Schimmel unter dem Blättchen?

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von VSL, 31.Januar.2014.

  1. VSL

    VSL Nicht zu schüchtern zum Reden

    Hallo,

    vielen, vielen Dank für die zahlreichen Infos!
    Wir haben den Schimmel ja eh nur bemerkt, weil das Blättchen gerissen war und
    wir es austauschen wollten. Somit habe ich es gleich entsorgt. Das neur Blättchen haben wir nun nach dem Spielen herausgenommen und alles getrocknet.
    Ich habe jetzt bei Thomann mehrere Blättchen und eine Halterung für 4 Blättchen bestellt,
    damit sie wechseln kann. Die Idee finde ich sehr gut.
    Also nochmals besten Dank für die super Infos!

    LG
     
  2. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Alkohol dsringt schnell ins Blatt ein. Der Schimmel ist weg. Beweis: Er kommt nicht wieder
     
  3. Gast

    Gast Guest

    @Mugger

    Ja - das Problemchen ist mir nicht unbekannt - man kann das meiste mehrfach wiederholen oder eben auf die Unterlagen immer wieder verweisen.
    ;-)

    Gerade weil ich jedoch auch die häufige Behandlung des Saxes nach dem Spielen kenne > nämlich S-Bogen runternehmen, Kappe auf s MPC und den Apparat so inklusive Blatt komplett in den Koffer gepackt....eben deshalb habe ich IMMER darauf geachtet,dass sich gerade bei Anfängern soetwas nicht einschleift. > Man bekommt es als Lehrer ja in der Regel mit, wie die Herrschaften ihre Hupe einpacken.

    Also zumindest während des Unterrichtes kann man auf SOWAS mehr Einfluss nehmen als darauf,ob zuhause geübt und der Stoff nochmals verinnerlicht wird.

    LG

    CBP
     
  4. Gast

    Gast Guest

    @Abraxasbabu

    Du hast Recht >>> wenn man das Blatt ne Weile in Alkohol einlegt ist der Schimmel auch durchs ganze Holz abgetötet.
    Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht dass ein Blatt, welches erstmal angeschimmelt war, nicht mehr so gut spielt. (Ich denke mal dass das Schimmelmycel die Holzstruktur durchdringt und angreift ).... also es funktioniert, lohnt sich aber nicht sonderlich.
    Besser ist in der Tat ein neuer Satz Blätter.

    LG

    CBP
     
  5. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Aha, deshalb hatten wir alten Saxerfritzen früher immer Ruhe vor jeglichem Schimmelbefall :-D
     
  6. grandsolei

    grandsolei Schaut nur mal vorbei


    Hallo VSL,

    ich bin geschockt, mein Lehrer würde mir in den Hintern treten wenn ich mein Sax inkl. Zubehör so behandeln würde. Vom ersten Tag an gehört das zum Ablauf in der Stunde. Zusammenbau - Üben - Pflege. Dass sollte ein Lehrer, gerade bei Kindern drauf haben und nicht nur seine Arbeit abliefern und nach ihm die Sinnflut...

    Den Lehrer würde ich auf den Pott setzten. Meine Tochter möchte auch in absehbarer Zeit Unterricht nehmen, aber bei so einem Lehrer finde ich es sehr bedenklich. Es sind für mich Basics die jemanden nicht zwingend dazu führen das Spielen perfektionieren aber einfach dazugehören.

    LG Tom
     
  7. VSL

    VSL Nicht zu schüchtern zum Reden

    Hallo,
    den Lehrer "vor die Tür setzen" kann ich leider nicht so einfach, da es sich um ein Musikprojekt über 2 Jahre in der Schule handelt.
    Und wie schon diverse Vorredner sagten, weiß man eben auch nicht, was der Lehrer den Kindern erklärt, aber davon überhaupt noch Zuhause ankommt..
    Meiner Meinung nach wäre es sehr sinnvoll gewesen, zu Beginn einen Elternabend abzuhalten und dabei einfach das Wichtige zu erklären.

