiner Einschätzung hinsichtlich Intonation!

    Viele unterschätzen das allerdings total. Und ist das Gehör erst mal verdorben, dann war's das. Und daaas war dann schade!

    Grüße
    Brille
     
  4. GelöschtesMitglied3606

    GelöschtesMitglied3606 Guest

    Versteht mich nicht falsch. Aber ich mache im Anfängerunterricht (und "leider" nimmt mein Verein im Moment viele 7 jährige auf) eher ein spielerisches Herangehen an das Thema Musik und ans Instrument. Da kommt es auf ein super stimmendes Instrument nicht soooo an. Die Kinder kriegen die lupenreine Intonation doch eh nicht hin. Die Kinderchen können ja noch nicht mal einen Ton nachsingen. Und warum soll ich dann draufrumreiten?

    Und wenn das Kind lernt zu hören, dass es bei mir anders klingt als bei ihnen dann kommt das von ganz alleine. Aber das ist mit 7 eben eher die Seltenheit. So schlimm war das Roy Benson auch wieder nicht. Aber eben auch kein Yanagisawa oder Selmer. Eher wie ein Yamaha. Und das finde ich schon recht gut, für den Preis.

    Und ein Gehör, das nicht absolut ist, passt sich doch eh immer wieder an. Sonst wäre ich nicht an der Hochschule für Musik in Detmold, dann würde ich nämlich gar nicht Musik machen können. Denn auf Intonation wurde in meiner Klarinettenausbildung leider so gar keine Rücksicht genommen, da war ich komplett auf mich alleine gestellt. Und Intonation höre ich von allen Sachen, die die Gehörbildung angehen immer noch am besten.
     
  5. Brille

    Brille Strebt nach Höherem

    Clownfishs'
    wirft die Frage auf, ob er es ernst meint:

    Einfache Antwort, falls das ernst gemeint war:
    Weil es wichtig ist! Wichtiger als "spielerisches" Herangehen, was häufig in bloßes Trallala mündet!

    Einen Ton nachsingen sollte grundsätzlich jeder können, der sich musikalisch betätigt. Denn über die eigene "innere Stimme" erschließen sich die Musikstücke!

     
  6. GelöschtesMitglied3606

    GelöschtesMitglied3606 Guest

    Natürlich meine ich das ernst. Hast du mal mit Kindern von heute Instrumentalunterricht gemacht? Da kann eins von zwanzig das, wenn überhaupt. MEIN spielerisches Herangehen, ist kein Trallala, auch wenn es bei Kollegen da gerne mal drin endet. Man sollte sich da schon pädagogisch mit auseinander setzen. Es nützt eben nichts, wenn ich die Kinder überfordere, weil sie kognitiv einfach nicht folgen KÖNNEN. Und da gehört Intonation nun mal mit zu. Ist zumindest meine Meinung und das Ergebnis meiner Arbeit bestätigt dies immer wieder.
     
  7. edosaxt

    edosaxt Strebt nach Höherem

    Hummmm hummmmmm
    Nicht so hastig!

    Ich denke das eine schließt das andere nicht aus!
    Es ist durchaus möglich und sinnvoll spielerisch zu einer guten Gehörbildung beizutragen!!!

    Hohe Hürden, zu große "Grundvoraussetzungen", führen nur zu Frust und der Verhinderung von musikalischer Bildung!

    Lg
    Edo
    Der einmal die Woche ehrenamtlich Flötenunterricht im sozialen Brennpunkt gibt (aua Ohren!!!)
     
  8. Brille

    Brille Strebt nach Höherem

    Nein. Es kommt bei vielen eben nicht "von alleine"!

    Nein. Ich habe mir meine Meinung einfach so ausgedacht. lol. Spaß, Thies, ne? Hätteste oben gelesen, wär's klar,....

    Was soll die Frage überhaupt? Fühlst du dich auf den Schlips getreten, weil ich musikalischem Gehör eine deutlich höhere Priorität beimesse, als du das tust?

    Das ist stark.

    Grundsätzlich:
    Es ist extrem wichtig, einige Basix auf jeden Fall beizubringen. Und dazu gehören immer auch eine musikalische Gehörbildung und Wahrnehmung. Frühzeitig!!

    Sonst wird schon das Stimmen der Instrumente zur Qual, mein Lieber! Das sollte auch dir schon aufgefallen sein.