     
  8. ReneSax

    ReneSax Ist fast schon zuhause hier

    Hallo VSL.

    Naja, nicht gleich einen Elternabend. Es gehört aber notwendiger Weise dazu, ein paar Worte mit dem Elternteil zu wechseln, das den/die Schüler/-in zum Unterricht bringt oder abholt. Hier kann man dann die wichtigen Tipps und Hinweise besprechen.
    Dennoch würde es für mich als Lehrer z.B. selbstverständlich sein, dass ich davon ausgehen kann, dass das Holzblatt samt Mundstück zu Hause gereinigt wird.
    Ich kenne Musikschulen, da gehen die Schüler in einen Vorbereitungsraum und kommen mit dem fertig aufgebauten Instrument zum Lehrer. Der würde nie erkennen, dass da noch der Sabber vom letzten Unterricht vergangener Woche dran hängt.
    Das gleiche Problem kenne ich mit den Sporttaschen der Kids: Nach dem letzten Sportunterricht werden die Sachen schweißnass reingestopft und zur nächsten Sportstunde wieder heraus... :oops:

    Aber das Problem mit dem Schimmel haben wir nun gelöst, neue Blätter sind gekauft und werden jetzt gereinigt.
    Denkt aber auch daran, dass das Saxophon auch durchgezogen wird und an der Luft abtrocknen sollte... Auch Polster können versiffen.



    Viele Grüße

    René
     
  9. VSL

    VSL Nicht zu schüchtern zum Reden

    Wie "durchgezogen" ? Das Saxophon kommt eigentlich nur einen Tag in deR Woche in den Koffer, um es zur Schule und zurück zu transportieren. Ansonsten steht es, abgedeckt, im saxophon-Ständer, damit es jederzeit schnell greifbar ist.
     
  10. klafu

    klafu Ist fast schon zuhause hier

    moin,
    nach dem Spielen nimmt man die Feuchtigkeit mit Hilfe eines Durchziehwischers aus Saxophon und S- Bogen.
    Dafür gibt es Wischer in zwei verschiedenen Größen.
    So ein Durchziehwischer sieht z.B. so aus:

    [img width=300]http://www.markstein.de/WebRoot/Store/Shops/Markstein/4C6F/F11E/7B13/E040/3D48/4DEB/AE91/37D3/AR00011549_0.jpg[/img]

    Es gibt aber auch andere Formen.

    Ich trocke nach längerem spielen auch die Polster mit Hilfe eines Baumwolllappens, oder einem Stück Kaffeefilterpapier.

    Wenn man die Feuchtigkeit nicht aus dem Instrument heraus nimmt und es dann noch eine Weile total abtrocknen lässt, bzw. den Koffer zu Hause noch eine Weile offen stehen lässt, kann sich auch unappetitlicher Schnodder im Instrument bilden, bzw. die Polster können anfangen zu schimmeln, und/oder zu kleben.

    Die Feuchtigkeit im Instrument besteht übrigens nicht nur aus Spucke, sondern auch aus kondensat aus der Atemluft.
     
  11. ReneSax

    ReneSax Ist fast schon zuhause hier

    Hallo VSL.

    Der klafu hat schon alles gesagt, was es mit dem "durchziehen" auf sich hat.

    Es klingt im ersten Moment etwas unlogisch: Ein Messinginstrument innen zu trocknen, wo es doch an der Luft steht ... .
    Die Durchziehwischer "trocknen" zwar nicht so wie man es gern hätte, aber man wischt so etwas Kondenswasser mit einem gewissen Speichelanteil aus dem Instrument heraus. Dadurch trocknet es noch schneller.
    Der Korpus ist nichts weiter als eine Messingröhre, die regelmäßig innen mit der Atemluft befeuchtet wird. Verbleibt zu lange Restfeuchte an den Polstern und Innenwänden, so können die Polster auch schimmeln oder versiffen oder das Messing korrodiert hier und da. Letztere ist nicht so schlimm, birgt aber die Gefahr, das es zu riechen beginnt.
    Noch schlechter ist es um den S-Bogen bestellt. Dieser sollte nämlich ebenfalls regelmäßig getrocknet werden, dafür gibt es aber auch separate Durchziehwischer.

    Man kann es selbstverständlich auch bleiben lassen und das Saxophon nach dem Benutzen in den Ständer stellen. Das Sax. trocknet auch so ab, aber eben langsamer.
    Nur sollte man sich nach einer gewissen Zeit nicht wundern, wenn es innen dann etwas muffig riecht.
    Ich habe mal einen S-Bogen gereinigt, der einige Jahre nicht gepflegt wurde. An dem Tuch, das ich durchgezogen hatte, war grün-brauner .... brrrrr.
    Raucht der Spieler dann noch (Deine Tochter betriftt das nicht) oder er spielt oft in verrauchter Umgebung (hier spielen öfter die Musikvereine), dann kommt diese "Geruchs-Note" auch noch hinzu.

    Beim Reinigen schaut man sich, ganz nebenbei, auch das Instrument jedesmal genauer an und entdeckt gelegentlich etwas, was man korrigieren müsste.

    Wie schon angedeutet: alles kann, nichts muss. Es gibt viele Spieler, die ziehen den Korpus nicht durch und sind auch glücklich.
    Für mich persönlich ist das aber eine Frage der Pflege und gehört einfach dazu.


    Viele Grüße

    René

     
  12. Mugger

    Mugger Guest

    Moin,

    Also ich hab ja auch ein bisschen Erfahrungen mit Bläserklassen.
    Hab das 6 Jahre unterrichtet.
    Und zwar Flöte, Klarinette und Saxophon.
    Genau aus dem Grund, weil im gemeinsamen Unterricht keine Zeit ist, und damit das Ganze nicht im Chaos endet, hatten die Kinder am Anfang registerweise "Unterricht".
    Ihr könnt Euch vielleicht ausmalen, was passiert, wenn 30 Kinder versuchen, ohne vorherige Instruktionen ihre Notenständer oder Ihre Instrumente zusamnenzubauen.

    Ebenso hatten die Kinder
    wöchentlich Registerunterricht, um so weit möglich Details zu besprechen (Haltung, Ansatz etc.).
    Das ist in kleinem Rahmen auch in der Bläserklasse wichtig IMHO.

    Liebe Grüße, Guenne
     
  13. edosaxt

    edosaxt Strebt nach Höherem

    @mugger

    Respekt!!!


    lg
    edo
     
  14. Rubax

    Rubax Strebt nach Höherem

    Nicht nur mündliches geht verloren, sondern auch schriftliches wenn man es im Moment des Lesens nicht einordnen kann :)
     
  15. VSL

    VSL Nicht zu schüchtern zum Reden

    Hallo,
    ja, die Bläserklasse besteht aus Sax, Querflöte und Klarinette.
    Und allein das Aufbauen des Notenständers birgt schon Schwierigkeiten, da meine Tochter beim ersten Erklären krank war und der Lehrer in den folgenden Stunden "keine Zeit hat" ihr das zu zeigen...
    Nunja, alles in allem irgendwie keine ganz so zufriedenstellende Situation. Zumal es meiner Tochter dort schon langsam langweilig wird, weil viele Mitschüler zuhause nicht üben und die Gruppe somit nicht vorankommt. Die Klasse ist im Buch auf Seite 5, meine Tochter bringt sich anhand der Grifftabelle nun selbst schon Noten/Tône bei und ist im Buch mittlerweile auf Seite 15. Von daher hoffe ich, dass der zusätzliche Besuch der Übungsstunden im ôrtlichen Musikzug Ihr mehr Spaß bringt, als nur der Unterricht in der Bläserklasse.
     