    Um es klar zu stellen. Ich rege mich über diese blödsinnige Aussage auf:
    Wenn du daaas ernst meinst, lässt das tief blicken. Meine ich.

    Ich verabschiede mich hiermit kopfschüttelnd aus dieser unnötigen Diskussion
    Beste Grüße
    Brille
     
  9. GelöschtesMitglied3606

    GelöschtesMitglied3606 Guest

    Denk, was du willst. Ich frage mich nur immer, warum eine sachliche Diskussion zu so einem Thema nicht möglich zu sein scheint...

    Die Frage kam mir tatsächlich auf, weil es mir so vorkam, dass du keine Ahnung hast, wie die Kinder heute drauf sind und was sie alles nicht mehr können, was bei früheren Generationen wohl zum Repertoire dazu gehörte. (Bsp. auf nen Baum klettern, auf nem Baumstamm ballancieren, nen Ton nachsingen, empathisch sein) Alles nur durchschnittlich gesehen --> Ausnahmen bestätigen die Regel.

    "Grundsätzlich:
    Es ist extrem wichtig, einige Basix [sic] auf jeden Fall beizubringen. Und dazu gehören immer auch eine musikalische Gehörbildung und Wahrnehmung. Frühzeitig!!"

    Da gebe ich dir sogar Recht. Ist das nicht toll? Nur bitte bitte, verlangt nicht zu viel. Ich habe eine Schülerin die hat im Februar bei mir angefangen, und als ich mit ihr Intervalle (spielerisch) angegangen bin, nicht um der Intervalle Willen, sondern einfach mal um zu zeigen und hörbar zu machen, was für Klänge möglich sind, sie mir bei der Quinte sagte: "Das ist das vom Dudelsack" Toll oder, Mensch habe ich mir gesagt, ist ja doch noch nicht alles verloren.
    Danach kam eine Schülerin, die seit knapp nem halben Jahr bei mir und davor 4 Jahre bei einem anderen Lehrer das Instrument lernt, die kann nicht mal hören, wenn wir einen Halbton auseinander spielen. Da war meine gute Laune wieder eingeschränkt.



    "Wenn du daaas ernst meinst, lässt das tief blicken. Meine ich."

    Naja, meine Erfahrung kann mir keiner nehmen. Und hier kommt wieder meine Frage: Hast du schon mal unterrichtet? Wenn nicht, mach mal und dann komm wieder. Und damit meine ich nicht die "Elite" bei JuMu sondern den "Otto-Normal-Schüler"

    Um es zum Schluss noch mal deutlich zu machen. Frühe Förderung, egal welches Instrument ist, was die Musik angeht, richtig und wichtig. Ich bin in der 2. Klasse mit der Blockflöte angefangen und da war das letzte, was wir gemacht haben die Intonation, und warum? Ganz einfach, weil die einfach schwierig ist, und der Spaß Flöten gegangen wäre. Wie das geklungen hat, möchte ich hier nicht beschreiben, sooo schlecht, war es aber auch wieder nicht, aber wir hatten unseren Spaß und haben musikalisch einiges mitgenommen.

    Fazit: Erwartet nicht zu viel und überfordert die Schüler nicht.
     
  10. Thomas

    Thomas Strebt nach Höherem

    fast wie ein altes Ehepaar! :lol:
     
  11. Brille

    Brille Strebt nach Höherem

    Da du so altersklug bist, muss ich mich doch noch einmal melden. Sorry.

    Mein lieber Clownfisch, dann zitiere ich mich mal selber (#15!!):
    Deshalb gehe ich nicht und komme nicht wieder, mein lieber junger "Kollege": Momentan habe ich an der Schule 15 Schüler zwischen 10 und 12 Jahren.

    Du sagst
    . Ich stimme dir zu und füge an: verkauft euch als Lehrer nicht unter Wert!!

    Ich weiß, wovon ich rede, mein lieber Thies.

    Grüße
    Brille
     
  12. GelöschtesMitglied3606

    GelöschtesMitglied3606 Guest

    Um mal die Altersklugschiene weiter zu fahren. Im Endeffekt wollen wir doch alle nur, dass unsere Schüler Spaß haben, etwas fürs Leben mitnehmen und ein Instrument lernen damit sie sinnvoll beschäftigt sind. Oder? Und damit würde ich das hier gerne enden!!!
     
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