  16. edosaxt

    edosaxt Strebt nach Höherem

    @vsl
    ja, das ist ein Problem.
    die eigentlich tolle Bläserklasse, oder ähnliche Projekte kämpfen häufig mit der Tatsache, dass Elternwille nicht gleich Kinderwille ist.

    Viele Eltern (ich auch) sind der Meinung, dass jedes Kind ein Musikinstrument lernen muß und finden die Bläserklassen klasse. Viele Kinder spielen lieber Fußball oder Playstation.
    Versteht es der Lehrer dann nicht intrinsisch zu begeistern, gibt es sehr schnell erhebliche Leistungsunterschiede, was zu Frust und Langeweile führt.

    Und so laufen viele tolle Projekte ins Leere....

    Ein Musikverein kann da sehr hilfreich sein, obwohl auch hier diese Problemlage nicht unbekannt sein wird.

    Also: Liebe Eltern, lebt eure Träume erst mal selber und seid nicht zu enttäuscht, wenn euer Sohn keinen Bock auf Musik hat oder die Tochter lieber Schlagzeug als Oboe lernen will!!!
    Und bleibt am Ball, wenn die Tochter begeistert Saxophon lernt und der Sohn auf dem Computer Beats mixt!
     
  17. VSL

    VSL Nicht zu schüchtern zum Reden

    Wir haben uns letzte Woche die Übungsstunde des Musikzuges angeschaut. Die Gruppe besteht aus 10-15 Anfängern zwischen 11 und ca. 55. Für mich sahen alle sehr motiviert aus und ich denke, das könnte meiner Tochter mehr bringen, als der Unterricht in der Bläserklasse. Ist halt schade, wenn die Kinder in der Schule dann Langeweile haben und ständig auf die "Nicht-Über" Rücksicht nehmen müssen und so vielleicht irgendwann den Spaß verlieren
     
  18. edosaxt

    edosaxt Strebt nach Höherem

    absolut



     
  19. saxhornet

    saxhornet Experte

    2 Jahre Gruppenunterricht???? Welcher verantwortungsvolle Lehrer, der sich wirklich für seine Schüler interessiert bietet denn sowas an?
    Sorry aber das halt ich für eine Schnapsidee. Meist kommen Schulen oder Eltern auf sowas und glauben das wäre doch toll wenn Kinder zusammen lernen und das ist ja auch viel billiger.
    Ich würde Gruppenunterricht immer nur zum Reinschnuppern machen für ca. 10 Termine und dann weiter im Einzelunterricht. Länger ist pädagogisch schwierig zu vertreten in meinen Augen. im Gruppenunterricht ist eine individuelle Förderung, wie sie am Instrument aber stattfinden sollte, nicht möglich.

    Lg Saxhornet
     
  20. ReneSax

    ReneSax Ist fast schon zuhause hier

    Hallo VSL.

    Jetzt verstehe ich erst richtig, was dort vor sich geht und woher die vielen Fragen und Probleme kommen. Ich dachte, es handelt sich um einen Gruppenunterricht im herkömmlichen Sinne.

    Das sehe ich genau so. Schulprojekte sind eine gute Idee, nur müssen sie auch sinnvoll und nachhaltig sein. Hier sehe ich nur reinen Aktionismus, einen überforderten Lehrer und eine im Können zugleich über- und unterforderte Gruppe von "Schülern". Das sich Deine Tochter dort nicht wohl fühlt, kann ich gut nachvollziehen. Ebenso fühlen sich andere Schüler nicht wohl da sie nicht mitkommen (weil sie nicht üben).
    Ich sehe die Gefahr, dass Deine Tochter schnell die Lust verliert und das wäre wirklich schade.

    Die Idee mit dem Musikverein ist daher nicht verkehrt: Deine Tochter ist lernbereit und ausreichend motiviert. Sie wird sich da Schritt für Schritt reinfinden. Den "Unterricht" wird sie dann schnell "nebenbei" absitzen.

    Ich drücke ihr beide Daumen.

    Viele Grüße

    René





     
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden